Zeitfressmaschine

Frau muss nur lange genug rummaulen, wenn ihr was nicht passt und schwupp, schon nach ein paar Monaten ist das Problem gelöst. *freu*

Nun sitze ich hier mit einer neuen Zeitfressmaschine – mein Mann sagt dazu PC – und versuche, mich mit dem neuen Betriebssystem vertraut zu machen. Nicht dass ich geneigt wäre, da irgendwelche tollen Sachen damit zu veranstalten, aber es sieht halt alles anders aus, ist an anderen Stellen versteckt und wenn man sein vermeintlich gewohntes Programm dann endlich gefunden hat, erkennt man es kaum wieder: Neues Design, neue Funktionen … Vertrautes ist verschwunden.

Ok, das Schreibprogramm arbeitet immer noch mit Buchstaben, die man einzeln aneinander reihen muss und erfreulicherweise ist mir ja meine alte Tastatur geblieben. Das kriege ich also hin. Sogar das Ausdrucken meines Textes ist schon geglückt – zwar nicht auf dem gewünschten Drucker, aber immerhin! Abgespeichert habe ich meinen ersten Text auch schon … nur wohin, weiß ich leider nicht. Nur dass Ihr nicht denkt, ich sei komplett doof: wenn ich mit meinem PC alleine wäre, würde ich meinen Text wahrscheinlich wieder finden, aber meine Wundermaschine ist Teil eines Netzwerks und das macht die Sache spannend. Den Zugriff auf mein normales Laufwerk hab‘ ich nämlich nicht hingekriegt. Haha, lustig – dieses Jahr geht die Sucherei schon vor Ostern los.

Ich werde wohl noch die eine oder andere Lehrstunde bei meinem Guru nehmen müssen. Maulen kann ich ja jetzt wohl nicht mehr, oder?

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Alles neu

Seit Montag haben wir nun also unsere neuen Badezimmerarmaturen.
Très chic!
Eckig, hoch glänzend und modern!
Unauffällig ließ mir der Monteur die fünfundzwanzigsprachige Reinigungsempfehlung des Deutschen Markenherstellers auf dem Badewannenrand liegen. Gleich auf Seite 2 und 3 sind die Empfehlungen in deutscher Sprache niedergeschrieben. Unter elf Punkten steht dort, was man alles NICHT darf 8| und unter einem Extrapunkt ist auch noch vermerkt, dass „auch Körperpflegemittelrückstände wie Flüssigseifen, Shampoos und Duschgele Schäden verursachen können“.
Hallo??? Was haben wir denn da gekauft?
Die Dinger sind gar nicht für den täglichen Gebrauch konstruiert, sondern gehören ins Museum – mit einem großen Schild dran: „Please dont touch!“ (Ähm, der Preis erinnert im Übrigen auch mehr an ein Kunstwerk als an einen Gebrauchsgegenstand.*räusper*)

Naja, jedenfalls renne ich jetzt dauern mit einem weichen Lappen ins Bad, sobald sich jemand auch nur die Hände gewaschen hat. Frau hat ja sonst nix zu tun. 🙄
Zeitgleich war der Monteur aber so nett, uns auch die bestellte Entkalkungsanlage einzubauen und so hoffe ich, dass die neuen Armaturen noch eine Zeit lang schön aussehen.

Die alten Gerätschaften wie Wasserkocher, Kaffeemaschinen etc. habe ich erstmal entkalkt und staune nun, dass sich tatsächlich auch nach häufigem Gebrauch noch keine Kalkschicht abgesetzt hat. Der Wasserkocher ist bei mir ständig in Betrieb und normalerweise war schon nach zwei Tagen der weißliche Belag am Boden sichtbar. Bisher ist da nichts zu sehen und ich kann mein Glück kaum fassen. Sollte sich die Investition tatsächlich gelohnt haben? Warten wir es ab. Duschen jedenfalls macht wieder Spaß, wenn richtig Wasser aus der Brause kommt.

So ein Mist

Seit vier Stunden sollte ich im Bus nach Hamburg sitzen, und was ist??? Ich liege mit einer dicken Schniefnase, Kopf- und Gliederschmerzen auf der Couch und kann kaum aus den Augen gucken! In diesem Zustand wollte ich mir die ewig lange Busfahrt in den Norden wirklich nicht antun, obwohl ich heute Morgen doch sehr mit mir gerungen habe.
Sollste, sollste nicht?

Handy bis 17.11.08 002

Heute spielt unser kleiner Dorfverein – Schlusslicht der zweiten Fußballliga – im Pokal-Viertelfinale gegen den großen HSV – und ich kann nicht dabei sein! 😥 Es ist zum Heulen! Noch nicht mal im Fernsehen wird das übertragen, weil zeitgleich noch Leverkusen gegen Bayern München spielt und die Sendeanstalten sich davon wohl mehr Quote erwarten. Heute bedaure ich zum ersten Mal, dass wir dieses blöde Bezahl-Fernsehen nicht haben. Das Spiel der Mainzer gegen Schalke wurde gestern im Zweiten übertragen – und die Mainzer haben auch noch gewonnen :##.
Nun fiebern meine Fußballkumpels und –Kumpelinnen dem Spiel entgegen und ich soll nicht mal erfahren, wie es steht? Schluchz!

Ich hab‘ mich jedenfalls heute Morgen erstmal in die Apotheke geschleppt und weiteres Dope und Taschentücher gekauft. Die Tante hintern Tresen hat mich ziemlich mitleidig angeguckt, in ihrer Pröbchen-Schublade gekramt und mir diverse Pülverchen eingepackt. Vitamine und allerlei Heißgetränke, die ich jetzt in mich hinein schütte. Brrr!

Ich nehme jetzt noch zwei Aspirin und hau’ mich wieder ins Bett! Hatschi!

Schade

Gestern Abend waren wir seit langem mal wieder thailändisch essen. Wir lieben die thailändische Küche, kennen das Lokal seit vielen Jahren und natürlich habe ich dort mein Leibgericht (Nr. 272, Thai-Curry mit Kokosmilch – hmm, lecker!).
Vor gut einem Jahr hat der Besitzer gewechselt, der Koch und das übrige Personal wurden jedoch übernommen, so dass der Wechsel anfangs nicht aufgefallen ist.

Seit dem hat sich jedoch einiges verändert: Vom ehemaligen Personal ist niemand mehr da und das merkt man sehr deutlich. Unser Tisch (reserviert für vier Personen) war nur halb eingedeckt und sah aus, als wären unsere Vorkoster gerade aufgestanden und lediglich das benutzte Geschirr weggeräumt worden. 🙄
Wir bestellten die Vorspeisen und ich wies darauf hin, dass Besteck fehlt. Ich hatte so eine Vorahnung, dass das Essen auf den Tisch käme und wir dann ewig auf Besteck warten würden. Wir bekamen also – untypisch für ein asiatisches Lokal – Messer und Gabel. Für die Vorspeise war das egal, die essen wir sowieso mit den Fingern und da störte mich der fehlende Löffel nicht.
Dann kamen große Warmhalteplatten und Teller und kurz darauf auch das Essen in dekorativen Schüsseln mit Deckel, dazu eine große Schüssel Reis. Löffel, mit denen man die Speisen hätte auf die Teller bringen können, gab es keine. 😦 Die mussten gesondert bestellt werden.

Mein Mann und ich essen sehr gerne scharf und haben unsere Gerichte „original scharf“ bestellt. Meines war ok, auch wenn es etwas mehr Pfiff vertragen hätte. Das Essen meines Liebsten schmeckte grad’ nach gar nix. 😐
Bedienung war auch nur noch von weitem zu sehen und die schafften es alle, geflissentlich an uns vorbei zu sehen. Also stand mein Mann auf, ging zur Bar und verlangte Gewürze. Ihm wurde ein kleines Tablett mit verschiedenen Soßen in die Hand gedrückt; zum Tisch tragen musste er es selbst.

Der Hammer aber kam, nachdem wir bezahlt hatten und die Herren aufstanden, um unsere Mäntel zu holen. Schwups kam die Bedienung und stellte einen großen Putzeimer (10 l) mit Schaumbrühe und einem dicken Schwamm neben uns an den Tisch. 8|
So was hatte ich bisher noch nie erlebt!
Nur, dass kein falscher Eindruck entsteht: wir haben NICHT am Tisch rumgesaut! Unser Tisch sah genau so aus, wie wir ihn vorgefunden hatten. Und selbst wenn eine Grundreinigung nötig gewesen wäre, ist das in meinen Augen noch lange kein Grund, die Gäste mit dem Putzeimer raus zu komplimentieren!

Ich muss sagen, ich war ziemlich enttäuscht gestern Abend! Jetzt müssen wir wohl wieder auf die Suche nach einem Lokal gehen, wo das Essen wirklich thailändisch schmeckt und nicht von einem Italiener, Griechen oder Chinesen gekocht wird und wo obendrein noch der Service stimmt. Echt schade! 😥

Stehpinkler

Hach, ich weiß! Bei der Überschrift rollen die ganz männlichen Kerle die Augen und der Gummihandschuh bewehrten Damenwelt stellen sich die Nackenhaare. Das ewige Streitthema zwischen den Geschlechtern!
Sie: „Ich setz’ mich doch auch“.
Er: „Das gäbe ja auch eine Riesensauerei, wenn Du im Stehen …“.
Sie: „Das ist kein Argument“.
Er: „Ich mach’ ja schon immer die Brille hoch, was willst Du denn noch?“
Die Diskussionen kennen alle zur Genüge.

Meine bessere Hälfte hatte früher eine Skatrunde, die sich regelmäßig und reihum bei den Mitspielern zu Hause traf. Die Mädels durften Essen machen und hinterher das Klo schrubben. Die Jungs waren alles lange Kerle und wie frau weiß, ist die Streuung noch besser, wenn die Ladung aus großer Höhe abgefeuert wird. 🙄 Der Strahl spritzt in die Schüssel und von da aus zurück auf den Rand, die hochgeklappte Brille, die Innenseite des Deckels, Wand und Boden und – besonders appetitlich, weil geruchsintensiv – gegen die Heizung, die direkt neben dem Klo hängt.
Die Herren focht das alles nicht an. Sie hatten es eilig und nach ein paar Bierchen lässt der Hang zu Hygiene irgendwie sowieso nach.

Irgendwann hatte ich die Faxen dicke und hab’ einen entsprechenden Aufkleber auf der Innenseite des Deckels angebracht. Genutzt hat das auch nichts. Der einzige, der diesen Aufkleber interessiert betrachtet hat, war mein kleiner Neffe. Er war auch der einzige, der mit Erlaubnis im Stehen strullern durfte. Sein Hähnchen passte gerade so über den Rand der Kloschüssel und so üppig war der Strahl auch nicht, dass er damit hätte großartig rumsauen können.

Er stellte sich auf die Zehenspitzen, zerrte die Hose runter und sein Zipfelchen über die Brüstung. „Was macht der Mann da?“, fragte er mit piepsiger Stimme, und beim nächsten Mal: „Warum ist das durchgestrichen?“. Inzwischen ist der Bursche größer und benötigt beim Gang aufs Klo keine fremde Hilfe mehr. Ich fürchte, aus ihm ist inzwischen auch ein gewohnheitsmäßiger Stehpinkler geworden, der versonnen seinem Strahl nachschaut und den Aufkleber keines Blickes mehr würdigt.

Manchmal wünschte ich mir ja auch, ich könnte meine Notdurft im Stehen verrichten – bei Bedarf auch in freier Wildbahn.
Inzwischen sehe ich das etwas anders. Bei der letzten Auswärtsfahrt unseres Fanclubs wurde einer unserer Wildpinkler von der Polizei erwischt und darf jetzt ein Bußgeld von € 30 (in Worten: Dreißig!!!) berappen.
Aus war’s mit meinem Penisneid! ;D
Ich zahle fürs Pieseln brav 50 Cent und kriege die noch auf meinen Kaffee angerechnet.