Essen per Kilo

Eine wirklich tolle Sache hier in Brasilien sind die Lokale, in denen man nach Gewicht essen kann. Keine Angst, es wird nicht das Ein- und Ausgangsgewicht der betreffenden Person genommen und die Differenz berechnet (was ja vielleicht auch ganz lustig wäre). :))
Nein, es handelt sich hier um ein riesiges Buffet mit täglich wechselnden Gerichten, an dessen Anfang man sich ein Tablett und einen (oder mehrere) Teller schnappt und sich auflädt, was man mag. Verschiedene frische Salate, Eier, dicke Mayo-Salate, Gemüse aller Art, Nudeln, Reis, die unvermeidlichen Bohnen, Fleisch oder Fisch.
Am Ende des Buffets wartet noch ein Mensch mit Kochmütze, der auf Wunsch noch verschiedene Fleischsorten frisch brutzelt. Wenn man alles hat, was man möchte, stellt man seinen Teller auf eine Waage. Hier kriegt man einen Bon, auf dem dann auch die Getränke und evtl. Nachspeisen notiert sind. Man sucht sich einen freien Tisch und genießt das meist wirklich gute Essen. Wir sind hier noch nie reingefallen und jeder findet, was er mag und muss nicht mehr nehmen, als er essen möchte – obwohl die Verführung natürlich schon da ist. 🙄

Diese Art der Restaurants sind hier sehr beliebt und ganze Familien pilgern auch am Sonntag hierher um nicht selbst kochen zu müssen. Unter der Woche werden die Lokale meist von Alleinstehenden oder Berufstätigen während der Mittagspause besucht.
Hier gibt es auch fast rund um die Uhr etwas zu Essen. Morgens gibt es Frühstück, mittags das beschriebene Buffet und ab nachmittags diverse Kuchen sowie kleine Gerichte und Suppen. Das alles bis in den späten Abend hinein. Eine tolle und zudem – auch für weniger Betuchte – erschwingliche Sache! :yes:

Wenn man mit dem Essen fertig ist, kann man sich noch einen kleinen Kaffee nehmen und mit dem Bon zur Kasse marschieren. In der Zwischenzeit räumt ein guter Geist den Tisch ab und macht Ordnung für die nächsten hungrigen Mäuler.

Schade, dass es das bei uns nur gelegentlich mal an der Salattheke gibt. Ansonsten kriegt man von einer meist muffeligen Bedienung einen Teller voll gehauen, von dem man normalerweise drei Mal essen könnte und bezahlt auch das mit, was man zurückgehen lässt und im Müll landet. Ich kann mir vorstellen, dass diese Art der Fresstempel auch in Deutschland eine gute Alternative zu Mc Doof & Co. wäre. :yes:

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4 Gedanken zu “Essen per Kilo

  1. Wäre es. Mit Sicherheit.
    Vor allem isst man wirklich nur das, was man gerne jetzt haben möchte. Und muss keine Extrawünsche oder sonstiges äußern.
    Wäre ja vielleicht doch noch mal eine Idee, sich selbstständig zu machen? 🙂

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    • Hab‘ ich mir auch schon überlegt. Leider gibt es aber in D tausend Vorschriften, die einem den Weg in die Selbständigkeit schon gleich zu Beginn verleiden. Und bei Lebensmitteln sind die besonders streng (zu Recht).
      Aber angenommen würde das ganz bestimmt. Da bin ich mir sicher.
      Liebe Grüße!

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  2. Ja, es wäre eine feine Sache. Wenn auch nicht für mich. Ich bin kein besonderer Buffet-Freund. Das liegt aber enimal mehr an meinen Augen, weil ich nie so richtig erkenne, was ich mir da eigentlich auf den Teller lade. Beim letzten Weihnachtsessen habe ich mir versehentlich den Deko-Spargel auf meinen Teller geladen, der natürlich nicht genießbar war, aber für mich appetitlich ausgesehen hatte. 🙂

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  3. Schmunzel. Du Armer!
    Ich muss da auch mit geputzten Augengläsern hin, sonst droht mir ähnliches Ungemach. Unsereins sollte immer da hinlangen, wo schon die größten Schneisen geschlagen sind. (So viele Fliegen können nicht irren!)

    Ich kriege an Buffets auch manchmal mittelschwere Anfälle, wenn ich Leute vor mir habe, die vor lauter vornehmen Getue nicht in die Pötte kommen oder – das andere Extrem – die nur den Kaviar von den Eiern kratzen.
    Aber die Buffets hier sind ohne viel Schnickschnack und man kann eigentlich nichts falsch machen.

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