Geputzt!

Nein, nicht die Fenster – Erzgebirge Aue!
Der erste Heimsieg des SV Wehen-Wiesbaden im neuen Stadion. 3 : 0 wurden die Sachsen nach Hause geschickt. War zwar kein überragendes Spiel, aber das ist dem gemeinen Fan dann auch egal. Hauptsache gewonnen. 😀

Es wurde uns schon einiges abverlangt: Um 17.15 Uhr waren wir am Stadion, um 18.00 Uhr sollte das Spiel losgehen. Ich mag es, im Stadion zu sitzen und zu beobachten, wie die Menschen die Tribünen entern und zu ihren Plätzen strömen, Bekannte begrüßen, die Fanklatschen falten, ein Kissen auf dem kalten Klappsitz installieren und es sich auf ihrem Platz gemütlich machen. In der Zwischenzeit heizt der Stadionsprecher mit launigen Sprüchen ein, es gibt ein paar Songs zum Warmgrölen und einige Infos zu den Spielern.

Die Sonne ging gerade hinter der Gegentribüne unter und die Dämmerung brach herein. Auf dem Rasen machten sich die Spieler warm, was ich immer wieder nett anzusehen finde. Hat Ähnlichkeit mit Wasserballett – nur halt auf dem Trockenen. :))
Wir wunderten uns, dass das Flutlicht noch nicht eingeschaltet war und um kurz vor 18.00 Uhr kam dann auch der Hinweis, dass der Anpfiff um eine viertel Stunde verschoben sei, weil es Probleme mit der Beleuchtung gäbe. Die Mannschaften verschwanden wieder in ihren Kabinen. 8|
Um zehn nach sechs gingen dann unter großem Beifall ein paar der Lichtlein an. Nun konnte man im Halbdunkel wenigstens erkennen, dass Schiedsrichter und Vereinsbosse heftig am diskutieren waren. Die Außentemperaturen bewegten sich um die null Grad und meine Hände und Füße waren eiskalt.
Irgendwann kamen die erlösenden Worte, dass das Spiel nun wirklich um halb sieben angepfiffen wird. Auf dem Rasen wurde der ganze Firlefranz weggeräumt, die Mannschaften kamen wieder raus und dann ging es auch endlich los.

Das erste Tor fiel in der elften Minute, das zweite kurz vor der Halbzeit durch Elfmeter. Ich konnte aber nur noch verhalten jubeln, weil meine untere Körperhälfte komplett eingefroren war. Während der Halbzeit konnte ich mich auf dem Klo kurz aufwärmen. Clevere Mädels hatten vor Spielbeginn den Temperaturregler der Heizung aufgedreht und nun war es richtig mollig auf dem stillen Örtchen. :yes:
Nun noch einmal 45 Minuten in der Kälte sitzen, ein weiteres Tor, Schlussapplaus und anschließend einen Fußmarsch zum Auto. Um 21.00 Uhr waren wir endlich zu Hause und nun – zweieinhalb Stunden später – friere ich immer noch. 😐 Ich mach’ mir jetzt ’nen Grog und gehe ins Bett. Gute Nacht.

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