Ich werd‘ bekloppt …

So langsam aber sicher zweifle ich an meinem Verstand! Den ganzen Vormittag habe ich damit verbracht, etwas zu suchen – erfolglos.

Es gibt eine Stelle im Haus, wo ich geldwerte Dinge aufbewahre, bis sie benötigt werden. Gutscheine, Eintrittskarten und natürlich auch Flugtickets. Da bin ich normalerweise sehr ordentlich. :yes:

Neulich kam vom Reisebüro die Bestätigung für die Reiserücktrittsversicherung und ich hab’ diesen Schrieb an den dafür vorgesehenen Ort gelegt. Bei der Gelegenheit fiel mir auf, dass da gar keine Tickets liegen, sondern nur die Rechnung für die von uns gebuchten Flüge. Ich war ein bisschen erstaunt darüber und überlegte, ob ich die wohl zu unseren sonstigen Brasilienunterlagen gepackt haben könnte, machte mir aber noch keine allzu großen Gedanken. :-/

Vor ein paar Nächten nun träumte ich, ich hätte die Tickets so gut versteckt, dass ich sie selbst nicht mehr gefunden hätte und wir verzweifelt am Flughafen gestanden haben. Der Göttergatte machte mir Vorwürfe, weil ich immer alles wegwerfe (!) und ich war am Heulen.
Dieser Horrortraum hat mir irgendwie keine Ruhe gelassen und heute nun habe ich alle relevanten Stellen im Haus nach diesen verfluchten Tickets umgegraben. Vor meinem geistigen Auge habe ich sie genau gesehen; leider nicht den Ort, an dem sie lagen. :no:

Ziemlich verzweifelt habe ich mich dann mit einer Tasse Kaffee auf die Terrasse gesetzt und gegrübelt. Dann habe ich die Rechnung noch mal hervorgeholt um zu ergründen, ob es da irgendwo einen Hinweis gibt, wo man solche Dinger verlustig melden kann.
Ich habe auch einen Hinweis gefunden und kann es bis jetzt nicht fassen. Schwarz auf weiß stand da zu lesen: „Sie fliegen ticketlos. Diese Bestätigung ersetzt Ihr Ticket.“! 88| :)) 88|
Scheiß online-Bucherei! :## Mir ist noch ganz schlecht vor lauter Aufregung und ich werde jetzt – allen guten Vorsätzen zum Trotz – ein halbes Osterei verspeisen. Nach dem Schreck brauche ich etwas Nervennahrung. :yes:

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Nee, wat isset schee!

Das schöne Wetter animiert zu allerlei Tätigkeiten, die normalerweise nicht wirklich begeistern. Fenster putzen zum Beispiel. Nach einem Rundumschlag meinerseits können wir unsere Umwelt nun wieder streifenfrei beobachten. 😀

In unserer Nachbarschaft wird wie wild in den Gärten gewerkelt, geharkt, gejätet und geschnippelt. Einer unserer Nachbarn – DER „Akkurateur“ vor dem Herrn 🙄 – hat heute Stiefmütterchen gepflanzt. Zehn Stück in sechs Reihen. Ob Ihr es glaubt, oder nicht: er hat die Abstände zwischen den einzelnen Pflänzchen mit dem Zollstock ausgemessen! :)) Ich hab’ gedacht, ich seh’ nicht richtig! 88|

Aber die exakt ausgerichteten Blümchen passen ins Bild. Alles in diesem Garten ist akkurat. Als Sichtschutz gibt es eine kleine Reihe Lebensbäume, die sich immer in Größe und Form gleichen, als seien sie geklont. Selbst die Büsche im restlichen Garten stehen in exaktem Abstand zueinander, sind alle gleich hoch und gleich breit. Zwischen den Büschen wachsen – jeweils abgezählt und natürlich in exakt gleicher Anzahl – ein paar Osterglocken und sonstige Frühjahrsblüher. Natürlich in jeweils exakt derselben Farbe. Im Sommer gibt es noch ein paar Staudengewächse – natürlich alle gleich groß, …! 8|

Gottlob bleibt mir ein Teil dieser Kunstlandschaft im Sommer verborgen, da das üppige Grün eines anderen Nachbarn – er hält sich für einen Biogärtner, weil er alles einfach wachsen lässt wie es will – uns die Sicht versperrt. Zwei Extreme auf engstem Raum.
Ich habe keine Ahnung, wie die beiden miteinander auskommen, da ich mich aus dem Nachbarschaftsgeklüngel raushalte. Interessieren würde es mich aber schon mal. 😉

Ich buddel und werkel ja auch gerne in meinem kleinen Garten, aber exakt ist da gar nichts und was ich pflanze, wächst mit Sicherheit in die falsche Richtung. Meine Kletterrose blüht bevorzugt beim Nachbarn (dem Biogärtner. Hoffentlich schreibt er sich das nicht auch noch auf die Fahne!) 😦 und meine Klematis erfreut die Nachbarn zur Linken. Mit Unkraut in kleinen Mengen kann ich leben und welke Blätter stören mich auch nur bedingt.
Außerdem ziehe ich nicht jedes Mal Gummistiefel an, wenn ich in meinem 50qm-Gärtchen eine welke Blüte abschneiden will. Das macht nur der Akkurateur! :crazy:
Seine Gattin ist übrigens genauso gestrickt, aber von der erzähle ich ein anderes Mal.

Oben ohne

Endlich ist es wieder so weit! Die Temperaturen bewegen sich über der Null-Grad-Grenze und schon ist das Leben ein ganz anderes: Alles geht irgendwie beschwingter und schneller von der Hand. :yes:
Gestern kam der Briefträger ganze zwei Stunden früher als normal, die Herren der Müllabfuhr bewegen sich im Sauseschritt und jonglieren die Tonnen durch die Gegend, dass es einem Himmelangst wird. Die Nachbarskinder weihen den neuen Sandkasten ein und verteilen dessen Inhalt energiegeladen auf der Terrasse. An den Supermarktkassen kommt man mit dem Entladen des Einkaufswagens nicht mehr nach. Plötzlich sind die Straßen wieder bevölkert mit Radfahrern und beim Abbiegen muss man höllisch aufpassen, keinen solchen auf die Hörner zu nehmen. Einen habe ich gestern sogar schon mit kurzärmeligem TShirt und käsigen Beinen gesehen; der wollte es wohl wirklich wissen! 8|

Ach ja, und wer ein Cabrio sein eigen nennt, der fährt natürlich oben ohne! Zwar noch mit Lederjacke, aber die coole Sonnenbrille macht das wieder wett. B)
Macht bestimmt Spaß, bei den gemäßigten Temperaturen. Im Sommer möchte ich kein Cabrio haben. Wer schon mal mit einem solchen Gefährt an einer roten Ampel gestanden und erlebt hat, wie einem die Sonne gnadenlos das Gehirn wegbrutzelt, weiß die segensreiche Erfindung der Klimaanlage zu schätzen. Aber jetzt …?!
Na ja, ich fahre „offen“ und genieße den Wind, der durch die Seitenscheibe weht. :-/

Und über allem lacht die liebe Sonne und beflügelt unser Tun. Ich wünsche Euch allen eine wunderschöne, strahlende Woche. :>>

Reingefallen

Die Regelung mit der Sommerzeit und der „geklauten“ Stunde haben wir ja schon lange und man sollte meinen, mittlerweile hätten alle kapiert, wie es geht. Dem ist natürlich nicht so, wie man alle Jahre wieder feststellen kann. Diesmal allerdings habe ich mich sogar selbst reingelegt.

Wir haben es familienintern so geregelt, dass jeder „seine“ Uhren selbst umstellt und so habe ich, bevor ich am Sonntag Morgen ins Bett bin (wir waren eingeladen und es ist mal wieder etwas später geworden :oops:) meinen Wecker auf die richtige Zeit eingestellt. Im Laufe des Sonntags folgten dann noch diverse andere Uhren. Vergessen allerdings hatte ich den alten Radiowecker, der zwar als solcher nicht mehr benutzt wird, aber die einzige Uhr ist, auf der ich die Zeit noch ohne Brille erkennen kann. :-/

Heute Morgen habe ich in Ruhe meinen Kaffee geschlürft und anschließend ein bisschen im Bad rumgetrödelt. Zwischendurch bin ich mal unbebrillt ins Schlafzimmer und hab’ auf die Uhr geschielt: alles im grünen Bereich – dachte ich. Die Ernüchterung kam etwas später, als ich die frisch geputzten Augengläser wieder aufsetzte. Scheibenkleister! 8|
Gott sei Dank hatte ich keinen frühen Termin, den hätte ich nämlich sauber verpasst. So musste ich nur ein bisschen Gas geben, um die verlorene Zeit wieder einzuholen. Ach ja, und den ollen Wecker habe ich natürlich auch gleich noch gestellt.
Der Herbst, wenn wir wieder auf Normalzeit umstellen, ist irgendwie stressfreier. ;D

Ständige Gängelei

Ist Euch schon mal aufgefallen, dass unsere Damen und Herren Politiker – vermutlich, weil sie nichts wirklich Großes auf die Reihe kriegen – sich inzwischen darin austoben, Otto Normalverbraucher immer mehr zu gängeln? Eigentlich dürfen wir bald gar nichts mehr – außer Steuern zahlen, versteht sich.

Gewiss hat alles irgendwo seine Berechtigung, siehe Umweltschutz, Nichtraucherschutz etc.. Irgendwo sind aber Grenzen und ich kann es bald nicht mehr hören, wie sie sich gegenseitig übertrumpfen wollen mit ihren guten Vorschlägen.

Beispiel Umweltschutz: Kaum jemand kann es sich heute leisten – wie das in den 60ern durchaus üblich war – sonntags die Familie ins Auto zu packen und spazieren zu fahren. Bei den Spritpreisen überlegt man sich genau, wohin man fährt und wie man Ziel A und B so kombinieren kann, dass man möglichst kostengünstig unterwegs ist. Nun will man uns auch noch die Glühbirne verleiden.

Beispiel Wasser sparen: Es gibt nur noch Toilettenspülkästen mit Spartaste fürs kleine Geschäft – per Verordnung. Da der Deutsche an sich nun mal sehr gewissenhaft ist führt das dazu, dass die Kläranlagen die Brühe, die bei ihnen ankommt, erstmal mit Frischwasser versetzen müssen, um sie überhaupt klären zu können. Was soll das? Mal ganz abgesehen davon, dass der Extremsparer nach ein paar Jahren eine Rohrverstopfung riskiert, deren Reparaturkosten immens sind.

Beispiel Mülltrennung: Wir trennen wie bekloppt, spülen jeden Joghurtbecher aus und der Müll liegt in den Sortieranlagen auf Halde, weil sie dem Ansturm gar nicht gewachsen sind. Das Ende vom Lied: unser fein säuberlich sortierter und gespülter Müll wird verbrannt. Ja spinn’ ich denn?

Beispiel Nichtraucherschutz: Ich bin dafür, dass in Restaurants nicht mehr geraucht wird oder es zumindest nur in speziellen Räumen gestattet ist. Meinetwegen kann das auch in Kneipen so geregelt werden.
Warum aber, kann nicht ein Wirt selbst entscheiden, ob in seiner Kneipe geraucht werden darf oder nicht? Kein Nichtraucher ist gezwungen, sich in einer Raucherkneipe aufzuhalten. Und was macht ein Wirt, der selbst Raucher ist und in seiner eigenen Kneipe seinem Laster nicht mehr frönen darf? Er muss vor die Tür und seinen Zapfhahn für 10 Minuten verlassen. Ich bin schon gespannt auf die Kommentare der Durstigen.
Ach ja, und was soll der Quatsch mit den Bierzelten? In unserem Stadtteil gibt es alljährlich eine Kerb mit einem riesigen Bierzelt, das schon seit vielen Jahren nicht mehr voll besetzt ist. Platz für 1.000 Gäste und es sitzen nur 300 Leute drin. Wenn dann die Raucher noch vor den Zelteingang müssen, braucht man das Ding gar nicht mehr aufzustellen.

Ganz eifrige Politiker wollen mir jetzt auch das Rauchen in meinem eigenen Auto (in dem ich sowieso nur alleine fahre) verbieten – weil das ja so schädlich ist. Da muss man erst mal drauf kommen!

Leute: Ihr könnt mich mal am Abend besuchen. Je mehr Druck ihr auf mich ausübt, desto mehr neige ich zu Trotzreaktionen.
Ich übe mich jetzt schon mal in zivilem Ungehorsam und wenn ich gleich aus dem Zimmer gehe, lasse ich das Licht an. Basta! >:-[

Power-Plätten

Nachdem ich vor einiger Zeit einen Bügel-Marathon hinlegen musste, um den Wäschebergen wieder Herr zu werden und mein Dampfbügler trotz Entkalkung nur noch zögerlich mal ein feuchtes Wölkchen ausspuckte, hatte ich endgültig genug und habe mir gestern eine „Power-Dampfstation“ gegönnt.

Heute Morgen habe ich den Traum einer jeden Hausfrau ausgepackt und aufgebaut. Danach bin ich in den Keller und habe einen 10 l-Kanister destilliertes Wasser nach oben geschleppt und den riesigen Wassertank des Gerätes vorschriftsmäßig mit 600 ml (???) befüllt und den Einschaltknopf betätigt. Kurze Zeit später brodelte es und das Kontrolllämpchen erlosch. Es konnte also losgehen.
Als erstes nahm ich mir die Geschirrtücher vor, die sich – wenn sie neu sind – relativ schlecht plätten lassen. Ey, ich sage Euch: Das ging ab, wie Schmitz’ Katze; ratzfatz waren die Tücher glatt. 😀
Danach ging’s an die Hemden und auch da war ich äußerst angetan. Für die ganz fiesen Knitterteile gibt es einen Super-Turbo-Knopf und es dampft, dass es eine Lust ist. :DD
Einziger Nachteil: fernsehen kann man vergessen. Der Dampfausstoß ist ziemlich geräuschvoll und wenn man etwas verstehen will, muss man die Lautstärke weit über das normale Maß aufdrehen. Brillenträgerinnen sei empfohlen, sich nicht direkt über die Arbeit zu beugen, da ansonsten die Brille beschlägt und man total im Nebel steht. :))
Auch mit den Fingern sollte man etwas vorsichtiger sein, als bei einem normalen Bügeleisen – der Monsterdampf ist scheiß-heiß! 88| Zwei-, dreimal habe ich nicht aufgepasst und Zeige- und Mittelfinger der linken Hand sind jetzt etwas empfindlicher als normal. Da muss ich in Zukunft etwas besser aufpassen. Aber das Bügeln hat mal richtig Spaß gemacht! Schade, dass der Korb jetzt leer ist. :>>

PS: Schöne Grüße an Belinda, die auch gerade eine Bügelorgie hinter sich hat.