Geburtstagsgeschenk einfach weg geschmissen!

Puuh, das war eine Aufregung gestern Nacht … ich kann Euch sagen, ich bin fix und alle! Und das in meinem Alter! Aber von vorne:

Eine weit entfernt lebende Freundin sandte mir ein Päckchen, das mich eine Woche vor meinem Geburtstag erreichte. Ich war zwar neugierig ohne Ende, konnte mich aber bezwingen und öffnete das Päckchen tatsächlich erst am Geburtstag. Es war sehr sorgfältig verpackt und verklebt und es machte richtig mühe, an des „Pudels Kern“ zu kommen. In einer DVD-Hülle verbarg sich zerknülltes Seidenpapier, in dem ein kleines Kunstledertäschchen versteckt war. Ich öffnete das Täschchen und fand ein paar zauberhafte Ohrringe, über die ich mich sehr freute.
Den Verpackungsmüll trennte ich – ordentlich, wie ich nun mal bin (hi,hi) – in Papiermüll und gelben Sack.
Gestern nun schrieb ich eben dieser Freundin eine Email und bedankte mich artig. Ich schilderte ihr noch ein bisschen unser Partytreiben vom Sonntag und schickte ihr ein paar Bilder. Danach ging ich ins Bett.
Kurze Zeit später (Emails sind was tolles, das geht wirklich schnell) kam mein lieber Mann ins Schlafzimmer gestürmt und verkündete, dass er mit eben dieser Freundin gerade am chaten sei und sie zaghaft gefragt habe, ob mir denn der Anhänger nicht gefallen habe! Er fragte ‚was für’n Anhänger?‘, und schon war das Chaos perfekt. Wir erfuhren, dass sich in dem Säckchen auch noch ein solcher befand. Nun gings los. Ich durchwühlte den Papiermüll nach der Verpackung, auf der die Post viele Aufkleber angebracht hatte, da u.a. die Anschrift nicht ganz gestimmt hatte. Mittels Webcam führten wir der Freundin die Verpackung vor und sie bestätigte, dass das wirklich ihre Handschrift war und sie das Päckchen auch ordentlich verklebt hatte. Von Papier in der DVD-Hülle wusste sie allerdings nichts und ich war mir nun auch nicht mehr sicher, ob es tatsächlich Papier oder evtl. auch Folie gewesen war.
Also, nächste Runde: Gelben Sack entleeren und jedes Fitzelchen Folie durchsuchen. Ich habe tatsächlich einen Stein gefunden, aber der stammte von einer Nektarine und hatte da überhaupt nichts zu suchen.
Wir vermuteten, dass sie den Anhänger evtl. gar nicht mit eingepackt hatte, aber sie schwor Stein und Bein, dass alles im Päckchen gelandet sei, was sie mir zugedacht hatte.
Also Müll die Dritte: Klaus und ich haben uns die Restmülltonne vorgenommen. Tolle Sache, sage ich Euch, im Restmüll landet ja wirklich alles, was nicht in Biotonne oder gelben Sack gehört. Zwischen Zigarettenkippen, benutzten Servietten und Tempotüchern und diversem anderem wenigig appetitlichen Zeugs fanden wir auch ein zerknülltes Seidenpapier, das – da man keinen Inhalt erfühlen konnte – beinahe schon wieder im Müll gelandet wäre. Klaus dröselte es dann doch noch mal auseinander und heraus kam … der Anhänger!
Der muss beim Transport aus dem Säckchen herausgerutscht und in eine dieser Windungen im Papier verschwunden sein.

Ich kann Euch sagen: Mir war richtig schlecht hinterher und das lag nicht am Müll! Ich habe mir erst einmal einen Cognac eingeschenkt (einen doppelten) und den in großen Schlucken getrunken, während Klaus „Entwarnung“ gemailt hat.
Wenn statt des Anhängers ein Ohrring gefehlt hätte, hätte ich natürlich das Papier nochmal untersucht. Da aber die Ohrringe alleine schon ein ziemlich üppiges Geschenk waren, wäre ich nie auf die Idee gekommen, dass da noch was fehlt! Gottlob gibt es Email und sonstige schnelle Kommunikationsmöglichkeiten und gottlob habe ich mich ausdrücklich für die Ohrringe bedankt und nicht nur lapidar für ‚das Geschenk‘!
Nun werde ich also eine weitere Dankesmail versenden und eine Absprache treffen, dass bei zukünftigen Päckchen eine Stückzahl angegeben wird, die zu finden ist.

Leute, in meinem Alter ist man so einem Stress eigentlich nicht mehr gewachsen! Nun bin ich aber froh, dass unsere Suche ein gutes Ende gefunden hat und werde den Anhänger nun mit besonderem Bewußtsein tragen.

Liebe Grüße und schmeißt nicht achtlos was weg!

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Geburtstagsmarathon

Am vergangenen Wochenende hagelte es runde Geburtstage! Am Samstag waren wir bei einem Wiesbadener Künstler zum 60. eingeladen – übrigens eine Superfete, mit diversen Tanzvorführungen, einem lustigen Sketch und einer Band, die richtig dufte Musik machte. Da wären wir gerne noch länger geblieben, aber da mein eigener runder Geburtstag am Sonntag anstand und ich einigermaßen fit meine Gäste begrüßen wollte, haben wir uns vor 24.00 Uhr auf den Heimweg gemacht.

Zu Hause gab es noch ein Gläschen Sekt und ein ganz tolles Geschenk von meinem Liebsten. Der hat sich mit Hilfe meiner Mutter und meiner Freundin durch mein gesamtes Leben gearbeitet. Er hat zu jedem Lebensjahr ein paar Bilder ausgesucht und ein Fotoalbum erstellen lassen. Zu den Bildern gabs eine Auswahl der top 10 Hits des jeweiligen Jahres auf CD. Ein super schönes Geschenk, für das er sich viele Nächte um die Ohren gehauen hat und über das ich mich riesig gefreut habe, zumal ich mich an viele Fotos überhaut nicht erinnern konnte und manchmal gar nicht glauben wollte, dass ich mal soo ausgesehen habe! (Mein Gott, diese Brille … und erst die Frisur …, grrr!)

Als ich so um 2.00 Uhr ins Bett bin, konnte ich natürlich erst einmal nicht einschlafen. Dafür bin ich aber etwas früher aufgestanden. Wir haben gefrühstückt und von meinem lieben Mann gab es noch einen riesigen Blumenstrauß, für den ich erst einmal eine passende Bodenvase suchen musste.
Dann kamen einige Anrufe und es regnete Absagen! Einige haben ihr Kommen abgesagt, weil sie krank geworden sind, es gab einen Einbruchsdiebstahl mit heftigem Schaden, einige sagten, sie kämen später weil … . Alles gute Gründe, aber ich sah meine Felle schon davonschwimmen und mich mit einer Handvoll Gäste vor einem großen Buffet sitzen! 

Zu meiner großen Freude haben es viele dann doch noch geschafft, zu kommen und es wurde ein sehr schönes harmonisches Fest mit leckerem Essen, guten Gesprächen (leider habe ich es nicht geschafft, mich mit allen ausführlich zu unterhalten – als Gastgeber hat man an so einem Tag wirklich schlechte Karten.) und einem Live-Auftritt des Familienchores, über den ich mich sehr gefreut habe – und das nicht nur, weil ich in dem umgetexteten Lied „gut davongekommen“ bin! Alles war super schön und ich konnte den Tag richtig genießen. Leute, es ist gar nicht so schlimm, 50 zu werden. Keine Panik!

Auf Geburtstagsgeschenke habe ich verzichtet und meine Gäste gebeten, etwas für unser Hilfprojekt Kinderhorizonte zu spenden. Also haben wir am Abend noch Kasse gemacht und ein gigantisches Ergebnis erzielt. Darüber habe ich im Brasilienforum (Brasilienfreunde.net) unseren Vereins-Mitstreitern berichtet und ihr könnt diesen Bericht nachlesen unter Kinderhorizonte.blog.de. Belinda hat meinen Bericht dort auch noch einmal veröffentlicht.
Ich bin super super stolz auf dieses tolle Ergebnis und auf meine spendablen Familienmitglieder und Freunde. Vielen, vielen Dank Euch allen! Ich bin einfach überwältigt und kann es noch kaum fassen! Für das Geld werden wir Nähmaschinen anschaffen, um dem angestrebten Ziel, den Kindern auch eine Perspektive für ihre Zukunft geben zu können, ein gutes Stück näher zu kommen.

So, nun wisst ihr auch, warum ich in den letzten Tagen hier nichts geschrieben habe. Ich war etwas im Vorbereitungsstreß und gelobe Besserung! Den gestrigen Tag habe zur Regeneration gebraucht und mal ausgeschlafen. Angeblich braucht der Mensch im Alter ja nicht mehr so viel Schlaf, aber mein Körper hat das noch nicht mitgekriegt. Mit meinen Englisch-Mädels werde ich heute noch ein bisschen nachfeiern und dann geht der alte Trott wieder los. Eine Zeit lang werde ich aber sicher noch auf „Wolke 7“ schweben und vielleicht verleitet mein Super-Ergebnis ja auch andere dazu, mal auf Geschenke zu verzichten!

Seid ganz lieb gegrüßt von einer seeligen „Alten Trulla“.


Abzocke im Namen der Barmherzigkeit

Am 11.8. habe ich über meinen Ärger mit den ASB-Mitgliederfängern berichtet und gestern Abend bekam ich die Bestätigung! In der ZDF-Sendung Frontal 21 wurde darüber berichtet, wie Drückerkolonnen im Auftrag des ASB systematisch die Republik abgrasen und mit falschen Versprechungen arglose Bürger abzocken und diese für eine Mitgliedschaft beim Arbeiter-Samariter-Bund „werben“. Den so Geprellten – gerne alleinstehende ältere Leute – werden die tollsten Versprechungen gemacht. „Wenn Sie mal ein Bein gebrochen haben, schicken wir Ihnen eine Haushaltshilfe/Pflegedienst“, etc. – kein Wort darüber, dass die Kosten für die Hilfe natürlich bezahlt werden müssen! Verschwiegen wird auch, dass der ASB selbst von den Mitgliedsbeiträgen im ersten Jahr überhaupt nichts sieht. Der eine Teil geht an die Agentur, der andere Teil wird dem Werber als Provision gezahlt. Ein sehr lukratives Geschäft, wenn man bedenkt, dass ein Werber auf Provisionen von locker € 1.000,- Euro pro Woche kommt.
Der ASB hat angeblich von diesen Werbemethoden keine Ahnung und von einer Anzeige diesbezüglich haben sie auch noch nichts gehört! Für ein Interview stand vorsorglich niemand zur Verfügung. Tolles Geschäftsgebaren!

Ich fühle mich in meiner Entscheidung, keinerlei Geschäfte an der Haustüre zu tätigen, nur bestärkt. Danke ZDF.

Ungeheuer

Mein kleiner Neffe hat bald Geburtstag, und da er mir ja schon vor geraumer Zeit seinen Wunschzettel hat zukommen lassen, machte ich mich heute auf den Weg in ein Spielzeuggeschäft, das mit günstigen Preisen wirbt. Ich sag’s Euch: nie wieder!!! Was ich nicht wusste, ist, dass der Laden auch Schulartikel verkauft und natürlich habe ich auch nicht daran gedacht, dass die Ferien bald ‚rum sind und demnächst das neue Schuljahr beginnt bzw. die Kleinen eingeschult werden.

Der Laden war proppevoll und es haben sich wahre Dramen abgespielt. Mütter und Kinder waren gleichermaßen am Heulen und/oder Schreien und mutierten zu kreischenden Ungeheuern. Nachdem eine entnervte Mutter – sie hatte einen ganzen DIN A4-Zettel „abzuarbeiten“ – endlich die gewünschten Papp-Schnellhefter gefunden hatte, war natürlich die Farbe orange nicht vorrätig. „Egal“, sagte die Mutter, „dann nehmen wir halt gelb“. Die Tochter verzog das Gesicht, dann ging das Geschrei los. „Wir  d ü r f e n  aber keine gelben Hefter haben, es m u s s orange sein!!!“ Sie war nicht mehr zu beruhigen. Wissen Lehrer eigentlich, was sie nicht nur den Müttern, sondern der gesamten Menschheit mit ihren Sonderwünschen antun, während sie noch sich noch gemütlich auf der Ferienliege räkeln? Vermutlich nicht – sonst müsste sie permanent das Schlechte Gewissen plagen!

Zwei Gänge weiter gab es hübsche bunte Roller zu kaufen und eines der Mädchen hatte sich in ein solches Vehikel (pink, mit viel Glitzer) verguckt und wollte es nicht mehr hergeben. Sie rollte damit durch den ganzen Laden – was nicht ungefährlich war, da sie das rollern noch nicht richtig beherrschte. Das war aber nicht das Schlimmste. Richtig schlimm war, dass das Ding quietschte wie verrückt und als die niedliche Kleine dann auch noch ‚raus bekam, dass das Quietschen anders klingt, wenn man den Roller rückwärts schiebt, war es ganz vorbei. Ich war irgendwann kurz vorm Schreikrampf! 

Ich glaube, für solche Läden bin ich einfach zu alt!

Übrigens habe ich das von meinem Neffen gewünschte Teil nicht bekommen. Dafür konnte ich noch einige Kleinigkeiten für meinen eigenen anstehenden Geburtstag bekommen. Ich hoffe, mit den erworbenen Spielen die ebenfalls geladenen Kinder eine Zeit lang beschäftigen zu können. Das wird ein echter Kindergeburtstag. Statt Geschenke für mich habe ich mir gewünscht, dass die Gäste etwas in die Sammelbüchse stopfen, die ich für unseren Verein www.kinderhorizonte.org aufstellen werde. Na ja, und die anwesenden Kinder sollen ja auch nicht leer ausgehen. Ich hoffe, damit alle Spatzen gefangen zu haben!

Nun muss ich mir nur noch Gedanken darüber machen, wo ich das Geburtstagsgeschenk für meinen Neffen her kriege. Der Laden sieht mich jedenfalls so schnell nicht mehr!

Liebe Grüße von einer entnervten Kundin.

PS für Belinda: Zufrieden?

 

Weinfest, 2. Tag

Die spontanen Entscheidungen sind meistens die besten.

Eigentlich wollten wir gestern Abend zum Weinfest, aber mein lieber Gatte war zu tief in seine Arbeit verstrickt und ich sah mich schon gelangweilt vor dem Fernseher liegen.
Plötzlich klingelte das Telefon und einer meiner drei Lieblingsneffen rief an. Wir quatschten ein bisschen und er erwähnte beiläufig, dass er am Abend noch nichts vorhabe und das Wiesbadener Weinfest ja eine gute Idee sei. Er sprach sich noch kurz mit seiner besseren Hälfte ab und wir verabredeten uns zu einem kleinen Umtrunk, der dann doch etwas größer wurde. Sehr vergnüglich und nachdem wir sogar einen Sitzplatz ergattert hatten, auch einigermaßen bequem. Florian organisierte uns leckeren Flammkuchen, ich sorgte für, dass wir ihn nicht trocken ‚runterwürgen mussten. Arbeitsteilung der köstlichen Art. Im Laufe des Abends stieß dann sogar mein strebsamer Gatte noch auf ein Gläschen zu uns.

Ihr seht, man soll die Hoffnung nie vorschnell aufgeben. Manchmal wird auch aus einem aufgegebenen Abend noch was Gutes!

Übrigens: Heute Abend muss Klaus nicht arbeiten. Dreimal dürft Ihr raten, wo wir zu finden sind.
Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende. Vielleicht treffen wir uns ja?! 😉

Frust und Freude

Letzte Woche bekam ich Post von der Deutschen Rentenversicherung, in dem mir mitgeteilt wurde, was ich mit 65 Jahren an Rente zu erwarten habe. Leute, ich sag’s Euch: ich habe keine Ahnung, wie ich damit über die Runden kommen soll! Werde mir, wenn es soweit ist, irgendwo einen Job suchen müssen. Aufsicht in einer Spielhalle oder Babysitten oder irgend so was. Langsam wird mir klar, warum die Rentner immer am jammern sind. 😥

Zur Erheiterung war dann gestern mein kleiner Neffe wieder zu Besuch und ich wurde mit den Alltagsproblemen eines Siebenjährigen konfrontiert. Er fragt einem Löcher in den Bauch und plappert ohne Unterlass. Irgendwann gab es eine Kindersendung, die er unbedingt sehen wollte und ich stellte den Fernseher an. Nun schwieg er, dafür gab das Gerät merkwürdige Geräusche von sich. Anschließend bekam ich den Inhalt der Sendung noch einmal erzählt (nur für den Fall, dass ich nicht alles mitgekriegt hätte) und wir spielten einige Szenen nach. Danach machten wir ein Autorennen und bauten einen Springreit-Parcours auf. Ich habe keine Ahnung, wie er plötzlich darauf kommt. Ich dachte Pferde seien mehr was für Mädchen zwischen sieben und vierzehn. Er verblüfft mich immer wieder!

Jedenfalls hat er mich ziemlich müde gespielt. Aber es schien ihm gefallen zu haben, denn als ich ihn abends wieder ablieferte fragte er, wann er denn wieder kommen könne. Ich habe ihn auf nächste Woche vertröstet und hoffe, dass dann das Wetter mitspielt und wir auf den Spielplatz gehen können. Wenn er mit anderen Kindern toben kann, saugt er mich nicht so aus (hoffe ich).

Jedenfalls war ich gestern Abend ganz schön platt und hatte nicht die geringste Lust, noch auszugehen. Aber wir waren verabredet und so kamen wir gestern das erste Mal zum Weinfest, das in Wiesbaden bereits seit sechs Tagen im Gange ist! Nachdem ich mich etwas aklimatisiert und ein Gläschen Bitzelbrause intus hatte, konnte ich das Ganze auch genießen. Ein sehr schöner harmonischer Abend mit drei Brasilianerinnen und zwei Herren, die des Portugiesischen beneidenswert mächtig sind und die mich schmerzlich an mein Lerndefizit erinnerten. Ich hatte mir fest vorgenommen, im August jeden Tag mindestens eine Stunde zu üben. Fragt mich mal, wie oft ich das schon durchgezogen habe (oder fragt lieber nicht 😦 ).

Werde mich nun meinem Tagwerk widmen und die Lehrbücher schon mal bereit legen. Vielleicht komme ich ja heute mal dazu, mein Vorhaben einzulösen. Drückt mir die Daumen!

Volles Programm

Es kommt immer alles zusammen und so befanden wir uns am Wochenende echt im Freizeitstress. In Wiesbaden läuft seit 3 Tagen das Weinfest und wir waren noch nicht einmal da – das gab es noch nie! Außerdem veranstaltete unser Winzer www.weingut-seibel.de sein dreitägiges Hoffest, bei dem wir uns blicken lassen wollten und es stand ein Treffen der Mitarbeiter von www.kinderhorizonte.org in Nürnberg an. An letzterem konnten wir leider nicht teilnehmen, da wir zum besagten Termin ja beim Winzer waren.

Wir sind am Samstag aufgebrochen, haben im Hotel Freunde aus Oberhausen getroffen und sind am frühen Abend alle zusammen zum Winzerfest. Im sowieso schon wunderschönen großen Hof waren Zeltdächer aufgestellt unter denen Stühle und hübsch dekorierte Tische standen. Es gab einen Getränkeausschank, einen stilechten Weinstand und natürlich einen großen Stand für diverse Köstlichkeiten. Im Hintergrund spielte eine Band. Alles war ganz toll organisiert – bis aufs Wetter! Es regnete, was das Zeug hielt. Außerdem war es saukalt und die Kälte krabbelte uns die Beine hinauf und breitete sich im ganzen Körper aus. Also flüchteten wir in den großen Saal, wo wir zwar von der Musik nichts hörten, aber immerhin warm und trocken saßen. Es war ein feucht-fröhlicher (im wahrsten Sinne des Wortes) und gemütlicher Abend mit diversen Flaschen köstlichstem Rebensaft und leckerem Essen. Gegen Mitternacht wurden wir zurück ins Hotel chauffiert und fielen ziemlich bald in Tiefschlaf. Nach einem ausgiebigen Frühstück sind wir wieder zum Winzer, wo bereits der Frühschoppen in vollem Gange war. Da haben wir uns allerdings ausgeklinkt, noch schnell ein paar Kisten Wein eingepackt und sind nach Hause gefahren.
 
Ich hatte mich gerade zu einem netten Alkoholverdunstungsschläfchen niedergelegt, als das Telefon klingelte. Kurz darauf kam Klaus ins Schlafzimmer und verkündete, dass wir in ca. zwei Stunden Besuch von einem Teil der Kinderhorizonte-Truppe kriegen, die auf dem Rückweg von Nürnberg bei uns vorbei kämen. Also raus aus der Kiste und schnell einen Kuchen gebacken. Gegen 15.30 Uhr kam die Truppe an, hatte auch noch Kuchen aus der Konditorei mitgebracht und wir konnten Kaffee trinken und uns die Berichte über das – ebenfalls feucht-fröhliche – Treffen anhören. Muss sehr lustig gewesen sein und wir freuen uns schon auf das nächste Mal, wo wir sicherlich wieder dabei sein werden. Meine Müdigkeit war inzwischen wie weggeflogen. Zwei unserer Gäste verabschiedeten sich nach dem Kaffeetrinken, die anderen nahmen wir am Abend mit in unsere Stammkneipe, zu einem geplanten Grillfest. Witterungsbedingt fiel das jedoch ins Wasser und wir mussten uns umorientieren. Gelandet sind wir letztendlich beim Griechen, der grillt immer und so kamen wir doch noch zu geröstetem Fleisch. Danach gab es bei uns noch eine kleine Caipirinha-Verkostung und einen Teil des restlichen Kuchens bin ich auch noch losgeworden. Um 22.30 Uhr sind die letzten Gäste in Richtung Bahnhof aufgebrochen und ich hoffe, dass sie wohlbehalten in Frankfurt bzw. Oberursel angekommen sind.

Im Brasilienforum habe ich mir noch kurz die Berichte der anderen Kinderhorizonte-Leute durchgelesen und bin danach ins Bett. Nun hatte die Müdigkeit wieder Besitz von mir ergriffen und mein geschwächter Körper fiel ziemlich schnell ins Koma.

Im Laufe der Woche muss ich nun einkaufen. Limetten, Zucker und Pitu müssen rangeschafft werden. Am Samstag kommen unsere Gäste wieder. Tagsüber wird ein bisschen gearbeitet und die Kinderhorizonte-Website auf den neuesten Stand gebracht und am Abend werden wir mit ihnen die „längste Weintheke der Welt“ besuchen. Ich freu’ mich schon!