Es lebe das Knäckebrot

Das Frühjahr ist in Sicht, der Winterspeck muss weg! Die Fastenzeit eignet sich besonders gut, mal auf kalorienreiche Leckereien zu verzichten und stattdessen leichte Kost zu sich zu nehmen. Quark und Joghurt statt Leberwurst und fetten Käse. Kräuterquark esse ich recht gerne, obwohl das ja eher was für Gebisslose ist. Ich kaue gerne und deshalb hab’ ich kürzlich Knäckebrot gekauft, um eine knackige Unterlage für die weiß-grüne Pampe zu haben.

Ich wollte auch gleich mal probieren und riss die Packung auf und was sehen meine entsetzten Augen? – DAS KNÄCKEBROT LEBT !! 88| 88| Lauter kleine Maden krabbelten auf den Scheiben rum! Die Vorstufe zu Lebensmittelmotten!

Wer die jemals in seiner Küche hatte, weiß was ein Ekelgefühl ist. Ich hatte mir diese Viecher schon mal mit Backzutaten (Nüsse, Mandeln etc.) eingekauft und es nicht gleich gemerkt. Seit dem reagiere ich hysterisch, wenn in meiner Küche etwas herumfliegt, was sich nicht eindeutig als Stubenfliege identifizieren lässt!

Inzwischen beäuge ich jede Klarsichtpackung beim Einkauf ganz genau und bringe die Sachen zu Hause sofort in fest verschließbaren Dosen unter, die ich wiederum einmal pro Woche genauestens inspiziere. Die Viecher sind ausgesprochen zäh und vermehren sich explosionsartig.

Den Horror meiner damaligen Wegschmeiß- und Putzaktion werde ich nie vergessen. Ich kann mich nicht erinnern, mich jemals zuvor so geekelt zu haben!
Das Knäckebrot hab’ ich natürlich sofort entsorgt und gerne darauf verzichtet, es in den Laden zurück zu bringen und mir mein Geld wieder geben zu lassen. Nie im Leben hätte ich die Packung noch mal in mein Auto gepackt und riskiert, dass sich die Würmchen eventuell darin breit machen.

Der Appetit war mir übrigens nach dieser Entdeckung gründlich vergangen. Den Quark hab’ ich ohne Unterlage verputzt. Schon wieder Kalorien gespart!

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10 Gedanken zu “Es lebe das Knäckebrot

  1. Ich glaube, liebe Caipi, diese netten Tierchen hatte jeder schon mal in seinem Vorratsschrank. Ich sperre Dinge wie Grieß, Zucker, Nüsse usw. auch sofort in sichere Gefäße ein; aber sicher ist das auch nicht. Leider!

    LG, Gudrun

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  2. So eine reichhaltige Küchen-Fauna kenne ich nur noch aus Kinderzeiten aus dem Backzutaten-Schrank meiner Mutter. Der Schrank war sehr tief, neu Produkte wurden jeweils von vorne dazugepackt, während alte Nüsse, Mehl usw. mit und mit bis hinten wanderten und so zur Kinderstube von allerlei Insekten wurden.

    Ich habe jetzt nur noch ab und an das Problem der kleinen Fruchtfliegen, die auch sehr resistent und renitent sein können. Es dauert auch immer eine ganze Weile, bis ich die hier in meiner Küche quitt werde.

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    • Die lieben Tierchen kauft man in aller Regel schon mit ein. Ich passe beim Einkauf auf wie ein Schießhund. In diese blöde Knäckebrotpackung konnte man leider nicht hineinschauen.

      Gegen Fruchtfliegen habe ich ein gutes Mittel: ein Schnapsglas mit etwas Wasser, einem Schuß Wein oder Fruchtsaft und einem Tropfen Spülmittel aufstellen. Hilft garantiert und am nächsten Tag kannst Du die Leichen in den Ausguß kippen.
      Die Viecher gehen mir auch auf den Geist, aber vor denen muss ich mich wenigstens nicht ekeln.

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      • Stimmt! Jetzt, wo du den Trick beschreibst, fällt mir ein, dass mir meine Schwägerin das auch schon einmal gesagt hat. Ich habe es selber auch schon mal mit Erfolg praktiziert. Aber irgendwann habe ich den Trick wieder vergessen. Danke fürs Aufffrischen. Der nächste Sommer kommt bestimmt.

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