Danke, liebe Bahn

Dafür, dass Du uns tatsächlich nach Dresden und zurück gebracht hast. Danke für die um eine dreiviertel Stunde verlängerte Fahrtzeit, in der wir in die Nacht starren durften; das gelegentliche Aufblitzen einer Ortschaft lenkte von dem schmerzenden Rücken ab. Danke auch für die wiederholten gestotterten Ansagen im Zug, die uns wach gehalten haben und insbesondere für die Ansagen in englischer Sprache, die uns Fahrgästen immer wieder ein breites Grinsen ins Gesicht zauberten. :)) Danke für den lauwarmen Kaffee und die kalten Glieder, die uns zuteil wurden. >:-[ (Schöne Grüße übrigens auch von meinem Apotheker, bei dem ich heute Morgen das komplette Erkältungssortiment erstanden und dessen Tagesumsatz ich erheblich gesteigert habe.)
Danke für den nicht vorhandenen Hinweis am Zielbahnhof, wann der Zug denn nun eintrifft und für das überaus hilfsbereite Personal, das darüber nicht informiert war und die Frage der Abholer mit einem gelangweilten Schulterzucken beantwortete. 😐
Danke, dass ich all diese Erfahrungen machen durfte und nun ganz sicher weiß, wie ich meine nächste Reise gestalten werde. Mit einem besonderen Glücksgefühl habe ich mich heute Morgen in meinem Autositz geräkelt und dem leisen Schnurren des Motors gelauscht. :yes:

Liebe Lokführer, von mir aus könnt Ihr die nächsten fünf Jahre streiken. Mir geht’s am Ar… vorbei! 😛

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6 Gedanken zu “Danke, liebe Bahn

  1. Ich möchte auch eine Lanze fürs Bahnfahren brechen. Man muß sich nur das ganze Drumherum wegdenken. Den maroden Service in Sachen Informations-Freudigkeit und die standardmäßigen Verspätungen durch Personen im Gleis, Böschungsbrand, Laub auf dem Gleis und was sonst noch. Die Bahn ist in dieser Hinsicht sehr erfinderisch. Aber das Fahren selber, streßfreie Reise ohne Stau und Hektik, finde ich schon sehr schön. Die neue Langsamkeit. 🙂

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    • Im Prinzip hätte ich ja auch nichts dagegen, mit der Bahn zu fahren; ich war nur nicht auf so viel Unbill eingestellt. Wir haben uns vormittags noch in Dresden die Hacken abgelaufen und waren froh, „nur noch fünf Stunden“ sitzen zu müssen. Daraus wurden dann über sechs extrem nervige und unbequeme Stunden. Wir waren einfach nur platt und frustriert, als wir endlich unseren Heimatbahnhof erreichten. 😦

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      • Inzwischen ist mein Zorn ja schon wieder verraucht und ich versuche, mich nur noch an die lustigen Dinge zu erinnern. Die Ansagen in englischer Sprache sind wohl bei der Bahn generell ziemlich spaßig, aber die dann noch mit sächsischem Zungenschlag – das hat was! 🙂

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      • Ich hörte vor einigen Tagen auch einen netten engl. Satz hier in Brand. Es war Kirmes gewesen, letzter Tag, man baute im Dunkeln schon mal ab. Und ich kam an einer Frau vorbei, die ihrem nicht deutsch sprechenden Besuch das Szenario zu erklären versuchte: „They are the rest from the Kirmes.“ 🙂

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      • Hähä! Genau so – aber noch mit sächsischem Akzent!
        Lustig im Zug fand ich auch, dass nur die Begrüßung und Verabschiedung in englischer Sprache durchgegeben wurde. Der spannende Rest, also wie die Fahrgäste ihre Anschlußzüge noch kriegen können, wurde verschwiegen. War vielleicht auch besser so, das hätte vermutlich zu noch mehr Konfusion geführt!

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