Gewonnen

Man(n) hat mich wieder Mal überredet, zu einem Auswärtsspiel mitzufahren. Eigentlich wollte ich mir das ja nicht mehr antun, aber es ergab sich halt so und ich ließ mich breit schlagen.
Bereits um kurz nach 9.00 Uhr fuhren wir zum Bahnhof, kauften uns ein wenig Wegzehrung und eine Zeitung und kletterten bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen in den Fan-Bus.
Scheiße, eigentlich hatte ich mir für diesen sonnigen, warmen Tag ein paar Außenarbeiten vorgenommen. Stattdessen blätterte ich jetzt in einer Illustrierten und ließ die Landschaft an mir vorbeiziehen. Es ging nach Aachen (schöne Grüße an Gehheim) und das ist für uns praktisch schon Holland. Immer bewölkt und immer windig. 😐
Um die Stimmung etwas anzuheizen, wurde das letzte siegreiche Spiel auf dem Monitor im Bus übertragen und vom Fachpublikum lautstark kommentiert. Ich schaltete die Ohren auf Durchzug und versuchte, mich auf einen Artikel zu konzentrieren. Das Wetter wurde immer unfreundlicher. 😦

In Aachen angekommen, wurden wir von der Polizei zum Stadion geleitet und ich stellte erstaunt fest, dass ganz Holland unterwegs war. Alle in schwarz-gelb und alle Richtung Stadion. Ich erhielt noch eine Belehrung über die dortige Fußballkultur und die Bedeutung des alten Tivoli und durfte dann die Einlasskontrolle über mich ergehen lassen.
Ich war total baff, dass eine dreiviertel Stunde vor Spielbeginn zwei Tribünen schon voll besetzt waren. Die hatten Fahnen, groß wie Betttücher und wir armseliges Häufchen Auswärtsfans durften nur drei Trommeln mit ins Stadion nehmen. Ungerecht!

Dafür haben wir gesungen: (Melodie: Bruder Jakob)
Hallo Aachen!
Wisst Ihr noch?
Drei zu null verloren
– gegen uns! :))

Ok, außer den umstehenden Polizisten und Ordnern hat uns wohl kaum jemand gehört – wir sind ja nicht die Fischer-Chöre. Spaß (und Mut) hat es uns trotzdem gemacht!

Pünktlich wurde das Spiel angepfiffen und flugs haben wir auch den ersten Treffer kassiert. Die Bettlaken wurden geschwungen, die Menge tobte. Wir befanden uns kurz in Schockstarre, haben uns aber wieder berappelt und unsere Mannschaft angefeuert. Es dauerte auch nicht lange, da gab es den Ausgleich und kurz vor der Halbzeit haben wir ihnen noch ein Tor mitgegeben.
Gesehen haben wir unsere Treffer übrigens nicht, weil uns der Blick aufs Tor von mindestens drei massiven Zäunen völlig versperrt war. 8| Erfreulicherweise gibt es aber einen Stadionsprecher, der offensichtlich alles überblicken kann.
In der Pause gab’s ’ne Wurscht und bleifreies Bier, dann ging es weiter. Es fiel jeweils noch ein Tor und am Ende durften wir unsere siegreiche Mannschaft bejubeln. Es war ein überaus spannendes Spiel und ich hab’ es nicht bereut, mitgefahren zu sein.

Die Aachener Polizei bedankte sich im Bus für unser korrektes Verhalten und wünschte uns eine gute Heimreise. Hoppla, das hatten wir auch noch nicht! 8| Aber selbst wenn wir Randale gewollt hätten – wir waren ja eingeknastet und strengstens bewacht. Ein bisschen seltsam finde ich das ja schon, ist aber wahrscheinlich heutzutage nicht mehr anders möglich. Sehr schade!

Jedenfalls sind wir in Hochstimmung nach Hause gefahren. Das schöne Sonntagswetter ist zwar komplett an mir vorbeigegangen, aber was soll’s. Vielleicht bringt der Frühling ja noch ein paar schöne Tage.
Aachen jedenfalls behalte ich in guter Erinnerung. :yes:

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