Ein Lied geht um die Welt

Letzte Woche im Portugiesisch-Unterricht: Wir kommen in den Klassenraum, um den Kurs vor uns rauszuschmeißen (die finden immer kein Ende) und die Leute summen uns ein Lied vor!?!? 8| Spontan singe ich den deutschen Text mit („Zwei Apfelsinen im Haar und an der Hüfte Bananen, trägt die …“ – so’n Scheiß kann ich mir prima behalten!) Mit dem Lied bin ich groß geworden. Vor rund 40 Jahren war das ein Hit.
Begeisterter Aufschrei der Summer. 😀 Sie haben über eine Stunde gegrübelt, was das für ein deutscher Text war und zogen nun erleichtert ab.

Dann waren wir dran. Dieselbe Lektion, dasselbe Lied. Unsere Lehrerin hatte einen Kassettenrekorder mitgebracht und eine vermutlich tausendmal durch genudelte Kassette. :> Die Melodie war nur noch zu erahnen (auch unmusikalischen Ohren tat das richtig weh), aber nach dem dritten Anhören …- es war das Apfelsinenlied. Allerdings mit portugiesischem Text und der hat mit Südfrüchten nicht das Geringste zu tun. :DD
Die ganze Aktion war als Hörverständnisübung gedacht, was wegen der schlechten Tonwiedergabe sowieso eine Herausforderung war. Ich bin daran kläglich gescheitert, weil mir bei der Melodie immer nur der deutsche Text dazu einfiel und ich mich auf nichts anderes mehr konzentrieren konnte. >:-[
Gelernt haben wir allerdings dabei, dass das Lied im Original „A Banda“ heißt und von einem Brasilianer namens Chico Buarque ist.
Der Song begleitet mich nun schon eine ganze Woche und ich kriege ihn nicht mehr aus dem Kopf. Inzwischen haben wir das Original in guter Qualität und können nun auch den Text analysieren und damit arbeiten.

Ach ja, und wir haben herausgefunden, wer den deutschen Titel damals zu einem Hit machte: France Gall – die Älteren unter Euch werden sich erinnern.

Der Parkplatz-Killer

Er kann nicht nur nicht Auto fahren, nein: parken kann er auch nicht! :##

Kürzlich hatte ich doch wieder so ein Erlebnis. Ich kam gerade vom Einkaufen und stellte mein Auto so auf der Straße ab, dass zwischen mir und meinem Vordermann noch locker zwei Autos in die Lücke passten. Ich war noch nicht ausgestiegen, da kam ER mit seiner Rostlaube angeknattert.
An mir vorbei, das Lenkrad rumgerissen und im Affenzahn mit dem rechten Vorderrad über den Bürgersteig gekachelt, wieder runter und den Motor aus. War alles eins. 88|

Wenn er ja im richtigen Leben auch so hektisch wäre, könnte ich das ja verstehen; dann könnte er halt nicht anders. Normalerweise aber ist er eine wandelnde Schlaftablette, sehr bedächtig in seinen Bewegungen und immer genau überlegend, welchen Schritt er nun als nächstes machen soll. Man kann ihm während des Laufens die Schuhe besohlen, er würde es vermutlich nicht einmal bemerken. :yawn:

Im Auto aber mutiert er zum Rambo.
An besagtem Tag jedenfalls blockierte sein Kleinwagen gleich zwei Parkplätze. Er stand in einer riesigen Parklücke. Schief natürlich, die Schnauze ragte munter schon wieder in die Straße hinein. Schuld daran war vermutlich das Gefährt – der Motor ging halt nicht schnell genug aus. >:-(

Bei dem mangelnden Angebot an Parkplätzen in deutschen Städten, sind solche Chaoten immer wieder ein Quell der Freude!

Cat-sitter

Als bekennende Katzenfreundin habe ich die ehrenvolle Aufgabe, zwei niedlichen kleinen Kätzchen die Zeit zu vertreiben, während Herrchen und Frauchen unterwegs sind. 😀 Heute Morgen bin ich also los und hab‘ die Animation übernommen. Ein bisschen toben, schmusen und ein paar kleine Kämpfchen. Erstaunlich, was so kleine Miezen schon für scharfe Krallen haben – manchmal hab‘ ich kürzeren gezogen und meine Hände sind jetzt ein bisschen durchpiekst und zerkratzt. :-/ Das gehört aber dazu und ein Katzenfreund trägt solche Male mit mit Stolz. :yes:
Und neugierig sind die Beiden (Weiber halt ;D). Besonderes Event war Blumen gießen. Immer mitten rein in den Wasserstrahl und dann blankes Entsetzen in den Augen, dass das ja nass ist. Danach aber sofort die Nase in die nasse Erde und gucken, wo das Zeug hin verschwunden ist. Zwischendurch mal nach einem verlockend wackelnden Blatt getatzt und wieder unter den Wasserstrahl. Ausgesprochen amüsant, die Beiden zu beobachten. :DD
Allerdings darf man keinen unbedachten Schritt machen. Die zwei schleichen sich auf ganz leisen Sohlen an stehen plötzlich hinter einem. Eine Katze kann man ja noch aus den Augenwinkeln beobachten, bei zweien wird das schon schwieriger. Besonders, wenn sie so klein und so agil sind.
Ich freue mich schon auf das nächste Mal.

So, nu‘ muss ich an die Bügelwäsche (ich hab‘ inzwischen unheimlich viel Platz in den Schränken >:-[). Ich wünsche Euch eine schöne Woche.

Komisch

Einen komischen Tag hatte ich gestern; er wollte einfach nicht vorbei gehen.
Seit ich der Schule endlich entronnen bin, dreht sich die Welt für mich schneller. Anfangs fast unmerklich, im Laufe der Jahre jedoch immer rasanter, flutschte mir die Zeit durch die Finger. 8| Heute vergeht ein Jahr wie nix, ein Monat ist beendet, kaum dass er angefangen hat, an einer Woche ist gar nichts mehr dran und manchmal überlege ich sogar, ob ich morgens überhaupt aufstehen soll – wenn ich ja sowieso gleich wieder ins Bett muss. :-/

Gestern war alles anders. Als ich um 14.00 Uhr gefühlter Zeit mal zur Uhr schielte, war es gerade mal 10.03 Uhr. Ich dachte, sie sei stehen geblieben, aber der Zeiger bewegte sich gleichmäßig und der Vergleich mit einer anderen Uhr zeigte dasselbe Ergebnis. Ich konnte es kaum glauben. :??: Es war nicht etwa so, dass mir die Zeit lang geworden wäre (das hat man ja manchmal, wenn man sich mit elend langweiligen Dingen befassen muss, die so gar nicht von der Hand gehen). Nix dergleichen. Ich habe mein Pensum locker geschafft und sogar unangenehme Dinge in kürzester Zeit erledigen können. Alles klappte, wie am Schnürchen. Sogar bei Telefonaten hatte ich die gewünschten Gesprächspartner direkt am Rohr – ohne Umweg über irgendwelche Warteschleifen. Es gab keine unnützen Wege, keine Staus. Alle Ampeln standen auf grün. Einfach toll. :yes:
Mittags (14.00 Uhr real time) hatte ich sogar noch Zeit für ein Lesestündchen auf der Couch. 😀

Ich bin gespannt, was heute passiert. Wird das wieder ein normaler Kurztag oder hat mich jetzt etwa die Gelassenheit des Alters „ereilt“?

"Blogger wollen’s wissen"

Unter dieser Überschrift fand ich kürzlich in der örtlichen Tageszeitung den Bericht über eine Studie der Universität Leipzig. :yawn:
Danach sind Blogger vor allem Internet-Nutzer, die mehr wissen wollen, Informationen weitergeben und gut vernetzt sind. (Da wäre ich von selbst nie drauf gekommen! :DD)
Wir – die Blogger – wurden in fünf verschiedene Kategorien eingeteilt. 8|
17,7 % seien „social networker“, die ihren Blog in erster Linie nutzten, um mit Freunden in Kontakt zu bleiben, neue Bekanntschaften zu knüpfen und sich mit anderen auszutauschen. (Ach …?!)
Ebenfalls 17,7 % seien „Selbstdarsteller“ und glaubten, etwas zu sagen zu haben.
Dann kommt die Gruppe der „Wissensdurstigen“ (23,7 %). Diese nutzten die Blogs vor allem, um Hintergrundinformationen zu suchen.
Und es gäbe die „Informationssucher“ (18,9 %) – was diese Gruppe von den „Wissensdurstigen“ unterscheidet, ist mir nicht klar :??: – sowie die „aktiven Konsumenten“ mit 22,8 %, die jedoch eher aus Bloglesern bestünden. Sind die Blog-Schreiber denn nicht „aktiv“??. 🙄

So, nun wisst Ihr’s und könnt Euch überlegen, zu welcher Gruppe Ihr gehören wollt. Ich zähle mich zu der Gruppe der 0,8 %, die zuviel rauskommen, wenn man obige Zahlen addiert und die „von allem ein bisschen“ sind. :yes:

Asche-Kreuz

Das letzte Helau ist verstummt, das Asche-Kreuz ziert die Stirn, die Narren schlafen ihren Rausch aus. Die tollen Tage sind vorbei und es herrscht für neun Monate wieder Ruhe in den Fastnachtshochburgen. 😥
Der graue Alltag hat uns wieder und die Karnevalsmuffel können aufatmen.
Man kann dazu stehen wie man will. Wir jedenfalls haben immer viel Spaß an der Narretei. Allerdings muss man mit den richtigen Leuten unterwegs sein und die, die lieber zum Lachen in den Keller gehen, sollte man tunlichst zu Hause lassen. :yes:

Heute gibt es noch mal ein Heringsessen und dann beginnt die Fastenzeit.
Auch wenn man nicht sonderlich fromm ist, tut es dem Körper gut, mal auf ein paar Leckerchen zu verzichten.
Ich werde mir in den kommenden Wochen Schokolade verkneifen. Davon hatte ich nämlich in der letzten Zeit viel zu viel. Auch Alkohol gibt es nur in homöopathischen Dosen und das auch nur, weil einige Geburtstage anstehen. Mein Alkoholkonsum ist zwar nicht exzessiv, aber es kann nichts schaden, auch das noch etwas zu reduzieren. :-/ Leber und Gedärm werden es danken.
Danach renne ich schnell zum Arzt und lass’ mir meine strotzende Gesundheit attestieren. ;D

Ach ja, und vielleicht passen ja an Ostern auch die Sommer-Jeans wieder. 😉

Jetzt geht’s lohos …

Nun ist es soweit, die goldisch Fassenacht steht vor der Tür und hat mich kalt erwischt! :-/

Der Kampf-Narr an sich bereitet sich seit dem 11.11. gewissenhaft auf das Ereignis vor. Ich als Mitläufer hab’s wiedermal verpennt. :`(
Weihnachten und Silvester und Winterurlaub standen während der fünften Jahreszeit ja auch noch an und ich muss die Festivitäten in der richtigen Reihenfolge „abarbeiten“, um nicht völlig durcheinander zu kommen.

Bis heute Abend muss mir noch irgend eine lustige Kostümierung einfallen. :??:
Sie soll bequem, luftig und billig sein und darf nicht viel Zeit (eigentlich gar keine) in Anspruch nehmen. Und natürlich klasse aussehen!
Hat jemand ’ne Idee für mich? (Aber sagt jetzt nicht, ich soll als Streichholz gehen – einfach nackig, der rote Kopf kommt von selbst! :>)

Es ist zum Mäuse melken. Eigentlich finde ich es lustig, mich zu verkleiden und mir ist auch nicht fies davor, mich hässlich zu machen.
Ich bin mal im ollen Winternachthemd, Omas Morgenmantel und Pantoffeln, mit Lockenwicklern und aufgemalten Gurkenscheiben im Gesicht zum Fassenachtstreiben erschienen und hab‘ zum Weglaufen ausgesehen! 88| 88| Allerdings habe ich damit für großes Aufsehen gesorgt und all die sexy Partygirls auf die Plätze verwiesen. ;D Diese Kostümierung ist nun aber „verbrannt“ und eine neue Idee muss her, und zwar ziemlich schnell! :yes:

Gottlob werde ich im Stress recht kreativ und noch habe ich Hoffnung, eine zündende Idee zu kriegen. Anregungen nehme ich trotzdem gerne entgegen!

Helau! B)

Vergnüglicher Abend

Einen recht vergnüglichen Abend verlebten wir gestern. 😀
Geplant war ein gemütliches Essen zu dritt bei einem portugiesischen Sportverein, der nebenher eine Art Self-made-Restaurant betreibt (die Lokation befindet sich in der ehemaligen Turnhalle des Clubs).

Herausgekommen ist ein Multi-Kulti-Treffen von acht Leuten, die sich größtenteils untereinander nicht kannten, aus ganz unterschiedlichen Berufen kamen und völlig verschiedene Interessen hatten. Am Tisch saßen Brasilianer und Deutsche und gesprochen wurde ein Mischmasch aus deutsch, englisch und portugiesisch. Anfangs lief alles noch in halbwegs geordneten Bahnen und man wußte, wen man wie anzusprechen hatte. Nach ein paar Gläsern Wein wurde es allerdings chaotisch und es entstand ein Sprachwirrwarr babylonischen Ausmaßes. 8|
Um dem Gesagten mehr Nachdruck zu verleihen und es dem Gegenüber wirklich verständlich zu machen, wurde es mitunter schon mal lauter – bis man endlich kapiert hat, dass der andere überhaupt nichts verstehen kann, weil ihm die Laute gänzlich fremd sind. :)) (Ein Phänomen, das man immer wieder erlebt und bei dem ich immer noch nicht geschnallt habe, warum das so ist.) Jedenfalls hat das zu ausgesprochen lustigen Situationen geführt und wir haben viel gelacht!

Ach ja, gegessen haben wir auch: Fisch mit mörderviel Knoblauch 88|, der einfach köstlich war. Dummerweise habe ich nachher einen Termin zum Aufhübschen; die arme Friseurin tut mir jetzt schon leid! 😳

Der leckere Knobi allerdings hat mir die Nacht gründlich vermasselt und zu erheblichen Schlafstörungen geführt. Die Welt werde ich heute nur aus ganz kleinen Äuglein betrachten können, aber das war der Abend mir wert! :yawn:

Der Auto-Schinder II

Ich glaube, er liest heimlich hier mit! 8|
Seit ein paar Tagen parkt er sein Gefährt in der Garage und als ich ihm begegnete, guckte er mich so komisch an …?! :??: :??:
Vielleicht werde ich ja auch nur paranoid, weil ich im Grunde meines Herzens ja weiß, dass man nicht über andere Menschen herzieht. Allerdings habe ich mal in einer seriösen Zeitschrift gelesen, dass Lästern sehr gut für die eigene Seele ist und warum soll ich mir nicht mal was Gutes tun?

Jedenfalls entzieht sich die morgendliche Anlaßaktion nun dem Auge des Beobachters. Dafür wabert der Dieselgestank direkt in unser Küchenfenster und ich muss darauf achten, selbiges morgens geschlossen zu halten. 😐
Der blinde Blitzstart entfällt also, weil der gefühllose Mensch ja erstmal rückwärts mit viel Gas (!) einen kleinen Hang erklimmen und – auf der Straße angekommen – auch noch das Lenkrad betätigen muss. Danach wird das Garagentor verschlossen und erst dann kann’s endlich losgehen!
Der Rest ist wie gehabt: erster Gang bis zur Kreuzung, unter Missachtung der Vorfahrtsregelung abbiegen und dann mit viel Schmackes den zweiten Gang reinhauen.

Auch die neue Variante ist ausgesprochen unterhaltsam. Mir geht also nichts ab. :DD

Schönen Sonntag noch!

Faller-Häuschen

Wer kennt sie noch – jene Miniaturbauwerke, die meist in der Vorweihnachtszeit im trauten Familienkreis zusammengepuzzelt wurden? 😀
Bereits im Herbst wurden Kataloge gewälzt, der Bestand gesichtet und überlegt, welches der Modelle dazu passen könnte und erschwinglich war. Dann ab in den Spielzeugladen, verzweifelt in den Regalen und Sonderflächen gesucht – manchmal sogar gefunden – und stolz nach Hause gebracht. 😀
Am Wohnzimmertisch wurden nun die Einzelteilchen vom Trägermaterial gelöst und irgendwie sortiert (Dach, Wände, Fensterläden, Blumentöpfe, Gartenzäune). In der Mitte thronte das Tübchen mit dem Kleber.
Meine Mutter hatte die Oberaufsicht, dass alles an die richtige Stelle gepappt und der Leim nur sparsam verwendet wurde. Ich weiß nicht mehr, ob dabei immer Friede-Freude-Eierkuchen war. Mein Bruder und ich haben uns eigentlich immer gestritten, solange wir unter einem Dach wohnten. :##

Jedenfalls endete die vorweihnachtliche Eisenbahn-Aufmotz-Aktion immer damit, dass meine Mutter und ich uns um die Häuschen gekümmert haben, während die Vertreter des männlichen Geschlechts sich mit den verschiedenen Lokomotiven befassten und ihnen mit allerlei Werkzeug zu Leibe rückten.
Eine schöne Zeit; ich hab’ das gerne gemacht (meistens jedenfalls). :yes:

Nun hat mich die Vergangenheit wieder eingeholt.
Auf unserem Spitzboden (ich erzählte ja schon mal von dem unermesslichen Reichtum an unnützen Dingen, die wir dort horten :roll:) fand ich eine ganze Kiste
L E E R E R Faller-Kartons. Die dazugehörigen Häuschen ruhen in einer anderen Kiste, zusammen mit verbeulten Eisenbahnwaggons, verbogenen Schienen und Fragmenten eines Tunnels und einer einstmals imposanten Brücke. Da hab’ ich auch die Finger davon gelassen – obwohl es mir in denselben ziemlich gejuckt hat. |-|
Die leeren Kartons allerdings gibt es nun nicht mehr.

Es gibt auch keine 25 Jahre alten Langlaufskier mehr, keine morschen Campingstuhlauflagen, keine alten Wolldecken, keine kaputten Skistiefel. Auch die hässlichen Bilder (aus meinem Bestand) sind weg, die ich noch nie leiden mochte und seinerzeit nur aufgehängt hatte, weil der Spender gelegentlich zu Besuch kam und ich sowieso nix anderes für die Wand hatte. Mittlerweile ist der Spender verstorben und mit seinem Besuch nicht mehr zu rechnen. Da konnten auch die Bilder den Weg alles Irdischen gehen. :wave:

Unser Spitzboden ist etwas übersichtlicher geworden. Ein gutes Gefühl! :>>