Heute

Gerade habe ich erfahren, was mir heute laut Sterneguckern so widerfährt:

Für Ihre beruflichen Ziele dürfen Sie heute gern ein bisschen kämpfen,
Wer muss das nicht?
aber nicht mit harten Bandagen, sondern mit Fingerspitzengefühl und Diplomatie. Schon wieder? 🙄
So kommen Sie leichter voran, das Zeug dazu haben Sie.
Ach nee!
Zur Entspannung bietet sich ein abendlicher Saunabesuch an.
Hää???
Am besten mit dem Partner, denn es gibt vielleicht etwas zu klären oder gutzumachen.
In der Sauna??? :no:

Also …

ich hatte ja versprochen, dass mein Blog olympiafrei bleibt und so soll es auch sein. Die Spiele interessieren mich nicht die Bohne! Was mich aber jetzt schon nervt, ist die tägliche Berichterstattung über die Behinderung der freien Pressearbeit.
Was haben die sich bei der Vergabe der Spiele an China eigentlich gedacht? Dass aus einem Staat, der seine Bürger nicht nur gängelt, sondern dem auch die Menschenrechte schlicht egal sind, plötzlich ein Welt offenes Land wird? Einfach so, weil ein paar Sportler, Pressefritzen und einige Touristen im Reich der Mitte sind? Von was träumen die denn nachts? :??:
China ist nicht das Land des Lächelns, es ist das Land des Lachens – und zwar herzhaft – über den Rest der Welt!
Was haben sie nicht alles probiert, um den Nationen zu zeigen, was sie alles drauf haben. Schleppen die Fackel auf Schleichwegen um die halbe Welt, um den Unmutsäußerungen der Passanten zu entgehen, jagen die Läufer mit dem Ding den Berg rauf und berichten live darüber – obwohl, so genau weiß man das ja auch nicht. Sie stampfen tolle Stadien aus der Erde und entwickeln ein paar Tage vor dem Beginn der Spiele ein System, mit dem die Luft schnell noch sauber werden soll – damit die Sportler nicht gleich nach dem Start tot umfallen.
Dann kommen die Reporter und haben an allem rumzumäkeln, beschweren sich, dass sie von Interview-Partnern abgedrängt werden, nicht ins Internet können – jedenfalls nicht auf Seiten, auf denen sie aus Sicht der Verantwortlichen sowieso nix verloren haben – und nichts funktioniert, wie es soll.
Die chinesischen Organisatoren zwinkern schlitzäugig und bemühen Konfuzius und andere Weise vergangener Tage. Passt immer! :))

Die Hoffnung, die das Gros der Chinesen auf die Spiele im eigenen Land gesetzt hat, ist längst schon zerstört. Der Rest der Welt musste wissen, auf was er sich eingelassen hat!

Gibt’s eigentlich …

’ne Gewerkschaft für Hausfrauen? Ich könnte gerade mal Erschwerniszulage beantragen und befinde mich schon zeitweise im Streik. :yes:

Bei den derzeitigen Temperaturen sind die Klamotten durchgeschwitzt, kaum dass man sie eine Stunde am Körper hat. Die Waschmaschine ist täglich in Aktion und der einzige Vorteil ist der, dass die Wäsche ruckzuck trocken ist. Dann aber kommt es ganz dicke: der ganze Kram muss auch gebügelt werden :crazy: und hier regt sich bei mir Widerstand. Wirklich nur noch das Allernötigste kommt aufs Plättbrett. Alles andere wird mehr oder weniger glatt gestrichen und zusammen gelegt. Dem durchgeschwitzten TShirt ist es egal, ob es mal gebügelt war oder nicht – und mir auch. Solange noch ein paar Stücke „für Gut“ im Schrank hängen, sehe ich keine Veranlassung, meinen Streik zu beenden.

Heute ist es ganz arg. 30° C und schwül ohne Ende. Vor genau einer Woche haben wir noch gefroren und ich hab’ allen Ernstes die Fleece-Weste aus der hintersten Ecke des Schrankes hervorgekramt. Ein verrückter Sommer! :-/

Deine Bank, das unbekannte Wesen

Stimmt nicht so ganz, die Überschrift – hat mir aber gut gefallen und mit „Wesen“ hat es auch was zu tun. Mit UNwesen, um genau zu sein. Dieses Unwesen treibt die Bank nämlich gerade mit unserem Konto. :>

Drei Dauer-Lastschriftaufträge habe ich eingerichtet und in den letzten Monaten hat das auch prima funktioniert. Von den Anfangsproblemen mit einem dieser Aufträge hatte ich bereits mal berichtet. Die waren harmlos und konnten von mir bereinigt werden.

Jetzt kam es aber ganz dicke: Statt den Betrag von dem fremden Konto einzuziehen, hat die Bank das Geld diesem Konto gutgeschrieben (und logischerweise von unserem abgezogen). Ja spinn’ ich denn? :crazy:
Ey Mann, das ist das Konto, auf dem die Spendengelder für unser Kinderhilfsprojekt in Brasilien eingehen. Wir brauchen jeden Cent und sparen, wo wir können! Ausschüttungen an Dritte sind da nicht drin!

Bei meinem erbosten Anruf heute bei der Bank wurde mir freundlich erklärt, dass da ein Fehler beim Anlegen des Auftrages passiert sei. Statt DL (= Dauerlastschrift) wurde DA (= Dauerauftrag) eingegeben.
Naja, jeder macht mal Fehler …
Die Frage ist nur, wieso wurden die Beträge die ganzen Monate ordnungsgemäß eingezogen und weiter, wieso wurden die Beträge der anderen Lastschriftaufträge nicht nur bisher sondern auch im Monat Juli ordnungsgemäß eingezogen? Die sind nämlich – wie ich jetzt weiß – seinerzeit genau so falsch angelegt worden. :??: :??:
Wie viele Fehler sind da denn jetzt passiert?

Nur gut, dass ich das besagte Konto wie meinen Augapfel hüte! :yes:
Mein Privatkonto habe ich weit weniger im Blick. Das werde ich aber jetzt auch etwas genauer beobachten!

Nun darf ich mich für den Bockmist der Bank bei der Spenderin entschuldigen und darauf hoffen, dass sie der Abbuchung des doppelten Betrages nicht widerspricht.
Ich könnte schreien!!! :##

Es hat überhaupt keinen Respekt

– das blöde Eichhörnchen!

Ich hab’ ja schon mehrfach von der mannigfaltigen Tierwelt in unserem Bonsaigärtchen erzählt und mich über die unangenehmen Seiten der Fauna gerade im Wolkenputzer-Blog ausgetauscht.
Nun muss ich noch mal auf das Eichhörnchen zurückkommen, das wirklich jeden Tag in meinen Blumenkübeln ‚rumwühlt. Normalerweise sind diese Tierchen ja eher scheu, dachte ich. Unseres nicht! Es führt sich auf, als sei es hier der Herr im Haus Garten!

Heute beim Frischluftabendessen entdeckte es mein Mann und deutete mit der Gabel in Richtung Gartengrenze: „Dein Freund ist wieder da!“
Ich fuhr herum und kommandierte: „Verpiss‘ dich Hau ab, du Mistvieh!“ (ok, ich hatte schon zwei Gläser Wein und war mutig).
Und was passiert? Es – ich weiß ja nicht, ob Männlein oder Weiblein – kam zügig in unsere Richtung und schaute mich verwundert an.
„Wenn du nicht verschwindest, landest du auf dem Grill!“, zischte ich.
Es spitzte die Ohren und mir war, als hebe es die Mittelkralle. 8| Keine zwei Meter saß es von mir entfernt.
Ich schob meinen Stuhl drohend zurück und nun gab Es endlich Fersengeld. Ab durchs Gebüsch und rauf auf die Palisade. Da hockte Es nun und guckte keck – und ich musste doch grinsen ob soviel Dreistigkeit.

Nun bin ich am überlegen, ob ich Es nicht einfach in die Familie aufnehmen und meine Pflanzen mit Stacheldraht sichern sollte …? Wie lange leben Eichhörnchen eigentlich und muss man die evtl. wie einen Hund anmelden, am Ende sogar noch Steuern zahlen?

Bevor ich diesen Schritt mache, richte ich ihm zur Versöhnung schon mal eine Emailadresse ein. Wenn ihr unserem neuen Familienmitglied schreiben wollt: „Eichhörnchen*äd*(ersetzen)caipirella.de“.
Kommt an, hab’ ich mir sagen lassen.

Jungfrau

Heute tut sich nicht sonderlich viel an der kosmischen Front, sodass Sie sich nicht abhetzen müssen. Im Gegenteil! In der Ruhe liegt die Kraft. Teilen Sie sich alles schön systematisch ein. Dann bewältigen Sie ein bemerkenswertes Pensum, ohne sich zu verausgaben. Genau das sollten Sie nämlich vermeiden, weil Mars Sie momentan etwas plan- und rastlos macht.

Aha. Nicht-abhetzen-müssen hört sich gut an!
Meine systematische Einteilung für die nächsten Stunden:
Waschmaschine befüllen, Blumen gießen, Kindergeschenke einkaufen, Terrasse wieder auf Sommer trimmen, Wäsche aufhängen bzw. in den Trockner stopfen, Kaffee kochen, mit Notebook und Aschenbecher bewaffnet nach draußen setzen und diverse Computerarbeiten erledigen. Wäsche zusammenlegen, überlegen, ob ich mich vor dem wichtigsten Punkt nicht doch irgendwie drücken kann: die Briefe an unsere Patenkinder – in Portugiesisch :##.
Seit Wochen habe ich nichts mehr für unseren Sprachkurs gemacht und habe nur noch wage Erinnerungen daran, was wir schon alles können sollen müssten.
Alternativ hätte ich noch Fenster putzen im Angebot, das ist aber genauso ätzend. Ich hab’ die Wahl zwischen Pest und Cholera.
Vielleicht fällt mir ja doch noch irgendetwas anderes ein. Plan- und rastlos. Ich kann ja nix dafür, der Mars ist schuld! ;D

Abenteuer Tiefgarage

„Nie mehr hier parken, ob frei oder nicht. Name (unterstrichen), Telefonnummer. Das ist mein Parkplatz!“
Typisch deutsch, obwohl der Name kein bisschen deutsch klingt. Ausländer sind halt die besseren Deutschen – zumindest dann, wenn sie eine Eigentumswohnung mit PKW-Abstellplatz in der Tiefgarage gekauft haben. :yes:
Ganz kurz war ich versucht, ihn anzurufen und zu fragen, wie ich denn bitteschön einen Parkplatz benutzen solle, der nicht frei ist. Bei der Gelegenheit hätte ich ihm ja auch sagen können, dass er im Zorn das Licht an seinem Auto hat brennen lassen.
Ich hab’s dann aber doch gelassen. Diskutieren bringt ja nichts und das Licht am Auto geht ja irgendwann von selber aus …! 😛

M U R K S !!!

Anders kann man das ja wohl nicht bezeichnen, was Petrus da gerade produziert! 18° C um die Mittagszeit, grauer Himmel, Regen – Sommer 2008. Ich stimme mal mit ein ins kollektive Jammern und ziehe freiwillig lange Hosen an. Meine Blase ist verkühlt (tut verdammt weh), es kratzt im Hals und niesen musste ich auch schon ein paar Mal.

Unsere Feigen am Baum sehen aus, wie schon vor acht Wochen und machen keine Anstalten dicker zu werden oder gar etwas Farbe anzunehmen. :no: Gefriergetrocknet sozusagen. Meine Blümchen sind ein Bild des Jammers, mickrig und mit vom Regen vermatschten Blüten.

Selbst dem Viehzeug ist es draußen schon zu kalt. Viel früher als sonst suchen sie Zuflucht in meinem Wohnzimmer. Kaum ein Tag, an dem mir nicht irgendwo eine Spinne oder sonstiges Getier in meinen vier Wänden begegnet. *Grusel* Selbst die Schnecken haben die Faxen inzwischen dicke. Ich bekam bald die Gelbsucht, als ich letzte Woche eine dicke Schleimspur auf dem geerbten feinen Teppich entdeckte! Perser statt kümmerlichem Grünzeug. Igittigittigitt!
Auf diese Art von Gesellschaft kann ich gut verzichten. Ich mag Tiere – ab einer Größe, wo man sie streicheln kann und sie sollten Beine haben, aber bitte nicht mehr als vier.

Ich will ja gar keinen Supersommer! Temperaturen um die 25° C reichen mir völlig aus, ein bisschen blauer Himmel und ein paar Sonnenstrahlen, und schon bin ich zufrieden. :yes: Ach ja, und vielleicht noch einen lauen Abend, bevorzugt am Wochenende – bevor die leckeren Grillsteaks in der Kühltruhe völlig in Vergessenheit geraten!

Gestern an der Haustür

„Guten Tag, Frau Caipirella. Meine Name ist Lieschen Müller von der Firma XYZ. Wir produzieren die Krimiserie Ein Fall für zwei und suchen ein Reihenhaus für Dreharbeiten. Könnten Sie sich vorstellen, Ihr Haus für einen Dreh zur Verfügung zu stellen?“
:??: Hää? Der alternde Matula lümmelt auf meiner Couch rum? Ein durchgeknallter Regisseur haut auf meinen Tisch? Wildfremde Leute räumen mir die Bude um? Nee, kann ich mir nicht vorstellen und hab’ ich auch überhaupt keinen Nerv dafür. Wochenlang ein chaotisches Fernsehteam in meinen vier Wänden, fremd in der eigenen Wohnung – never in my life! :no:
Soll sie doch zum Nachbarn ein paar Häuser weiter gehen, der macht für Geld alles.

Sie schien echt enttäuscht ob meiner Abfuhr, bedankte sich aber artig und wünschte einen schönen Abend. Irgendwann werde ich vielleicht eines der Nachbarhäuser im Fernsehen bestaunen können.

Im Nachhinein habe ich mir aber überlegt, wenn wir das gemacht hätten, hätte ich einen Mitschnitt des Krimis an DHL schicken können – damit die mal sehen, wie das unauffindbare Haus aussieht! Aber inzwischen haben die das ja auch ohne virtuelle Hilfe gefunden. 🙂

Es ist vollbracht

DHL Sendestatus

Status: Die Sendung wurde ausgeliefert.
Status von: 10.07.08 11:34

*freu* 😀

Ich konnte es mir nicht verkneifen und hab‘ den Ausfahrer darauf angesprochen, dass vorgestern unsere Anschrift „nicht zu ermitteln“ war. Außer einem unfreundlichen Knurren gab es allerdings keinen Kommentar. Hab‘ ich auch nicht ernsthaft erwartet. 😐