Schon wieder so’n Erlebnis …

bei dem mein Zorn grollt!

Es klingelt an der Tür. Wir haben eine Gegensprechanlage u. ich erkundige mich, wer was von mir will. Es ist der Arbeiter Samariter Bund: „Wir müssten mal mit Ihnen sprechen“.
Ich: „Sie wollen eine Spende, gell?“
Er: „Ähm, ja so ähnlich.“
Ich: „Ich mache prinzipiell nichts an der Haustür. Wenn ich spende, dann nur bargeldlos aufs Konto.“
Er: „Wir dürfen auch gar kein Bargeld nehmen.“
Ich: „Schön. Ich mache aber auch sonst nichts an der Haustür.“
Er: „Wenn Sie einen Rettungswagen brauchen, sagen wir ja auch nicht ‚wir sind gerade auf der Straße‘!“
Nach diesem Vortrag habe ich das Gespräch endgültig beendet.

Hat dieser Schnösel eigentlich schon mal was davon gehört, dass man einen Rettungswagen bezahlen muss, wenn man ihn bestellt??? Und die Preise sind saftig! Aus reiner Nächstenliebe hat mich noch kein Rettungswagen transportiert.

Meine nächste Spende geht garantiert nicht an den ASB!

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Schon wieder Abschied

Wie schnell doch zwei Tage vergehen …

Nachdem sich Petrus gestern gegen Mittag eines Besseren besonnen und den Regen gestoppt hat, konnten wir nach dem Essen mit den Kids tatsächlich noch ins Freie. Wir sind zum Wiesbadener Hausberg um mit der altertümlichen Nerobergbahn die letzten 83 m Höhenunterschied zu überwinden. Die Bahn (Jahrgang 1888) ist die letzte mit Wasserballast betriebe Standseilbahn und eine Fahrt mit ihr ist eigentlich ein Muss für alle Besucher unserer Stadt und macht auch Kindern Spaß. Allerdings bin ich davon ausgegangen, dass es oben am Berg einen Kinderspielplatz gibt. Weit gefehlt! Das hat die Kurstadt noch immer nicht auf die Reihe gekriegt. Noch nicht mal einen popeligen Sandkasten gibt es! 😥 Aber es gibt ein Café und die haben immerhin drei „Fahrgeschäfte“ vor der Tür, mit denen die Kleinen für 50 Cent wenigstens eine halbe Minute Spaß haben können. Gegen den Kerbebesuch und die Karussellfahrt am Vortag war das natürlich nur ein müder Abklatsch! Also war hier außer der schönen Aussicht und ein paar Erinnerungsfotos für uns nichts zu holen. Wieder rein in die Bahn, ins Auto und wieder auf den schon bewährten Spielplatz im Biebricher Schloßpark. Nachdem sich die Kleinen eine Zeitlang ausgetobt hatten, sind wir in den Supermarkt um Gummibärchen und Schokolade für Brasilien zu kaufen.

Zu Hause wartete der arme Papa schon vor der Tür. Wir haben noch gemütlich Kaffee getrunken, dann wurden die Kinder geschrubbt und reisefertig gemacht und um halb sieben sind wir Richtung Flughafen aufgebrochen. Am Check-in Schalter musste noch mal kurz umgepackt werden, da einer der Koffer das zulässige Höchstgewicht überschritten hatte. Sehr unterhaltsam für die Mitreisenden! Dann ging’s ans Abschied nehmen und es flossen einige dicke Tränen, weil Papa ja in Deutschland bleiben und arbeiten muss. Wollen wir hoffen, dass die drei Monate schnell vergehen!

Unser Haus kommt mir nun wieder sehr leer vor. Und sehr leise. Es ist erstaunlich, wie schnell man sich mit ungewohnten Geräuschen in der eigenen Wohnung arrangieren kann und sie vermisst, wenn es plötzlich wieder still ist! 😐

Unverhofft kommt oft!

Gleich vorneweg, mein Kuchen ist was geworden und hat den Erwachsenen auch gut geschmeckt. Die Kinder waren weniger angetan, da er für brasilianische Geschmäcker wohl nicht süß genug war. Also habe ich sie mit Gummibärchen abgefüttert, die wir für Notfälle vorrätig halten. Dies war einer! Den restlichen Kuchen hat mein Liebster am nächsten Tag an seine Kollegen verfüttert.

Wir hatten einen netten Nachmittag und Abend und nach dem Essen wurde spontan beschlossen, dass die Familie nicht – wie vorgesehen – ins Hotel geht, sondern die letzten beiden Tage in Deutschland bei uns verbringt. Also habe ich vier Betten bezogen und bin am nächsten Morgen erst einmal einkaufen gegangen.
Kakao, Nutella, Bärchenwurst (von der ich noch gar nicht weiß, ob sie sie essen), Fruchtzwerge, Apfelsaft und all so’n Zeugs. Habe ziemlich lange im Supermarkt rumsuchen müssen, da ich diese Dinge im richtigen Leben natürlich nicht brauche.

Ja, und dann sind die Kids irgendwann aufgestanden und schon war Leben in der sonst so ruhigen Bude. Da die zwei sich gerne mal zoffen, wurde es schon mal etwas lauter. Zum Mittagessen gab es die bestellten Spaghetti und mit der elektrischen Käsereibe habe ich sie auch zum Käse essen gekriegt (man muss wirklich mit allen Tricks arbeiten). Danach sind wir auf den Spielplatz marschiert, wo sie sich ordentlich austoben konnten und in der Eisdiele waren wir auch noch. Das Fußballtrikot (Klose) unseres kleinen Helden sah hinterher klasse aus! Sand, Gras und Eiscreme machten das ursprünglich weiße Teil richtig farbenfroh. Danach mussten sie unter die Dusche. Nach der Grundreinigung stellten wir erfreut fest, dass wir tatsächlich die richtigen Kinder mit nach Hause genommen hatten. So’n Glück aber auch!

Um 17.30 Uhr sind wir alle zusammen nach Frankfurt gefahren um uns mit einem weiteren Freund zu treffen. Am Eisernen Steg war Kerb und unsere kleinen Helden waren nach einem kurzen Schläfchen im Auto wieder hellwach. Für die Großen gab es Apfelwein und Hessische Spezialitäten, für die Kleinen Apfelsaft und Frankfurter Würstchen. Alle waren zufrieden und um 21.00 Uhr haben wir die Heimreise angetreten. Die Mäuse sind sofort eingeschlafen und erst um 9.00 Uhr wieder aufgewacht. Inzwischen haben sie gefrühstückt (Kakao, Leberwurst- und Nutellabrot ohne Rinde – wegen dem Wackelzahn). Augenblicklich spielen sie in werter Eintracht Mikado und ich warte auf den ersten Streit. Der Papa ist in aller Herrgottsfrühe zur Arbeit aufgebrochen und die Mama liegt noch selig in schönen Träumen.
Draußen regnet es in Strömen und mein für heute geplantes Kinderprogramm kann ich knicken. Bin gespannt, wie sie (und ich auch) den ganzen Tag im Haus überstehen. Drückt mir die Daumen!

Doch kein ödes Wochenende

Na, das war eine Überraschung! Nachdem wir den gestrigen Tag mehr oder weniger im Büro zugebracht haben, gab es gestern noch ein leichtes Abendessen und danach gings auf die Couch. Das samstägliche TV-Programm ist wirklich unübertroffen und nach einigem Rumgezappe sind wir schließlich bei einer angeblichen Komödie gelandet. Na ja, ich habe ja keine Ahnung, wie die TV-Verantwortlichen so gestrickt sind – ich jedenfalls konnte bei dem Mist nicht lachen. Der Film war ziemlich doof und ich sehnte das Ende herbei, als es plötzlich an der Tür klingelte. Mein Göttergatte öffnete und grüßte mit großem Hallo. Ich hatte keine Ahnung, wer uns da besuchte und konnte im ersten Moment die Stimmen auch nicht unterbringen. Es waren unsere ehemaligen Nachbarn, die vor ca. 5 Jahren aus unserer netten Ecke weggezogen sind und sich – da sie mal ohne Kinder waren – einen gemütlichen Abend mit Essen gehen und Freunde besuchen machten. Wir tranken Caipirinha und knabberten Chips und ratschten über Gott und die Welt. Sehr vergnüglich und eine nette Abwechslung.

Heute nun kriegen wir Brasilien-Besuch, den einige von Euch auch kennen. Klaus holt die Familie gegen 14.00 Uhr vom Flughafen ab, wir werden Kaffee trinken und am Abend irgendwo Essen gehen. Danach fährt er sie ins Hotel und sie werden ihren Urlaub in Deutschland fortsetzen bzw. er seinem Job nachgehen. Also habe ich micfh heute Morgen in die Küche begeben und Kuchen gebacken. Drückt mir die Daumen, dass der was geworden ist.

Ich freue mich auf einen vergnüglichen Nachmittag und Abend und werde darüber berichten. Bis dann, até logo!

Herren im "gewissen" Alter

Der Mann an sich ist ja gar keine soo schlechte Erfindung und frau kann ihn hin und wieder gut gebrauchen ;). Sollte ich z.B. mal das Ergebnis eines Bundesligaspiels wissen wollen, muss ich nur meinen lieben Gatten fragen. Diesbezüglich ist er auch bestens organisiert: er kann alle Spielergebnisse jederzeit auf seinem Handheld abrufen.
Auch kleinere Reparaturen kann frau in Auftrag geben. Sollte „frau“ nicht im gleichen Haushalt leben, wird dies meist sofort erledigt. (Zu Hause dauert es schon mal ein bisschen.) :-/

Nun hat der Mann jedoch die Eigenschaft auch älter zu werden, was ihn nur in wenigen Ausnahmefällen attraktiver macht. Bei gewissen Hollywood-Beaus mögen graue Schläfen und Falten in einem männlich-markanten Gesicht ja durchaus interessant sein, im richtigen Leben jedoch …! Oh je!
Im richtigen Leben fallen die Haare einfach aus oder werden durchgängig grau, die Nase und die Ohren werden länger und überall wachsen Haare raus – grrr! Der einstmals federnde Gang wird abgelöst durch ein gemächliches Schlurfen in fragwürdiger Haltung. 😦

Und dann diese Zipperlein!! Mal haben sie’s im Kreuz, mal in der Schulter, heute ist es der Hals, morgen die Gelenke und gestern war es der Kopf.
In jedem dieser Fälle ist natürlich absolute Schonung angesagt. Vorzugsweise liegend und auf der Couch, die Fernbedienung und leichte Erfrischungen in Griffweite.
Für den Gang zum Arzt sind sie in diesem Zustand natürlich viel zu schwach oder sie reden frau ein, die Schmerzen seien ja gar nicht so schlimm (mein Held!) und sie würden das auch ohne Doktor in den Griff kriegen. Vielleicht könnte frau ja mal … wir hatten doch da mal so eine Salbe … und im übrigen könnten sie sich ja am Wochenende auskurieren.

Frau weiß, dass diskutieren nix bringt und marschiert zum Medizinschränkchen.

Und nach einem öden Wochenende steigt „die Krone der Schöpfung“ am Montagmorgen wie Phönix aus der Asche und geht tapfer ins Büro.

Ich wünsche Euch allen ein schönes Wochenende ohne kränkelnden Gatten.

Körperliche Ertüchtigung

Nee, was ist das schöön! Die Temperaturen bewegen sich um die 20 Grad, nachts kann man wieder schlafen und tagsüber fühlt man sich rundherum wohl. Die Arbeitsmoral steigt, man sprüht vor Ideen und kriegt auch wieder Lust Dinge zu tun, für die es seit Wochen viel zu heiß war!

Fenster putzen zum Beispiel. Auf diesen hatte sich während der Trockenperiode eine ordentliche Patina gebildet, in welche die letzten heftigen Regenfälle ihre Spuren gefräst haben. Sehr dekorativ, besonders wenn gegen Abend die Sonne direkt darauf scheint. Also werde ich gleich im Anschluss Eimer und Lappen schwingen und dem Elend zu Leibe rücken. Danach wird es vermutlich regnen (das ist immer so, wenn ich Fenster geputzt habe), was mir die Gartenbewässerung erspart. Sehr praktisch.

Außerdem muss man sich bei dieser Arbeit ordentlich bücken, recken uns strecken, was für den Körper nach der langen Bewegungsabstinenz ja durchaus gut ist. Ich bin sogar schon am überlegen, ob ich mich nicht doch im Fitnessstudio anmelden sollte …. Aber die Entscheidung darüber stelle ich noch mal zurück – es soll ja wieder warm werden und jetzt, wo in unserer Region die ganzen Weinfeste anstehen (mit dickem Kopf sportelt es sich so schlecht und ich als ausgewiesener Bewegungsmuffel schon gar nicht). Also werde ich meine überschüssige Energie lieber sinnvoll verbraten und mich in die Hausarbeit stürzen. Warum sich auf einem Stepper quälen, wenn man das Ganze auch auf der Leiter und völlig kostenlos haben kann.

Gehe nun also meinen Körper stählen! Allen, die nix zu putzen haben, wünsche ich viel Spaß in der Muckibude.

Männer …

sind das Schlimmste, was einem passieren kann – zumindest an Warenhaus- oder Supermarktkassen! Dabei ist es ziemlich egal, ob sie vor oder hinter der Kasse sind.
Die hinter der Kasse sind meist so langsam und umständlich, dass man (frau) Krämpfe kriegen könnte. Wenn die Schlange nicht allzu lang ist und ich den Kerl an der Kasse schon sehen kann, stelle ich mich sofort woanders an. Häufig sind aber die Kassen mit Krimskams voll gestellt und man bemerkt ihn erst, wenn man sich schon eine Zeit lang die Beine in den Bauch gestanden hat.

Heute nun hatte ich einen Herren vor mir an der Warenhauskasse. Ein Typ mit Rucksack (das hätte mir gleich zu denken geben sollen). Er hatte sein Portemonnaie schon in der Hand, was ich sehr löblich fand und auch dachte, dass er fix abgefertigt ist. Weit gefehlt! Die Kassiererin scannte seine drei Hemden ein und nannte ihm den Preis. Nun ging das Rumgesuche nach der passenden Kreditkarte los. Nehme ich die oder die, oder vielleicht doch die EC-Karte? Zweimal hat er der Kassiererin eine Karte überreicht um sie ihr danach wieder aus der Hand zu winden. Bei der dritten Karte griff sie beherzt zu und stopfte das Ding sofort in das Lesegerät. Er durchforstete derweil seine Börse nach weiteren Dingen. Er bekam einen Zettel und sollte unterschreiben. Sehr ausführlich studierte er das Schriftstück (wahrscheinlich Jurist), prüfte alles ganz genau und hat dann tatsächlich unterschrieben. Dann faltete er sehr sorgfältig den ihm überreichten Kassenbon, sortierte sehr sorgfältig seine diversen Karten wieder ein, verstaute sehr sorgfältig sein Portemonnaie in einer der zahlreichen Rucksacktaschen, öffnete eine andere Außentasche desselben um sie sofort wieder zu schließen, öffnete eine weitere und endlich, endlich, zauberte er ein Parkhauskärtchen hervor, dass er der Kassiererin mit einem triumphierenden Lächeln überreichte. Der Dame war inzwischen das Lächeln vergangen, sie hatte längst seine Einkäufe in eine Tüte gestopft und stand schon geraume Zeit parat, ihm diese endlich übereichen zu können. :##
Also, nun auch noch das Parkhauskärtchen in ein Lesegerät und zurück zu ihm. Nun wurde auch das wieder ordnungesgemäß verstaut. Danach mussten die Bändel vom Rucksack noch sortiert werden und – mir stockte fast der Atem – packte er sich das Ding tatsächlich schon auf die Schulter. Schnell war noch der ordnungsgemäße Sitz überprüft und schon konnte er seine Tüte in Empfang nehmen und von dannen ziehen.

Leute, ich sag’s Euch: ich hätte ihm helfen können! Gewiss, ich bin immer ein bisschen hektisch unterwegs und das Anstehen an Warenhauskassen zählt nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen, aber was meinen Nerven heute abverlangt wurde, war schon gewaltig.
Ich bin dankbar, dass ich meinen Lebensunterhalt nicht an einer Kasse verdienen muss und bewundere die stoische Ruhe, mit der das Personal so manchem Kunden begegnet.