Ich hasse …

… unerwünschte Werbung. Am Briefkasten pappt ein entsprechender Aufkleber, der des Öfteren ignoriert wird. Damit kann ich leben – die Papiertonne steht ganz in der Nähe. Was mich aber wirklich nervt sind die beinahe täglichen telefonischen Belästigungen.
Ich ahne schon nix Gutes, wenn ich auf dem Display lese „Anruf von Unbekannt“. Ganz besonders toll ist das, wenn sich am anderen Ende nur ein Automat meldet und mit quakender Stimme einen guten Tag wünscht (der ist dann meist schon versaut) und einem mitteilt, man sei unter soundsoviel Menschen ausgewählt worden an irgendetwas teilzunehmen. Wer wählt aus und vor allem, warum mich? In solchen Fällen bleibt einem nur die Möglichkeit sofort aufzulegen. Wenn man gar nicht erst an den Apparat geht, labert einem die Maschine den Anrufbeantworter voll – was meine These bestätigt, dass Maschinen einfach nur doof sind.

Anders verhält es sich, wenn am anderen Ende tatsächlich ein Callcenter geschulter, realer Mensch sitzt. Den Anfang seines Sprüchleins versteht man meistens nicht, aber er (sie) ist von einer so freundlichen Penetranz, dass ich sofort speien könnte.
Im Büro ereilen mich Anrufe von Versicherungen, Investmentorganisationen, diversen Hard- und Softwareanbietern, Blindenhilfswerken, Kaffeemaschinenherstellern, Wasserspenderaufstellern, etc.. Letztere kriege ich mit dem Hinweis, dass wir nur Teetrinker sind bzw. alle zu Hause duschen. Das sorgt dann am anderen Ende für kurze Verwirrung, erledigt die Sache aber – bis zum nächsten Mal.

Privat werde ich gerne von irgendwelchen Glücksspielanbietern angerufen: NKL, SKL und wie sie alle heißen. Und die könnte ich inzwischen sonst wohin verfluchen. Ich habe in meinem ganzen Leben bisher dreimal Lotto gespielt und einmal 20,- DM in der Spielbank verzockt. Das war’s und zu mehr habe ich auch gar keine Lust.
Genau das sagte ich einem dieser freundlichen Herren und teile ihm außerdem noch mit, dass mich diese dauernden Anrufe inzwischen ziemlich nerven. Seine Reaktion hierauf: „Ja ok, also dann bis heute Nachmittag“ und legte auf. Freundlich?? Das war wohl das wahre Gesicht dieses Herren. Und ich stand da mit dem Hörer in der Hand und bin bald geplatzt vor Wut. :> :> :>
Der Erfolg: ich werde mich bei zukünftigen Anrufen dieser Institutionen auf keinerlei Diskussionen mehr einlassen und sofort kommentarlos auflegen. Dann können die am anderen Ende der Leitung sehen, wie sie damit klarkommen. Dann nützt ihnen auch die ganze Callcenterausbildung nichts. Das ham’se nu’ davon! 😛

Ich hoffe auf ein Gesetz, dass solche Werbung schlichtweg verbietet. Angie, bring mal was Gutes auf den Weg!

Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag und eine Woche ohne nervige Anrufe.

Advertisements

Vogelfutter

Seit einigen Jahren sind wir stolze Besitzer eines Feigenbaumes. Jahr für Jahr produziert dieser Baum – neben Unmengen von Trieben und Blättern, die ich dauernd zurückschneiden muss, weil andernfalls die Markise nicht mehr ausgefahren werden kann – köstliche Früchte.
Alljährlich freuen wir uns darauf, diese süßen Köstlichkeiten zu ernten und zu verzehren. Wer einmal frische Feigen mit Wodka probiert hat, will nie wieder das Zeug aus der Dose. Aber man kann sie natürlich auch einfach nur so naschen. Und man hat lange etwas davon, da die Früchte nach und nach reif werden.

Nun begab es sich vor drei Jahren, dass ein Spatz sich in eben diesen Baum verirrt und blöderweise auch mal probiert hat. Offensichtlich hat es auch ihm bestens gemundet und darüber sofort seine Kumpels informiert.
Ihr habt keine Vorstellung davon, was seit dem in unserem Baum los ist. Scharen von Piepmätzen tummeln sich tagsüber im Geäst. Morgens sehe ich einige reife Früchte und beschließe, sie abends zu einem Nachtisch zu verarbeiten – abends finde ich nur noch die leer gefressene Hülle. Die süßesten Früchte hängen immer oben und dafür benötige ich eine Leiter. Ziemlich mühselig, jedes Mal wegen drei Früchten in den Keller zu laufen, die Leiter zu holen, aufzustellen und ins Grün zu steigen. Also warte ich, bis mein Göttergatte nach Hause kommt (er schafft das meistens auch ohne Leiter). Ein blöder Fehler, denn bis Abends ist nix mehr da, was man ernten könnte! 😦

Es ist nicht so, dass ich den armen Tierchen nichts gönne! Aber ab und zu möchte ich halt auch mal was abhaben von meinem Baum. Außerdem stört es mich erheblich, dass die Spatzen, nachdem sie sich die Bäuche voll geschlagen haben, mir beim Wegflug noch geschwind auf die Terrasse schei… . Mistviecher, elende! Ich wünsche ihnen drei Tage Bauchweh und einen ordentlichen Dünnpfiff (vorzugsweise in einem der Nachbargärten). Offensichtlich jedoch sind die Biester hart im Nehmen und/oder unbelehrbar. Sie kommen immer wieder, bis es nichts mehr zu ernten gibt. Gelegentlich verscheuche ich sie (für ca. 30 Sekunden). Dann fliegen sie in einen anderen Baum und grinsen mich hämisch an.

Hat jemand einen Tipp für mich?

After-Work-Party

Am Donnerstag war ich doch tatsächlich auf einer solchen. Habe mich tagsüber wegen der großen Hitze mit der Arbeit sehr zurückgehalten; das hinderte mich aber nicht daran, mich abends unters schwer schuftende Volk zu mischen.

Das Ganze fand auf einem Schiff statt und so kam ich unerwartet zu meiner zweiten Rheinfahrt innerhalb kurzer Zeit. An Bord lauter junge dynamische Menschen (einige waren auch schon länger jung – so wie wir), meist weiblichen Geschlechts. Irgendein Singleclub war auch mit von der Partie und da wir drei Weibsbilder waren, wurden wir prompt gefragt, ob wir dazu gehörten. Wir verneinten und machten unseren eigenen Club auf. Mit an unserem Tisch saß ein Pärchen, das sich nach kurzer Zeit als nur gute Freunde outete und mit dem wir viel Spaß hatten.

Es wurde emsig getanzt und gebaggert und man konnte so seine Studien machen. Übrigens etwas, was ich sehr gerne tue: Leute gucken.
Bei Wikipedia findet man unter dem Begriff After-Work-Party folgendes:

Eine After-Work-Party (After Business Club) ist eine offene gesellschaftliche (Tanz-)Veranstaltung an Werktagen, die seit den 1990er Jahren von vielen Diskotheken an Tagen zwischen Montag und Freitag angeboten wird. After-Work-Partys wenden sich an die Zielgruppe der jungen Arbeitnehmer und Selbstständigen in „modernen“ Branchen wie Beratung, Werbung oder Medien und suggerieren so allen Teilnehmern auch aus anderen Branchen, selbst modern und dynamisch zu sein. Dress-Code der Party-Gänger ist daher in der Regel legere Geschäftskleidung.

Ihr könnt Euch also vorstellen, dass es viel zu gucken gab. Es ist interessant zu sehen, was man so für modern und dynamisch hält.
Alles in allem hat es aber Spaß gemacht und an Deck – von einer leichten Brise umweht – ließ es sich gut aushalten. Ich glaube, wir werden das wiederholen. Wer kommt mit?

Genießt den letzten Arbeitstag der Woche! 😉

Pechmarie – Glücksmarie

Heute war ich wieder mal im Metromarkt und habe tatsächlich ein Bekleidungsteil gefunden, das ich schon seit Wochen suche und nirgends finden kann. Das Stück war genau einmal in der entsprechenden Größe und Farbe da und mein Glück schien perfekt. Die restlichen benötigten Sachen waren schnell im Einkaufswagen und nach einem netten Rundgang durch die Kühlabteilung (herrlich!!) schlenderte ich entspannt zur Kasse.
Und da passierte es: die Kassiererin betrachtete sich das Teil und konnte weder einen Preis noch eine Warennummer finden. Da es der Metro im Computerzeitalter offensichtlich nicht möglich ist, trotzdem schnell und unkompliziert den Preis herauszufinden, musste das von mir begehrte Teil da bleiben. 😥 Die Alternative wäre gewesen, meine Einkäufe irgendwo abzustellen, quer durch den ganzen Markt in die entsprechende Abteilung zu laufen, mir dort jemand zu suchen, der sich zuständig fühlt und gewillt ist, Preis und Artikelnummer herauszusuchen und wieder zurück zur Kasse zu marschieren. Dazu hatte ich aber weder Lust noch Zeit. Pech gehabt – ich, weil ich das Ding nun weiter suchen muss und die Metro, weil ihr ein Riesengeschäft (€ 12,-) durch die Lappen gegangen ist.

Ziemlich sauer über dieses Mißgeschick packte ich den übrigen Krempel ins Auto und fuhr Richtung Heimat. Vor mir auf der Straße ein Verkehrshindernis, das mit 30 km/h den Verkehr aufgehalten hat um dann noch verbotenerweise links abzubiegen. 😡
Mir schwoll der Kamm und als das Vehikel endlich abgebogen war, gab ich richtig Gas. Gottlob kam mir ein Auto entgegen, das mich mittels Lichthupe warnte, sonst wäre ich „dabei“ gewesen. Am rechten Straßenrand hatte sich ein unauffälliger weißer Lieferwagen mit unschönem Inhalt postiert. Glück gehabt! Es war schon das zweite Mal, dass mich jemand vor einer Radarfalle gewarnt hat, aber irgendwann kriegen sie mich sicherlich! Heute jedoch bin ich noch mal davon gekommen und mein Ärger war verraucht.
Es gibt halt auch glückliche Momente in meinem Leben! :DD

Übrigens: Herzlich willkommen in meinem Blog, Familie T. (gutentag)! Schön, dass ihr doch noch zu mir gefunden habt.

Ich wünsche Euch allen einen glücklichen Tag – und nehmt den Fuß vom Gas, wenn Euch eine Lichthupe anblinkt.

Schweinehund

Gestern Abend habe ich mich durch das TV-Programm gezappt und bin in einer Sendung über Menschen hängen geblieben, die nix auf die Reihe kriegen, weil sie total unorganisiert sind und ihren inneren Schweinehund nicht überwinden können.
Manches kam mir seltsam vertraut vor. Allerdings muss ich zu meiner Ehrenrettung sagen, dass sich mein Leben nicht ganz so chaotisch gestaltet wie z.B. das des Journalisten, dessen Wohnung seit Jahren so aussieht, wie kurz nach dem Einzug. Der schafft es wirklich nur in seinem Job, seine Arbeiten pünktlich abzuliefern und da auch nur, weil er permanent erinnert und gedrängt wird. Dem Typ hätte ich Feuer unterm Ar… machen können! Der betankt sein Auto 5 Liter weise, weil für mehr die Zeit (!) nicht reicht und er hofft, mit 5 L ans Ziel zu gelangen. Für mich wäre das der reinste Horror.

Oder die Studentin, die mit 31 immer noch fröhlich vor sich hin studiert und sich zu keinem Abschluss aufraffen kann.  Allerdings  lebt sie wohl ohne finanzielle Probleme – entgegen den meisten „normalen“ Studenten, die ich kenne. Die hat sich dann eine Zeitmanagerin kommen lassen, um ihre Probleme zu lösen. Na ja, vielleicht schafft sie es ja irgendwann, ihren Abschluss zu machen und pünktlich zu sein.

Der Unternehmensberater (!), der seine Steuererklärung nie rechtzeitig fertig kriegt, war mir jedoch sehr nahe. Der betankt sein Auto, auch wenn die Anzeige erst auf 1/4 steht, hat seine geschäftlichen Termine im Griff und auch sonst einen festen Tagesablauf. Nur mit dem Finanzamt kommt er nicht klar. Möglicherweise hat das ja andere Gründe, als den knurrenden Schweinehund. Vielleicht ist es ja eine generelle Abneigung gegen die Institution Finanzamt (und die teilt er mit gaaanz vielen Leuten, auf die alljährlich eine Nachzahlung wartet) .

Die Sendung war tröstlich, konnte man doch sehen, dass auch annern Leut‘ gewisse Schwierigkeiten haben. Erhofft hätte ich mir allerdings ein paar Strategien zur Überwindung derselben.
Mir blieb also am Ende nur die Erkenntnis, dass es ja ganz so schlimm wie mit den ersten beiden Personen, bei mir nicht ist.
Ich zahle meine Rechnungen just in time und liebe Pünktlichkeit auch bei privaten Terminen. Allerdings hätte ich heute Morgen beinahe einen solchen verbummelt; ich hab’s aber doch noch rechtzeitig geschafft (mit hängender Zunge und anschließendem 20minütigen Schweißausbruch) .

Werde mich jetzt in irgend eine Arbeit stürzen, die schon längst hätte erledigt sein können, wenn da nicht immer dieses knurrende Vieh rumgelegen hätte!

Strafarbeit

Gleich vorneweg: ich bügele nicht sonderlich gerne; ich mach es halt, weil es gemacht werden muss. 😦 Dabei ziehe ich mir immer irgendwelche Fernsehsendungen rein. Ganz egal was. Hauptsache Ablenkung.

Eben habe ich in Belindas Blog gelesen, dass es „am Ende der Welt“ heute Morgen 18 Grad hatte. Bei uns ist das anders. Die Nächte sind nach wie vor tropisch, d.h. mindestens 25 Grad! Und ich musste bügeln! (Dazu fällt mir gerade ein früherer Artikel im „Stern“ ein: DIE ARME SAU MONIKA! Sehr passend.)

Jedenfalls habe ich versucht, mir das Leben mit einem neuen Bügelbrettbezug zu erleichtern. Beim Aufziehen desselben bin ich allerdings schon mächtig ins Schwitzen gekommen, da das Ding sonderbar störrisch war. Daraufhin habe ich den großen Ventilator vom Badezimmer ‚rangeschleppt und auf „Volle Pulle“ gestellt. Der Fernseher lief bereits.

Ich kann Euch sagen: Es hat echt keinen Spass gemacht. Und im Keller warten schon wieder weitere Wäschestücke darauf, geplättet zu werden. Puh!

Bei solchen Gelegenheiten fallen mir immer Berufe ein, die im Hochsommer garantiert keine Freude machen. Koch zum Beispiel. Es muss ätzend sein, bei Außentemperaturen um die 30 Grad noch an Herd und Bratrohr zu stehen. Dann doch lieber einmal die Woche bügeln. Es kommt halt nur auf die Sichtweise an.

Zur Belohnung kann ich aber jetzt wieder im klimatisierten Büro sitzen – ein Hoch auf meine Berufswahl! Ich wünsche Euch eine angenehme Arbeitswoche.

Schweiß treibende Angelegenheit

Nachdem ich die Nacht nach dem besagten Grillfest schlecht und wenig geschlafen hatte, habe ich mich gestern noch mal zu einem gepflegten Mittagsschlaf niedergelegt und prompt auch das zweite Gewitter verpennt. Ich kam erst wieder zu mir, als praktisch schon alles vorbei war. Aber es regnete noch und das tat es auch noch, als wir zur Geburtstagsfeier aufgebrochen sind.

Zwar war im Lokal ein Tisch auf der überdachten Terrasse bestellt, doch bei den wirklich ergiebigen Regenfällen ging der Wirt davon aus, dass uns das zu feucht sei und platzierte uns im Innenbereich. Alle Fenster und Türen waren geöffnet, aber da kein bisschen Wind ging, nutzte das überhaupt nichts. Da saßen wir nun und schwitzten vor uns hin. Zur Begrüßung gab’s ein Glas Sekt.
Nun trinke ich Sekt ja furchtbar gerne (und der war obendrein noch richtig lecker und schön kalt) aber die erneuten Schweißausbrüche, die die Bitzelbrause verursacht hat …, puh! Die sowieso schon spärliche Bekleidung klebte am Körper wie eine zweite Haut. Als zweites Getränk wurde dann von den meisten Gästen Wasser oder Traubensaftschorle bestellt. Und das bei einem Winzer!

Essen gab es à la carte und ich habe mich – nach der Völlerei vom Vortag und um meinen armen Körper nicht noch mehr zu belasten – für Salat mit Putenbruststreifen entschieden. Dazu bestellte ich dann wenigstens noch eine Weinschorle.

Es war ein netter Abend, das Essen war sehr lecker, aber insgesamt war es eine wirklich Schweiß treibende Angelegenheit. Alle saßen am Tisch und tupften sich mehr oder weniger verstohlen die Tropfen von der Stirn und jeder hoffte darauf, dass dieses Wahnsinnswetter bald ein Ende hätte und die Temperaturen wieder auf normales deutsches Maß gedrosselt würden.
Warten wir mal ab, wie die Empfindungen dann bei 18 Grad sind – Petrus kann es uns ja eigentlich nie recht machen.:|

Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag, wo immer ihr ihn verschwitzt.