Grie Soß‘

Eigentlich bin ich ja kein Rezepte-Blogger, weil ich der Meinung bin, dass es bereits genügend Kochbücher gibt und persönlich sowieso am liebsten „frei Schnauze“ koche. Nun gibt’s aber tatsächlich Leute, die Frankfurter Grüne Soße nicht kennen und das ist natürlich ein Unding! Nicht, weil es angeblich Goethes Lieblingsspeise war, sondern weil das wirklich lecker ist und so richtig nach Frühling schmeckt.

Es gibt – wie immer – auch hier mindestens 500 Original-Rezepte, die recht unterschiedlich sind. Einzig die Tatsache, dass mindestens sieben verschiedene frische Kräuter hinein gehören, eint sie wieder.
Ich hab’ mal in einem regionalen Kochbuch gestöbert und stelle den Nicht-Hessen dieses leckere Gericht gerne vor.

Man nehme:
Jeweils eine Hand voll Schnittlauch, Petersilie, Kerbel, Kresse, Sauerampfer, Borretsch, junge Schalotten, Estragon, Dill und Bohnenkraut (verlesen, gewaschen und klein geschnitten),
mind. drei hart gekochte Eier (klein gehackt),
3 EL Weinessig, ¼ l Öl, Pfeffer und Salz.
Alles zusammen rühren und kalt zu Pellkartoffeln essen.

Ich mag es nicht so ölig; mein „Original-Rezept“ besteht aus saurer Sahne oder Creme fraiche mit einem Klacks Mayonnaise drin. Manchmal kommt auch noch ein Gürkchen rein und/oder etwas Senf. Frei Schnauze halt. 😉
Das ist unser lecker-leichtes Gründonnerstagsessen, bei dem man prima die nicht so schön bemalten Ostereier verarbeiten kann.
Wer nicht auf Fleisch verzichten will, kann Grüne Soße auch gut zu Roastbeef, kaltem Braten oder Tafelspitz essen.

Guten Appetit und frohe Ostern!