Vergnüglicher Abend

Einen recht vergnüglichen Abend verlebten wir gestern. 😀
Geplant war ein gemütliches Essen zu dritt bei einem portugiesischen Sportverein, der nebenher eine Art Self-made-Restaurant betreibt (die Lokation befindet sich in der ehemaligen Turnhalle des Clubs).

Herausgekommen ist ein Multi-Kulti-Treffen von acht Leuten, die sich größtenteils untereinander nicht kannten, aus ganz unterschiedlichen Berufen kamen und völlig verschiedene Interessen hatten. Am Tisch saßen Brasilianer und Deutsche und gesprochen wurde ein Mischmasch aus deutsch, englisch und portugiesisch. Anfangs lief alles noch in halbwegs geordneten Bahnen und man wußte, wen man wie anzusprechen hatte. Nach ein paar Gläsern Wein wurde es allerdings chaotisch und es entstand ein Sprachwirrwarr babylonischen Ausmaßes. 8|
Um dem Gesagten mehr Nachdruck zu verleihen und es dem Gegenüber wirklich verständlich zu machen, wurde es mitunter schon mal lauter – bis man endlich kapiert hat, dass der andere überhaupt nichts verstehen kann, weil ihm die Laute gänzlich fremd sind. :)) (Ein Phänomen, das man immer wieder erlebt und bei dem ich immer noch nicht geschnallt habe, warum das so ist.) Jedenfalls hat das zu ausgesprochen lustigen Situationen geführt und wir haben viel gelacht!

Ach ja, gegessen haben wir auch: Fisch mit mörderviel Knoblauch 88|, der einfach köstlich war. Dummerweise habe ich nachher einen Termin zum Aufhübschen; die arme Friseurin tut mir jetzt schon leid! 😳

Der leckere Knobi allerdings hat mir die Nacht gründlich vermasselt und zu erheblichen Schlafstörungen geführt. Die Welt werde ich heute nur aus ganz kleinen Äuglein betrachten können, aber das war der Abend mir wert! :yawn:

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Der Auto-Schinder II

Ich glaube, er liest heimlich hier mit! 8|
Seit ein paar Tagen parkt er sein Gefährt in der Garage und als ich ihm begegnete, guckte er mich so komisch an …?! :??: :??:
Vielleicht werde ich ja auch nur paranoid, weil ich im Grunde meines Herzens ja weiß, dass man nicht über andere Menschen herzieht. Allerdings habe ich mal in einer seriösen Zeitschrift gelesen, dass Lästern sehr gut für die eigene Seele ist und warum soll ich mir nicht mal was Gutes tun?

Jedenfalls entzieht sich die morgendliche Anlaßaktion nun dem Auge des Beobachters. Dafür wabert der Dieselgestank direkt in unser Küchenfenster und ich muss darauf achten, selbiges morgens geschlossen zu halten. 😐
Der blinde Blitzstart entfällt also, weil der gefühllose Mensch ja erstmal rückwärts mit viel Gas (!) einen kleinen Hang erklimmen und – auf der Straße angekommen – auch noch das Lenkrad betätigen muss. Danach wird das Garagentor verschlossen und erst dann kann’s endlich losgehen!
Der Rest ist wie gehabt: erster Gang bis zur Kreuzung, unter Missachtung der Vorfahrtsregelung abbiegen und dann mit viel Schmackes den zweiten Gang reinhauen.

Auch die neue Variante ist ausgesprochen unterhaltsam. Mir geht also nichts ab. :DD

Schönen Sonntag noch!

Faller-Häuschen

Wer kennt sie noch – jene Miniaturbauwerke, die meist in der Vorweihnachtszeit im trauten Familienkreis zusammengepuzzelt wurden? 😀
Bereits im Herbst wurden Kataloge gewälzt, der Bestand gesichtet und überlegt, welches der Modelle dazu passen könnte und erschwinglich war. Dann ab in den Spielzeugladen, verzweifelt in den Regalen und Sonderflächen gesucht – manchmal sogar gefunden – und stolz nach Hause gebracht. 😀
Am Wohnzimmertisch wurden nun die Einzelteilchen vom Trägermaterial gelöst und irgendwie sortiert (Dach, Wände, Fensterläden, Blumentöpfe, Gartenzäune). In der Mitte thronte das Tübchen mit dem Kleber.
Meine Mutter hatte die Oberaufsicht, dass alles an die richtige Stelle gepappt und der Leim nur sparsam verwendet wurde. Ich weiß nicht mehr, ob dabei immer Friede-Freude-Eierkuchen war. Mein Bruder und ich haben uns eigentlich immer gestritten, solange wir unter einem Dach wohnten. :##

Jedenfalls endete die vorweihnachtliche Eisenbahn-Aufmotz-Aktion immer damit, dass meine Mutter und ich uns um die Häuschen gekümmert haben, während die Vertreter des männlichen Geschlechts sich mit den verschiedenen Lokomotiven befassten und ihnen mit allerlei Werkzeug zu Leibe rückten.
Eine schöne Zeit; ich hab’ das gerne gemacht (meistens jedenfalls). :yes:

Nun hat mich die Vergangenheit wieder eingeholt.
Auf unserem Spitzboden (ich erzählte ja schon mal von dem unermesslichen Reichtum an unnützen Dingen, die wir dort horten :roll:) fand ich eine ganze Kiste
L E E R E R Faller-Kartons. Die dazugehörigen Häuschen ruhen in einer anderen Kiste, zusammen mit verbeulten Eisenbahnwaggons, verbogenen Schienen und Fragmenten eines Tunnels und einer einstmals imposanten Brücke. Da hab’ ich auch die Finger davon gelassen – obwohl es mir in denselben ziemlich gejuckt hat. |-|
Die leeren Kartons allerdings gibt es nun nicht mehr.

Es gibt auch keine 25 Jahre alten Langlaufskier mehr, keine morschen Campingstuhlauflagen, keine alten Wolldecken, keine kaputten Skistiefel. Auch die hässlichen Bilder (aus meinem Bestand) sind weg, die ich noch nie leiden mochte und seinerzeit nur aufgehängt hatte, weil der Spender gelegentlich zu Besuch kam und ich sowieso nix anderes für die Wand hatte. Mittlerweile ist der Spender verstorben und mit seinem Besuch nicht mehr zu rechnen. Da konnten auch die Bilder den Weg alles Irdischen gehen. :wave:

Unser Spitzboden ist etwas übersichtlicher geworden. Ein gutes Gefühl! :>>

Morgenmuffel

Ok, ich oute mich jetzt mal als Morgenmuffel. :-/ Da meine Nächte gefüllt sind mit mehr oder weniger angenehmen Träumen, langen Phasen des Wachliegens und Grübelns und nur kurzen erholsamen Schlafsequenzen, bin ich morgens regelmäßig müde und gerädert. Ich versuche mit mehreren Tassen Kaffee und einem Kreuzworträtsel irgendwie auf Betriebstemperatur zu kommen um mein Tagwerk beginnen zu können. Meistens klappt das gut und irgendwann ist die morgendliche Schwäche überwunden.

Heute jedoch hatte ich einen für meine Verhältnisse frühen Termin (Maniküre) und bin da noch ziemlich müde hingeschlappt; hoffend, dass mein Gegenüber auch noch nicht so fit ist und einfach die Klappe hält.

Ich hatte Pech! Sie ist ein Ausbund an Lebhaftigkeit und war offensichtlich bestens gelaunt. Und sie hat mich zugetextet ohne Luft zu holen. 8| Meine einsilbigen Antworten haben sie nicht im mindesten gestört und irgendwann habe ich auch die sein lassen. Hie und da konnte ich mich noch zu einem stummen Kopfnicken aufraffen – allerdings nur, um nicht einzuschlafen. Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie lang 1 1/2 Stunden sein können. Es war die Hölle! >:-[

Als ich endlich fertig war, habe ich draußen erstmal tief durchgeatmet und versucht, meine eigenen Gedanken zu sortieren. Dann bin ich nach Hause gefahren, habe mir einen großen Kaffee gemacht und einen Neustart versucht.
Inzwischen geht es wieder und ich kann mich an meinen gepflegten Nägeln erfreuen. Ach ja, und ein paar fleißige Haushaltshilfen habe ich auch schon angeworfen – damit wenigstens ein bisschen was geschafft wird. Die quatschen wenigstens nicht! :>>

Komische Leut‘

Einen unserer Nachbarn kennt Ihr ja nun schon. Wir haben aber noch mehr so komische Vögel in unserer näheren Umgebung. :DD

Da ist z.B. das (Ehe-)paar, dessen Grundstück direkt an unseres grenzt. Da unsere Grundstücke sehr klein sind, ist es praktisch unmöglich, sich aus dem Weg zu gehen. Trotzdem schafft diese besondere Spezies es, im Garten einen Meter von einem entfernt zu stehen, und stur einen anderen Weg zu gucken. :??: Anfängliche Grüße unsererseits wurden nicht erwidert. ❓
Früher war es so, dass man sich – wenn man irgendwo neu zugezogen ist – den Mitmenschen mal kurz vorgestellt hat: „Guten Tag, mein Name ist Mustermann, ich bin ihr neuer Nachbar“. Ein Satz wie dieser würde ja schon genügen und man wüsste wenigstens, mit wem man es zu tun hat. Es muss daraus ja keine dicke Freundschaft entstehen, aber guten Tag kann man doch wenigstens mal sagen, wenn man sich begegnet, oder sehe ich das falsch? :??: :??:

Heute ist das irgendwie anders. Man zieht ein und hat mit nix was am Hut.
Die Leute wohnen nun schon etliche Jahre in unserer unmittelbaren Nachbarschaft und ich habe keine Ahnung, wie sie eigentlich heißen. In der Zwischenzeit haben sie zwei Kinder bekommen. Bei dem ersten habe ich irgendwann einmal den Namen aufgeschnappt, bei dem zweiten – inzwischen auch schon ca. zwei Jahre alt – weiß ich nicht einmal, ob es ein Junge oder ein Mädchen ist.
Nicht, dass mich das sonderlich interessieren würde, aber merkwürdig finde ich das schon. :-/

Tja, und weil sie halt so merkwürdig sind, haben wir ihnen einen Namen verpasst: Familie Merkwürden. Das ham’se jetzt davon! :DD

Der Auto-Schinder

Frauen sagt man(n) ja im Allgemeinen technisches Unverständnis nach und irgendwie haben wir uns arrangiert und lassen sie reden. Was aber, wenn frau nun ein männliches Exemplar ausmacht, das mit der Technik z.B. seines Automobils nicht wirklich zu Recht kommt und es allmorgendlich quält?

Gemütlich beim Frühstück sitzend, hört man das laute Zuschlagen einer Autotür und weiß, nun ist es wieder soweit. Zündschlüssel ins Schloss, rumdrehen und in dieser Stellung rund zwei Minuten festhalten. Die Scheibenwischer zucken kaum merklich auf der (im Winter völlig vereisten) Windschutzscheibe, die Scheinwerfer versuchen mit letzter Kraft, die Dunkelheit etwas zu erhellen, die Batterie liegt in den letzten Zügen. Nach zwei Minuten versucht der Motor ein verzweifeltes Japsen. Er hat keine Chance, die Quälerei geht weiter. 🙄
Er tut mir in der Seele leid, der Arme.
Der Herr und Meister des deutschen Markenfabrikats gibt nicht auf, greift mit der linken Hand in die Manteltasche und friemelt eine Zigarette aus der Packung, zündet sie an. Die Rechte hält weiter den Zündschlüssel in Position. Der störrische Motor gibt ein doppeltes Japsen von sich. Die Scheinwerfer dimmen sich selbständig. Nach einer gefühlten weiteren Minute gibt er auf und springt in Gottes Namen an. Eine dicke schwarze Diesel-Qualmwolke entspringt dem Auspuff. 88|
Auf diesen Augenblick hat der begnadete Autofahrer gewartet. Sein rechter Fuß hält schon seit drei Minuten das Gaspedal bis zum Anschlag durchgedrückt. Die Handbremse hat vor langer Zeit ihren Dienst quittiert und dient nur noch als Verzierung des Innenraumes.
Einem Blitzstart (wohlgemerkt, bei entsprechender Witterung mit immer noch zugefrorenen Scheiben) steht also nichts im Wege. Die 30 m bis zur Kreuzung (rechts vor links) bringt der treue Kleinwagen im ersten Gang hinter sich um dann ungebremst (wozu auch, der Fahrer kann ja eh nichts sehen) in die Kurve zu gehen. Ein kurzes Aufjaulen noch, dann ist endlich der zweite Gang drin und das Vehikel samt Chauffeur unseren Augen und Ohren entschwunden.
Hoffen wir mal, dass auch heute kein unbesonnener Fußgänger oder Radfahrer seinen Weg kreuzt. U-(