Chaostage

stehen mir bevor bzw. ich bin schon mittendrin. Der Handwerker, dem ich vor einem Jahr absagen musste, um nicht plötzlich zwei Baustellen im Haus zu haben, hat kurzfristig sein Kommen angekündigt. Natürlich habe ich hoch erfreut zugesagt und sofort begonnen, Bilder abzuhängen, Nippes wegzuräumen und Haken abzuschrauben. Heute Morgen machte er sich erstmal daran, alles abzudecken und abzukleben. Wunderschöne graue Auslegeware mit bunten Tupfen ziert nun den Boden. Das wäre ja alles nicht so schlimm, wenn sich das ganze nicht im Treppenhaus abspielen würde. Damit ist nämlich jeder Raum irgendwie in Mitleidenschaft gezogen und man kann auch nicht mehr mal eben schnell durchs Haus flitzen.

Da es bei uns nicht sein kann, dass nur kleines Chaos herrscht, kriege ich morgen – ebenfalls kurzfristig geplant – Übernachtungsbesuch und brauche beide Gästezimmer. Diese sollten natürlich in einem ordentlichen Zustand sein, weshalb nun alles, was normalerweise in einem dieser Zimmer abgestellt worden wäre, nun in unserem Schlafzimmer steht. Eine Kiste mit Schuhen, ein Schränkchen mit Handschuhen, Mützen etc. und natürlich – sehr dekorativ – der Schirmständer. Mein Bett ist belagert mit Mänteln und Regenjacken; man weiß ja nie, was man als nächstes braucht.
Also leben wir gerade in einem ziemlichen Durcheinander und ich muss versuchen, wenigstens ein bisschen Gemütlichkeit zu bewahren, damit sich unsere Gäste hier wohl fühlen und nicht sofort Reißaus nehmen. Dafür erspare ich mir ein aufwändiges Gäste-Menü und mache stattdessen etwas, was „nebenher“ brutzeln kann.

Was war noch? Ach ja, Hamburg. Tolle Stadt, gammeliges Stadion, Kneipen, in denen immer was los ist und super leckere Fischbrötchen. Das Fußballspiel haben wir nur 0 : 2 verloren, was ich durchaus positiv bewerte. Danach gab’s einen Reeperbahnbummel mit diversen Einkehrschwüngen. Den sonnigen Samstag haben wir im Freien verbracht, eine Hafenrundfahrt gemacht und waren in Blankenese – schöne Häuser gucken.
Die Mitternachtsshow begann erst um 0.30 Uhr und wir waren dankbar, dass uns eine Stunde länger zum Schlafen zur Verfügung stand. Das Hotel bietet am Wochenende Frühstück bis 13.00 Uhr an, was uns ebenfalls entgegen kam. Danach ging es schon wieder auf die Autobahn und wieder war ein Wochenende vorbei. Die Zeit rast! 🙄

So, nun muss ich wieder was schaffen, sonst kriege ich die Kurve überhaupt nicht. Drückt mir die Daumen, dass mein Handwerker – den ich im übrigen sehr schätze – ordentlich was wegschafft heute und morgen nur noch Restarbeiten erledigen muss.
Unsere Mannschaft spielt heute Abend schon wieder, auch da muss ich noch hin und danach zum Portugiesisch-Unterricht (ohne Hausaufgaben und total unmotiviert). 🙄

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