Vogelfutter

Seit einigen Jahren sind wir stolze Besitzer eines Feigenbaumes. Jahr für Jahr produziert dieser Baum – neben Unmengen von Trieben und Blättern, die ich dauernd zurückschneiden muss, weil andernfalls die Markise nicht mehr ausgefahren werden kann – köstliche Früchte.
Alljährlich freuen wir uns darauf, diese süßen Köstlichkeiten zu ernten und zu verzehren. Wer einmal frische Feigen mit Wodka probiert hat, will nie wieder das Zeug aus der Dose. Aber man kann sie natürlich auch einfach nur so naschen. Und man hat lange etwas davon, da die Früchte nach und nach reif werden.

Nun begab es sich vor drei Jahren, dass ein Spatz sich in eben diesen Baum verirrt und blöderweise auch mal probiert hat. Offensichtlich hat es auch ihm bestens gemundet und darüber sofort seine Kumpels informiert.
Ihr habt keine Vorstellung davon, was seit dem in unserem Baum los ist. Scharen von Piepmätzen tummeln sich tagsüber im Geäst. Morgens sehe ich einige reife Früchte und beschließe, sie abends zu einem Nachtisch zu verarbeiten – abends finde ich nur noch die leer gefressene Hülle. Die süßesten Früchte hängen immer oben und dafür benötige ich eine Leiter. Ziemlich mühselig, jedes Mal wegen drei Früchten in den Keller zu laufen, die Leiter zu holen, aufzustellen und ins Grün zu steigen. Also warte ich, bis mein Göttergatte nach Hause kommt (er schafft das meistens auch ohne Leiter). Ein blöder Fehler, denn bis Abends ist nix mehr da, was man ernten könnte! 😦

Es ist nicht so, dass ich den armen Tierchen nichts gönne! Aber ab und zu möchte ich halt auch mal was abhaben von meinem Baum. Außerdem stört es mich erheblich, dass die Spatzen, nachdem sie sich die Bäuche voll geschlagen haben, mir beim Wegflug noch geschwind auf die Terrasse schei… . Mistviecher, elende! Ich wünsche ihnen drei Tage Bauchweh und einen ordentlichen Dünnpfiff (vorzugsweise in einem der Nachbargärten). Offensichtlich jedoch sind die Biester hart im Nehmen und/oder unbelehrbar. Sie kommen immer wieder, bis es nichts mehr zu ernten gibt. Gelegentlich verscheuche ich sie (für ca. 30 Sekunden). Dann fliegen sie in einen anderen Baum und grinsen mich hämisch an.

Hat jemand einen Tipp für mich?

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3 Gedanken zu “Vogelfutter

  1. Nee, erstens „wächst“ der Baum praktisch täglich (der geht wirklich ab wie ein Zäpfchen), zweitens ist das Ernten ja dann auch für uns viel schwieriger. Da immer nur einzelne Früchte reifen – die natürlich an ganz verschiedenen Stellen hängen – müssten wir täglich unters Netz krabbeln.
    Auch über eine Vogelscheuche haben wir schon nachgedacht, aber der Baum steht direkt neben der Terrasse und soll ich mich vielleicht jedes Mal erschrecken, wenn ich in den Garten will?? Spatzenschleuder scheidet auch aus, da ich sowieso nix treffe und die Nachbarterrasse direkt hinter dem Baum liegt. Und mit
    d e n Nachbarn will ich es mir grad nicht verderben.

    Also, noch’n Vorschlag?

    Liebe Grüße und schönes Wochenende (ihr habt ja wieder volles Programm, wie ich gelesen habe). Moni

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