Kleine Biester

Nüsse halten sich gut. Besonders lange halten sie auf den Hüften und genau das will ich einfach nicht verstehen. Klar weiß ich, dass sie enorm viel Fett enthalten und das einer schlanken Figur nicht sonderlich zuträglich ist. Im Prinzip weiß ich auch, wie das im Körper funktioniert mit der Kalorienaufnahme, weiß von langkettigen Kohlenhydraten, rechtsdrehenden Milchsäuren, Ballaststoffen und all dem Zeugs. Meist versuche ich auch, mich einigermaßen gesund zu ernähren – von gelegentlichen Fressattacken mit H*ribo Color-Rado und Schnapspralinen mal abgesehen. 😳

Nüsse sind gesund, sagt man. Also esse ich sie – was allerdings mehr dem Umstand zu verdanken ist, dass sie außerdem gut schmecken. Letzte Woche habe ich eine große Tüte Erdnüsse gekauft und mich abends darüber hergemacht. Bei der Gelegenheit gleich mal eine Frage: wieso ist der Berg Schalen viel größer, als der Berg Nüsse vor dem Knacken war? :??:

Jedenfalls haben mir die Erdnüsse einen prima Dünnpfiff beschert 8| und genau daraus resultiert meine zweite Frage: Wie schaffen es diese kleinen Biester, ihr Fett auf meinen Hüften abzulagern, wenn sie eigentlich nur so durchrauschen und der Körper gar keine Zeit hat, die Kalorien aufzunehmen?
Ich will es einfach nicht kapieren! :no:

Für Frauen wichtig

Für Frauen wichtig ist ihr äußeres Erscheinungsbild. Für die meisten jedenfalls.
Und Schuhe kaufen ist wichtig – für alle, außer für mich. Diesen Tick habe ich definitiv nicht. Aber Haare habe ich und die tragen erheblich zum Erscheinungsbild bei.

Frauen verwenden viel Zeit für die Auswahl ihrer Frisur, die Pflege und das Styling. Von Friseurbesuchen und endlos langen Sitzungen mit Dauerwellenwicklern und lustigen Farbklecksen auf dem Kopf mal ganz abgesehen. Ok, aus der Nummer mit der Farbe komme ich inzwischen auch nicht mehr raus. Friedhof-blond steht mir einfach nicht. :no:

Ansonsten aber bin ich mehr fürs Praktische und habe die meiste Zeit meines Lebens kurze Haare getragen, sehr kurze sogar. Waschen, kämmen, fertig. 😀
Diese Frisuren haben aber den Nachteil, dass sie ganz regelmäßig geschnitten werden müssen, um wirklich gut auszusehen. Da wir ja einen langen Urlaub planten und ich mir nicht sicher war, ob meine Sprachkenntnisse ausreichen würden um einer brasilianischen Friseurin meine Wünsche zu erklären, beschloss ich, die Haare etwas länger wachsen zu lassen. Das geht bei mir recht schnell und mit etwas Fantasie und einigen Hilfsmittelchen ist es mir auch im Urlaub gelungen, das ganze nach Frisur aussehen zu lassen.

Und damit begann der Ärger. :`(
Viele, die mich wirklich nur mit raspelkurzen Haaren kennen, befanden, dass mir meine wieder gewonnene Haarpracht viel besser stehe, das ganze viel weiblicher und weicher aussähe als mein Lausbubenlook. Ich hab’ mich breitschlagen und beim nächsten Friseurbesuch nur die Spitzen schneiden lassen.
Und nun hab’ ich den Salat. Jetzt hantiere ich wieder mit so unnützen Dingen wie Fön, Rundbürste und Haarspray und verbringe mehr Zeit im Bad, als mir lieb ist. Und ich sehe aus wie Theo Koll. 🙄

Andere wieder behaupten, ich hätte die perfekten Haare für einen raspelkurzen Schnitt, kurze Haare sähen frecher aus und würden damit auch viel besser zu mir passen. :-/
So! Unn watt soll ich nu machen???

Ich könnt‘ ja mal …

von der Hochzeit berichten, an der wir vor knapp zwei Wochen teilgenommen haben. Familienfeiern sind eine Sache für sich und ich hab’ schon die tollsten Horrorgeschichten gehört, was sich da so alles zutragen kann.

Hochzeiten sind da anders und meisten gucken alle ganz glücklich. Zumindest dann, wenn es sich um eine Liebesheirat handelt und nicht irgendwelche wirtschaftlichen, kulturellen oder religiösen Aspekte gegen die Verbindung sprechen. In unserem Falle waren alle höchst zufrieden mit der Auswahl der Partner und einem netten Fest stand nichts im Wege. 😀

Die Trauung fand in einer wunderschönen alten (ich glaube, es ist sogar die älteste) Kirche in Hamburg statt. Eine sehr schöne Zeremonie und auch musikalisch ein Genuss. Sowohl der Bräutigam als auch der Mann unserer Nichte sind Musiker. Letzterer war für die Leitung verantwortlich und hat – zusammen mit den Kollegen – sein Bestes geben. Das war wirklich beeindruckend und zwar nicht nur für Leute wie mich, die nicht mal Noten lesen können!

Einziger Wermutstropfen während der Trauung war, dass es die Brauteltern nicht rechtzeitig geschafft haben, in die Kirche zu kommen. Auch sie hatten – wie eigentlich alle Familienmitglieder – eine längere Anreise und haben die Möglichkeit eines Staus wohl nicht in Betracht gezogen. Für die Braut tat mir das sehr leid, sie hätte ihre Erzeuger bestimmt gerne dabei gehabt. Mein Mitleid für die Eltern hält sich in Grenzen. Die sind selbst dran schuld.

Nach dem offiziellen Ja-Wort gab es lecker Sektchen, Kaffee und Kuchen und fröhliches Geschnatter im Gemeindesaal. Gegen Abend haben wir die Örtlichkeit gewechselt und sind zum Freilichtmuseum Kiekeberg, das über einen wunderschönen Festsaal verfügt, gefahren. Hier gab es ein tolles Buffet, diverse musikalische Aufführungen und einen kurzweiligen Powerpoint-Vortrag über das „Vorleben“ der Brautleute. Und natürlich Tanz, Hochzeitstorte sowie einen zünftigen Mitternachtssnack (köstliche frische Heringe und dazu wunderbar milden Korn – klasse!).

Mein Göttergatte hat alles darangesetzt, von den „Alten“ der letzte zu sein, der das Fest verlässt und da ich für die Nummer mit vorgesehen war :roll:, sind wir erst im Morgengrauen ins Bett gekommen. Damit allerdings haben wir auch locker viele der jungen Gäste ausgebremst. 😛 (Hihi, wir sind noch nicht ganz aus der Übung!)

Alles in allem ein rundum gelungenes Fest! Wenn die Ehe nur halb so gut wird, wie die Feier, sehe ich nur rosarote Wölkchen am Himmel.
Und was das allerbeste ist: wir haben noch eine Nichte und einen Neffen im heiratsfähigen Alter. :yes:

Mein Mann hat ein Riesen-Ding

Es ist tatsächlich ein mordsmäßig großes Ding! Ich hab’s mir ja schon lange gewünscht und endlich hat er Verständnis für mein Sehnen gezeigt und sich an die Erfüllung meiner heimlichen Schlafzimmer-Wünsche gemacht. Er hat die einschlägigen Kataloge studiert, sich mit Gleichgesinnten ausgetauscht, die Größe noch mal nachgemessen und dann tatsächlich bestellt (psst! online!).

Heute nun kam mein neuer Freudenspender. Der Postbote grinste mich schon so wissend an, dass es mir fast unangenehm war. 😳
Endlich allein, hab’ ich begierig die Verpackung aufgerissen und das tolle Teil bestaunt, bin sanft mit der Hand über die harte Oberfläche gefahren … .

Nun kann ich es kaum erwarten, dass es endlich Abend wird und mein Liebster nach Hause kommt. Alleine traue ich mich nicht und möchte ihn beim ersten Mal gerne an meiner Seite wissen. Das erste Mal ist ja immer etwas besonderes und er soll schließlich auch seinen Spaß im Bett haben. Ich werde schon mal alles bereit legen, damit wir gleich anfangen können, wenn er kommt.
Uiii, ich bin schon ganz hibbelig! :yes:

Von welcher Firma mein neuer Bettgespiele ist? – „S*ny“ steht auf der Verpackung.

(Wer jetzt sabbernd vorm PC saß und nach Schweinskram gegiert hat, ist selbst Schuld.) ;D

Leute, bin ich denn ein Kiosk …

… oder bin ich etwa ’ne Bank,
oder seh‘ ich aus wie ein Hotel oder wie’n Kassenschrank?

Nun kommen sie wieder vermehrt, die Bettelanrufe. Heute hatte ich schon zwei (bis gerade mal 10.00 Uhr!). Schulsport-Sponsoring; ich soll Bälle kaufen für € 37,50 das Stück oder Geld locker machen für den örtlichen Tierschutzverein. Ich sehe ja ein, dass man Ideen entwickeln muss, um an anderer Leute Geld zu kommen. Das versuche ich ja schließlich auch für unser Projekt. Ich grabsche mir aber nicht einfach ein Telefonbuch und rufe wahllos Firmen an. :crazy:
Das ist wohl der Fluch der Flatrate-Telefonie.

Ach ja, es weihnachtet ja auch schon wieder. Also werden auch noch etliche gleichartige Briefe kommen.
Ich erwarte also Post von den SOS-Kinderdörfern, Blindenhilfswerken, der örtlichen Feuerwehr, Krebshilfe, diversen religiösen Einrichtungen und, und, und.

Das Geld, das diese Institutionen für Werbematerial und Porto verpulvern, würde unseren Kindern http://www.Kinderhorizonte.de für lange Zeit ein sorgenfreies Leben bescheren.

Mich macht das wütend! :##

Veränderungen

Gesternabend waren wir seit langem wieder mal mit einem alten Freund und seiner Frau Essen. Wir kennen uns seit knapp 25 Jahren und waren sehr eng mit ihm und seiner früheren Frau befreundet, haben uns mehrmals in der Woche getroffen, haben die Urlaube gemeinsam verbracht, ihre Tochter war auch unsere Tochter. Wir hatten jede Menge Spaß miteinander und das hätte von mir aus auch ewig so weitergehen können. Dann jedoch begann es in der Ehe zu kriseln. Sie glaubte, noch etwas gut zu haben, weil er zu Beginn ihrer Ehe mal ein kurzes aushäusiges Techtelmechtel hatte und das wollte sie jetzt auch haben. Es kam noch eine Kur hinzu und das war es dann. Trennung nach 25 Jahren. 😦
Geblieben ist uns die Freundschaft zu ihm. Wir halfen ihm ein bisschen, sich in seinem neuen Leben zu Recht zu finden, gingen weiterhin jeden Sonntag miteinander Essen. Irgendwie war es aber nicht mehr das gleiche. Unsere Interessen trifteten auseinander. Er lernte eine neue Frau kennen, zog mit ihr zusammen und vor knapp drei Jahren haben sie geheiratet.
Locker befreundet sind wir immer noch, verbringen auch unsere Winterurlaube mit ihm (sie hat es nicht so mit dem Schifahren), aber wir sehen uns monatelang gar nicht und hören nur über Dritte, wie es den anderen so geht.

Nun erlebe ich ähnliches erneut. Bei Freunden, die wir noch länger kennen, die aber 250 km weit weg wohnen und der Kontakt schon wegen der Entfernung nicht so eng ist.
Ich habe die beiden immer für ein ziemlich perfektes Paar gehalten. Nun hat er eine „Bekannte“, mit der er die Wochenenden verbringt, sie wird gleich von zwei Herren hofiert. Wie das endet? Ich weiß es nicht, hoffe aber immer noch, dass sie sich wieder zusammen raufen. 😐
Unachtsamkeit – Lieblosigkeit – Frustration. Man muss schon sehr aufpassen, dass die Liebe nicht baden geht im Alltagstrott.
Ich habe immer das Bedürfnis, mich etwas näher an mein Ehegespons zu kuscheln, wenn ich sehe, dass andere voneinander abrücken.
Es gibt Veränderungen, die mag ich einfach nicht! :no:

Nachdenkliche Grüße und: nehmt Eure bessere Hälfte mal wieder in den Arm!

Endlich mal wieder

Die Wettermenschen waren sich ausnahmsweise in allen Programmen einig. Der Freitag sollte warm und sonnig werden und was noch besser war, das tat er dann auch wirklich. Also haben wir kurzfristig ein nettes Freiluft-Abendessen arrangiert.

Ich bin zum Supermarkt gedüst, hab schnell die Terrasse vom Dreck der letzten Wochen befreit und die Nachbarn rückten mit Wein und Sekt an. Es gab Grillsteaks, die unvermeidlichen Würstchen und – verdauungstechnisch – auch noch Caipirinha.
Das alles im kurzärmeligen T-Shirt! 😀

Ach, war das schön – und vermutlich das letzte Mal vor der langen Winterpause. An den Büschen werden die Blätter schon gelb und der Garten schreit nach einer ordnenden Hand (warum muss das eigentlich immer meine sein?). Es wird also nicht mehr lange dauern, dann können wir die Gartenmöbel wieder wegpacken, der Himmel hängt grau über der Stadt und draußen ist es kalt und ungemütlich. Tja, und dann ist auch schon gleich wieder Weihnachten. 🙄
Wenn Petrus uns heute auch noch wohl gesonnen ist, werde ich den Pflanzen mal mit der Schere zu Leibe rücken. Der Göttergatte muss im Büro sitzen und ich kann noch ein bisschen Frischluft schnuppern.
Jetzt versuche ich aber erst noch mal ein Stündchen zu schlafen. Mal sehen, wie ich dann darüber denke. :-/