Motzköppe

Frauen und Männer sind ziemlich unterschiedlich und das ist auch gut so. Das Miteinander bleibt einigermaßen spannend, auch wenn es das Zusammenleben nicht gerade einfacher macht.
Was ich an Männern schätze, ist ihre unverblümte Art zu sagen, was ihnen nicht passt. Sie eiern nicht lange rum, sondern nennen die Dinge beim Namen. Manchmal hauen sie dabei auch auf den Tisch, um ihrem Unmut Luft zu machen. Ich halte das für übertrieben, kann aber damit leben.

Frauen sind anders. Sie äußern ihre Kritik andeutungsweise mit spitzen Bemerkungen und Sticheleien und wenn ihre Mitmenschen nicht darauf eingehen, wird geschmollt. Wenn auch das nicht fruchtet, wird richtig gemotzt und auf stur geschaltet. 🙄
Ganz ehrlich: mir sind die Kerle lieber! Da weiß ich, wo ich dran bin und muss mich nicht erst durch Gemütszustand und Prämenstruelles Syndrom durcharbeiten. Ganz besonders liebe ich es, wenn ich nachfrage, wo genau das Problem liegt und als Antwort höre, dass ich das ja doch nicht verstehe. Schnief. (Hallo – ich bin eine von Euch!)
Da drehe ich am Rad! Ich soll mir stundenlang ein motziges Gesicht ansehen und spitze Bemerkungen anhören, aber erfahren, was eigentlich los ist, darf ich nicht. :crazy:
Eine Kollegin hat dieses Verhalten perfektioniert. Sie selbst hat sich um nichts gekümmert und keinerlei Interesse am Gemeinwohl gezeigt. Sobald sie sich jedoch übergangen fühlte, hat sie gemotzt und die Zusammenarbeit gänzlich verweigert. Zur Begründung gab es bestenfalls ein paar kryptische Andeutungen. Einem guten Betriebsklima ist dieses Verhalten nicht gerade förderlich.

Ich finde so was extrem anstrengend und nervig und leider muss ich sagen, dass ich das bisher nur bei meinen Geschlechtsgenossinnen erlebt habe.
Mädels, sagt doch einfach was Euch nicht passt! Eure Mitmenschen sind weder Hellseher, noch haben alle ein abgeschlossenes Psychologiestudium. Keiner kann wissen, was in Euren Köpfen vorgeht, wenn Ihr es nicht aussprecht. Und bitte, tut es gleich und wartet nicht erst, bis eine Lappalie das Fass zum Überlaufen bringt.

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5 Gedanken zu “Motzköppe

  1. Mir ist ein offenes Wort auch lieber als dieses Geschmolle. Manche Kollegin findet, dass ich zu schnell „ausraste“ – aber ich halte es doch für besser, es gleich zu sagen, wenn etwas nicht passt oder schlecht läuft…

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