Gutenberg-Marathon

in Mainz. Die Lebensgefährtin meines Neffen läuft mit! Ruthirutt: ich drücke Dir die Daumen, dass Du wohlbehalten ins Ziel kommst!

Ich – als bekennender Nicht-Jogger – sitze gemütlich vorm Fernseher und sehe mir die Übertragung aus der benachbarten Landeshauptstadt an. Gerade haben sie berichtet, wie schlagartig so ein Lauf zu Ende sein kann und die Läufer einfach zusammenbrechen. Ich ziehe meinen Hut vor den Leuten, die sich auf die Strecke machen und auch dann noch laufen, wenn schon alles wehtut.
Inzwischen sind in Mainz die ersten Herren durchs Ziel gekommen. Das sind allerdings richtig geübte Marathonläufer. Vom großen Feld der Hobbyläufer ist noch lange nichts zu sehen. Die erste Frau hat noch knapp fünf Kilometer vor sich.
Im Ziel kriegen sie völlig unspektakulär eine Medaille umgehängt und werden anschließend von einem Reporter zum Interview abgegriffen. Es wird mir ein ewiges Rätsel bleiben, wie man nach über 42 km noch einen vollständigen Satz sprechen kann! :??:
Ich bin schon vom Zusehen völlig erschöpft.

Schlaflos in WI

Wiedermal. Heute stehen keine frühen Termine an und was passiert? Um drei Uhr irgendwas ist die Nacht zu Ende. Einfach so, ohne besonderen Grund. Ich kann mich an keinen Traum erinnern, der so war, dass man gerne erwacht um dem nächtlichen Horror zu entgehen. Es gab keine lauten oder ungewöhnlichen Geräusche. Einfach aus Langeweile wach geworden.
Dabei hätte ich so schön ausschlafen können (motz). >:-(
Eine gute Stunde habe ich mich im Bett herumgewickelt und versucht, eine angenehme Wiedereinschlaf-Position zu finden. Das Kopfkissen ist mittlerweile zu einem festen Knäuel geknufft, die Decke total verwurstelt. Als dann um halb fünf auch noch die Vögel anfingen, Rabatz zu machen, bin ich entnervt aufgestanden.

Mittlerweile bin ich bei Kaffee Nr. 2 und da die Zeitung noch nicht da ist, habe ich mich auch schon durch diverse Blogs gehangelt.
Gebügelt habe ich dummerweise gestern Abend beim Fernsehen, während sich meine bessere Hälfte einem öden Fußballspiel hingegeben hat. Damit kann ich mir die Zeit jetzt also auch nicht vertreiben und für’s Staub saugen ist es noch zu früh, das würde Ärger geben.

Also, was mache ich jetzt? Schreiben. Dabei gibt es gar nichts zu erzählen, weil eigentlich gar nichts passiert. Die Katastrophen haben wir im Griff und die kleinen Querelen des Alltags bewältigt man sowieso irgendwie nebenher.
Unser Keller trocknet langsam vor sich hin. Das brummende Etwas, das die Feuchtigkeit aus den Wänden in destilliertes Wasser verwandelt, bleibt uns mindestens eine weitere Woche erhalten. Eine Messung am Mittwoch hat allerdings ergeben, dass Land in Sicht ist. 🙂

Im Moment sind wir dabei, die Weinflaschen zu leeren, deren Etikett abgeweicht ist. Das macht die Sache spannend. Wir haben die Wahl zwischen normalen und Literflaschen, Weißglas oder lieber grün und wenn letzteres, dunkel oder hell (sprich: Rot- oder Weißwein).
Es kamen aber immer leckere Tröpfchen dabei zum Vorschein, auch wenn wir die Jahrgänge nicht mehr genau zuordnen können. Aber das ist sowieso egal, wenn er erstmal durch die Kehle ist. ;D

So, meine Lieben, draußen habe ich Schritte gehört und hoffe mal, dass die Zeitung jetzt im Briefkasten steckt. Der werde ich mich jetzt zuwenden. Danach bin ich vermutlich wieder richtig müde und könnte prima schlafen. Vorsorglich werde ich heute Mittag mal ein Stündchen auf der Couch einplanen. :yawn:
Ich wünsche Euch einen angenehmen Start ins Wochenende!