Obama und das Gartenhäuschen

Zur Unzeit wach geworden, zur besten Aufstehzeit noch mal ins Bett gekuschelt, Fernsehen eingeschaltet und halbherzig den Morgennachrichten gelauscht.
Ungewollt sanft entschlummert. 😳
Viel zu spät durch das Geräusch des prasselnden Regens wachgeworden, im Morgenrock auf die Terrasse gerannt und den Staubsauger sowie einen großen Standventilator ins Haus geschleppt. Festgestellt, dass der Nachbar ein neues Gartenhäuschen gebaut hat.
Mein Mann muss ins Büro und ich bringe ihn zur Tür. Er trägt einen grünen OP-Kittel, Haube, Mundschutz – und seine Aktentasche. Als er die Haustür öffnet, steht Barack Obama nebst einem Team von Wahlkampfhelfern vor der Tür und redet auf uns ein. Ich will ihm erklären, dass wir ihn gar nicht wählen können, aber mir fallen partout nicht die richtigen Vokabeln ein. Er starrt uns entgeistert an und mustert unser Outfit: OP-Kittel und triefender Morgenrock. Obama lacht laut, macht kehrt und klettert mit seiner Mannschaft in ein wartendes Schiff. 8|
Ich komme mir unendlich bescheuert vor und bin heilfroh, als ich endlich richtg wach werde. Es regnet nicht. Kein Staubsauger auf der Terrasse, kein Gartenhäuschen und wenn es nachher an der Tür klingelt, mache ich einfach nicht auf! 😉

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Groß – größer – am …

Gebblumen 2008_2

Es gibt Sträuße, für die hat man einfach keine Vase!

Herzlichen Dank für die vielen Glückwünsche, die mich gestern per PN, Email oder Telefon erreicht haben. 😀
Es war ein richtig schöner Geburtstag ohne Stress, mit einem ganz kleinen Kaffeekränzchen, einem gemütlichen Abendessen, wunderschönen Blumensträußen und netten Gesprächen.
Ganz „nebenbei“ hab’ ich noch ein paar Euros für meine Kinder in Brasilien gesammelt und zwei Zusagen für die Übernahme von Patenschaften bekommen. Um die werde ich mich jetzt gleich mal kümmern, die liegen mir wirklich am Herzen.
Euch allen eine gute Nacht!

Das Leben sollte …

Das ist doch mal ein Ratschlag:

„Das Leben sollte NICHT eine Reise ins Grab sein mit dem Ziel, wohlbehalten und in einem attraktiven und gut erhaltenen Körper anzukommen,
sondern eher ein seitwärts Hineinschlittern, Chardonnay in der einen, Erdbeeren in der anderen Hand. Der Körper total verbraucht und abgenutzt und dabei jubelnd …

WOO HOO! Was für ein Ritt!“

Ich arbeite daran. 😉

Das war ein Wochenende!

Am Freitag bin ich zum zweiten Mal Großtante geworden. Mit der Sache selbst hatte ich zwar nichts zu tun, aber gefreut habe ich mich natürlich ganz doll. Es ist wieder ein Mädchen und ein richtig süßer Fratz! Nachdem unsere Familie viele Jahre immer nur geschrumpft ist, wächst sie nun wieder. Während die Mutter in den Wehen lag, hab‘ ich mit einer Nachbarin das Wochenende mit einem Fläschchen Sekt eingeläutet. 😀

Den Samstagabend haben wir gemeinsam mit Freunden auf einem Fest in unserem altehrwürdigen Schlosspark verbracht. Seit über dreißig Jahren wird dieses Fest von den ansässigen Vereinen ausgerichtet, um mit dem Erlös den Erhalt einer alten Burg zu finanzieren. Mittlerweile erstrahlt die Burg schon fast wieder im alten Glanz und sieht richtig schnuckelig aus. Viele Jahre war es nur eine einsturzgefährdete Ruine. Als Kinder hat uns das trotzdem nicht davon abgehalten, darin herumzuklettern und Burgfräulein zu spielen. Wie gefährlich das war, haben wir erst Jahre später erfahren. 8|
Das Fest jedenfalls ist sehr gemütlich und frei von unnötigem Schnickschnack und Schickimicki. Zu vorgerückter Stunde gab es ein sehr schönes Feuerwerk, das die Burg illuminierte und sich in dem angrenzenden Weiher spiegelte. Sehr romantisch!
Eigentlich wollten wir danach auch brav nach Hause gehen, aber da lag noch ein Bierstand auf dem Weg … und noch später kamen wir auch noch an einer Kneipe vorbei …! 😳 Der Wirt kennt uns und ehe wir es uns versahen, hatten wir die schönste Fete am laufen! Ziemlich angeschickert haben wir uns um kurz nach vier Uhr (morgens!) auf den Heimweg gemacht.

Die Nacht war kurz und unruhig und um 12.00 Uhr mussten wir schon wieder zum Fußball. 🙄 Statt Frühstück gab es eine Stadionwurst und ein vermeintlich alkoholfreies Bier. Ich fühlte mich gleich wieder, wie erst ein paar Stunden zuvor und hab’ dann erfahren, dass diesmal – weil die gegnerischen Fans nicht als Randalierer bekannt sind – richtiges Bier ausgeschenkt wurde. Mein Durstlöscher war also gerade mal ein Aufguss! 88|

Endlich wieder zu Hause, hatte ich noch eine kurze Ruhepause und am Abend waren wir schon wieder zum Essen eingeladen. Das kam mir zwar gelegen, weil ich sowieso nichts hätte kochen wollen in meinem verkaterten Zustand, aber alt sind wir an dem Abend nicht geworden.
Jedenfalls war es ein sehr ereignisreiches Wochenende, das ich nicht gerade als gesundheitsfördernd bezeichnen würde. Aber egal, die ungeplanten Feiern sind die besten und nun muss ich halt die Woche über versuchen, mich zu regenerieren. Es wird mir nicht gelingen, ich weiß es schon jetzt. 😉

"Mann lebt nur einmal"

So einmal die Woche werfe ich einen Blick in den Spam-Ordner meines Emailprogramms und bin immer wieder erstaunt darüber, was mir so alles angeboten wird. Besser gesagt darüber, wie es mir angeboten wird, das Produkt ist nämlich immer das gleiche. Hier mal ein Auszug aus dieser Woche:

„Potenzprobleme – ab heute nicht mehr“ (hab’ ich sowieso nicht, hihihi)
„RedBull für Ihr bestes Stück“ (mein bestes Stück trinkt nur Cola light)
„Blaue Pillchen beleben Geist und Körper“ (grüne Mixgetränke auch)
„Energie für Ihren Penis, kaufen und 90% sparen“ (isch ‚abe gar keine Penis – und spare 100%)
„Haben Sie wieder Spaß am Leben“ (wer sagt denn, dass ich das nicht habe?)
„12 Dosen umsonst“ (was nix kostet, taugt auch nix)
„Nach 10 Minuten kommen? – verdreifachen Sie die Zeit“ (ey Leute, ich brauche meinen Schlaf!)

Ich bin so froh, dass ich ein Mähähähädchen bin!

Der Hammer aber kam am Dienstag, da war ich wirklich angepisstsauer: „Persönliche Einladung zur Fahrprüfung“. Die ham’se wohl nicht alle! Außer einer Fremdbeule und zwei Tickets wegen unerlaubtem Parken hab’ ich in über dreißig Jahren Auto fahren nichts verbockt.

Mann Leute, lasst mich einfach in Ruhe mit diesem Scheiß! >:-[

Motzköppe

Frauen und Männer sind ziemlich unterschiedlich und das ist auch gut so. Das Miteinander bleibt einigermaßen spannend, auch wenn es das Zusammenleben nicht gerade einfacher macht.
Was ich an Männern schätze, ist ihre unverblümte Art zu sagen, was ihnen nicht passt. Sie eiern nicht lange rum, sondern nennen die Dinge beim Namen. Manchmal hauen sie dabei auch auf den Tisch, um ihrem Unmut Luft zu machen. Ich halte das für übertrieben, kann aber damit leben.

Frauen sind anders. Sie äußern ihre Kritik andeutungsweise mit spitzen Bemerkungen und Sticheleien und wenn ihre Mitmenschen nicht darauf eingehen, wird geschmollt. Wenn auch das nicht fruchtet, wird richtig gemotzt und auf stur geschaltet. 🙄
Ganz ehrlich: mir sind die Kerle lieber! Da weiß ich, wo ich dran bin und muss mich nicht erst durch Gemütszustand und Prämenstruelles Syndrom durcharbeiten. Ganz besonders liebe ich es, wenn ich nachfrage, wo genau das Problem liegt und als Antwort höre, dass ich das ja doch nicht verstehe. Schnief. (Hallo – ich bin eine von Euch!)
Da drehe ich am Rad! Ich soll mir stundenlang ein motziges Gesicht ansehen und spitze Bemerkungen anhören, aber erfahren, was eigentlich los ist, darf ich nicht. :crazy:
Eine Kollegin hat dieses Verhalten perfektioniert. Sie selbst hat sich um nichts gekümmert und keinerlei Interesse am Gemeinwohl gezeigt. Sobald sie sich jedoch übergangen fühlte, hat sie gemotzt und die Zusammenarbeit gänzlich verweigert. Zur Begründung gab es bestenfalls ein paar kryptische Andeutungen. Einem guten Betriebsklima ist dieses Verhalten nicht gerade förderlich.

Ich finde so was extrem anstrengend und nervig und leider muss ich sagen, dass ich das bisher nur bei meinen Geschlechtsgenossinnen erlebt habe.
Mädels, sagt doch einfach was Euch nicht passt! Eure Mitmenschen sind weder Hellseher, noch haben alle ein abgeschlossenes Psychologiestudium. Keiner kann wissen, was in Euren Köpfen vorgeht, wenn Ihr es nicht aussprecht. Und bitte, tut es gleich und wartet nicht erst, bis eine Lappalie das Fass zum Überlaufen bringt.

Alles vorbei

Da freut man sich seit Tagen auf ein schönes Wochenende mit lieben Freunden, plant, kauft ein, backt Kuchen und bezieht die Gästebetten und schwupp, ist es schon wieder vorbei. 😥
Ein letztes Winken, dann biegt das Auto um die Ecke und man ist wieder allein. Naja, nicht ganz. Da sind ja noch die vielen Reste im Kühlschrank – man will sich ja nicht lumpen lassen – eine Maschine Wäsche und die mitgebrachten Blumen, die mich noch eine Zeit lang an den Besuch erinnern werden.
Schön war es, mit langen Gesprächen bis tief in die Nacht, etlichen Flaschen Wein und jeder Menge Spaß. Mein gewaltiges Schlafdefizit muss ich im Laufe der Woche irgendwie abbauen. Schlaf wird unwichtig, wenn man sich lange nicht gesehen und entsprechend viel zu erzählen hat.

Vorbei ist auch unser Weinfest, das die Stadt zehn Tage lang fest im Griff hatte. Als ich heute Morgen über einen der großen Plätze lief, waren die Winzer dabei, ihre Stände wieder abzubauen, Kühltruhen und Sitzbänke in großen Autos und Anhängern zu verstauen. Ein komischer Anblick. Da, wo man noch vor wenigen Stunden in gemütlicher Runde zusammen gestanden hat, ist jetzt kahle Fläche. Man selbst hat noch den Geruch von Flammkuchen und Winzerpfanne in der Nase, aber die Stände sind längst weg. Die Gemütlichkeit ist hektischer Betriebsamkeit gewichen. 😦

Nur an einer Stelle sieht es noch richtig festlich aus: Zwei hohe, nett dekorierte Tische, darauf ein riesiger Sektkühler, aus dem mehrere Flaschenhälse ragen und bereitgestellte Gläser. Eine Gruppe Menschen in feinem Zwirn starren erwartungsvoll auf die Rathaustreppe. Als ich an ihnen vorbeigehe, wird applaudiert und ich kann noch einen kurzen Blick auf das Brautpaar werfen. Sie haben ihr gemeinsames Leben noch vor sich.:D

Ende und Anfang liegen so dicht beieinander.