Prall

Das war ein richtig pralles Wochenende mit gaaanz viel Leben in der Bude! Wir hatten Besuch von unserer zahnenden Großnichte (8 Monate) und ihren Eltern und innerhalb von wenigen Minuten sah unser Wohnzimmer komplett anders aus. :))
Die kleine Maus krabbelt zielstrebig auf alles zu, was für sie eher ungeeignet ist; die Pflanzenkübel mit den handlichen Tonkügelchen z.B. hatten eine magische Anziehungskraft. Also musste eine Barriere gebaut und diverse Alternativen als Spielzeug angeboten werden. Das normale Spielzeug ist ja langweilig, das kannte sie ja schon und hier gab es so viel Neues zu entdecken!

Eine Mixtur aus kleinen Bällen, Babyfläschchen, Schmusetuch, Schnuller, Baby-Lektüre (Die Ente Nelly), die Fernsehzeitung der letzten Woche zum Zerknüllen, Wickeltasche, Kindersitz, div. Plastiklöffel und Beißringe lagen überall griffbereit und mit einem meiner Kochlöffel hatte die kleine Krabbe auch großen Spaß. Da kann man drauf herumkauen und lustige Geräusche damit machen, wenn man kräftig auf den Boden oder den Tisch haut und wenn man keine Lust mehr hat, lässt man ihn einfach fallen und guckt zu, wie die Großen unterm Tisch rumkrauchen und ihn wieder aufheben. Das ist lustig, das macht Spaß! Die Kleine krähte vor Vergnügen und lachte, bis der Sabber aus dem kleinen Mund tropfte und lange Spuckefäden bildete.

Ein überaus freundliches und fröhliches Kind. Die Stimmung kippte nur kurz, wenn das dritte Zähnchen wieder weh tat, das gerade am durchbrechen ist – oder wenn die Mama den Brei nicht schnell genug in den weit aufgesperrten Schnabel schaufelte. Auch wenn die Eltern „schlafen“ verordnet hatten und es gerade so spannend bei den Großen war, wurde sie unwirsch.

Ein echtes Ereignis ist es, wenn man mit Kleinkind einen halben Tag außer Haus verbringt. Da ist es fast einfacher, einen Koffer für den Urlaub zu packen! Ein Stapel Windeln, Babycreme, Beißring, Schnuller und Spielzeug, Fläschchen, Gläschen, Löffelchen und Knabbergebäck – alles muss mit. Dazu noch Kinderwagen, Regenverdeck und der Autositz. Nicht zu vergessen allerlei Kleinteile für unvorhergesehene Ereignisse! Eine logistische Herausforderung für die Eltern … und vergesst ja das Kind nicht!

Jedenfalls war es ein überaus turbulentes Wochenende, an dem auch meine kleine Küche mal wieder richtig gefordert wurde. Herd und Spülmaschine waren im Dauereinsatz und der Mülleimer ständig voll.

Die Familie ist nun wieder zu Hause und an deren Stelle ist Nachbars Kater bei uns eingezogen. Statt feuchter Kinder-Patschehändchen nun also scharfe Krallen.
Nein, mir wird es nicht langweilig! ;D

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Vier Wochen zurück

… sei die Natur heuer, habe ich gestern von den Wetterfritzen erfahren. Wäre ich selbst nie drauf gekommen. Gerade habe ich das Gefühl, wir sind unserer Zeit voraus, nämlich mitten im April. Heute geht alles auf uns hernieder, was der Himmel so zu bieten hat. Ich bin jetzt fünf Stunden auf und hab‘ außer Sonne schon alles erlebt. Im Moment prasselt ergiebiger Regen auf die Dachfenster – sehr romantisch.
Ich probiere es mal mit einem Fußball-Fangesang: WIR HAM DIE SCHNAUZE VOLL …!

Auf dem Fußballplatz hat das gewirkt. Unser Verein hat jetzt den dritten Trainer dieser Saison. Ist wahrscheinlich ein bisschen zu spät, um den drohenden Abstieg noch zu verhindern, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Was soll’s, lernen wir halt auch mal die 3.Liga-Stadien in Deutschland kennen. 🙄

Also, lasst uns gemeinsam anstimmen: WIR HAM DIE …

Meinen Monster-Wintermantel habe ich übrigens inzwischen gewaschen und eingemottet und ich schwöre: Ich hole ihn nicht mehr aus dem Schrank – komme was da wolle. Ich bleibe stur weil: ICH HAB‘ DIE SCHNAUZE VOLL, ICH HAB‘, ICH HAB‘, ICH HAB‘ DIE SCHNAUZE VOLL!

Und jetzt alle: …!

Akademische Feier

Schon der Name ist Garant für lange Reden mit nur mäßigem Unterhaltungsfaktor, unterdrücktes Gähnen in den Zuhörerreihen und braves Klatschen. Die ersten zwei Stunden sind eher öde, danach wird’s dann besser. Wenn alle Dankes- und Grußworte gesprochen sind, kommt der Startschuss für Sekt und Schnittchen und alle, die eben noch mit Mühe ihre Gesichtsmuskulatur im Zaum hielten, sind plötzlich wieder hell wach.

Ich hab’s heute hinter mich gebracht.
Es gab einen Gottesdienst, den wir aus Zeitgründen geschwänzt haben, danach einen gemeinschaftlichen Fußmarsch zum alt ehrwürdigen Schloss, in dessen Rotunde die offizielle Veranstaltung stattfand. Natürlich waren die knapp bemessenen Stuhlreihen schon von geladenen Gästen und Festrednern besetzt. Also gruppierten wir uns an der Wand entlang und standen das Ganze im wahrsten Sinne des Wortes durch.
Ich bin Stehen gewohnt. Auf dem Fußballplatz macht mir das inzwischen nix mehr aus, da habe ich breite Wanderschuhe an, in denen man nicht umfallen kann. Heute trug ich Sofaschuhe, die eigentlich schon für den Fußmarsch völlig ungeeignet waren. Ich kann Euch sagen … zwei Stunden können ganz schön lang sein.
Wenigstens kann man im Stehen nicht einschlafen.

Die ersten drei Reden waren auch noch recht informativ, danach wiederholte sich alles in mehr oder weniger geschliffener Form – unterbrochen nur von gelegentlichem Gehüstel und dem Klicken der Pressekameras. Dann gab’s noch eine kurze Darbietung des Chors, die Verleihung der goldenen Ehrennadel der Stadt, ein paar Schecks und Präsente wechselten die Besitzer.
Applaus.
Ich hatte inzwischen Klumpfüße und völlige Blutleere im Gehirn.

Nach dem offiziellen Programm teilte sich die Gästeschar; die einen rannten zu den Häppchen, die anderen vor die Tür – erstmal eine rauchen und den Kopf wieder frei kriegen. Alle waren irgendwie froh, es überstanden zu haben.
Noch ein Gläschen Sekt und ein bisschen Small Talk, ein kurzes Verweilen bei der Kapelle, die inzwischen in der Rotunde spielte und viel zu wenig Beachtung fand, und nix wie weg.

Zu Hause die Schuhe von den brennenden Füßen gezerrt, aus den feinen Klamotten raus und ab auf die Couch. So ein Sonntag kann ganz schön anstrengend sein!

Nu‘ isser da

… der Frühling! Lang ersehnt und heiß erfleht und was passiert? Es ist schweinekalt! 😐
Am letzten Wochenende hatte ich schon mal ein Frühlingsjäckchen aus dem Schrank gezerrt und für einen kurzen Spurt zur Nachbarin genutzt. Seit dem hängt das dünne Teil an der Garderobe, umgeben von dicken Wollmänteln und wattierten Monsterjacken, und wartet auf seinen nächsten Einsatz. Wird wahrscheinlich Juni werden – oder so. 🙄
Ich hab‘ mich heute bisher nur drei Schritte vor die Tür getraut, gerade mal bis zur Mülltonne. Brrr, bibber!
Für meinen geplanten Gang zum Markt werde ich mich dick einmummeln müssen. Wenigstens schaut ab und zu die Sonne mal ein bisschen hinter den Wolken hervor und wärmt das Herz.

Bitte, bitte, lieber Petrus: mach’s ein paar Grad wärmer!

Mer kimmt zu nix!

Neben dem normalen Tagesgeschäft, diversen Terminen, Vokabeln lernen *stöhn*, Hausaufgaben und dem bisschen Haushalt, bin ich mit dem Vergleichen endloser, winzig klein gedruckter Listen beschäftigt. Sehr nervig und ermüdend!

Meinen Kampf mit der neuen Technik habe ich auch noch nicht gewonnen. Gestern ist es mir beim Download gelungen, ungewollt ein Hintergrundbild auf meinem Desktop zu installieren. 8|
Nun habe ich eine dieser o.g. Listen permanent auf dem Bildschirm und die diversen Icons liegen darüber und sind kaum noch auszumachen auf dem Zeilenwirrwarr. Selbst mein Guru-Göttergatte war ziemlich verblüfft, wie ich das geschafft habe. („Wie schön, Schatz, dass ich Dich immer noch überraschen kann!“ ;))

Wie ich es gemacht habe, kann ich leider nicht mehr sagen. Plötzlich war das blöde Ding da und geht auch nicht mehr weg. Ich werde mich anschließend mal darum kümmern, der Tag ist sowieso zum Abhaken.

Ach ja, und ein paar Sachen muss ich mir auch noch einrichten. Der Terminkalender ist unübersichtlich und meine diversen Emailordner haben sich auf wundersame Weise vermehrt. O vista mio, Du schaffst mich! Löschen kann ich die überflüssigen Ordner aber nicht, da ich angeblich nicht autorisiert bin. HALLO?? Soweit kommt’s noch, dass ich mir von einer Maschine sagen lasse, was ich darf und was nicht. Ich werd‘ das Ding schon gefügig klein kriegen in den nächsten Jahren.

Ich wünsche Euch einen stressfreien Donnerstag!

Entspanntes Wochenende

Endlich mal keine Termine und endlich mal kein Regen! Dafür war Zeit, das alte Laub im Garten wegzufegen und zumindest das Wohnzimmerfenster zu putzen. Jetzt kann auch mal wieder Besuch kommen, ohne dass ich in Erklärungsnöte komme. 😉 Sogar die Gartenmöbel sind schon ausgepackt und warten auf ihren ersten Einsatz.

Ein kleiner Rundgang durch einen auch sonntags geöffneten Blumenmarkt stand an und ein anschließender Geburtstagsbesuch. Ein bisschen Klönen bei Kaffee und Kuchen und den neuesten Klatsch aus dem Bekanntenkreis hören. Sehr entspannend!

Danach ein kleines Mittagsschläfchen und am Abend zum neuen Italiener (den wir nur zufällig auf dem Weg zum alten Italiener entdeckt haben). Nicht schlecht und vor allem: ganz nah! *freu*
Ich hab‘ einen riesigen Berg Muscheln verdrückt und die ganze Nacht mit dem Knobi gekämpft. Den Geschmack hab‘ ich immer noch auf der Zunge und ob die Ausdünstungen beim Duschen weggegangen sind, wage ich auch zu bezweifeln. Ist mir aber auch herzlich egal; heute Abend geht es zum Fußball und da kann ein bisschen mehr Platz ja nicht schaden. Ausnahmsweise ist unser Stadion nämlich mal ausverkauft: Die von de ebsch Seit komme ribber un hole sich drei Punkte ab. So wird es wohl ausgehen … leider!

Feuchtgebiete

„Positiv sollten Sie den Tag beginnen!“ Mit diesem Spruch versuchte eine Psychologin im Radio, uns den Start in den Tag zu versüßen. Beim Anblick des wieder einmal grauen Himmels heute Morgen fiel mir dieser Satz wieder ein und um nicht direkt in Depression zu verfallen, versuchte ich, dem Schietwetter etwas Gutes abzugewinnen. Ich will mal aufzählen, was ich so alles an Positivem gefunden habe:

– Unser kleiner Gartenteich ist erheblich größer geworden; die Fische freuen sich über mehr Auslauf.
– Wir verfügen mittlerweile über eine Vielzahl unterschiedlich großer Vogeltränken und –Badewannen. Es gibt kein Gerangel mehr zwischen Spatzen und Tauben.
– Das Erdreich ist gut durchfeuchtet. Sollte es jetzt unerwartet warm werden, können wir uns über eine reiche Pilzernte freuen.
– Die Blätter, die im letzten Herbst nicht weggekehrt wurden, sind jetzt so nass, dass sie auch bei heftigem Wind nicht mehr umher fliegen können. Das erleichtert irgendwann das Einsammeln.
– Ich muss nicht gießen und spare Wasser. Das schont den Geldbeutel.
– Unser Dach wird gereinigt. Die Moosplacken, die sich dort festgesetzt hatten, liegen jetzt auf der Terrasse und können irgendwann einfach weggekehrt werden.
– Ich bin bis auf weiteres vom Fensterputzen befreit.
– Das Ungeziefer, das den Winter überlebt hat, ist jetzt hoffentlich einfach ersoffen.
– Vereinzelt sind an den Büschen schon grüne Spitzen zu erkennen und last but not least:
– Die ersten kleinen Narzissen sind da! Mal sehen, wann das auch die Schnecken mitkriegen. 🙄

Wenn das nicht alles positiv ist!?
Der Tag gehört mir! :>>