Frust und Freude

Letzte Woche bekam ich Post von der Deutschen Rentenversicherung, in dem mir mitgeteilt wurde, was ich mit 65 Jahren an Rente zu erwarten habe. Leute, ich sag’s Euch: ich habe keine Ahnung, wie ich damit über die Runden kommen soll! Werde mir, wenn es soweit ist, irgendwo einen Job suchen müssen. Aufsicht in einer Spielhalle oder Babysitten oder irgend so was. Langsam wird mir klar, warum die Rentner immer am jammern sind. 😥

Zur Erheiterung war dann gestern mein kleiner Neffe wieder zu Besuch und ich wurde mit den Alltagsproblemen eines Siebenjährigen konfrontiert. Er fragt einem Löcher in den Bauch und plappert ohne Unterlass. Irgendwann gab es eine Kindersendung, die er unbedingt sehen wollte und ich stellte den Fernseher an. Nun schwieg er, dafür gab das Gerät merkwürdige Geräusche von sich. Anschließend bekam ich den Inhalt der Sendung noch einmal erzählt (nur für den Fall, dass ich nicht alles mitgekriegt hätte) und wir spielten einige Szenen nach. Danach machten wir ein Autorennen und bauten einen Springreit-Parcours auf. Ich habe keine Ahnung, wie er plötzlich darauf kommt. Ich dachte Pferde seien mehr was für Mädchen zwischen sieben und vierzehn. Er verblüfft mich immer wieder!

Jedenfalls hat er mich ziemlich müde gespielt. Aber es schien ihm gefallen zu haben, denn als ich ihn abends wieder ablieferte fragte er, wann er denn wieder kommen könne. Ich habe ihn auf nächste Woche vertröstet und hoffe, dass dann das Wetter mitspielt und wir auf den Spielplatz gehen können. Wenn er mit anderen Kindern toben kann, saugt er mich nicht so aus (hoffe ich).

Jedenfalls war ich gestern Abend ganz schön platt und hatte nicht die geringste Lust, noch auszugehen. Aber wir waren verabredet und so kamen wir gestern das erste Mal zum Weinfest, das in Wiesbaden bereits seit sechs Tagen im Gange ist! Nachdem ich mich etwas aklimatisiert und ein Gläschen Bitzelbrause intus hatte, konnte ich das Ganze auch genießen. Ein sehr schöner harmonischer Abend mit drei Brasilianerinnen und zwei Herren, die des Portugiesischen beneidenswert mächtig sind und die mich schmerzlich an mein Lerndefizit erinnerten. Ich hatte mir fest vorgenommen, im August jeden Tag mindestens eine Stunde zu üben. Fragt mich mal, wie oft ich das schon durchgezogen habe (oder fragt lieber nicht 😦 ).

Werde mich nun meinem Tagwerk widmen und die Lehrbücher schon mal bereit legen. Vielleicht komme ich ja heute mal dazu, mein Vorhaben einzulösen. Drückt mir die Daumen!

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4 Gedanken zu “Frust und Freude

  1. Also wenn/falls ich mal Rente kriegen sollte, dann weiß ich schon jetzt dass ich nichts kriege, weil
    1. dann sowieso nichts mehr da ist.
    2. mein Bescheid eher unter dem absoluten Sozial minimum liegt, also praktisch gleich NULL.
    3. der Gesetzgeber dann vonheuteaufmorgen verkündet, „die Renten werden abgeschafft“.

    😦

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  2. Ich höre Klein-Nobbi noch: „Die Rennden sinn sischer!“.

    Auch ich glaube, dass die Renten irgendwann einfach abgeschafft werden – wie schon so vieles in der Vergangenheit. Wir werden auch diese Kröte schlucken!

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