Chaos, soweit das Auge reicht

Nach dem Hickhack mit der Telekom hatte ich diese Woche noch ein ähnliches Erlebnis mit einer Bank. 8| Ich liebe diese Geldinstitute, die vollmundig ihren Service anpreisen und dann ungeschultes Personal auf ihre Kunden loslassen. Und ich kenne einige davon! Gerade in letzter Zeit habe ich mit etlichen Banken zu tun und kann nur sagen – man erlebt sein blaues Wunder!

Es würde zu weit gehen, hier meine ganze Bankodyssee niederzuschreiben. Nur so viel: es geht um online-Banking.
Wir verwalten unsere Konten und tätigen Überweisungen auf diesem Wege, seit der Stunde Null dieser eigentlich segensreichen Erfindung. Schade, dass die Bankangestellten (jedenfalls die, die auf die Kunden losgelassen werden) davon keine Ahnung haben, weil sie ja jeden Tag auf ihrem Geld sitzen und ihre Bankgeschäfte vom Arbeitsplatz aus tätigen. 😦 Die Institute sollten ihre Angestellten dazu verdonnern, ihre Konten online zu führen. Das würde ihnen einen realistischen Einblick in die Materie verschaffen und helfen, dummes Geschwätz am Kundenschalter zu minimieren! :yes:

Ich bin aber nicht ganz unschuldig an der Misere, habe ich doch den alten Leitspruch aller EDV’ler „Never change a running system!“ außer Acht gelassen. Der lässt sich nämlich in unserer Zeit problemlos auf alle anderen Lebensbereiche übertragen. ❗

So sitze ich täglich am Schreibtisch und probiere immer mal wieder zaghaft, ob ich a) den Kontostand wieder aktualisieren kann und ob b) das Telefon noch funktioniert.
Manchmal denke ich dabei wehmütig an die Zeit zurück, als das Telefon noch eine Wählscheibe hatte und die Banker noch „Bankbeamte“ genannt wurden und hinter einem richtigen Schalter residierten. ;D

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Ein Betrug und das skurrile Geschäftsgebaren der Telekom

Gestern Abend erhielt ich einen Anruf von der Telekom (Ihr wisst schon, das Unternehmen mit dem merkwürdigen Geschäftsgebaren) in dem mir mitgeteilt wurde, dass ihnen eine Kündigung unseres Anschlusses vorliege. Ich: „Häää?“ :??: Das war eigentlich undenkbar, da wir gerade eine Änderung unseres Vertrages vorgenommen hatten. Da aber bei der Telekom alles möglich ist (ich mir also durchaus vorstellen konnte, dass das mit einer „Kündigung“ der bisherigen Modalitäten einhergeht) habe ich der Dame erklärt, dass sie später noch mal anrufen solle, weil mein Mann für diesen Kram zuständig sei.
Das machte sie dann auch und wir erfuhren, dass der Telekom die Kündigung unseres Anschlusses von einem anderen Anbieter vorliege. Uns ist bekannt, dass das geht und für denjenigen, der tatsächlich mit seinem Anschluss zu einem anderen Anbieter wechseln möchte, ist das ja auch eine bequeme Sache.
Wir wollten das ganz entschieden NICHT! :no:

Wir erfuhren den Namen des Anbieters (von dem wir im Übrigen noch nie etwas gehört hatten) und Einzelheiten „unserer“ Daten, die in mehreren – wichtigen – Teilen überhaupt nicht stimmten!
Dann bat die Dame am Telefon, dass mein Mann seine Willensäußerung, nämlich nicht wechseln zu wollen, auf ein Tonband spreche. Etwas verwundert und eigentlich auch unwillig geschah dies dann auch.
Danach sollten wir noch eine schriftliche Willenserklärung desselben Inhalts abgeben. Da hörte es dann aber endgültig auf! :##
Irgendein x-beliebiger Arsch Witzbold kündigt mit falschen Angaben unseren Vertrag, die Telekom hat darüber nichts vorliegen außer einem Formschreiben, Email o. ä. des angeblichen neuen Anbieters – die tatsächliche Wechselabsicht ist also in keinster Weise nachgewiesen ❗ – und wir sollen jetzt Klimmzüge machen, um unseren Anschluss behalten zu dürfen? >:-(

Was wäre denn passiert, wenn wir z. B. in Urlaub gewesen wären und die uns gestern gar nicht erreicht hätten? Laut Auskunft der Telekom hätten die den Anschluss dann gesperrt und wären stillschweigend davon ausgegangen, dass das alles so seine Richtigkeit hat (mit falschen aber durchaus wichtigen Angaben). Ja bin ich denn bekloppt??? :> :> :>

An diesem Anschluss hängt z. B. auch unser Geschäft. Das Telefon wird im Urlaub aufs Handy weitergeleitet. Da sitzt Du dann im Ausland und kannst von dort aus versuchen, die Dinge hier nicht nur erst einmal zu verstehen, sondern auch wieder in Ordnung zu bringen. Und das nur, weil so ein Schlampladen nicht in der Lage ist, Angaben zu überprüfen, Ungereimtheiten aufzuspüren und der Sache nachzugehen.
Es wurden gestern Abend fünf oder sechs Telefongespräche mit der Telekom geführt. Das Abendessen ist darüber kalt geworden (ein weiteres Ärgernis). Nach Androhung aller möglichen Konsequenzen „dürfen“ wir unseren Anschluss jetzt wohl erstmal behalten. Das ist doch mal kundenfreundlich! 88|

Wir sind nicht gewillt, die Sache auf sich beruhen zu lassen; schließlich wurde mit unseren Daten Schindluder getrieben.
Ich werde weiter berichten. (Entgegen anderslautender Vermutungen geht mir also der Gesprächsstoff bis auf weiteres nicht aus!) :-/

Geschafft!

Wir haben am Sonntag tatsächlich alles geschafft. :yes: Zwischendrin hatte ich mal eine kleine persönliche Krise weil es absolut nicht danach aussah und weil die avisierten Helfer nicht rechtzeitig erschienen. Ich stand in dem ganzen Chaos und wußte nicht mehr, wo ich eigentlich anfangen sollte. Mir war nur klar, dass ich das alleine nicht bewerkstelligen kann. Mein ganzer schöner Schlachtplan schien für die Füße gewesen zu sein. Als die Helfertruppe dann aber endlich auftauchte, flutschte es wieder.

Kaputt, aber hochbeglückt verließen wir gegen 17.00 Uhr eine bezugsfertige Wohnung. Alles war aufgeräumt, eingerichtet und die Betten bezogen. Seit Montag nun ist sie vermietet und der normale „Beherberungsbetrieb“ läuft. Ein sehr schönes Gefühl. 😀
Nun kann ich mich wieder dem normalen Leben zuwenden. Am Wochenende ist in unserem Stadtteil Kerb (Kirmes, für die Nichthessen) und da gedenke ich, die Seele mal baumeln zu lassen und einfach abzufeiern. :>>
Heute werde ich mich der Buchhaltung widmen und meinen eigenen Haushalt mal wieder etwas auf Vordermann bringen. Der hat in den letzten Tagen und Wochen ziemlich gelitten.
Ich wünsch‘ Euch einen sonnigen Tag! :wave:

Gestern, heute, morgen

Gestern, 8.00 Uhr – Metro – Futter u. diversen Hausrat besorgt
9.30 Uhr – Schnäppchenmarkt – besonderes Schnäppchen abgekriegt
10.30 Uhr – diverse Utensilien bei meiner Mutter abgeholt
11.00 Uhr – Auto entleert
12.00 Uhr – in dieses eine Geschäft, wo ich grad ziemlich oft bin – diesmal war es Chaos pur und ich musste sogar mal kurz richtig grantig werden.
14.00 Uhr – Baumarkt, Riesen-Trara beim Abholen zweier bestellter Jalousien. Die haben echt nix zu tun. Drei DIN A4-Seiten wurden ausgedruckt, auf die die Kassiererin dann nochmal fünf Stempel gedrückt hat. Alles für das runde Ablagekörbchen und um mir die Zeit zu stehlen.
15.00 Uhr – Nächster Shop, Schlüssel nachmachen lassen
15.30 Uhr – nach Hause und endlich mal frühstücken; mir ist schon ganz flau im Magen. Diverses Handwerks- und Putzzeug für den nächsten Tag zusammen gepackt. ToDo-Listen gefertigt. Diverse Telefonate geführt u. der Ordnung halber mal die Emails gelesen.
Mein Deo versagt, also ab unter die Dusche. Danach eine halbe Stunde aufs Bett gelegt und versucht, wieder Mensch zu werden.
18.00 Uhr – kurz ein bisschen aufbrezeln, warme Decken und Regencape zusammengepackt, Freundin abgeholt und ca. 25 km ins Hinterland gefahren. Kultur ist angesagt. Der Göttergatte hat Karten für „Cyrano de Bergerac“ geschenkt bekommen. Schwere Kost und open air in einem Burghof. Scheiß kalt (13,5 Grad, Wind von hinten) und ein klein wenig feucht von oben.
Ich merke, dass ich in der letzten Nacht nur drei Stunden Schlaf abbekommen habe. Müde und kalt ist eine ganz fiese Kombination!
Schön war’s trotzdem; beim nächsten Mal möchte ich aber gerne überdachte Plätze haben.
Um 1.00 Uhr sind wir endlich im Bett. Ich schlafe tief und traumlos, bis mich dieser verdammte Wecker um 7.00 Uhr jäh wieder ins Diesseits holt. Zwei Pötte schwarzer Kaffee helfen nur wenig.
9.00 Uhr – Fahrt zur Baustelle.
Ab 10.00 Uhr bin ich am Fenster putzen; der Rest der Crew kommt gegen elf. Einen Teil der Mannschaft schicke ich mit dem Großraumauto los, die gestern bestellten Teile abholen. Wieder beginnt eine Aufbauphase. Dazwischen wird gebohrt, geputzt, ausgepackt, ein- und umgeräumt, im Vorbeigehen ein Brötchen runtergeschlungen, organisiert, Entscheidungen getroffen. Irgendwann bin ich der Krise nahe. Ich habe das Gefühl, wir schaffen es nie, bis Montag alles fix und fertig und für Gäste bezugsfertig zu haben.
Ein Teil der Helfer muss gegen 17.00 Uhr weg (irgendwo laufen Konkurrenzveranstaltungen). Der Göttergatte und ich malochen bis 20.30 Uhr, dann werfen auch wir das Handtuch. Zu Hause stelle ich noch mal die Waschmaschine an und bügle ein Stündchen. Die Sachen brauche ich morgen, geht nicht anders. Etwa um 10.00 Uhr werden wir zum Endspurt ansetzen.

Im Augenblick bin ich so k.o., dass ich noch nicht mal mehr ins Bett gehen möchte. Das würde einen Umweg unter die Dusche bedeuten und dazu sehe ich mich eigentlich außer Stande. Vielleicht fallen mir ja einfach auf der Couch die Augen zu. Gute Nacht! :yawn:

Ihr kommt nie drauf …

… wo ich heute war! :p
Allmählich kenne ich den Laden wie meine Handtasche. Zielstrebig habe ich den direkten Weg zu den Großregalen gewählt. Am Restaurant vorbei, Treppe runter, Einkaufskarre gegrapscht, über den Marktplatz, Glühbirnen, Bilderrahmen, Blumenvase geschnappt, richtige Regalreihe gefunden, schwere Kisten rumgewuchtet, im Vorbeigehen noch einen passenden Spiegel aus der Kiste gezerrt und dann locker 20 Minuten an der Kasse angestanden. >:-[ Danach noch ein kurzes Palaver mit dem Kundendienst, bis ich mein Geld für die zwei Kleiderstangen wieder hatte. Auf dem Weg zum Auto habe ich mir sauber das Schienbein an so einem Schei..Karton auf meinem Einkaufswagen gerannt, dessen Ladung inzwischen erheblich verrutscht war. Kurzer Umbau meines Autos in einen Lieferwagen und schon konnte ich die Teile in den Kofferraum, die verbliebene halbe Rücksitzbank und den Beifahrersitz verstauen. :DD

Danach hatte ich Hunger und Durst und bin freiwillig noch mal rein in den Laden. Direkter Weg zum Restaurant. Krabbentoast und unlimitiert Cola und Kaffee und endlich mal sitzen und eine (nein drei) rauchen. Den direkten Weg aus dem Restaurant zum Parkplatz habe ich nicht gefunden und ich vermute, den gibt es aus verkaufstechnischen Gründen auch gar nicht. B) Blöd sind sie ja nicht, die Schweden. Also wieder quer durch Marktplatz, Hochregale und Kasse und dann endlich ins vorgeheizte Auto. Geschwind noch zum Auslieferungslager in unserer Nähe. Dort kennt man mich bereits und hatte meine Vitrine schon bereit gestellt. Durch mein überaus umsichtiges Packen habe ich auch diese sperrige Kiste noch auf Anhieb unterbringen können (und den Mann vom Auslieferungslager ziemlich verblüfft; von seiner Warte aus sah es nämlich nicht so aus, als ginge noch irgendetwas in den Kofferraum).

Beim Anfahren allerdings musste ich schon ziemlich Gas geben. Dafür ist der Bremsweg jetzt etwas länger. Außerdem riecht es im Auto, als hätte ich einen Baum gefällt.

Alles ist bestens. Ich suche jetzt nur noch einen, der mir hilft, den ganzen Krempel in den 12. Stock zu bringen. Hat jemand Lust??