170 Euro

legt jeder Bundesbürger pro Monat auf die hohe Kante!
Wer spart denn mein Geld? :??: :))

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Von wegen …

eine Stunde länger schlafen. Das ich nicht lache! Die zurück gewonnene Stunde geht locker für das Auffinden und Umstellen der ganzen Uhren im Haus drauf! :-/
Früher war das einfach, da gab es hinten an der Uhr ein kleines Rädchen, mit dem der große Zeiger bewegt wurde. Da drehte man dran und schon lebte man wieder in der richtigen Zeit. Heutzutage muss man – je nach Modell – mehrere Knöpfe gleichzeitig drücken und wenn man die falschen erwischt, sind gleich alle Funktionen verstellt. Dann geht der Ärger erst richtig los. Im schlimmsten Fall endet das mit einer längeren Suche nach der Gebrauchsanleitung. 8|

Meine bessere Hälfte hat so einen bescheuerten Radiowecker, den ich nie verstehen werde. Ein Sensibelchen. Ein falscher Knopfdruck und er ist eingeschnappt und verweigert seinen Dienst. Von dem Ding lasse ich besser die Finger.
Dafür besitze ich einen megageilen Wecker, der auch kochen und backen kann und an dem scheitert der Göttergatte regelmäßig. :)) Mittlerweile lasse ich ihn da nicht mehr dran. Sicher ist sicher.

Was mich aber turnusmäßig richtig auf die Palme bringt, sind die Diskussionen über den Sinn der Sommerzeit und die schädlichen Wirkungen auf den Biorhythmus. >:-[ Ich finde es gut, wenn es im Sommer länger hell ist und genieße die langen Abende auf der Terrasse. Einen Biorhythmus habe ich sowieso nicht (jedenfalls keinen regelmäßigen) und die Stunde Zeitverschiebung kriegt mein Körper noch nicht mal mit. :>>
Die Leute, die sich am meisten darüber aufregen, dass ihnen diese eine Stunde nach Wochen immer noch nachhängt, buchen mit schöner Regelmäßigkeit jedes Jahr eine Fernreise. Acht bis zwölf Stunden Zeitunterschied sind dann überhaupt kein Thema! |-|

So, nun muss ich unsere alte Pendeluhr wieder anschubsen und den Liebsten aus dem Bett werfen. Es ist immerhin schon 9.00 und er hat heute noch einiges an Umstellungen vor sich.

Zeitreise

Dresden – Regen – die Frisur sitzt. Wir hatten das Frühstück hinter uns und glotzten in den grauen Himmel. Es macht absolut keinen Spaß, mit dem Regenschirm auf Entdeckungstour zu gehen und so wurde flugs das Programm umgestellt und wir begaben uns auf Zeitreise.
„Zeitreise“ ist der Name eines Museums, in dem DDR-Geschichte wieder lebendig wird. Für € 7,- erhält man ein Tagesvisum und kann eintauchen in ein Leben, das man als Wessi nur vom Hörensagen kennt.
Im Erdgeschoss ging es um die Mobilität und gleich am Eingang kann man probehalber in einem Trabbi Platz nehmen. Das konnte ich mir schenken, da ich kurz nach der Wende sogar schon mal ein Stück in einem solchen Auto gefahren bin und mich an jedes Schlagloch auf der Straße erinnern kann. 😐 Aber es gab auch Motorräder und Lkws zu bestaunen, und Wohnwagen. Als bekennender Campingfan hatte ich besonderen Spaß an den Knutschkugeln, mit und ohne Vorzelt. Alles nett eingerichtet mit Klapphocker, Plastikgeschirr und Transistorradio. Kam mir alles verdammt bekannt vor. 😀

Im nächsten Stock ging es um das Leben an sich, Haushaltsgegenstände, Wohnungseinrichtungen, Bekleidung („mein Hüfthalter bringt mich um“), Spielzeug. Auch hier hat mich vieles an meine eigene Kindheit erinnert. So furchtbar groß war der Unterschied zwischen Hüben und Drüben gar nicht, wenn man mal davon absieht, dass wir auf unserer Seite des eisernen Vorhangs entschieden leichter an die Dinge des täglichen Bedarfs gekommen sind.

Eine Treppe höher war das öffentliche Leben ausgestellt: Ein Postamt, eine Amtsstube, eine Arztpraxis und Klassenräume. Auch hier holte mich meine Vergangenheit ein und ich wurde brutal an ein frühes Kindheitstrauma erinnert. Zur Einschulung bekam ich von der Ost-Verwandtschaft ein Griffelmäppchen geschenkt: Klein, Vopo-grau und aus Pappe. Darin befanden sich sechs Buntstifte, die sämtlich nur zum Angucken geeignet waren, ein extra harter Bleistift, ein unbrauchbarer Spitzer und ein Radierer, der beim ersten Kontakt mit Papier sofort zerbröselte. :## Alle anderen Kinder hatten schöne bunte Mäppchen mit ordentlichen Buntstiften, Lineal und allem Pipapo und ich musste mit diesem „Ding“ in die Schule gehen! 😥
Es hat erfreulicherweise aber nur bis zum zweiten Schuljahr gehalten und danach hatte auch ich ein ordentliches Mäppchen. Vergessen habe ich das graugrüne Ding aber nie!

Es folgte noch eine Ausstellung mit diversen Uniformen, Abzeichen und Ehrungen, die uns weniger interessiert hat und die wir schnell hinter uns gebraucht hatten.
Insgesamt aber war das Museum wirklich sehenswert und kurzweilig. Eine Zeitreise eben.

Den Rest des verregneten Tages haben wir Schönheit und Wohlbefinden gewidmet, einen kleinen Mittagsschlaf gemacht und uns lustige Masken aufs Gesicht geklatscht. Rein vorsorglich – um niemanden zu erschrecken – haben wir das Schild „Bitte nicht stören“ an die Tür gehängt. :))

Der Abend brachte noch einen längeren Spaziergang (ohne Regen) und ein leckeres Essen in einem wirklich gemütlichen Weinlokal. Der Wein hat uns ausgezeichnet geschmeckt und den Abend wollten wir mit dem Genuss unserer inzwischen gut gekühlten Pulle R*tkäppchen trocken und Knabbergebäck beschließen. Die Betonung liegt auf „wollten“, denn um das Gebäck nicht so runterwürgen zu müssen, haben wir die Minibar bemüht. R*tkäppchen landete ziemlich zügig im Ausguss. Das war uns dann doch zu viel Ostalgie! 88|

Eiszeit

Dresden ist eine wirklich schöne Stadt, aber leider schweinekalt. Zumindest am letzten Wochenende. Es war eine richtig gute Entscheidung, meine Winterjacke mitzunehmen und noch besser war, dass sich in deren Taschen meine Handschuhe wiederfanden. Gelobt sei meine Unordnung! 😀

Die Bahnhofsgegend (Radebeul-Ost) ist nicht sonderlich einladend. Als erstes fiel unser Blick auf ein ziemlich marodes Haus: DDR-grauer Putz, eingeschlagene Fensterscheiben. Auweja, wo sind wir denn hier gelandet? Auch der Bürgersteig – soweit vorhanden – war eine Herausforderung für unsere Kofferrollen. Abwechselnd Schlaglöcher, Kopfsteinpflaster und Splitt. Das Kopfsteinpflaster setzte sich bis zum Hotel fort, war aber jetzt noch mit nassem Laub bedeckt. Es war ein ziemliches Gezerre, bis wir mit unserem Gepäck am Ziel ankamen, obwohl der Weg gar nicht so lang war.
Wir bekamen ein sehr schönes großes Zimmer mit Balkon und eingerichteter Küche, packten unsere Habseligkeiten aus und gingen erstmal auf Erkundungstour. Um uns herum war tote Hose: reine Wohngegend. Zum Teil sehr schön renovierte alte Häuser und Villen, eine Tankstelle, ein griechisches Restaurant, ein Supermarkt und ganze zwei Kneipen. :-/
Eine davon erklärten wir spontan zu unserer Stammkneipe und bestellten R*deberger.
Im Supermarkt gegenüber kauften wir noch Wasser, was zum Knabbern und eine Pulle R*tkäppchen-Sekt – wenn schon Ostalgie, dann richtig. Wir machten unseren Schlachtplan für den nächsten Tag und gingen sehr früh ins Bett.
Ebenso früh sind wir auch wieder aufgestanden und fühlten uns um 20 Jahre gealtert. Uns tat alles weh! Jede Isomatte bietet mehr Komfort, als dieses Bett. Geschlafen hatten wir kaum. So eine Pritsche in einem Vier-Sterne-Hotel – und darauf noch zwei weitere Nächte? Na bravo. 😦 Eine heiße Dusche und das Frühstück machten uns wieder einigermaßen fit und nun konnten wir Dresden erobern.

Mit der Straßenbahn fuhren wir bis zum Theaterplatz. Von dort aus sind die bekannten Sehenswürdigkeiten gut zu Fuß zu erreichen. Wir verschafften uns einen groben Überblick und enterten als erstes die Frauenkirche. Ich hatte sie mir erheblich größer vorgestellt und war eigentlich ein bisschen enttäuscht. Sie überragt kaum die umliegenden Häuser und fiel inmitten einer Baustelle praktisch gar nicht auf. Im Inneren allerdings ist sie wunderschön und absolut sehenswert, selbst wenn man es nicht so mit Kirchen hat.

Als nächstes stand die Semperoper an. Hier begann gerade eine Führung, der wir uns gerne angeschlossen haben – schon deshalb, weil es draußen so kalt war. Ein sehr beeindruckendes Gebäude. Dass wir keine Karten für eine Vorstellung bekommen hatten, schmerzte uns nicht sonderlich: Die Meistersinger standen auf dem Spielplan und dafür muss man schon ziemlich gut gelaunt sein, jedenfalls wenn man kein ausgesprochener Wagner-Fan ist.

Danach noch ein Rundgang durch den Innenhof des Zwingers, ein kurzer Blick in die Porzellanausstellung, später ein langer auf das über 100 m lange Wandmosaik aus Meißner Porzellankacheln, Spaziergang zur Brühlschen Terrasse, Besuch der öffentlichen Bedürfnisanstalt. Hier ein Museum, da eine Statue, dort eine Kirche. Man wird fast erschlagen von so viel Kultur auf einem Haufen. Irgendwann waren wir am Ende unserer Kräfte und haben uns in ein winziges Café geflüchtet und an Dresdner Eierschecke und Kaffee gelabt. :yes:

Danach haben wir uns nur noch langsam treiben lassen, ein paar Schaufenster geguckt und geschwind noch ein wärmendes Pulloverchen erstanden. Die Füße brannten wie die Hölle, der Rücken schmerzte. Ich hatte mir unterwegs noch einen Bildband über Dresden gekauft und schleppte den mit mir rum. Kultur wiegt schwer. Nun fing es auch noch an zu regnen und wir beschlossen, mit der nächsten Straßenbahn zurück ins Hotel zu fahren. Ziemlich erschöpft fielen wir dort auf die Couch und jammerten ein Stündchen vor uns hin.

Der Hunger trieb uns wieder auf das Kopfsteinpflaster und in die Straßenbahn. In Radebeul-West gibt es eine Geschäfts- und Einkaufsstraße, wo auch abends noch ein paar Leute unterwegs sind. Dort haben wir ein nettes Lokal gefunden und ausgesprochen gut gegessen. Ein kleiner Bummel noch und mit der Straßenbahn zurück. Die Haltestelle liegt direkt an unserer Stammkneipe und wir beschlossen, so viel Bier in uns reinzukippen, dass wir das harte Bett nicht mehr spüren. Das ist uns gelungen! ;D Ein kurzes Jammern noch, dann war Ruhe im Karton.
Der erste Tag in Dresden lag hinter uns.

Danke, liebe Bahn

Dafür, dass Du uns tatsächlich nach Dresden und zurück gebracht hast. Danke für die um eine dreiviertel Stunde verlängerte Fahrtzeit, in der wir in die Nacht starren durften; das gelegentliche Aufblitzen einer Ortschaft lenkte von dem schmerzenden Rücken ab. Danke auch für die wiederholten gestotterten Ansagen im Zug, die uns wach gehalten haben und insbesondere für die Ansagen in englischer Sprache, die uns Fahrgästen immer wieder ein breites Grinsen ins Gesicht zauberten. :)) Danke für den lauwarmen Kaffee und die kalten Glieder, die uns zuteil wurden. >:-[ (Schöne Grüße übrigens auch von meinem Apotheker, bei dem ich heute Morgen das komplette Erkältungssortiment erstanden und dessen Tagesumsatz ich erheblich gesteigert habe.)
Danke für den nicht vorhandenen Hinweis am Zielbahnhof, wann der Zug denn nun eintrifft und für das überaus hilfsbereite Personal, das darüber nicht informiert war und die Frage der Abholer mit einem gelangweilten Schulterzucken beantwortete. 😐
Danke, dass ich all diese Erfahrungen machen durfte und nun ganz sicher weiß, wie ich meine nächste Reise gestalten werde. Mit einem besonderen Glücksgefühl habe ich mich heute Morgen in meinem Autositz geräkelt und dem leisen Schnurren des Motors gelauscht. :yes:

Liebe Lokführer, von mir aus könnt Ihr die nächsten fünf Jahre streiken. Mir geht’s am Ar… vorbei! 😛

Brauche dringend Anschluss !

Einmal im Jahr machen eine Freundin und ich eine kleine Reise, um dem Alltag zu entfliehen und die Seele mal baumeln zu lassen. Arbeitstitel „Tussi-Reise“. 😛 Unsere Männer sind dann allein zu Hause und damit ist sichergestellt, dass auch unsere Rückkehr eine Überraschung wird: Stehen irgendwelche angebrannten Töpfe auf dem Herd, befindet sich die Schmutzwäsche im dafür vorgesehenen Behältnis oder liegen Socken und Unterbuxen irgendwo achtlos herum, müffelt der Mülleimer lustig vor sich hin? Es ist immer wieder spannend! |-|

Spannend ist diesmal auch, ob wir unser Ziel (Dresden) tatsächlich wie vorgesehen erreichen, denn: wir fahren mit der Bahn! Ok, der ICE wird wohl planmäßig verkehren, aber um den zu kriegen, müssen wir erstmal nach Frankfurt. Die S-Bahn fährt normalerweise alle 15 Minuten aber da die Damen und Herren Lokführer gerade ziemlich streiklustig sind … :??:
Allabendlich sitzen wir leicht verkrampft vor der Tagesschau und lauschen den neuesten Meldungen. 🙄
Drückt uns die Daumen, dass die sich doch noch einigen und wir nicht die halbe Nacht auf dem Bahnhof sitzen und bangen müssen, ob wir unseren Anschluss kriegen!

Anpfiff

Uii, da war was los. :yes:
Punkt 18.00 Uhr wurden die Tore geöffnet und die Fans nahmen das neue Stadion in Besitz, guckten sich alles an und überrannten die Würstchen- und Bierbuden. Der HR sorgte für die musikalische Untermalung. Um kurz nach 19.00 Uhr ging das Programm los. Der Stadionsprecher begrüßte die Zuschauer im „geilsten Stadion der Welt“. Das war zwar etwas hoch gegriffen, aber die Fans dankten es mit tosendem Beifall. Dann wurden die für den Bau Verantwortlichen interviewt, was eigentlich niemanden so richtig interessiert hat, aber wohl dazu gehört. Die Fanclubs wurden begrüßt und mit neuen Trommeln ausgestattet, um sich noch besser Gehör verschaffen zu können. Die Mannschaft machte sich indessen auf dem Rasen warm, was ich ziemlich lustig fand. Das hatte was von Männerballett. Danach kickten die Jungs dreißig handsignierte Bälle in die Zuschauerränge und wurden anschließend einzeln – jeweils mit einem lauten Kanonenschlag – namentlich vorgestellt und nun gab es auch die erste Panne: die Lautsprecheranlage fiel aus und man konnte nur noch ahnen, was der Arme da in sein Mikrofon sprach. Auch die neue Fanhymne wurde gespielt und die Band gab ihr Bestes – leider immer noch ohne Ton. :-/

Pünktlich um 20.15 Uhr begann das Spiel und ich muss sagen, unsere Mannschaft hat sich wacker geschlagen. Der BVB ist ja nicht irgendwer und verlieren wollten die ja auch nicht. Obwohl ich irgendwie mehr von ihnen erwartet hätte. Die erste Halbzeit tröpfelte so vor sich hin. Das Aufregendste passierte kurz vor der Halbzeitpause: einer der Spieler schoss den Ball in Richtung Tor. Allerdings viel zu hoch; der Ball flog über die Stadionbegrenzung hinaus und landete vermutlich in einer Würstchenbude. Weg war er. Naja, sie hatten noch einen und kurz danach kam auch der Abpfiff.

Nun begann der Run auf die Toiletten und Verkaufsbuden. Beides war dem Ansturm jedoch nicht gewachsen. Sogar auf dem Männerklo gab es lange Schlangen. :))
Wir konnten noch ein Würstchen ergattern, allerdings nur noch mit einem halben Brötchen. Die waren nämlich alle. Genau wie die Laugenbrezel und Käsestangen auch. An der Bedarfsliste müssen sie noch etwas feilen.

In der zweiten Halbzeit fielen dann auch Tore. Insgesamt drei Stück und davon leider nur eins für unsere Mannschaft. Aber was soll’s. Es war ja nur ein Freundschaftsspiel.

Beendet wurde das Fußballspektakel mit einem Feuerwerk und riesigen Konfettikanonen.
Nun haben die Stadionbetreiber eine Woche Zeit, alles wieder auf Vordermann zu bringen, denn nächsten Sonntag findet DAS SPIEL überhaupt statt: Mainz gegen Wiesbaden. Die Karten sind schon lange ausverkauft und auf beiden Seiten des Rheins fiebert man der Begegnung entgegen. Die beiden Städte mögen sich ja nicht sonderlich und es ist schon klar, dass wir das Spiel gewinnen müssen! :yes: