Schlaflos in WI

Wiedermal. Heute stehen keine frühen Termine an und was passiert? Um drei Uhr irgendwas ist die Nacht zu Ende. Einfach so, ohne besonderen Grund. Ich kann mich an keinen Traum erinnern, der so war, dass man gerne erwacht um dem nächtlichen Horror zu entgehen. Es gab keine lauten oder ungewöhnlichen Geräusche. Einfach aus Langeweile wach geworden.
Dabei hätte ich so schön ausschlafen können (motz). >:-(
Eine gute Stunde habe ich mich im Bett herumgewickelt und versucht, eine angenehme Wiedereinschlaf-Position zu finden. Das Kopfkissen ist mittlerweile zu einem festen Knäuel geknufft, die Decke total verwurstelt. Als dann um halb fünf auch noch die Vögel anfingen, Rabatz zu machen, bin ich entnervt aufgestanden.

Mittlerweile bin ich bei Kaffee Nr. 2 und da die Zeitung noch nicht da ist, habe ich mich auch schon durch diverse Blogs gehangelt.
Gebügelt habe ich dummerweise gestern Abend beim Fernsehen, während sich meine bessere Hälfte einem öden Fußballspiel hingegeben hat. Damit kann ich mir die Zeit jetzt also auch nicht vertreiben und für’s Staub saugen ist es noch zu früh, das würde Ärger geben.

Also, was mache ich jetzt? Schreiben. Dabei gibt es gar nichts zu erzählen, weil eigentlich gar nichts passiert. Die Katastrophen haben wir im Griff und die kleinen Querelen des Alltags bewältigt man sowieso irgendwie nebenher.
Unser Keller trocknet langsam vor sich hin. Das brummende Etwas, das die Feuchtigkeit aus den Wänden in destilliertes Wasser verwandelt, bleibt uns mindestens eine weitere Woche erhalten. Eine Messung am Mittwoch hat allerdings ergeben, dass Land in Sicht ist. 🙂

Im Moment sind wir dabei, die Weinflaschen zu leeren, deren Etikett abgeweicht ist. Das macht die Sache spannend. Wir haben die Wahl zwischen normalen und Literflaschen, Weißglas oder lieber grün und wenn letzteres, dunkel oder hell (sprich: Rot- oder Weißwein).
Es kamen aber immer leckere Tröpfchen dabei zum Vorschein, auch wenn wir die Jahrgänge nicht mehr genau zuordnen können. Aber das ist sowieso egal, wenn er erstmal durch die Kehle ist. ;D

So, meine Lieben, draußen habe ich Schritte gehört und hoffe mal, dass die Zeitung jetzt im Briefkasten steckt. Der werde ich mich jetzt zuwenden. Danach bin ich vermutlich wieder richtig müde und könnte prima schlafen. Vorsorglich werde ich heute Mittag mal ein Stündchen auf der Couch einplanen. :yawn:
Ich wünsche Euch einen angenehmen Start ins Wochenende!

5 Gedanken zu “Schlaflos in WI

  1. Ich habe mir die Episode mit den Weinflaschen vorgestellt. Ein Horror für alle Wein-Fetischisten! Ob sie dann noch so gut die Lagen zugeordnet bekommen? Ob „Sonnensegen“ dann plötzlich zu einem Nobel-Tröpfchen avanciert, den man nur besonderen Freunden oder großen Kennern anbietet? Vermutlich zerbricht man daran, wenn man nicht mehr schmecken kann, welcher Preiskategorie ein Wein entstammen könnte. Ich glaube, um mein Inneres wenigstens halbwegs wieder geordnet zu bekommen, würde ich die abgelösten Ettiketten, sofern noch vorhanden, auf irgendeine beliebige Flasche kleben. Und den Inhalt dann mit dem Ettikett zu synchronisieren versuchen. – Ihr seid wirklich schwer geprüft und braucht dringend Urlaub!

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    • Mit dem Urlaub stimme ich mit Dir überein, den haben wir uns wirklich verdient dieses Jahr.

      Die Sache mit dem Wein haben wir einigermaßen im Griff. Wir kaufen überwiegend bei einem Winzer und haben dort natürlich unsere Lieblingssorten. Allerdings davon dann mindestens drei bis fünf Jahrgänge. Wir wissen also schon, welchen Wein wir trinken, nur das Alter müssen wir schätzen.
      Gerade labe ich mich an einem Chardonnay frizzante aus der Provincia Di Verona. Ist zwar nicht von unserem Winzer, aber trotzdem ausgesprochen lecker.
      Die ganz guten Weine liegen übrigens woanders, die haben das unbeschadet überstanden.

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  2. Hallo Caipi, hattet Ihr im Keller einen Wasserschaden ? Bin scheinbar nicht ganz auf dem Laufenden.
    Jedenfalls gab es auch bei uns im Keller mal mehr Wasser als nötig, aber das hatte schließlich auch positive Folgen: Eine ganze Menge Sachen, vor Allem alte Bücher, die mein Mann (ich nicht !) unbedingt noch verwahren wollte, waren nicht mehr zu gebrauchen und mussten (leider, hi-hi !) in den Müll.
    Was den Wein betrifft, fällt mir ein, dass wir mal jahrelang einen „guten Tropfen“ für einen ganz besonderen Anlass aufbewahrt hatten. Dann kam ein besonderer Anlass und die Flasche wurde geöffnet. Noch jetzt, beim Drandenken, zieht sich bei mir die gesamte Mundpartie heftig zusammen. Ich kann ja gar nicht beschreiben, wie sauer der gute Tropfen war.
    Liebe Grüße aus Köln von Karin.

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  3. Hallo Karin,
    ja, wir hatten Wasser im Keller bzw. haben es noch in den Wänden. Gottlob waren aber nur ca. 30 Weinkartons betroffen, die wir natürlich wegwerfen mussten. Die Flaschen lagern nun in allen möglichen Behältnissen, kreuz und quer und zum Teil ohne Etikett.

    Der älteste Wein, den ich mal probiert habe, war von 1903. Der war extrem sauer, aber von solchen Tropfen kriegt man ja sowieso nur ein Mäulchen voll.
    Wenn man eine Flasche für einen besonderen Anlass aufhebt und dann eine Pleite erlebt, das ist schon ärgerlich. Nicht alle Weine eignen sich zum Aufheben.
    Ich trinke sowieso lieber frische, junge Weine (dafür dann gerne mal ein Gläschen mehr). ;-))
    Liebe Grüße u. ein schönes Wochenende

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