Leselupe zu verkaufen!

Schon wieder eine Innovation – und die funktioniert sogar! 😀
Im letzten Monat hatte ich mich ja notgedrungen zu einer neuen Brille durchringen müssen. Den schwierigen Akt des Aussuchens hatte ich Euch ja beschrieben. Sie sollte nach zwei Wochen fertig sein und nach Ablauf dieser Frist habe ich mal beim Optiker nachgefragt. Er habe die Gläser wegen eines Produktionsfehlers zurückschicken müssen, erklärte er mir.
Das ging ja richtig gut los! 😐 Also noch mal weitere zwei Wochen warten – eine echte Herausforderung für meine Ungeduld.

Seit vorgestern Abend nun habe ich das neue Teil auf der Nase und bin begeistert! Endlich kann ich auch das Kleingedruckte wieder lesen und mein morgendliches Kreuzworträtsel ohne Lupe machen! :yes: Der Oberknüller an dem neuen Nasenfahrrad ist jedoch der neumodische Lotoseffekt. Erst habe ich der Sache ja nicht so getraut, aber ich muss sagen, das ist richtig klasse! Während meine alte Brille den Staub nur so angezogen hat und ungefähr fünf Mal am Tag richtig intensiv gereinigt werden musste, ist die Neue praktisch wartungsfrei. 😀 Gestern habe ich sie probehalber mal sauber gemacht (obwohl sie eigentlich gar nicht schmutzig war): einmal kurz unters Wasser und dann getrocknet. Völlig easy und absolut streifenfrei. Geil!
Endlich habe ich den totalen Durchblick. ;D

Dass ich auch in der Ferne wieder was erkennen kann, wird mir heute Abend von Nutzen sein. Da wird nämlich nach nur 18wöchiger Bauzeit unser neues Fußballstadion eingeweiht. Richtig mit Rahmenprogramm und Feuerwerk und großem Tamtam. Der SV Wehen-Wiesbaden spielt gegen Borussia Dortmund und ich hoffe, unsere Jungs begießen ihre neue Heimstatt nicht schon vor dem Spiel, sondern legen sich richtig ins Zeug und liefern eine gute Leistung ab. Drückt uns die Daumen!
Wen es interessiert, der HR überträgt ab 20.15 Uhr das Spiel. Ich sitze auf der Ost-Tribüne, Reihe 14. Ich wink’ dann mal. :wave:

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Tückische Innovation

Was ich ja überhaupt nicht leiden kann, sind Geräte, die nicht tun was sie sollen. >:-( Auf manche technische Errungenschaft könnte man ja gut verzichten und benutzt sie nur aus Bequemlichkeit oder damit das Zeug nicht völlig nutzlos im Schrank herumsteht. Einige Geräte allerdings sind absolut notwendig und wenn die ausfallen, steht massiver Ärger ins Haus. :##
Gerade haben wir so einen Fall: Vor einigen Jahren war die Anschaffung einer neuen Heizungsanlage notwendig geworden, da die alte nach beinahe 20 Jahren treuer Dienste ihr Flämmchen aushauchte und alle Wiederbelebungsversuche erfolglos blieben. 😥 Die Heizung war einfachster Bauart und simpel zu bedienen. Im Herbst wurde sie ein- und im späten Frühjahr ausgeschaltet; in der Zwischenzeit arbeitete sie einwandfrei. So was wird aber heutzutage wohl nicht mehr gebaut. Also musste was Innovatives, Neues her.

Eine Schar von Handwerkern bemächtigte sich unseres Kellers und unseres Kamins und installierte das neue Wunderding. Die Neue sollte eigentlich selbständig arbeiten und manchmal tut sie das auch. Im vergangenen Sommer z.B. ist sie mehrmals morgens angesprungen, wofür ich ihr durchaus dankbar war. 🙂 Allerdings hat sie die Macke, gelegentlich ihren Dienst zu versagen und zwar meistens dann, wenn es richtig knackig kalt ist.
Man ist gleich viel wacher, wenn man morgens in ein eiskaltes Badezimmer kommt. Mit ein bisschen Glück reicht der Wasservorrat noch für eine lauwarme Dusche. 😐 Danach ist Mann (!) fit genug, den Handwerker anzurufen und sich erste Notfallanweisungen telefonisch durchgeben zu lassen. Diese Aktion hatten wir gestern und danach wurde es auch wieder warm. Abends dann ein Blick auf das Display: ERROR. Nun motzte die Anlage, weil angeblich nicht genug Wasser im System war. Also Schlauch anschließen, Wasser bis zur vorgeschriebenen Marke auffüllen, neu starten.
Heute Morgen trabte meine bessere Hälfte erst ins Bad, dann fluchend in den Heizungskeller. :## Das Telefon nahm er gleich mit. Neues Spiel neues Glück. Das Ergebnis diesmal: jetzt tropft aus irgendeinem Ventil stetig Wasser in ein untergestelltes Gefäß, das ich in regelmäßigen Abständen entleeren muss. Ich hab’ mir meinen Kurzzeitwecker gestellt, damit ich es nicht vergesse. |-| Der Handwerker hat sein Kommen angekündigt und ich hoffe, er rückt bald an!

Gerade hat es wieder geklingelt und ich werde mich mal drei Stockwerke nach unten begeben. Treppen steigen bringt den Kreislauf in Schwung und frau wird’s auch schön warm dabei. :-/

Der Krug geht zum Brunnen, bis er bricht

sagt man und irgendwie ist da ja was Wahres dran. Im Augenblick sehe ich nur Beziehungsstress, wohin ich schaue. 😦

Klar, Beziehungen schleifen sich im Laufe der Jahre ab, manche mehr und manche weniger. Erst lässt nur das Prickeln nach, die netten Gesten werden weniger oder verschwinden ganz und irgendwann erlischt jedes Interesse aneinander. Die Paare leben nebeneinander her wie Brüderchen und Schwesterchen. Im Idealfall vertragen sie sich wenigstens oder bringen sich zumindest noch etwas Achtung entgegen und das ist ja wohl nicht zuviel verlangt, schließlich hat man sich ja mal geliebt. In diesem Zustand kann man wohl lange Zeit einigermaßen zufrieden leben, zumindest solange niemand in Sicht ist, in den Mann/Frau sich verlieben könnte. Dann nämlich prickelt es wieder – zwar aushäusig, aber immerhin. :yes: Dann wird einem schmerzhaft bewusst, was in den vergangenen Jahren vermisst wurde. Plötzlich ist das Leben wieder spannend, zumindest für einen Partner. Der andere versteht die Welt nicht mehr und kapiert gar nicht, wie das passieren konnte. War doch alles so schön eingefahrenspielt. 🙄

Ganz arg ist es aber, wenn wirklich nur noch Zoff zu Hause herrscht und dann ist es wirklich besser, einen endgültigen Schlussstrich zu ziehen.
Ich bin gespannt, welche neuen Konstellationen sich demnächst in unserem Bekanntenkreis so ergeben. Hoffentlich ist das nicht ansteckend! U-(

Reis und Bohnen

Schon wieder! Nachdem wir beides im Urlaub ja täglich genießen durften (und ich sie nicht mehr sehen konnte), gab es gestern Abend mal wieder das brasilianische Nationalgericht Feijoada – Bohneneintopf mit Reis. Und was soll ich sagen: es schmeckt schon wieder. Gott sei Dank! 😀

Unsere Portugiesischlehrerin hatte zum Essen geladen. Wohl um uns bei Laune zu halten, hat sie sich tapfer den ganzen Tag in die Küche gestellt und ein Drei-Gänge-Menue gezaubert.
Ach ist das schön, wenn man sich einfach nur an den gedeckten Tisch setzen darf und nichts machen muss. :yes: Dazu noch nette Gespräche (stressfrei, weil in Deutsch) mit den anderen Gästen und zwei Gläser Caipirinha – ein perfekter Abend! :>>

Das ist ja wohl das Letzte!

Nun muss ich ja schon wieder auf Frauenfußball zu sprechen kommen:
Deutschland : Brasilien – aus deutscher Sicht ein Traumfinale und was erfahre ich gestern Abend? In Brasilien hat man überhaupt nicht mitgekriegt, dass Fußballweltmeisterschaft war!!! Ich glaub’ ich spinne! Keiner unserer brasilianischen Bekannten wusste davon – und das bei einer absolut fußballverrückten Nation. Ist das denn zu glauben? :no:
Um ein bisschen anzugeben, haben wir mal virtuell mit der Trophäe gewunken und sind auf absolutes Unverständnis gestoßen. Nun haben wir endlich einen Pokal und dem Rest der Welt geht es am Ar… vorbei. >:-[
Das kanns’s ja wohl nicht sein, oder?

Die Weltmeisterinnen

Nun sind sie wieder zu Hause und durften – ein Hoch auf die Gleichberechtigung – gestern auch ein Bad in der Menge nehmen. 😀 Immerhin rund 15.000 Fans waren zum Frankfurter Römer gekommen und bejubelten ihre tolle Leistung.
Die Mädels hatten schon reichlich gefeiert und einigen war das durchaus auch anzumerken. Die Stimmbänder waren so ziemlich am Ende und gaben nur noch ein Krächzen von sich. Egal, die regenerieren sich wieder. So ein Sieg muss schließlich gebührend gefeiert werden. :yes:
Bei den Interviews mit den einzelnen Spielerinnen konnte man aber außer der angeschlagenen Stimme noch etwas anderes wohlwollend zur Kenntnis nehmen: die Damen können in ganzen Sätzen reden! Das unterscheidet sie gewaltig von ihren männlichen Kollegen. 😛
Sorry, meine Herren, aber das musste mal gesagt werden.

Was ihnen nicht erspart blieb, war der Besuch des Ministerpräsidenten und um noch eins draufzusetzen, verkündete der sogleich, den mitgebrachten kitschigen Plastiklöwen zum Geschenk machen zu wollen. 🙄
Die Dinger dienten einige Tage als Kunstinstallation – in großer Stückzahl, rot und weiß – vor seinem Regierungssitz und wurden anschließend versteigert.
Die Restbestände (so viele Leute leiden wohl doch nicht an Geschmacksverirrung :crazy: ) müssen halt jetzt verschenkt werden.

Naja, die Mädels sind ja schon dankbar, wenn sie nicht wieder mit einem Kaffeegeschirr nach Hause kommen. Das war nämlich noch vor einigen Jahren die ausgelobte Prämie für die Fußballdamen – ohne Witz! >:-[