Gute Vorsätze? – Nein, danke!

Alle Jahre wieder zum Jahreswechsel nimmt sich die Menschheit Großes vor: Mit dem Rauchen aufhören, abnehmen, Sport treiben, sparsamer leben, gut gelaunt zur Arbeit gehen, der alten Dame aus dem oberen Stockwerk die Einkaufstasche hoch tragen; kurz, ein besserer Mensch zu werden! :DD
Der Jahreswechsel bietet sich an, weil man sich das Datum gut merken kann. „Seit dem 1.1.200X rauche ich nicht mehr!“ – und schon ist man der Ehrfurcht seiner Mitmenschen gewiß. :yes:
Das hat was! Man (frau) könnte auch am 12. Juni einen guten Vorsatz in die Tat umsetzen – aber wen würde das interessieren? Kein Aas interessiert sich dafür, wenn jemand eine Diät im April anfängt oder der Omma von oben im August eine Kiste Wasser in die Wohnung schleppt. Nein, es muss der 1.1. sein! Es rechnet sich einfach leichter („seit zwei Monaten gehe ich joggen!“).

Außerdem beginnen mit den Januar-Ausgaben in jeder deutschsprachigen Frauenzeitschrift diverse Diät- und Sportprogramme. ‚Mit dem Wunschgewicht in den Frühling‘ oder so ähnlich lauten die verkaufsfördernden Titel und frau ist doof genug, alljährlich diese Heftchen an sich zu reißen. 🙄

Allerdings birgt das Datum 1.1. auch die Gefahr des versehentlichen Rückfalls in alte Gewohnheiten. Die meisten Menschen feiern den Jahreswechsel ausgiebig und erwachen am nächsten Morgen mit veritablem Haarspitzenkatarrh. Bei jedem Besäufnis gehen ein paar Gehirnzellen flöten. Da ist es ganz natürlich, dass man mal was vergisst. Der Griff zur Fluppe oder in die Dose mit den restlichen Weihnachtsplätzchen passiert automatisch, ist jahrelang geübt. Mit der ersten Zigarette oder der ersten Kalorienbombe sind sie dann meist dahin, die guten Vorsätze. 😳

Am 2. Januar schlappt man dann wieder griesgrämig sind Büro, Glimmstängel und Müsliriegel im Gepäck. Man erkämpft sich den letzten freien Platz im Aufzug und drückt genervt den Halteknopf für den ersten Stock – soll das Ömchen mit den zwei Alditüten doch die Treppe nehmen. Der Tag wird hart, so viel ist sicher. Hätte man (frau) doch besser den Mund gehalten und nicht schon bei der Weihnachtsfeier im Kollegenkreis raus posaunt, mit Beginn des nächsten Jahres … ach, was war das doch gleich für ein guter Vorsatz? :??:

Um nicht zu denen zu gehören, die bereits am 2. Januar ihr Scheitern zugeben müssen, nehme ich mir schon seit Jahrens nichts derartiges mehr vor. Das bewahrt mich vor dem Spott meiner Mitmenschen und meinem eigenen Zorn über mein schwaches Fleisch. 😀

Allen, die es geschafft haben zumindest bis heute standhaft zu bleiben, drücke ich die Daumen. Ihnen und allen anderen wünsche ich ein zufriedenes und halbwegs gesundes Neues Jahr! ;D

2 Gedanken zu “Gute Vorsätze? – Nein, danke!

    • Nicht zwangsläufig! Bei mir passieren Veränderungen meistens einfach so (und sind ganz oft noch nicht einmal gewollt).

      Mein einziger guter Vorsatz immer mal wieder ist, mich zu trennen von unnötigem materiellen und geistigen Ballast – um Raum zu haben für neue Ideen und Veränderungen (fast) aller Art. Ist meiner Meinung nach eine wichtige Voraussetzung für große Veränderungen. Ich arbeite dran.

      Liebe Grüße, Caipi

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