Neues brasilianisches Restaurant in WI

Hallo Leute,

es ist halb sieben, blauer Himmel und die Sonne lacht (mal sehen, wie lange sie das tut). Es sei eine „vorgezogene Schafskälte“ haben sie im Fernsehen gesagt, und alles „ganz normal“. Normal??? Die spinnen doch! Und was kommt zum eigentlichen Termin der Schafskälte? Vorgezogener Herbst vielleicht?

Ich will jetzt Sommer, gemütliche Grillabende und laue Nächte! Statt dessen sitze ich hier mit einer dicken Rotznase, Bademantel und warmen Socken.
Das kann doch alles nicht wahr sein!

Gestern Abend waren wir erstmals in dem neuen brasilianischen Restaurant ein paar Straßen von uns entfernt. Es gibt tatsächlich Grillfleisch auf langen Spießen, die an den Tisch gebracht und von denen abgesäbelt wird, was man mag. Wie in Brasilien. Dazu ein derzeit noch etwas mickriges Buffet, was durchaus verständlich ist, da wir so ziemlich die einzigen Gäste waren. Kein Mensch wußte, wann das Restaurant aufmacht und die Eröffnung selbst war wohl auch ziemlich unspektakulär.
Auf dem Buffet befanden sich div. Salate, eingelegte Gemüse und Schinken. Ebenso gab es einen Fischeintopf, Boeuf Stroganoff mit Curry und Feijoada.
Reis und Pommes wurden an den Tisch gebracht, ebenso Oliven und pão de queijo. Zum Geschmack selbst kann ich nicht allzu viel sagen, da ich mit meiner Erkältung auch Pappe essen könnte, ohne es zu merken. Klaus hat es jedenfalls geschmeckt. Ich habe nur von dem Curryfleisch etwas geschmeckt.

Das Lokal wird betrieben von zwei Compagnons, von denen einer vier Jahre lang in Sao Paulo gelebt hat. Den brasilianischen Koch haben sie direkt wieder entlassen, der hat das Probekochen nicht überstanden. Nun steht einer der Inhaber in der Küche, zusammen mit einer brasilianischen Beiköchin.
Mal sehen, wie sich alles entwickelt. Die Caipirinha jedenfalls ist gut und ordentlich mit weißem Rohrzucker gemacht, die Limetten werden geschält, bevor sie zerstoßen werden (was die Bitterstoffe aus der Schale aus dem Getränk hält).
Wir werden das Lokal im Auge behalten und weiter darüber berichten.

Das beste am gestrigen Abend für mich jedoch war: es war unsere Portugiesischstunde und es wurden keine Hausaufgaben kontrolliert. Auch mußten wir uns nicht sonderlich quälen, denn wir waren ja mit Essen beschäftigt und unsere Lehrerin konnte sich div. bate-papos mit dem Personal hingeben. Sehr angenehmer Unterricht.

Nach dem Essen haben wir aber doch noch ein bisschen was geschafft. Wir haben eine Quadrilha übersetzt (was uns im übrigen gut gelungen ist :DD).
Ich liefere euch hier den übersetzten Text (ist so herrlich sinnlos):

João liebte Teresa, die liebte Raimundo, der liebte Maria, die liebte Joaquim, der liebte Lili, die niemanden liebte.
João ging in die Vereinigten Staaten, Teresa ins Kloster, Raimundo kam bei einem Verkehrsunglück um, Maria wurde eine alte Jungfer.
Joaquim beging Selbstmord und Lili heiratete J. Pinto Fernandes, der mit der ganzen Geschichte nichts zu tun hat!

Werde mich jetzt meinem Tagesgeschäft widmen. Ciao :wave:

PS: Nun ist der Himmel wieder grau.

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