Ach Frau K.,

was hamse da nur gemacht? Ne Pulle Wein, bei Rot über die Ampel un‘ sich dabei auch noch erwischen lassen? Tststs!

Als ich das gestern gehört habe, war mir klar, dass sie zurücktritt. Sie konnte gar nicht anders, wollte sie glaubwürdig bleiben. Und glaubwürdig ist sie! Sie war bislang die einzige in dem ganzen Kirchenklüngel, der man abnahm, was sie sagte. Ich hab‘ mit der Institution Kirche nicht viel am Hut, aber Margot Käßmann finde ich klasse und ich bedaure sehr, dass sie die Brocken nun hingeschmissen hat. Die evangelische Kirche wird lange suchen müssen, bis sie einen adäquaten Ersatz gefunden hat.

Es wäre schön, wenn es in der katholischen Kirche – deren Skandale echte Skandale sind – ähnlich konsequente Leute gäbe.

Chapeau Frau Käßmann!

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8 Gedanken zu “Ach Frau K.,

  1. Wahre Worte die Du da schreibst.
    Du sprichst mir echt aus dem Herzen.
    Dem kann man eigentlich nichts mehr hinzu fügen.

    Außer vielleicht.
    Ich hab die Käsemann auch ganz doll lieb. Aber das nächste mal, wenn sie ´ne Pulle am Hals hat, sollte sie besser mit dem lieben Gott fahren.
    Der lässt sich nicht so leicht bei etwas, das verboten ist, erwischen.

    Liebe Grüßchen
    blubitt

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  2. Du hast natürlich einerseits Recht … sie hat sich sehr tapfer den Konsequenzen gestellt und dafür hat sie meine Hochachtung. Auf der anderen Seite denke ich aber auch, dass sie jetzt viele Gelegenheiten verpasst (nicht mehr bekommt), um Gutes zu tun. Und das finde ich sehr schade!

    Vielleicht wäre es besser gewesen, sie wäre geblieben. Auch das hätte jede Menge Mut erfordert, vielleicht sogar noch mehr, aber es hätte ihr auch die Möglichkeit gegeben weiterhin etwas zu bewegen.

    Aber letztendlich ist es allein ihre Entscheidung. Und mit der muss sie zufrieden sein.

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  3. Ihr Verstoß wäre ihr immer wieder aufs Butterbrot geschmiert worden, von daher war ihre Entscheidung sicher richtig.
    Ich bin ziemlich sicher, dass sie sich auch weiterhin einmischt und etwas bewirken kann – wenn auch nicht mehr von ganz oben.

    Was mich wirklich ärgert, ist die Unverhältnismäßigkeit: sie ist betrunken Auto gefahren, aber niemand ist zu Schaden gekommen.
    Bei der anderen Fraktion wurden Gott weiß wieviele Kinder missbraucht; sie haben für den Rest ihres Lebens daran zu knabbern und die kath. Kirchenmänner winden sich und eiern rum, dass ich schlicht kotzen könnte!
    Ich will Frau K. gar nicht in Schutz nehmen, sie hat eine Straftat begangen und hatte einfach nur Glück, dass nichts passiert ist. Aber sie hat die Konsequenzen gezogen und ist zurückgetreten.
    Man darf gespannt sein, was den Katholiken zu ihrem Skandal noch so alles einfällt.

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    • Wenn alle Katholiken zurücktreten würden, die Dreck am Stecken haben, dann wäre ja bald keiner mehr da. Okay, okay – das gilt wahrscheinlich auch für alle anderen Kirchen und über Politiker wollen wir in diesem Zusammenhang ja mal erst gar nicht diskutieren 😉

      Wenn man versucht es objektiv zu betrachen:
      1. Sie hat eine Straftat begangen.
      2. Sie hat einen hohen öffentlichen Posten bekleidet.
      3. Die Institution bei der sie arbeitet, hat (möchte gerne) einen gewissen Vorbildcharakter (haben).

      Ergo: Was sie getan hat war richtig und konsequent.

      Aber so ein bisschen muss man sich halt schon fragen, ob Menschen (egal in welcher Position) nicht auch Fehler machen dürfen … (das bezieht sich jetzt aber ausschliesslich auf Frau K.s Fehler, nicht die aktuellen der katholischen Kirche)

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  4. Das wäre es: alle, die jemals gefehlt haben, treten zurück oder – noch besser – lösen sich in Luft auf … und schon wäre die Welt leer. Eine schöne Vorstellung! 😉
    Fehler von Menschen mit hohen moralischen Ansprüchen verzeihen wir nicht. So sind wir nunmal gestrickt. Leider!

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