Es glänzt noch

Ein paar Stunden noch, dann ist wieder ein Jahr geschafft.
Bisher hatte ich noch nicht viel Zeit, mein privates 2008 Revue passieren zu lassen. Anstrengend war es, was sicher nicht zuletzt mit dem ausgefallenen Urlaub zu tun hat. Ab einem gewissen Alter bleibt einem nicht mehr alles in den Kleidern stecken und gerade fühle ich mich ziemlich alt ausgepowert.
Ich weiß nicht warum, aber ich bin gegen Ende eines Jahres immer froh, wenn es endlich vorbei ist. Mit dem neuen Jahr verbinde ich dann die Hoffnung, dass alles irgendwie besser wird. Und das, obwohl ich nie irgendwelche guten Vorsätze habe!

Ich bin gespannt auf das neue Jahr. Es hält einige Abenteuer für uns bereit und darauf freue ich mich. Nicht, dass es mir jetzt langweilig wäre, aber es treibt mich zu neuen Ufern und ich kann’s kaum erwarten.
Vielleicht sollte ich mir vornehmen, etwas geduldiger zu werden … nur, wie macht man das?

Auch in 2009 gibt es viel zu tun, die Anforderungen werden ja nicht weniger. Aber es gibt auch ein paar Highlights, auf die ich mich freue. :yes:
Das neue Jahr liegt vor mir, völlig unbelastet. Es glänzt noch!

Ich wünsche Euch allen einen guten Rutsch!

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Feuer frei

zwei Tage noch und der Rest von heute – dann ist es da, das neue Jahr. Wie immer mit vielen Hoffnungen verknüpft, wie immer kräftig begossen und mit viel Radau begrüßt. Ab heute ziehen sie los, kaufen Aspirin und Feuerwerk und wie immer gibt’s einige, die es gar nicht erwarten können und schon mal vorknallen. Ich hab’ nix gegen Feuerwerk und schöne Raketen, gehört ja irgendwie dazu und soll helfen, böse Geister zu vertreiben. Von mir aus – wenn es denn hilft.
Was ich ums Verplatzen nicht leiden kann, sind die vorgezogenen Böller, die völlig unerwartet irgendwo in meiner Nähe knallen mich zusammenfahren lassen. Die ersten Kracher habe ich heute schon gehört, kaum dass die Geschäfte geöffnet hatten. :##
Zwei Tage noch und der Rest von heute … das kann ja heiter werden!

Der Weihnachtsmarkt

Vor ein paar Jahren nahmen sich Marketingstrategen dem wüsten Budenmix in der Fußgängerzone an und kreierten den Wiesbadener Sternschnuppenmarkt. Ordnungsgemäß auf dem Marktplatz gelegen und nicht wild in der ganzen Stadt verteilt, einheitliche, durchgestylte blaue Holzhäuschen mit unterschiedlichen Sternenmotiven am Giebel, beleuchtet von sehr schönen großen Straßenlaternen in Form von Lilien, die dem Stadtwappen entnommen sind. Sehr edel und trotzdem gemütlich. Laut einer Umfrage rangiert der Weihnachtsmarkt ganz weit oben auf der Beliebtheitsskala der Hessen – was zu Folge hat, dass das Gedränge immer schlimmer wird.
Da wir es bisher nur ein einziges Mal dorthin geschafft hatten (und über den ersten Glühweinstand nicht hinausgekommen sind), haben wir uns gestern Abend noch einmal zu einem gemütlichen Bummel aufgemacht. Da wird nicht mehr so viel los sein, dachten wir uns … und haben uns gründlich geirrt!
Jetzt ist Krise und keiner will mitmachen!
Es war voller denn je, Menschen mit dicken Kaufhaus-Plastiktüten und solche, die an den Ständen schnell noch ein Schnäppchen ergattern wollten, andere die es – wie wir – in den vergangenen Wochen nicht geschafft hatten und natürlich die, die immer da sind.
Man musste nur Zugang zu dem Menschenstrom finden, der in die gewünschte Richtung zog, dann kam man auch vom Fleck. Im Gegenstrom haben wir sogar noch Leute getroffen, die wir ewig nicht mehr gesehen haben. Das ist lustig. Beide Ströme kommen kurz ins Stocken, wenn sich so ein kleines Grüppchen trifft. Ein paar Leute maulen, dann setzten sich die Karawanen wieder in Bewegung und umfließen das neue Hindernis.
Meine Jacke hat ein paar Glühweinspritzer abbekommen und ein dicker Zuckerwattefleck ziert den Ärmel. Es hätte schlimmer kommen können. Dafür können wir nun behaupten, dass wir dort waren. :yes:

Euch allen ein schönes Weihnachtsfest und geruhsame Feiertage!

Die Weihnachtspute

Alljährlich sind wir bei unseren Nachbarn zum Putenessen eingeladen. Der Herr des Hauses kocht sehr gerne und gut und ich liebe es, mich an einen schön gedeckten Tisch zu setzen und zu genießen, ohne vorher stundenlang in der Küche gewirbelt zu haben.
Lecker war es – und wie immer viel zu viel! Unser lieber Nachbar neigt etwas zu Übertreibungen und muss immer noch einen draufsetzen. Wenn die letzte Pute 4 Kilo hatte, muss die nächste mindestens 5 Kilo wiegen – ohne Füllung, versteht sich! Dazu noch Rotkraut und Klöße, Vorspeise und Nachtisch.
Ich hab’ keine Ahnung, welches Gewicht das Federvieh gestern auf die Waage brachte. Man hätte eine ganze Fußballmannschaft damit satt bekommen. Zwei große Fleischplatten standen auf dem Tisch und als ich beim Abräumen half, sah ich, dass die halbe Pute noch gar nicht aufgeschnitten war! Und wir hatten noch nicht mal annähernd die Hälfte der Fleischberge auf den Platten verputzt. 8|

Den Nachtisch haben wir verweigert und stattdessen lieber einen zweiten Verdauungsschnaps getrunken. Geholfen hat das allerdings auch nicht. Diese Nacht haben wir nicht geschlafen, wir lagen im Fresskoma! 😳
Lieber Gott mach’, dass das Völlegefühl wieder weggeht!

Die Tombola

Gestern war die Weihnachtsfeier unseres Fußballfanclubs mit jedes-Los-gewinnt-Tombola! Kosten sollten dafür natürlich keine entstehen und so wurden die Preise gestiftet. Vom Kugelschreiber bis zum Friseurgutschein gab es praktisch alles.
Da wir selbst über ein ganzes Sortiment an Werbe- und sonstigen Geschenken verfügen, für die wir absolut keine Verwendung haben (die aber zum Wegschmeißen zu schade sind, siehe Eintrag vom Donnerstag), haben auch wir eine ganze Kiste Gewinne beigesteuert.
Ich fand Lose ziehen schon immer doof und hab’ auch sonst in meinem Leben noch nie etwas gewonnen, was ich wirklich hätte gebrauchen können. Schon deshalb wollte ich eigentlich nur eine Spende für den guten Zweck machen, wurde aber zum Griff in die Schale mit den Losen genötigt.
Der Erfolg: Mit vier Losen haben wir drei unserer eigenen Gewinne wieder mit nach Hause genommen und für den vierten haben wir auch keine Verwendung. Das hat ja prima geklappt. 🙄
Den Weinkühler hat jemand gewonnen, der absolut keinen Wein trinkt und unser Capo – ein kräftiger Typ mit markigen Sprüchen und coolem Aussehen – bekam unter großem Gelächter die WMF-Tortenplatte überreicht.
Den Hauptgewinn – ein Snowboard – zog ein Rentner. Der Gag: er hatte am Vortag das Weihnachtsgeschenk für seine Tochter gekauft – ein Snowboard! :))

Unsere „Gewinne“ wandern jetzt wieder in den Schrank und warten auf ihren nächsten Einsatz.
Dafür kann sich der Verein Bärenherz, ein Kinderhospiz in Wiesbaden, dem der Erlös der Tombola zugute kommt, über eine Spende von rund € 400,- freuen. Und das ist gut so!

Leuchtturm der Hoffnung

Es gibt da so Schränke …
die haben mindestens eine große Schublade oder ein Fach, hinter dessen Tür sich so allerhand verbirgt, was nicht für alle Augen bestimmt ist. Nein, ich meine nicht die Nachtschränkchen mit dem Blähboy, morschen Kondomen und irgendwelchem Spielzeug. Ich meine die Schränke, die in Wohn- und Arbeitszimmern, Küchen und gerne auch in Fluren stehen und in denen Dinge aufbewahrt werden, die man/frau gewiss nie mehr braucht, sich aber auch nicht davon trennen möchte. Aus Sentimentalität oder weil sie zum Wegwerfen zu schade sind; vielleicht kommt ja mal jemand, der genau DAS brauchen kann.

Ich geb’s zu, im Laufe der Zeit haben sich bei mir mehrere solcher Fächer angesammelt. Ich finde das auch gar nicht sooo schlimm, weiß ich doch immerhin, in welchem meiner Erinnerungsschränke ich was finden kann. Das Problem ist nur: nimmt man aus einem solchen Fach etwas heraus – meist braucht man das, was ganz hinten versteckt ist – kann man sicher sein, dass hinterher nicht mehr alles hinein passt, was vorher drin war. So erging es mir heute und mir blieb nichts anderes übrig, als bei der Gelegenheit alles noch einmal durchzusehen und mich von einigen Dingen nun endgültig zu trennen.
Vergangenheitsbewältigung sozusagen.
Danach war es tatsächlich möglich, in diesem Fach alles geordnet und übersichtlich unterzubringen und die Klappe ohne Anwendung von Gewalt zu schließen. Jubel!
Zwar verbirgt sich immer noch viel unnützes Zeug hinter besagter Klappe, aber man kann sie jetzt auch öffnen, wenn Besuch da ist – und zwar ohne dass sich auf dessen Gesicht ein hämisches Grinsen breit macht, wenn einem der halbe Inhalt vor die Füße gefallen und man hektisch bemüht ist, seine Habseligkeiten wieder aufzuraffen.
Dieses Schrankfach ist jetzt mein Leuchtturm der Hoffnung! :>>
Noch ist nicht alles verloren, man kann das Chaos besiegen!

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es allerdings: In meiner Küche gibt es ein Schrankfach, in dem diese überaus praktischen Plastikdosen mit Deckel wohnen, in denen man prima Lebensmittel im Kühlschrank vergessen aufbewahren kann. In diesem Schrank ist Aufräumen vergebliche Liebesmüh’. Jeder Versuch, hier Ordnung zu schaffen, ist zum Scheitern verurteilt, weil man spätestens zwei Stunden später eine dieser Dosen gereinigt aus der Spülmaschine holt und diese sich partout nicht in den dafür vorgesehenen Stapel einpassen lässt oder man eine oder mehrere Dosen herausnehmen muss, um sie danach wieder im Kühlschrank unterzubringen und der Stapel damit auseinandergerissen und instabil wird. 🙄
Ich hab’s inzwischen aufgegeben, praktiziere die Reinstopf- und Rauszerr-Technik und werde mich weiterhin darüber ärgern, dass ich den passenden Deckel nicht finden kann.
Ein bisschen Unordnung soll ja die Kreativität fördern.