Nudelsalat

Wieder mal eine Grillfete – diesmal außer Haus. Ich wollte etwas Deutsches beisteuern und entschied mich für Nudelsalat. Man kennt auch hier Kartoffel- und Nudelsalat und nennt es schlicht „Maionese“. Aus etwas anderem besteht das auch meistens nichts. Diese Salate sind unglaublich dick und schwer und schmecken nach gar nichts. 😐
An Kartoffelsalat habe ich mich hier schon mal versucht und er hat auch allen gut geschmeckt. Allerdings haben mich die Kartoffeln nicht so überzeugt. Deshalb also diesmal Nudelsalat.

Wir sind in den Supermarkt marschiert und haben eingekauft. Nudeln sind kein Problem, gleiche Sorte, wie zu Hause auch. Minidöschen Erbsen + Möhren haben wir gefunden und „salsicha tipo Viena“ (Wiener Würstchen), ebenfalls in der Bonsaiausgabe und sogar saure Gurken.

Spannend wurde es erst bei der Brühe. Es gibt diverse Fertigsuppen und Würzhilfen von verschiedenen Herstellern. Dummerweise werden die dann auch an verschiedenen Stellen im Supermarkt dargeboten, so dass wir mehrmals rätselnd vor einem Regal standen – natürlich ohne Wörterbuch. 8| Linas Beistand war in dem Fall nicht wirklich eine Hilfe. Sie konnte sich nicht vorstellen, für was man Brühe braucht, wenn man einen Salat herstellen will und offerierte uns allerlei Cremesuppen.
Mehr durch einen glücklichen Zufall habe ich mich für „caldo de burro“ entschieden und hatte Glück: hierbei handelt es sich tatsächlich um Rindfleischbrühe! 😀

Zu Hause habe ich dann die Nudeln gekocht. Linas Topfsortiment lässt einiges zu wünschen übrig und ich musste auf einen ziemlich breiten, aber nicht sonderlich hohen Topf mit kleinem Siebeinsatz zurückgreifen. In der Mitte des Deckels befinden sich vier dicke Löcher, deren Sinn sich mir noch nicht erschlossen hat. Gekocht wird hier mit Propangas und es dauerte ziemlich lange, bis das Wasser wenigstens am sieden war. Also Salz dazu und nach einer weiteren Wartezeit auch die Nudeln. „Barilla“; brauchen normalerweise 11 Minuten. Hier waren sie eine knappe halbe Stunde im Wasser (‚langsam gar ziehen lassen’, nennt man das glaube ich in der Fachsprache). :))

Ich hatte also genügend Zeit, die restlichen Zutaten klein zu schnippeln. Besonders die Wiener Würstchen hatten es mir angetan. Das einzige, was sie mit dem Original gemein haben, ist die Form. Die Konsistenz würde ich mal mit „Softgummi“ umschreiben, für den Geschmack fehlen mir die Worte. Auch die Gurken schmecken etwas anders, als bei uns, aber es kommt in etwa hin.
Gott sei Dank benötigt man zur Herstellung eines Salates nicht allzu viele Küchenutensilien, sonst hätte ich mich in „unserer“ chaotischen Küche dusselig gesucht. 🙄
Jedenfalls hab’ ich alle Zutaten zusammengeworfen, ein bisschen umgerührt und fertig war mein fast deutscher Nudelsalat. Irgendwoher hat Lina eine verschließbare Schüssel gezaubert und wir konnten ihn sicher zur Fete transportieren.

Und: Er wurde sehr gelobt und ist restlos alle geworden. War wohl mal was anderes, als die hiesige Maionese-Pampe. :yes:

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