Erster Urlaubstag

Das Bett ist bretthart. Ich wache in aller Herrgottsfrühe auf und kann nicht mehr liegen. Also schäle ich mich um 6.00 Uhr aus den warmen Federn und mache mir einen early-morning-coffee. :-/
Ich lasse den gestrigen Tag noch mal Revue passieren.

Aufstehen um 5.00, duschen, restliche Sachen in die sowieso schon gut gefüllte Reisetasche packen, Kühlschrank ausräumen und alles im Auto verstauen. Meine Schwägerin rückt an (sie fährt mit uns) und zu dritt machen wir uns auf den Weg zu unserem Freund, um ihn und sein Gepäck aufzunehmen. Gegen 7.00 Uhr sind wir auf der Autobahn.
Ich bin hundemüde und verdöse die ganze Fahrt. In Inzell essen wir zu Mittag und danach haben wir noch eine knappe Stunde Fahrt, die schnell erledigt ist. Dann sind wir da.
Zur Begrüßung gibt’s – wie immer – zwei Obstler (extra strong). Tut mir gut, denn die Kohlroulade liegt schwer im Magen. Danach kommt der Part, der am meisten Kraft kostet: Unser Gepäck einschließlich Fressalien, einer großen Kiste Wein und (dieses Jahr) einem größeren Kontingent an Gesellschaftsspielen müssen in den zweiten Stock geschleppt >:-[ und hier in die Schränke verteilt werden. Wie jedes Jahr versprechen wir uns, nächstes Mal weniger mitzunehmen. :DD

Kaum ist das geschafft, kommen die früheren Urlaubsbekannten und jetzigen Freunde aus Bremen. Danach tauchen auch meine Schwägerin und unser Freund aus WI bei uns auf (wir wohnen getrennt). Es gibt erstmal einen Umtrunk und wir hören, was so passiert ist in den letzten Wochen und Monaten.

Anschließend gehen wir essen und debattieren, welche Liftkarte wir am nächsten Morgen kaufen. Eine echte Gewissensfrage, denn: es ist alles schön grün um uns herum! Die Pisten mit Beschneiungsanlage sind zwar präpariert und befahrbar, die anderen zum Teil schon wieder gesperrt. Der Wetterbericht verheißt nichts Gutes. 😦
Da ich ziemlich unsportlich bin und eigentlich nur auf „gefegter“ Piste (1/2 m Schnee, alles schön glatt gewalzt und um Gottes willen nicht vereist) gerne fahre, bin ich hin und hergerissen, was die Liftkarte betrifft. Zwar gilt die Karte auch in anderen Schigebieten, aber wenn wir keinen Schnee haben, haben die anderen erst recht keinen – was also sollen wir in anderen Gebieten? :??:
Laut Auskunft der Einheimischen sind die beschneiten Pisten beinhart und erfordern ordentlichen Kanteneinsatz – etwas, was mir gar nicht liegt. Vielleicht lerne ich es ja bei der Gelegenheit. Das Problem jedoch ist, dass die geilsten Hütten nur mit Schiern zu erreichen sind. 8| Also muss ich, ob ich will oder nicht. Die andere Alternative ist: alleine zu Hause sitzen und lesen, Kreuzworträtsel machen und sich langweilen – auch nicht unbedingt meins! (Obwohl ich mir ein oder zwei Erholungstage in jedem Urlaub „gönne“.)

Ich bin also gespannt, was heute abgeht und vor allem, wie mein immer noch lädiertes Knie das mitmacht. Ich lass‘ wieder von mir hören. :wave:

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Ich komm‘ zu nix

und bin auch gleich wieder weg!

Heute stehen div. Termine außer Haus auf dem Programm, gleichzeitig müsste ich aber daheim bleiben, weil drei Lieferungen avisiert sind (natürlich von unterschiedlichen Lieferanten mit unterschiedlichen Servicediensten auf den Weg gebracht). Ich kann nur hoffen, dass unsere Nachbarin heute nichts vor hat.

Unsere Schiklamotten habe ich schon mal zusammengepackt, das war der einfachste Teil der Urlaubsvorbereitungen. Dafür steht mir das Weihnachtsgerödel immer noch rum. Um es endgültig auf dem Spitzboden zu verstauen, brauche ich die Hilfe des Göttergatten. Vor Urlaubsantritt muss das noch passieren, weil im Gegenzug die Schistiefel aus dem 11-Monats-Quartier geholt werden müssen.

Als nächstes Urlaubsgut habe ich mir die Küchenutensilien vorgenommen. Kaffee, Tee, Korkenzieher, schafes Messer, Wein, Gewürze, Knabberzeug, ein paar Dosen … das Nötigste halt.

Ich werde berichten. Liebe Grüße und einen stressfreien Tag!

Wiedersehen

Sie sind zurück, unsere Brasilianer. Rom hat ihnen sehr gut gefallen und Magda war heilfroh, meine dicke Jacke mitgenommen zu haben – es war wohl schweinekalt in der ewigen Stadt!
Allerdings hat sie bemängelt, dass ihr Gatte sie nur durch Kirchen, Museen und zu sonstigen Sehenswürdigkeiten geschleppt hat. Keine Zeit für Shopping, das Mädels doch sooo sehr lieben. :no:
Alle Frauen würden in Rom Schuhe und Handtaschen kaufen, und sie musste sich die Hacken ablaufen und gute Miene zum bösen Spiel machen, hat sie gezetert. Puh, der Mann scheint ein richtig harter Brocken zu sein. Da lob‘ ich mir doch den Meinen. Der lässt mich ziehen und schlürft derweil irgendwo einen Rotwein. ;D
Dafür hat sie aber „unser’n“ Pabst gesehen und für gläubige Katholiken ist das ja schon was. Die Schuhe kriegt sie dann vielleicht beim nächsten Mal.

Heute Abend gibt es noch ein treu-deutsches Essen und danach dürfen wir sie wieder zum Flughafen fahren. Er bleibt uns noch bis Montag erhalten, dann fahren wir ihn nach Frankfurt und er kann seinem Job nachgehen. Ich habe dann wieder Ruhe und kann meine Arbeiten erledigen.
Die letzte Woche vorm Urlaub wird nochmal anstrengend und ich überlege, ob man die 24 Stunden eines jeden Tages nicht irgendwie auf 36 ausweiten kann. Bin leider noch zu keinem brauchbaren Ergebnis gekommen. Hat jemand eine Idee? :??: :??:

Der Baum ist tot …

… er starb im letzten Abendrot!

War richtig Äägdsch’n, dieses Wahnsinnsteil zu entsorgen, ist aber geschafft. Der übrige Weihnachtsquatsch ist auch aus der Wohnung verschwunden und wartet nun auf seinen endgültigen Transport ins 11-Monats-Quartier. Vorher allerdings werde ich alles nochmal kritisch in Augenschein nehmen und erneut ausmisten.

Der übrige Tag war eigentlich nur nervig und unergiebig. Ich war in endlosen Emailverkehr verstrickt und kam zu sonst nichts. Dabei hätte alles so einfach sein können …! Es gibt Tage, da sollte man besser im Bett bleiben. Heute war so einer.

Jedenfalls sitze ich jetzt ziemlich erledigt und entnervt auf der Couch und mache die letzten weihnachtlichen Schokoladenbestände nieder. Gottlob hatte ich mir ja keine Diät fürs neue Jahr verordnet, sonst käme der Frust – versagt zu haben – jetzt auch noch obendrauf.
Werde mir gleich noch irgendwas Hochprozentiges genehmigen und ins Bett gehen (an solchen Tagen gibt’s noch nicht einmal was Erquickendes in der Flimmerkiste). Zum kotzen heulen!

Gute Vorsätze? – Nein, danke!

Alle Jahre wieder zum Jahreswechsel nimmt sich die Menschheit Großes vor: Mit dem Rauchen aufhören, abnehmen, Sport treiben, sparsamer leben, gut gelaunt zur Arbeit gehen, der alten Dame aus dem oberen Stockwerk die Einkaufstasche hoch tragen; kurz, ein besserer Mensch zu werden! :DD
Der Jahreswechsel bietet sich an, weil man sich das Datum gut merken kann. „Seit dem 1.1.200X rauche ich nicht mehr!“ – und schon ist man der Ehrfurcht seiner Mitmenschen gewiß. :yes:
Das hat was! Man (frau) könnte auch am 12. Juni einen guten Vorsatz in die Tat umsetzen – aber wen würde das interessieren? Kein Aas interessiert sich dafür, wenn jemand eine Diät im April anfängt oder der Omma von oben im August eine Kiste Wasser in die Wohnung schleppt. Nein, es muss der 1.1. sein! Es rechnet sich einfach leichter („seit zwei Monaten gehe ich joggen!“).

Außerdem beginnen mit den Januar-Ausgaben in jeder deutschsprachigen Frauenzeitschrift diverse Diät- und Sportprogramme. ‚Mit dem Wunschgewicht in den Frühling‘ oder so ähnlich lauten die verkaufsfördernden Titel und frau ist doof genug, alljährlich diese Heftchen an sich zu reißen. 🙄

Allerdings birgt das Datum 1.1. auch die Gefahr des versehentlichen Rückfalls in alte Gewohnheiten. Die meisten Menschen feiern den Jahreswechsel ausgiebig und erwachen am nächsten Morgen mit veritablem Haarspitzenkatarrh. Bei jedem Besäufnis gehen ein paar Gehirnzellen flöten. Da ist es ganz natürlich, dass man mal was vergisst. Der Griff zur Fluppe oder in die Dose mit den restlichen Weihnachtsplätzchen passiert automatisch, ist jahrelang geübt. Mit der ersten Zigarette oder der ersten Kalorienbombe sind sie dann meist dahin, die guten Vorsätze. 😳

Am 2. Januar schlappt man dann wieder griesgrämig sind Büro, Glimmstängel und Müsliriegel im Gepäck. Man erkämpft sich den letzten freien Platz im Aufzug und drückt genervt den Halteknopf für den ersten Stock – soll das Ömchen mit den zwei Alditüten doch die Treppe nehmen. Der Tag wird hart, so viel ist sicher. Hätte man (frau) doch besser den Mund gehalten und nicht schon bei der Weihnachtsfeier im Kollegenkreis raus posaunt, mit Beginn des nächsten Jahres … ach, was war das doch gleich für ein guter Vorsatz? :??:

Um nicht zu denen zu gehören, die bereits am 2. Januar ihr Scheitern zugeben müssen, nehme ich mir schon seit Jahrens nichts derartiges mehr vor. Das bewahrt mich vor dem Spott meiner Mitmenschen und meinem eigenen Zorn über mein schwaches Fleisch. 😀

Allen, die es geschafft haben zumindest bis heute standhaft zu bleiben, drücke ich die Daumen. Ihnen und allen anderen wünsche ich ein zufriedenes und halbwegs gesundes Neues Jahr! ;D