Ich hasse sie

diese elend langen Nächte, in denen nichts geht; noch nicht mal Schlafen. >:-[
Um drei Uhr irgendwas war diese Nacht wieder zu Ende und dabei habe ich erst um kurz vor eins das Licht ausgemacht.
Angeblich wird jeder Mensch nachts bis zu zwölf Mal wach, meist ohne es überhaupt zu bemerken, weil er sofort wieder einschläft. Bei mir ist das anders. Ich werde einmal wach und bleibe es dann für Stunden.
Man dreht sich ein bisschen hin und her und versucht, eine potentielle Wiedereinschlafposition auf der Matratze zu finden. Das Kissen wird ein paar Mal geknufft und unter den Kopf gestopft, die Decke mehrmals neu geordnet. Man versucht, an etwas Nettes zu denken und es will einem partout nichts einfallen. :no: Es kommen nur blöde Gedanken; meist an Begebenheiten, die schon ewig zurückliegen und die sowieso nicht mehr zu ändern sind. Je länger diese Dinge zurückliegen, desto mehr kann man sich darüber ärgern. :## Nicht zuletzt deshalb weil man dachte, dass das wirklich schon lange verarbeitet und abgehakt sei. Nichts von alledem. Plötzlich sind diese alten Kamellen wieder präsent und rauben einem den Schlaf.

Inzwischen bin ich wenigstens so clever und stehe auf, um dieser elenden Grübelei zu entgehen. Da das Nachtprogramm im Fernsehen auch nicht so der Bringer ist, lande ich dann meist vorm PC. Ein Hoch auf die Blogs! :>> Da kann man sich nachts durchhangeln und lesen, bis die Augen schlapp machen. Man kommt auf andere Gedanken dabei und mit ein bisschen Glück kann man nach zwei, drei Stunden wieder ins Bett gehen und dann tatsächlich noch ein Mützchen voll Schlaf nehmen.
Genau das will ich jetzt mal probieren. Heute ist Sonntag und ich könnte ja mal bis neun … . :yawn:

Gewissenbisse

Nachdem ich ja jetzt sozusagen unter die Fußballfans gegangen bin, hab’ ich ja gleich ein echtes Problem:
Die deutschen Fußballmädels spielen am Sonntag gegen Brasilien im WM-Finale. :yes: Zeitgleich spielt unsere Mannschaft gegen Köln im Frankfurter Stadion. :-/ Was mache ich jetzt? Mit dem ausgefransten Deutschland-Fähnchen (übriggeblieben von der letzten WM) vor den Fernseher oder mit neuem Schal ins Stadion? :??:
Eine echte Gewissensfrage! Unsere Mädels hätten jede Unterstützung verdient – die kriegen sowieso viel zu wenig davon. Wenn ich dran denke, was bei der WM im letzten Jahr so los war – und nun? Die Mädels reißen sich den Allerwertesten auf und kein Aas interessiert sich dafür. 😦
Andererseits: in echt ist Fußball irgendwie besser und man muss auch das Gebabbel der Kommentatoren nicht ertragen. (Die richtigen Fachleute stehen sowieso in der Fankurve. ;D )
Was soll ich nur machen?

Hexe unterwegs

Kleine Sünden werden sofort bestraft, sagt man. Stimmt, kann ich da nur beipflichten. 😐
Nachdem ich mich kürzlich in einem Blogkommentar über kränkelnde Männer ausgelassen habe, hat’s mich nun auch wieder Mal erwischt. Wer glaubt, Hexen seien nur in der Walpurgisnacht unterwegs, täuscht sich gewaltig. Irgendwo lauerte mir eine auf und machte mit einem gezielten Schuss auf sich aufmerksam. Das hab’ ich nun vom Lästern! 😦

Jetzt sieht man mich krumm und mit schmerzverzerrtem Gesicht durchs Haus schleichen. Ich kenne das ja schon und hab’ auch immer einen großen Vorrat an entsprechenden Medikamenten griffbereit. Wunder können die allerdings auch nicht vollbringen. :no:

Ihr glaubt gar nicht, wie lange es dauert, bis man mit einem Hexenschuss morgens aus dem Bett ist – und wie albern das für den Betrachter aussieht! :)) Dann noch zwei Stufen bis zum Badezimmer, super. Bis ich endlich unter der Dusche war, das hat gedauert. Das warme Wasser tut gut; wenn danach nur das Abtrocknen nicht wäre! 88| Wisst Ihr eigentlich, wie elend weit die Füße von einem weg sind? Zähneputzen, auch so was. Breitbeinig vorm Waschbecken stehen, Rücken kerzengerade, die Ellbogen auf dem Becken aufgelehnt und den Kopf immer hin und her gedreht, um überall dranzukommen. Ich glaube, ich habe geschlagene zehn Minuten geputzt, weil ich nicht mehr wusste, wie ich da wieder hoch kommen soll. Irgendwann hab’ ich es aber doch geschafft. Danach mit lauten Schmerzensschreien in die Jeans. Gottlob war meine bessere Hälfte schon aus dem Haus, sonst hätten die Nachbarn vermutlich gedacht, ich würde verprügelt. 8|

Jetzt sitze ich mit dicken Kissen im Kreuz auf der Couch und warte darauf, dass diese verdammten Pillen endlich wirken. >:-[
Mal sehen, was der Tag sonst noch so für mich bereit hält.

Ich hab’s geahnt

Eigentlich hätte ich mir ja denken können, dass das neue Hobby meiner besseren Hälfte an mir nicht spurlos vorübergehen würde. Am letzten Sonntag war es dann soweit: ich musste mit zum Fußballplatz. 🙄

Frankfurt, Commerzbank-Arena. Platz für 52.000 Zuschauer. Wir waren 5.600 oder so, also genügend Auslauf – nicht nur für die Spieler. Wir stellten unser Auto in der Tiefgarage ab und hatten dann einen längeren Fußmarsch zu bewältigen, bis wir endlich den Rasen sahen. Geschwind noch einen großen Becher schwarzes Brausegetränk und eine pappige Brezel gekauft und los ging’s.
SV Wehen-Wiesbaden : Carl Zeiss Jena.
Die Jenaer Fans waren zwar nur ein kleines Grüppchen, machten aber ordentlich Stimmung. Klar, die hatten sich ja schon im Fanbus warm gemacht. 8|

Naja, was soll ich sagen? Von Fußball habe ich ja keine Ahnung, aber als das erste Tor fiel (9. Minute) war auch mir klar, dass das ein Tor für unsere Mannschaft war.
Anstandshalber klatschte ich ein bisschen mit. 🙂
Zwei Minuten später fiel das zweite Tor, ebenfalls für uns. Das gefiel mir. Ein ordentlicher Vorsprung ist immer gut.
Also patschte ich wieder in die Händchen, diesmal etwas kräftiger. 😀

Die Fans in Blau (Jena) waren inzwischen erheblich ruhiger geworden.
In der 19. Minute fiel das dritte Tor für uns. Ey, klasse!
Ich sprang auf und jubelte. (Das macht man so im Stadion.) :yes:

Die Blauen zündeten irgendwelche rauchenden Feuerwerkskörper und erhielten erstmal eine Verwarnung. Um ihren Block herum postierten sich nun Ordner und Polizei. 😐
In der 41. Minute gab es noch einen Nachschlag für die Pause. 4 : 0.
Die Thüringer waren jetzt richtig angepisst sauer und sangen lautstark „Wir ham’ die Schnauze voll“. Ein bisschen Leid taten sie mir ja schon, aber unsere Mannschaft spielte halt einfach besser.
Mir taten mittlerweile die Pfoten weh. :>>

Nach der Pause musste ich mich dann erstmal umorientieren. Die ersten zwei Minuten habe ich aus Gewohnheit aufs falsche Tor geglotzt. 😳 Unsere Elf war ein kleines bisschen ruhiger geworden und ich fand es schon fast langweilig.
„Die könnten mal wieder ein Tor schießen“, maulte ich meinen Fußballkumpel an und schwupp fiel das 5 : 0. Geil! :>> :>>
Frenetischer Beifall, dann die mittlerweile schon gewohnte Aufforderung des Stadionsprechers an die Zuschauer, den Spielstand durchzugeben:
SV WEHEN-WIESBADEN? – FÜÜÜNFFF! carl zeiss jena? – NULLL!
Von den Blauen war nix mehr zu hören. :no: Die waren sowieso erheblich weniger geworden, nach der Pause.
Um sie nicht ganz frustriert nach Hause zu schicken, hat unser Torwart ihnen noch einen geschenkten Elfer reingelassen. ;D Richtig versöhnt waren sie aber danach auch nicht.
Egal, wir hatten eine Bombenstimmung und die Fangesänge wollten auch nach dem Abpfiff kein Ende nehmen.
Nächsten Sonntag spielen wir übrigens gegen Köln. Ob ich da mitgehe?
Na logisch! :yes:

PS: U-( Ähm, ich hab’ jetzt auch ’nen neuen Schal. 😳

Dumm gelaufen

Manchmal erlebt man ja schon lustige Dinge und eine fällt mir gerade wieder ein, die uns am Samstagabend Sonntagmorgen widerfahren ist.

Nach der Ballnacht wollten wir mit einem befreundeten Paar und dessen 22jähriger Tochter noch einen Absacker nehmen. Wo geht man hin, nachts um 3.00 Uhr? Klar, Hotelbars – zumindest die in den renommierten Hotels – sind die ganze Nacht geöffnet. Also nix wie hin. 😀

Viele schätzen die Anonymität einer Hotelbar. Man(n) kann sich da hemmungslos volllaufen lassen oder flirten und wenn man sich nicht ganz arg daneben benimmt, erinnert sich beim nächsten Besuch noch nicht einmal mehr der Barkeeper daran. B)

Wir saßen gerade nett an der Theke und hatten unsere Drinks vor uns stehen, als ein Herr mittleren Alters mit seiner wesentlich jüngeren Begleiterin erschien, die ganz offensichtlich weder seine Ehefrau, noch seine Tochter war. Sie setzten sich ebenfalls an die Theke und schwiegen sich an. Irgendwie schien es mit den beiden nicht so richtig zu klappen und als die Frau in Richtung Toilette verschwunden war, wand sich der Herr zügig an die neben ihm sitzende Tochter unserer Freunde. Diese Nacht wollte er noch nicht verloren geben und er fing an, hemmungslos zu baggern. 🙄
Sie ließ ihn gewähren, lächelte und plauderte sehr nett mit ihm.
Seine Stimme wurde zunehmend samtiger. Bei ihr hatte er einen richtig guten Lauf! Mann spürt so was.
Er gockelte, machte Komplimente und schielte ziemlich ungeniert in den tiefen Ausschnitt ihres Abendkleides. Wo sie denn jetzt so herkäme in diesem aufregenden Outfit, wollte er wissen und rückte gleich noch ein bisschen näher ran. 🙄 🙄
„Aus dem Kurhaus“, flötete sie. „Da war heute der Jubiläumsball der Oranienschule.“
„Ach“, gurrte er, „das war heute? Ja, wenn ich geahnt hätte, dass Sie da sind …!“ 🙄 🙄 🙄 Kurzes Schweigen.
„Meine Kinder waren nämlich auch auf dieser Schule“, erklärte er mit stolzgeschwellter Brust und starrte wieder auf ihren Busen.
„Ich weiߓ, erwiderte sie lächelnd. „Ich habe ihrer Tochter Nachhilfe gegeben, Herr M.“ :))

Selten habe ich einen Mann betretener gucken sehen – und der Abend hatte so vielversprechend für ihn angefangen! 😳

Herren mit grauen Schläfen

…gab es gestern zu bestaunen. Jede Menge und alle im feinen Zwirn. Der Grund: ein Ball im altehrwürdigen Kurhaus. Die frühere Schule meines Liebsten feierte ihr 150jähriges Bestehen und viele der alten Schüler nutzten die Gelegenheit, Klassenkammeraden und Lehrer mal wieder zu treffen und insbesondere Letzteren zu zeigen, dass aus ihnen – entgegen allen Prognosen – doch noch was geworden ist. :>>

Der älteste Teilnehmer war 88 Jahre alt, hat 1937 sein Abitur an dieser Schule gemacht und war später noch 10 Jahre als Lehrer dort tätig. Und er war fit, wie ein Turnschuh – beneidenswert! 😀

Natürlich waren auch derzeitige Schüler da und ich beobachtete amüsiert, dass sich nichts geändert hat. Die Mädels – mächtig aufgehübscht und nach zwei Gläsern Wein auch ziemlich hibbelig – erinnerten mich an aufgeregte Hühner; die schlaksigen Jungs – im Anzug, der irgendwie noch nicht richtig passen wollte – taten völlig cool. Mich erinnerte das an den ersten Tanzstundenball. 😀
Nur dass damals keine Zahnspangen blitzten und wir nicht dauernd SMS verschicken oder lesen mussten.

Die Musik war toll und sogar ausgesprochene Tanzmuffel drehten sich mehr oder weniger graziös im Kreis. Wenn man selbst gerade mal nicht am Tanzen war, gab es reichlich zu gucken und so konnte ich z.B. beobachten, wie ein ziemlich guter Tänzer bei einer wilden Drehung seiner Partnerin die Hochfrisur runter geholt hat. Das sah schon ziemlich komisch aus! :))
Es gab noch ein paar Vorführungen von verschiedenen Tanzschulen und nach Mitternacht eine Einlage der Lehrerschaft – The Rocky Horror Picture Show; wohl in Anlehnung an den Schulalltag. Sie haben sich mächtig ins Zeug gelegt und der Saal tobte. Natürlich mussten sie eine Zugabe geben. Die Gelegenheit für die Schüler, dem Lehrkörper mal zu zeigen, was eine Harke ist. Nachsitzen sozusagen. 😉

Alles in allem ein sehr netter Abend und meine bessere Hälfte konnte nach 35 Jahren sogar mit seinem alten Englischlehrer Frieden schließen. :yes:

Mein persönliches Highlight allerdings war unser (kleiner) Tombola-Gewinn: Ein Gutschein für eine hiesige Tanzschule. :>> Ich fand es nur gerecht, dass wir diesen Gewinn einsacken durften. Schließlich hat just diese Tanzschule schon ein paar Mal (für viel Geld) versucht, uns die richtigen Schritte beizubiegen und immer wieder stehen wir vor der Frage, was man auf diese Musik wohl tanzt und wie das gleich wieder ging.
Nun dürfen sie es erneut versuchen! :))

Kleine Biester

Nüsse halten sich gut. Besonders lange halten sie auf den Hüften und genau das will ich einfach nicht verstehen. Klar weiß ich, dass sie enorm viel Fett enthalten und das einer schlanken Figur nicht sonderlich zuträglich ist. Im Prinzip weiß ich auch, wie das im Körper funktioniert mit der Kalorienaufnahme, weiß von langkettigen Kohlenhydraten, rechtsdrehenden Milchsäuren, Ballaststoffen und all dem Zeugs. Meist versuche ich auch, mich einigermaßen gesund zu ernähren – von gelegentlichen Fressattacken mit H*ribo Color-Rado und Schnapspralinen mal abgesehen. 😳

Nüsse sind gesund, sagt man. Also esse ich sie – was allerdings mehr dem Umstand zu verdanken ist, dass sie außerdem gut schmecken. Letzte Woche habe ich eine große Tüte Erdnüsse gekauft und mich abends darüber hergemacht. Bei der Gelegenheit gleich mal eine Frage: wieso ist der Berg Schalen viel größer, als der Berg Nüsse vor dem Knacken war? :??:

Jedenfalls haben mir die Erdnüsse einen prima Dünnpfiff beschert 8| und genau daraus resultiert meine zweite Frage: Wie schaffen es diese kleinen Biester, ihr Fett auf meinen Hüften abzulagern, wenn sie eigentlich nur so durchrauschen und der Körper gar keine Zeit hat, die Kalorien aufzunehmen?
Ich will es einfach nicht kapieren! :no:

Für Frauen wichtig

Für Frauen wichtig ist ihr äußeres Erscheinungsbild. Für die meisten jedenfalls.
Und Schuhe kaufen ist wichtig – für alle, außer für mich. Diesen Tick habe ich definitiv nicht. Aber Haare habe ich und die tragen erheblich zum Erscheinungsbild bei.

Frauen verwenden viel Zeit für die Auswahl ihrer Frisur, die Pflege und das Styling. Von Friseurbesuchen und endlos langen Sitzungen mit Dauerwellenwicklern und lustigen Farbklecksen auf dem Kopf mal ganz abgesehen. Ok, aus der Nummer mit der Farbe komme ich inzwischen auch nicht mehr raus. Friedhof-blond steht mir einfach nicht. :no:

Ansonsten aber bin ich mehr fürs Praktische und habe die meiste Zeit meines Lebens kurze Haare getragen, sehr kurze sogar. Waschen, kämmen, fertig. 😀
Diese Frisuren haben aber den Nachteil, dass sie ganz regelmäßig geschnitten werden müssen, um wirklich gut auszusehen. Da wir ja einen langen Urlaub planten und ich mir nicht sicher war, ob meine Sprachkenntnisse ausreichen würden um einer brasilianischen Friseurin meine Wünsche zu erklären, beschloss ich, die Haare etwas länger wachsen zu lassen. Das geht bei mir recht schnell und mit etwas Fantasie und einigen Hilfsmittelchen ist es mir auch im Urlaub gelungen, das ganze nach Frisur aussehen zu lassen.

Und damit begann der Ärger. :`(
Viele, die mich wirklich nur mit raspelkurzen Haaren kennen, befanden, dass mir meine wieder gewonnene Haarpracht viel besser stehe, das ganze viel weiblicher und weicher aussähe als mein Lausbubenlook. Ich hab’ mich breitschlagen und beim nächsten Friseurbesuch nur die Spitzen schneiden lassen.
Und nun hab’ ich den Salat. Jetzt hantiere ich wieder mit so unnützen Dingen wie Fön, Rundbürste und Haarspray und verbringe mehr Zeit im Bad, als mir lieb ist. Und ich sehe aus wie Theo Koll. 🙄

Andere wieder behaupten, ich hätte die perfekten Haare für einen raspelkurzen Schnitt, kurze Haare sähen frecher aus und würden damit auch viel besser zu mir passen. :-/
So! Unn watt soll ich nu machen???

Ich könnt‘ ja mal …

von der Hochzeit berichten, an der wir vor knapp zwei Wochen teilgenommen haben. Familienfeiern sind eine Sache für sich und ich hab’ schon die tollsten Horrorgeschichten gehört, was sich da so alles zutragen kann.

Hochzeiten sind da anders und meisten gucken alle ganz glücklich. Zumindest dann, wenn es sich um eine Liebesheirat handelt und nicht irgendwelche wirtschaftlichen, kulturellen oder religiösen Aspekte gegen die Verbindung sprechen. In unserem Falle waren alle höchst zufrieden mit der Auswahl der Partner und einem netten Fest stand nichts im Wege. 😀

Die Trauung fand in einer wunderschönen alten (ich glaube, es ist sogar die älteste) Kirche in Hamburg statt. Eine sehr schöne Zeremonie und auch musikalisch ein Genuss. Sowohl der Bräutigam als auch der Mann unserer Nichte sind Musiker. Letzterer war für die Leitung verantwortlich und hat – zusammen mit den Kollegen – sein Bestes geben. Das war wirklich beeindruckend und zwar nicht nur für Leute wie mich, die nicht mal Noten lesen können!

Einziger Wermutstropfen während der Trauung war, dass es die Brauteltern nicht rechtzeitig geschafft haben, in die Kirche zu kommen. Auch sie hatten – wie eigentlich alle Familienmitglieder – eine längere Anreise und haben die Möglichkeit eines Staus wohl nicht in Betracht gezogen. Für die Braut tat mir das sehr leid, sie hätte ihre Erzeuger bestimmt gerne dabei gehabt. Mein Mitleid für die Eltern hält sich in Grenzen. Die sind selbst dran schuld.

Nach dem offiziellen Ja-Wort gab es lecker Sektchen, Kaffee und Kuchen und fröhliches Geschnatter im Gemeindesaal. Gegen Abend haben wir die Örtlichkeit gewechselt und sind zum Freilichtmuseum Kiekeberg, das über einen wunderschönen Festsaal verfügt, gefahren. Hier gab es ein tolles Buffet, diverse musikalische Aufführungen und einen kurzweiligen Powerpoint-Vortrag über das „Vorleben“ der Brautleute. Und natürlich Tanz, Hochzeitstorte sowie einen zünftigen Mitternachtssnack (köstliche frische Heringe und dazu wunderbar milden Korn – klasse!).

Mein Göttergatte hat alles darangesetzt, von den „Alten“ der letzte zu sein, der das Fest verlässt und da ich für die Nummer mit vorgesehen war :roll:, sind wir erst im Morgengrauen ins Bett gekommen. Damit allerdings haben wir auch locker viele der jungen Gäste ausgebremst. 😛 (Hihi, wir sind noch nicht ganz aus der Übung!)

Alles in allem ein rundum gelungenes Fest! Wenn die Ehe nur halb so gut wird, wie die Feier, sehe ich nur rosarote Wölkchen am Himmel.
Und was das allerbeste ist: wir haben noch eine Nichte und einen Neffen im heiratsfähigen Alter. :yes: