Leute, lasst doch mal den Puff im Dorf!

In unserem eher bodenständigen Vorort gibt es einen kleinen gewachsenen Bereich mit recht dörflichem Charakter. Jeder kennt jeden, viele sind sogar irgendwie miteinander verwandt. Man trifft sich zum Schwatzen, Singen und Karten spielen. Alles sehr gemütlich und dann passiert das Unfassbare: Ein Puff macht auf! Mitten im beschaulichen Idyll! 8|
Das kann ja wohl nicht wahr sein!

Ruckzuck standen Polizei und Ordnungsamt vorm Bett auf der Matte und winkten mit der Sperrgebietsverordnung … damit in unserer schönen Stadt das Laster keine Chance hat.

In einem reinen Wohngebiet, so steht da geschrieben, sei ein bordellähnlicher Betrieb ebenso unzulässig, wie Außenwerbung und ein Anbahnungsraum (behördliches Wortungetüm für „Bar“).
„Bordellähnlicher Betrieb“ kommt wohl hin, schließlich bieten die Flatrate-Sex. Hurra, die Waldfee! Für 99 Euro poppen, bis der Arzt kommt. Konjunktur die ganze Nacht und das soll Mann versagt sein? Mitnichten.

Da sein soll was nicht sein darf, wurde überlegt, wie man den Puff doch noch legalisieren könne und siehe da: es geht!
Ein paar kleine Umbaumaßnahmen (die Räume müssen voneinander getrennt und abschließbar sein) und schon nennt sich das ganze Wohnungsprostitution und ist zulässig. :>> Unklar ist nur noch, wo sich die Freier mit den Damen treffen sollen. Müssen sich die Nutten jetzt draußen – am Rauchertischchen – die Füße platt stehen? Zu Stoßzeiten könnte das ein Verkehrschaos in der kleinen Gasse bewirken. :))

Über den gewählten Standort darf man sich sowieso etwas wundern. Von den Männern im Umkreis kann keiner dorthin gehen – das wäre im ganzen Ort bekannt, noch bevor er die Hose unten hat. 88|
Um dem Laden eine Chance zu geben, veröffentlichte die hiesige Tageszeitung in ihrer heutigen Ausgabe jedoch den Namen und die volle Adresse des Etablissements. Das nenne ich doch mal Werbung – ganz für umsonst.
Vielleicht haben Puff und Verlag ja auch ein gegenseitiges Abo.

11 Gedanken zu “Leute, lasst doch mal den Puff im Dorf!

    • Das Verkehrschaos in den Betten gibts zum Schnäppchenpreis. Wie die Freier allerdings in die Lasterhöhle kommen sollen, ist schleierhaft. Es gibt weder Parkplätze noch eine Busanbindung.
      Es wird spannend „auf dem Dorfe“. 😉

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    • Die Damen des horizontalen Gewerbes kommen sämtlich aus Osteuropa … weit genug für eine Auffrischung des Genpools. Nutzt aber nix, weil die hiesigen Männer da ja nicht hingehen können. :))

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  1. hihiii.. kommt mir doch glatt bekannt vor.. in unserem absoluten rein moralischem und „wir tun so was niemals, denn wir gehen Sonntags in die Kirche“ Dorf.. gabs mal ein Swinger Club…
    Boaar und da wurde gar nicht geswingt.. also im musikalischen Sinne:))

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  2. der Besitzer dieses Ladens wir schon wissen warum er die ländliche Gegend gesucht hat.
    Wir haben z.B. direkt hinter der Grenze zu Österreich im WALD so einen Laden.
    Am iesten profitiert die Polizei, denn auf der Zugangsstrasse ist 50 kmh, nur die Jungs haben es immer so eilig.
    Da kostet also die Nummer schnell mal das doppelte.

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