Schon wieder

ein Jahr älter. Nee, wat geht dat schnell. War es nicht kürzlich erst, als ich meinen runden Geburtstag gefeiert habe? An die Fete kann ich mich erinnern, als sei es gestern gewesen und tatsächlich ist das schon drei Jahre her. Unglaublich!

Allen, die mich vorgestern mit guten Wünschen, virtuellen Blumen und sogar Torte bedacht haben, noch einmal herzlichen Dank.
Den Tag selbst habe ich mit einem schönen Frühstück begonnen und mit einem gemütlichen Abendessen unter Bäumen im kleinen Kreis beendet. Dazwischen habe ich eigentlich nur telefoniert, Emails beantwortet, zwei Maschinen Wäsche gewaschen, die Spülmaschine ausgeräumt und Werbung für unseren Verein in Auftrag gegeben. Alles ganz entspannt und ohne Hektik. Sehr schön, so könnte es bleiben im neuen Lebensjahr. Wird es aber nicht, das ist schon heute klar. 🙄

Sobald ich weiß, wo wir unseren Fotoapparat wieder hingeschafft griffbereit hingelegt haben, werde ich Euch noch ein paar Bilder meiner wirklich schönen Geburtstagssträuße liefern. Erstmal muss ich aber jetzt zum Fußball – mal sehen, was das heute wieder gibt.

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Sonntag in Stuttgart

… und wieder Mal ein grottenschlechtes Fußballspiel gesehen. Wir sind vorzeitig gegangen und haben in der benachbarten Eintrachtkneipe ein kühles Bier getrunken. Versäumt haben wir nichts. :no:

Als Entschädigung dafür habe ich mir gestern das Spiel unserer Damen-Nationalmannschaft angesehen, obwohl ich Kicken im Fernsehen doof finde. Das war doch mal Fußball! Zwar haben die Mädels auch jede Menge Torchancen vergeben – das eint sie mit unseren Jungs – aber sie haben toll gespielt und gekämpft. Es war nur gerecht, dass sie dann doch noch 4 : 0 gewonnen haben. Drei Tore in den letzten vier Minuten. Na bitte, geht doch! :>>

Ach, wenn ich so was doch mal wieder in echt und von unserer Mannschaft sehen könnte. *seufz*

Mitesser

Samstagnachmittag, verhaltener Sonnenschein, angenehme Temperaturen – wir grillen! Kurz entschlossen rase ich zum Supermarkt und stehe vor einer mir feindlich gesonnenen Fleischtheke. Nur Winterkram im Sortiment: Rouladen, Haxen, Sauer- und Schmorbraten. Nix is’ mit Schwenksteaks, Hackfleischröllchen und irgendwelchen Spießen, die man(n) nur auf den heißen Rost hauen muss.
Hallo – wir haben Sommer!

Ich hab’ trotzdem was gefunden … sogar in kleinen Portionen, für zwei Personen geeignet. Dazu noch Salat und Kartoffeln, ein paar Zutaten für Sauercreme und ein bisschen Trallala – fertig ist ein Grillabend im kleinen Kreis. *freu*

Der Tag an und für sich war ziemlich nervig und am frühen Abend überkommt mich die Lust auf ein leckeres Kaltgetränk mit Bitzel und Allohollol.
Erfreulicherweise haben wir einen gut sortierten Kühlschrank und ich finde schnell eine einzelne Pulle, die sich für den spontanen Verzehr eignet. *doppelfreufreu*

Das erste Glas gab es so zum anturnen; für meinen Liebsten während der Sportschau, für mich in der Küche. Lecker!
Beim zweiten Glas saßen wir schon draußen. Die Steaks waren fertig, Salat und Kartoffeln auch … und dann kamen sie, die Mitesser und Mittrinker! Wespen und Fliegen machten sich über unser Essen her und diese fiesen kleinen Essigfliegen – von denen ich immer noch nicht weiß, wo die eigentlich immer her kommen! – erklärten unsere Sektgläser zu ihrem privaten Whirlpool. *grusel*
Ey – in Schampus bade noch nicht mal ich! >:-[

Zwar halte ich den Tod durch Ersaufen in feinem Riesling-Sekt für ziemlich erstrebenswert, trotzdem gestehe ich das doch nicht jeder her geflogenen Bonsai-Mücke zu. Wo kämen wir da hin?

Wir waren beschäftigt mit der Abwehr gefräßiger Mitesser und Schnutedunker, angelten in regelmäßigen Abständen in unseren Gläsern herum und bargen besoffenes Viehzeug. Das kann’s ja wohl nicht sein!

Die Wespen verbrutzeln bei uns mittlerweile auf dem „elektrischen Stuhl“ in Form eines Tennisschlägers (sehr empfehlenswert, nach ein paar Übungsstunden). Die Fliegen kann man einfach so vertreiben: vom Fleisch auf den Brotkorb, auf den Salat, auf die Kartoffeln, auf das Fleisch, den Salat. Abendfüllende Beschäftigung!

Irgendwann ist das Essen alle, das gemütliche Feuer im Kamin niedergebrannt, die Flasche leer und das Viehzeug besoffen oder tot. Jetzt gehen auch wir rein. Ein gemütlicher Grillabend ist zu Ende.

Was ist das?

Seit einiger Zeit höre ich in meiner Küche immer wieder merkwürdige Geräusche. Leise surrend, wie eine ganz entfernte Kreissäge oder ein Schleifgerät. Das Geräusch setzt immer mal kurz aus um dann wieder lang anhaltend hörbar zu sein. Dann ist mal wieder für einige Zeit Ruhe.

Mein erster Gedanke war – das Geräusch kam mir ja bekannt vor – dass eine Wespe irgendwo ein Nest baut. Also habe ich als erstes rund ums Fenster alles abgesucht. Nix zu sehen. Rollladen hoch, Rollladen runter. Blumentöpfe inspiziert. Mit einem Spiegel hinter die Heizung geguckt. Nix. Ich bin nach draußen gegangen und habe das Fenster und die Außenwand in Augenschein genommen, unter die Alu-Fensterbank geguckt, die Stopper des Rollladens kontrolliert. Nichts Verdächtiges zu sehen. Wieder rein, Fenster auf, Fenster zu – das Geräusch blieb gleich laut. Kombiniere: es kommt aus meiner Küche! 8| Allmählich macht sich Panik breit.

Was könnte das sein? Die Heizung ist ausgeschaltet, also schließe ich die als Quelle des Übels mal aus. Die Spülmaschine läuft auch nicht rund um die Uhr und es ist auch egal ob sie gerade spült oder nicht. Das Geräusch ist da. Bleibt eigentlich nur noch der Kühlschrank. Auch den habe ich schon überprüft: Tür auf, Tür zu, den Temperaturregler höher und niedriger gestellt, alle Fächer durchgesehen, Dichtungen überprüft. Spontan verändert hat sich dadurch nichts.

Irgendwelche Tiere (außer vielleicht dem kleinen grünen Steinbeißer, aber der ist m. W. ausgestorben) schließe ich inzwischen eher aus.

Das Geräusch ist in den letzten Tagen lauter geworden, die Ursache habe ich immer noch nicht gefunden. Verdächtig scheint mir noch immer der Kühlschrank. |-| Vielleicht verabschiedet sich gerade etwas im Innenleben des Kühlsystems. Ich habe nicht die leiseste Ahnung, wie so ein Kühlschrank von Innen aussieht, was da kaputt gehen kann und wie sich das anhört. Ich dachte, der hört einfach auf zu kühlen und fertig. Unserer arbeitet aber einwandfrei.

Hat irgendjemand eine Ahnung, was mit dem deutschen Markenfabrikat sein könnte bzw. woher das Geräusch sonst kommen könnte? Weitere Gerätschaften gibt es in der geräuschvollen Ecke nicht. Anregungen aller Art werden gerne entgegen genommen, inzwischen geht es mir nämlich gewaltig auf den Zeiger!

Allerdings bin ich schon irgendwie froh, dass ich nur Geräusche und keine Stimmen höre! ;D

Was schluckst Du?

Pünktlich vor dem Start der Leichtathletik-WM in Berlin gab es dieser Tage einen Bericht im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, in dem wieder einmal über Doping berichtet wurde. Ich habe nur mit halbem Ohr zugehört, aber das hat auch gerade gelangt.

Zwei Herren – zumindest einer von ihnen war früher selbst Sportler – erzählten eindrucksvoll von ihrer Dealer-Karriere und wie einfach es ist, an alle erdenklichen Sorten der Leistung steigernden Wunderdrogen heranzukommen. Null Problemo! Gratis dazu gibt es genaue Anweisungen, wie das Zeug zu spritzen, zu cremen und zu schlucken ist, damit man es nicht nachweisen kann. Anruf genügt, geliefert wird umgehend. Dann lacht das Edelmetall und die Sport-Drogenbosse auch.
Die Kontrolleure können literweise Pipi abzapfen und testen, bis sie schwarz werden. 😛
Die Zuschauer werden nach Strich und Faden verarscht. :))

Ziemlich freimütig erzählten die beiden Herren, wen sie so alles auf ihren Listen haben. Von Reue oder auch nur schlechtem Gewissen keine Spur. Alle tun es, also muss es doch in Ordnung sein, oder? Einer von ihnen brüstete sich regelrecht mit seinen „Erfolgen“.
Recht eindrucksvoll wurden diesen Erzählungen noch die Kommentare der Sportreporter beim Zieleinlauf zugespielt: „Das ist ja unglaublich! Wo nimmt er/sie nur diese Kraft her?“
Heute weiß man es.

Von mir aus können die Sportskanonen sich das Zeug in den Ranzen hauen, so viel sie wollen. Mich haben sportliche Großveranstaltungen noch nie sonderlich begeistert und das winzige bisschen Interesse ist nun auch weg. Wer jetzt noch gespannt vorm Fernseher sitzt und mitfiebert, ist selbst schuld.

Also, Damen und Herren Sportler: haut ordentlich rein und spritzt Euch zum nächsten Rekord. Meinen Segen habt Ihr!

Linkshänder

Heute ist der Tag der Linkshänder.
Die haben meine absolute Hochachtung, obwohl es für sie gar nichts Besonderes ist, einen Kuli oder eine Schere in die Linke zu nehmen. Für mich ist es der blanke Horror, wenn ich mal eine Verletzung an der rechten Hand habe und die ungeschickte linke benutzen muss. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass es auch gut für das Gehirn sei, so etwas ein bisschen zu trainieren. Versucht das mal spaßeshalber.
– Zähne putzen mit Links …passt aber auf Eure Nase auf!
– Brot schmieren … na ja, wenn man mit den Löchern in der Stulle leben kann.
– Hintern abputzen … das geht in die Hose. Versprochen! :))

Um einige Dinge macht man sich als „Normalo“ so gar keine Gedanken – Brotschneidemaschinen die falsch herum funktionieren zum Beispiel. Ein paar Hilfsmittel wie etwa Scheren und Dosenöffner gibt es inzwischen, aber die sind wohl richtig teuer. Warum eigentlich?

Mein kleiner Neffe hats da richtig gut. Der arbeitet beidhändig und es ist ihm herzlich egal, ob er den Kuli in der linken oder der rechten Hand hält.
Er hat’s einfach drauf!

Eine Woche

Eine ganze Woche habe ich mein blog sträflich vernachlässigt und auch nur sporadisch bei anderen gelesen. Man kommt ja zu nix mehr. Es hagelt Geburtstage und Einladungen, Übernachtungsgäste geben sich die Klinke in die Hand und nebenher sind wir in der heißen Planungsphase für unseren Brasilienaufenthalt.
Ständig passieren unvorhergesehene Dinge, auf die wir reagieren müssen. Das normale Alltagsgeschäft bleibt dabei auf der Strecke und muss sonntags aufgearbeitet werden.
Zu allem Überfluss hat jetzt auch die Fußballsaison wieder begonnen und wir verbringen die Samstage auf der Autobahn und in irgendwelchen Stadien. Wenigstens hat unsere Mannschaft gestern mal wieder einen Auswärtssieg hingekriegt. Das lässt hoffen! :yes:

Ansonsten verreisen gerade alle und machen bei uns Zwischenstation. Das ist zwar schön, weil wir auf diese Weise auch die entfernt wohnenden Familienmitglieder und Freunde mal wieder sehen, aber … die fahren am nächsten Morgen weiter in den Urlaub und wir müssen immer noch sechs Wochen warten. 😦
Ich weiß, dass die Zeit rasend schnell vergeht und die verbleibenden Wochen noch so voll gepackt sind mit Aktivitäten und Arbeit, dass wir die „vielen“ Wochen gar nicht bemerken werden. Trotzdem habe ich das Gefühl, ich muss JETZT hier raus! Ich merke, dass mir alles immer schwerer fällt und ich lange nicht so viel geschafft kriege, wie ich will/soll/muss. Ich pfeife auf dem letzten Loch und meinem Liebsten geht es nicht besser.
Na ja, wir werden auch das überstehen und schlafen können wir ja dann im Flugzeug – hoffentlich!

Wenigstens haben wir schon mal einen neuen Koffer gekauft. Der steht jetzt direkt neben meinem Bügelbrett und dient mir als Hoffnungsschimmer. Der Anfang ist also gemacht. 😀

Was die nächste Woche bringt? Jede Menge Termine, vier Geburtstage, mein Führersein muss abgeholt werden, wir haben Gäste zum Grillen eingeladen (hoffentlich hält das Wetter, sonst müsste ich nämlich wieder umdisponieren), am Freitag ist Fußball und der Beginn unseres zehntägigen Weinfestes – bei dem man ja auch so seine Verpflichtungen hat – unsere Nachbarn fahren in Urlaub und wir kriegen deren Kater zur Pflege, und unsere Flüge muss ich auch noch bezahlen. Damit kommen wir dem Urlaub schon wieder ein Stückchen näher. Ich glaube, das werde ich gleich als erstes machen. :>>