Ich hab’s versprochen …

… Euch über meine kleine grüne „Einbauküche“ aufzuklären.

Das erste, was ich morgens genötige, ist eine Tasse starker Kaffee. Ohne den geht nix. Unter Leute, sprich: in den Frühstücksraum, kann ich in diesem Zustand schon gar nicht. )-o Leider ist es aber so, dass man in nur ganz wenigen Hotelzimmern (von England und USA mal abgesehen) eine Kaffeemaschine vorfindet. Also musste Abhilfe geschaffen werden u. so entstand die kleine grüne Einbauküche: Ein Werbegeschenk eines Plastikdosenherstellers, gerade groß genug um alles unterzubringen, was frau zum Überleben braucht, nämlich

– Besteck incl. schafem Messer zum Schälen eines Apfels
– Papierservietten, Zahnstocher, Frühstücksbeutel mit Verschluss
– Salz und Pfeffer, Zucker und Süßstoff (Milch brauche ich nicht)
– löslicher Kaffee in Portionstütchen, Teebeutel
– Kekse und Tassensuppen
– Spülmittel, Lappen,
– Nähzeug, 2 Wäscheklammern
– Streichhölzer
– Tauchsieder und Minitaschenlampe.

Das einzige, was nicht mehr reingeht und irgendwo im Koffer untergebracht werden muss, ist ein großer Kaffeepott und – bei längeren Reisen – ein Frühstücksbrettchen. Mit diesem Equipment bin ich für alle Eventualitäten des Lebens gerüstet, kann im Nachthemd meinen Wachmacher schlürfen und für den kleinen Hunger zwischendurch mal ein Süppchen zu mir nehmen, ohne dafür jedes Mal ins Restaurant rennen zu müssen. Für diese Bequemlichkeit nehme ich auch den Abwasch in Kauf.
Die Einbauküche (weil man sie auch in die kleinste Reisetasche noch „einbauen“ kann, sie misst nur 22x12x7 cm) ist immer dabei, auch wenn ich nur eine Nacht im Hotel überstehen muss. Sie ist mir richtig ans Herz gewachsen! :yes:

Chaos

Mit einer Reisetasche sind wir in Urlaub gefahren. Zurückgekommen sind wir mit einer Reisetasche, ca. 10 Plastik- bzw. Papiertüten, etlichen Kartons und jeder Menge Klamotten, die in die Tasche nicht mehr reingepasst haben und deshalb lose auf dem Rücksitz transportiert wurden. 😳
Dann kommt man nach einer langen Fahrt nach Hause und fängst an, das ganze Gerödel aus dem Auto ins Haus zu schleppen und erstmal irgendwo abzustellen. Wenn das geschafft ist, fällt man auf den erstbesten Stuhl und betrachtet sich das malerische Chaos. Ich bin immer wieder schockiert, wie viel Zeug sich in einer Woche ansammeln kann. Ok, ok: wir haben etliche Kisten Wein gekauft, einen Riesenberg Nudeln (Sorten, die es hier gar nicht gibt), eine Kiste mit verschiedensten Antipasti-Spezialitäten, diverse Mitbringsel für die Leute, die sich während unserer Abwesenheit um Haus und Hof gekümmert haben und die eine oder andere Kleinigkeit für uns war auch dabei. Trotzdem: wir sind zu zweit, fahren einen großen Kombi und es gelingt uns mühelos, diesen rappelvoll zu packen. Für Kinder oder Haustiere hätten wir im Auto gar keinen Platz!

Immer wieder nehme ich mir vor, auf Märkten und Fabrikverkäufen Zurückhaltung zu üben, ohne dass ich jemals eine Besserung feststellen kann. 😐

Heute Morgen musste ich dann erst einmal die ganzen Schätze verstauen. Das ist gar nicht so einfach, wenn man sowieso schon gut sortierte Vorratsschränke hat und auch der Keller nichts zu wünschen übrig läßt (außer, dass er sich vergrößern möge).

Übrigens hätte ich so viele Fressalien gar nicht kaufen müssen: der Blick auf die Waage nach dem Aufstehen hat mir deutlich gezeigt, dass gut essen und lecker Weinchen trinken bis auf weiteres zu streichen sind.
Gott, war das grausam! 88|88|88| Dabei habe ich mich noch zurückgehalten.
Wenn ich sehe, was sich so manche Leute an Essen reinkloppen und dabei spindeldürr sind, werde ich grün vor Neid. >:-[
Habe heute Vormittag beim Einkaufen auch nur gesundes und kalorienarmes Zeug gekauft: Joghurt, Obst, Gemüse, Vollkornbrot. :(:( Askese ist angesagt und ich weiß, dass es uns nicht gefallen wird!

Drückt mir die Daumen, dass ich durchhalte.