Wilde Wutz

Sie leben im Wald und vermehren sich prächtig und wenn es ihnen langweilig wird, fallen sie in die Ortschaften ein und mischen die Städter ein bisschen auf.
Dauernd hört man von Wildschweinen, die in Weinbergen und Gärten erhebliche Schäden anrichten. Kürzlich verirrte sich irgendwo eines in eine Waschküche. Der zu Hilfe gerufene Jäger erlegte das Tier – und die Waschmaschine gleich mit. :)) Das Fernsehen berichtete in bewegten Bildern von der wilden Hatz.

Jetzt ist in Frankfurt ein Wildschwein durch die geschlossene Terrassentür einer Kindertagesstätte gerast 8| und hat die Kinder und deren Mütter in Angst und Schrecken versetzt. Auf Tische und Bänke sei man geflüchtet, wurde berichtet. Wie der Besuch der wilden Wutz ausgegangen ist, weiß ich leider nicht. Die Terrassentür jedenfalls ist im Eimer.

Auch mir ist bei einem Spaziergang in den Weinbergen schon mal eine Rotte Wildschweine über den Weg gelaufen. Die Erde bebte kurz, dann schossen die Tiere ca. 5 m vor uns aus dem Wingert. Wenn wir ein bisschen schneller unterwegs gewesen wären, hätten die uns gnadenlos niedergetrampelt. Auf solche Erlebnisse kann man gut verzichten.

Nix gegen Wildschweine, aber mit Rotkraut und Klößen sind sie mir irgendwie lieber! :yes:

Keine Ente

Nichts Gutes schwante der Schildkröte beim Anblick der dampfenden Kochtöpfe in der Küche eines Feinschmeckerlokals in Hongkong. Das wehrhafte Tier ergriff die Flucht und biss bei ihrem Abgang dem Chefkoch so kräftig in den Zeh, dass dieser mit Verdacht auf Knochenbruch ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. :))
Ein Ende als Suppeneinlage ist ihr vermutlich trotzdem beschieden.

Kalt erwischt

hat es uns gestern, und zwar richtig! Drei Stunden Stehen im Stadion bei einer Affenkälte und nur für ein 0 : 0. Bei dem bitterkalten Wind konnten wir hüpfen, klatschen und grölen, soviel wir wollten – warm wurde uns nicht dabei. Die Kälte krabbelte fies in den Hosenbeinen hoch und fror die Glieder ein. Das Catering hat sich selbst übertroffen und neben den üblichen Kaltgetränken auch etwas Warmes angeboten: Zitronentee! Ihr wisst schon, das chemische Zeug, das man beim Discounter für 99 Cent die Dose kaufen kann. Schrecklich süße Kindergarten-Plörre für einen Euro das Becherchen. :crazy:

Der Wind trieb dicke Schneewolken über uns hinweg und sogar der Stadionzeppelin versuchte auszubüchsen. Er wurde aber dank des drehenden Windes wieder über das Spielfeld getrieben und konnte mit Hilfe der sich warm machenden Spieler wieder eingefangen werden.
Das war aber auch das einzige Ereignis, das gestern irgendwie für Erheiterung gesorgt hat.

Zu Hause gab es dann erst einmal richtigen Tee mit einem ordentlichen Schuss Rum drin. Dick eingemummelt bin ich danach sanft entschlummert und als ich nach einer Stunde wach wurde, lag draußen eine dicke Schneeschicht. Es schneite immer noch und so haben wir uns gar nicht erst die Mühe gemacht, den Bürgersteig vor dem Haus von der weißen Pracht zu befreien. Heute Morgen war dann alles schon wieder weggetaut. Nur auf den Autos war das Zeug liegen geblieben und musste abgekehrt werden.
So sieht er aus, der Winter in unserer Region. 🙄
Ich selbst bin nicht böse drum, weil ich weiß, dass Schnee schippen absolut keinen Spaß macht. Für die Kinder finde ich es jedoch ziemlich schade. Die Anschaffung eines Schlittens rentiert sich für die Stadtkinder heutzutage wirklich nicht mehr.

Was wird DAS denn?

Für heute haben die Wetterfrösche den Wintereinbruch und Schneefall bis in die Niederungen angekündigt. Bis vor einer viertel Stunde hab’ ich das gar nicht glauben können. Heute Morgen hat es geregnet, dann klarte der Himmel auf und wurde blau. Sogar ein paar Sonnenstrahlen waren uns vergönnt und ich konnte in meinem Garten die wohl allerletzte Rose bestaunen.

Jetzt stürmt es, die letzten Blätter werden von den Bäumen gewedelt und die Büsche tanzen in alle Richtungen. Am Himmel sind dicke bedrohliche Wolken zu sehen, die rasend schnell über uns hinweg ziehen und erheblich kühler ist es auch. Ich bin gespannt, wie sich das weiter entwickelt und lausche immer mal den Wettermeldungen. Spätestens am Sonntag soll es sich sogar im warmen Rhein-Main-Gebiet „einschneien“. 8| *fröstel*
Ich werde mal in den Keller marschieren und gucken, wo wir eigentlich unseren Schneeschieber versteckt haben – nur für den Fall, dass die Wetterfritzen Recht behalten. Ach ja, und das arme Röschen schneide ich jetzt ab und hole sie mir ins Zimmer.
Wie ist das Wetter bei Euch?

Omis in die Pumps

High heels sind Folterinstrumente. Jede Frau kapiert das spätestens dann, wenn sie nicht mehr ganz so jung ist und Rücken und Gelenke ihr das lange Martyrium heimzahlen. Aber sie sind auch sexy, machen aus plumpen Gehwerkzeugen lange und schlanke Beine, sehen zu Rock oder Kleid einfach besser aus, als flache Pantinen. Also tragen wir sie und schon die kleinen Mädchen staksen in Muttis viel zu großen Schuhen herum und üben den aufrechten Gang.

Zu besonderen Anlässen können die Absätze gar nicht hoch genug sein und nicht selten trifft man Damen, die in Bequemschuhen zum Theater laufen und an der Garderobe die Latschen gegen filigrane Gebilde in beachtlicher Höhe austauschen. Von einer Minute zur anderen wachsen sie um 12 cm und bewegen sich wie Diven. Meistens jedenfalls. 😉

Im Laufe des Lebens – dann, wenn die ersten Zipperlein auftauchen – werden die Absätze etwas ziviler. Ganz darauf verzichten will frau nicht, schließlich weiß sie spätestens seit Bruce Darnell, dass hohe Hacken einen knackigen Arsch machen! Also wird das schwabbelige Hinterteil angelupft und einigermaßen in Szene gesetzt.

Ab sofort kommt noch ein gesundheitlicher Aspekt hinzu: eine italienische Urologin will herausgefunden haben, dass hohe Absätze ein probates Mittel gegen Blasenschwäche sind! Nix mehr mit dröger Beckenbodengymnastik – strammes Marschieren auf hohen Absätzen ist jetzt angesagt! Die Orthopäden jaulen auf und die Slipeinlagenhersteller können einpacken. Weg mit den Birkenstocks und Wörrishofener Extrabreit-Latschen! Jetzt stürmen Damen jeden Alters in die Schuhläden und kaufen sich was Gesundes.
Ähm … ich muss dann jetzt auch mal los. *zisch und weg*

Die Bauern – wieder einmal

Wir plagen uns ja mit viel Bürokratie ab und haben uns schweren Herzens schon mit manch einer merkwürdigen Verordnung arrangiert. Eine hat die EU nun endlich abgeschafft: Die Gurke darf wieder krumm sein! Und nicht nur sie, auch Auberginen, Bohnen, Spargel, Karotten und Zucchinis dürfen nun wachsen, wie sie wollen – ohne aufgrund ihrer nicht normgerechten Figur auf dem Kompost zu landen. Sogar der Standard für Knoblauch wurde abgeschafft. Ganz ehrlich: bis heute wusste ich gar nicht, dass es für Knobi auch einen solchen gab. Ich hab’ die Zehen – egal, ob groß oder klein – einfach durch die Presse oder den Knoblauchwürfelbereiter (gibt’s wirklich! Keine Ahnung, wie das Gerät tatsächlich heißt.) gejagt und hinterher waren alle absolut einheitlich in der Form. 😉
Insgesamt 26 Obst- und Gemüsesorten dürfen nun ihre Individualität voll entfalten. Freiheit für alle!
Ich bin in einem großen Obst- und Gemüsegarten aufgewachsen und weiß, dass die Natur eben knorrige Karotten, krumme Bohnen, Doppel-Erdbeeren und kleine Äpfel hervorbringt. Auch die Bauern wissen das und eigentlich sollten die froh darüber sein, dass sie nun nicht mehr das Lineal an ihre Gurken halten müssen. Aber was machen sie bzw. der sie vertretende Verband? Sie maulen! Und zwar heftig. :##
Damit würden die bestehenden Vorteile klarer Qualitäts- und Güteeigenschaften sowie deren Etikettierung ebenso wie das staatliche Kontrollsystem ausgehöhlt. Es drohe eine Vielzahl unterschiedlicher Privathandelsnormen, die für Verwirrung sorgen würden.
Meint der Verband.
Mir fehlen die Worte. Das einzige Argument, das FÜR die Normgurken spricht, ist, dass immer gleich viele in eine Kiste gepackt werden können. Hier ist die Verpackungsindustrie gefragt und bis ihnen der Verpackungskisten-Durchbruch gelingt, müssen eben Leute eingestellt werden, die die Gurken zählen und die Stückzahl auf die Kartons schreiben. Beides kommt dem Arbeitsmarkt zugute. Gemüse zählen statt Hartz IV. Ist immerhin einfacher als Spargel stechen.

Ach ja, und neue Gurkenhobel, Bohnenschnippelgeräte und Pflaumenentsteiner, die sich dem nicht genormten Obst und Gemüse anpassen, müssen ja auch erfunden werden. :))

Hurra, jetzt kommt der Aufschwung!

Neulich in der SBahn

Die Rückenlehnen der Sitzbänke sind mit Graffitis verziert, die Scheiben milchig und zerkratzt. Es riecht nach abgestandenem Rauch, altem Schweiß und allen möglichen sonstigen Ausdünstungen.
Der Wagen ist nur mäßig besetzt. Drei Frauen, die zum Einkaufsbummel nach Frankfurt wollen, ein älterer Herr mit einer ausgewachsenen Bronchitis, eine Oma und ihre Enkelin, zwei Schülerinnen mit Stöpsel im Ohr und ich. Alle sind nur mäßig interessant und ich starre gelangweilt aus dem Fenster.
Ein bisschen Landschaft fliegt vorbei, ein paar liebevoll gepflegte Kleingärten und einige inoffizielle Müllhalden. Wir nähern uns dem nächsten Bahnhof und ich überlege, warum es in Bahnhofsnähe eigentlich immer so schmuddelig aussehen muss.
Der Zug bremst ab und mein Blick fällt auf die zwei massigen Gestalten auf dem Bahnsteig: Kahl rasierte Schädel, Springerstiefel, Bomberjacke. Unwillkürlich zucke ich zusammen und beginne, mich unwohl zu fühlen. Die Kerle gucken extrem grimmig, laufen breitbeinig und kampfbereit zu unserer Wagentür und reißen sie auf. Sie reden kein Wort, verziehen keine Miene.
Solchen Typen will man nicht im Dunkeln begegnen. Jetzt ist es heller Tag und ich wünschte mir, einen Zug später genommen zu haben.
Die Kerle postieren sich im Eingangsbereich, betrachten sich jeden einzelnen von uns genau. Der alte Mann hört auf zu husten, das etwa 9-jährige Mädchen wechselt seinen Platz und kuschelt sich an die Oma, das Gequassel der drei Frauen verstummt. Ich denke ‚Scheiße, was kommt jetzt?‘ und schlucke ein paar Mal.

Langsam dreht sich einer der grimmigen Gestalten um. Auf seinem Rücken steht in großen gelben Buchstaben „SECURITY“. Ich blinzele ein paar Mal um meine Sehkraft zu schärfen und lese das Wort erneut. Tatsächlich, da steht SECURITY. Man soll sich also in Sicherheit wiegen, wenn diese Herren in der Nähe sind.
Warum nur will sich bei mir dieses Gefühl nicht einstellen?

Was errrlaube …

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