Lena-itis

Was ich nie im Leben geglaubt hätte, ist nun doch eingetreten: Wir haben tatsächlich mal wieder gewonnen und leiden jetzt alle unter Lena-itis. Ich gönne der kessen Göre ihren Erfolg und nach allem, was ich gehört habe, war ihr Vortrag wohl wirklich einer der besten. Glückwunsch Lena!

Nun gibt es sogar im öffentlich-rechtlichen Fernsehen eine Sondersendung: Die Ankunft unseres Stars auf dem Flughafen Hannover … live und in Farbe! Das gibt’s sonst nur bei Erdbeben, Vulkanausbrüchen oder prominenten Todesfällen. Sogar der Ministerpräsident kam brav angetrabt und überreichte ein Mörder-Blumengebinde; uns’ Angela ließ Grüße ausrichten. Das hat schon was! 😀

Die Veranstaltung gestern konnte ich erst ab Lenas Beitrag verfolgen und somit nicht wirklich mitreden bei der Punktevergabe. Klar gab es dabei wieder die üblichen Seilschaften, aber immerhin haben wir fast überall ein paar Punkte abgestaubt.

Ganze 2 (in Worten: Zwei) gab es zum Beispiel von Griechenland. Hallo??? Haben wir denen nicht gerade den Arsch gerettet? Ist das etwa der Dank?
Immerhin 3 Punkte gab es von Island. Die hatten unsere Kohle ja schon eingesackt und der ein oder andere Deutsche will die auch noch zurück haben. Das ham’se jetzt davon.
Schweden gab 12, was ich nur gerecht finde. Schließlich haben die unsere Königin weggeschnappt; da kann man schon mal aus dem Vollen schöpfen.
Spanien 12 – auf Malle ist Verlass!
Der Hammer: Frankreich 2, Holland 4. Ey, das zahlen wir Euch heim! Wartet nur mal ab. Ich schick’ Jogi Löw gleich ’ne Mail.

Apropos: War ja ein echter Glückstag gestern. Sogar Gomez hat das Tor getroffen – allerdings nur, weil der Keeper noch blinder war als er selbst.

Richtig klasse fand ich übrigens Lenas Satz, nachdem sie ihr Siegerlied noch einmal gesungen hatte und sich danach niemand mehr um den Abschluss der Veranstaltung kümmern wollte: „Ich weiß nicht, wo ich jetzt hin soll. Ich quatsche einfach mal noch ein bisschen …!“
Super, Lena! :>>

PS: … und wir müssen uns in Zukunft nicht mehr nur an „Ein bisschen Frieden“ erinnern.

Gerade vier und schon so vergesslich

Caipirella hat Geburtstag; gerade mal vier Lenze hat sie geschafft und ist schon vergesslich, wie eine Alte. 🙄

Geht Euch das auch so, dass Ihr aus irgendeinem Grund einen Namen sucht und er Euch partout nicht einfallen will? Mich macht so was kirre!!
Heute Morgen unter der Dusche suchte ich den Namen eines bekannten Regisseurs. Keine Ahnung, welche Gehirnwindungen da beim Haare waschen aktiviert wurden. Aus irgendeinem Grund dachte ich an eben diesen Regisseur. Mir fielen Filmtitel ein, ich wusste, wo er geboren wurde, dass er früh gestorben ist, viel mit Eva Mattes gedreht hat und sie ihn auch in einem Film über sein Leben und Wirken gespielt hat. Nur der Name … der war weg, wie Lehmanns Hund.

Gott sei Dank gibt’s ja heutzutage Internet und Suchmaschinen und all so was. Schon während des Zähneputzens war klar, dass ich sofort danach an den Rechner musste, wollte ich heute überhaupt noch mal an was anderes denken.

Meine Suche war auch sofort erfolgreich. Rainer Werner Fassbinder heißt der Typ, der mir eine halbe Stunde Kopfzerbrechen beschert hat. Puh!

Seit ich den Namen weiß, grüble ich übrigens darüber nach, wieso ich überhaupt an ihn gedacht habe. Dafür gibt es nämlich so gar keinen Grund und das ärgert mich ja schon irgendwie. Es ist gerade frustrierend genug, wenn man bei wichtigen Dingen immer wieder daran erinnert wird, dass das Gedächtnis nachlässt. Muss man sich dann auch noch wegen fremden Kerlen einen Kopp machen???

Ich gehe jetzt einkaufen und versuche, den Typ zu vergessen!

Der Elchladen wieder mal

Seit einem halben Jahr schiebe ich einen Einkaufszettel auf meinem Tisch hin und her, was bei Gelegenheit alles im Schwedenshop zu besorgen ist. Der Zeitablauf macht schon klar, wie gerne ich da hingehe. Der Tag heute ist sowieso für die Füße und damit bestens geeignet, sich in dem Shop dieselben platt zu latschen.
Um halb elf war ich da und … der Laden war ziemlich leer! Richtig klasse. Zügig zwischen Sofas, Schränken und Büromöbeln durchgeflitzt, Billy und Faktum passiert, die Kinderabteilung hinter mir gelassen und schwups, schon fand ich mich vor der Kantine wieder. Auch hier gähnende Leere! Da lass ich mir doch ein Lachstellerchen nicht entgehen, oder? :>>

Anschließend in die Grapsch-Abteilung. Hier war es ein bisschen chaotisch, da die gerade umbauen und alles wie ein wilder Hühnerhaufen umher irren musste. Aber egal, auch das habe ich gemeistert und wider Erwarten alles gefunden, was mein Herz begehrte. Komischerweise war alles in Rollenform verpackt, was mit dem Förderband an der Kasse nicht kompatibel war und der Kassiererin einiges an Geschicklichkeit abverlangte. :))

Nun kann ich meinen Einkaufszettel wegwerfen; ich habe alles, was ich brauche und zusätzlich noch ein paar Kerzen, Bilderrahmen, einen Schuhanzieher und zwei von den überaus praktischen blauen Einkaufssäcken.
So ist aus einem öden Tag doch ein erfolgreicher geworden … und jetzt gehe ich mal meine Schätze sortieren.

Nach Käse kommt kein Schinken

Koch hat fertig und macht sich vom Acker. Die meisten Hessen wird’s freuen, ist der Ministerpräsident doch nicht gerade ein Ausbund an Charme.
Die Meldung ist kaum raus, schon wird über die Nachfolge gemunkelt und auch mir schoss als erstes der Name Bouffier durch den Kopf. Auch der befindet sich auf der Beliebtheitsskala eher im unteren Bereich; wir müssten uns wenigstens nicht umgewöhnen. 🙄

Ich hab’s getan

… und jetzt endgültig auf Sommer umgerüstet! 😀
Weg mit dem warmen Wintermantel, den dicken Schuhen, Pullovern und Fleece-Shirts. Ich kann das alles nicht mehr sehen und setze jetzt voll auf Sommer, Sonne und laue Nächte. Sollte doch noch mal ein Kälteeinbruch kommen, hol’ ich mir halt den Duft und leg’ mich ins Bett. Basta!

Ich wünsche Euch ein sonnig-warmes Pfingstwochenende!

Es gibt so Tage …

da ist alles, was Du machst, ein Griff ins Klo!

Einziger Lichtblick: die Telefonanlage hat ihren Geist aufgegeben und es ist angenehm ruhig heute. Keine nervigen Werbeanrufe, niemand, der „in einer persönlichen Angelegenheit“ die Geschäftsleitung sprechen will und abgewimmelt werden muss.

Ansonsten kann ich den Tag wohl knicken. :-/

Erstaunlich,

dass Leute zwar älter werden und sich äußerlich nicht immer zu ihrem Vorteil verändern, im Innern aber doch die Alten bleiben.

Gestern war wieder einmal ein Treffen unserer alten Clique. Nachdem wir uns einige Jahre völlig aus den Augen verloren hatten, ziehen wir das jetzt einmal pro Jahr durch und verabreden uns zum Mittagessen und Klönen und Spaß haben. Bemerkenswert finde ich dabei immer, dass die alte Vertrautheit sofort wieder da ist.

Diesmal hatten wir sogar Zuwachs: einer unserer Freunde ist inzwischen auf den Hund gekommen und … er ist unser erster Rentner! Heiderdaus, da hatten wir natürlich ein Gesprächsthema! Jeder hat inzwischen den (Un-)Ruhestand im Blick und manch einer kennt sogar schon das Datum seines letzten Arbeitstages. 😀

Ein paar Krankheiten wurden durchgehechelt (ohne mich! Aus solchen Diskussionen halte ich mich strikt raus!), ein paar Tipps verteilt, wie man dem Friedhofsblond auf dem Kopf am besten entgegen wirkt, wie man lange Flugreisen schadlos übersteht, was das Hüftgold wirkungsvoll schmelzen lässt, etc.

Und es wurden Bilder geguckt. Der letzte runde Geburtstag, das neue Enkelchen, das anvisierte Rentnerdomizil. Jeder hat andere Vorstellungen, wie er seinen dritten Lebensabschnitt gestalten will, aber alle sind wild entschlossen, aktiv zu bleiben und das arbeitsfreie Leben zu genießen. Ich bin mal gespannt, wie viele der guten Vorsätze wirklich in die Tat umgesetzt werden. 😉

Natürlich wurde auch in Erinnerungen geschwelgt und über Abwesende hergezogen über den Verbleib von Abwesenden diskutiert. Bei der Gelegenheit wurde dann auch der seinerzeit schönste Mann aus Griechenland angerufen, der inzwischen wieder in seiner Heimat lebt. Der Flatrate sei Dank, dass so etwas heute möglich ist, ohne das Konto direkt in die Miesen zu fahren. Er plant demnächst eine Deutschlandreise und dann gibt es vielleicht ein außerordentliches Wiedersehen. Auf den sind wir nämlich echt gespannt! ;D

Zylinderkopfdichtung

… lautete die Diagnose, nachdem mein Bruder mein defektes Wägelchen ausgeweidet und die Einzelteile in seiner Garage verteilt hatte. Die Motorhaube lehnte lässig an einer Wand und da, wo normalerweise der Motor sitzt, war nur noch ein großes Loch.
Schei…! Diese blöde Dichtung war die letzte, richtig teure Rechnung, die wir für das Auto meines Liebsten berappen mussten. Vierzehn Tage später wurde die Abwrackprämie geboren. 🙄 Jetzt ist es bei meinem Auto so weit und diese blöde Prämie gibt es nicht mehr. Es ist zum Mäuse melken!

Noch schlimmer ist, dass ich jetzt mit dem Auto meines Mannes rumgurken muss, bis mein rollendes Einkaufskörbchen wieder einsatzbereit ist. Das Auto ist äußerlich etwas größer als meines, aber im Innern kriege ich Klaustrophobie. Der ist so niedrig und eng, dass man sich schon vor der Tür zusammen falten und dann seitlich reinrutschen muss. Dabei stößt man sich wahlweise den Kopf oder – ich muss den Sitz weit nach vorne stellen, um überhaupt an die Pedale zu kommen – das Knie an der Lenkradsäule.
Um unfallfrei an den Gurt zu kommen, empfehlen sich vor Fahrtantritt ein paar Stretchübungen. An das Stellrad für die Rückenlehne kommt nur, wer die Fahrertür offen lässt.

Wenn man endlich drin ist, kommt Schumacher-Feeling auf. Fahren tut der nämlich gut und ich muss höllisch aufpassen, dass ich nicht unversehens zu schnell bin. Auch das Cockpit gibt was her: Massenhaft Schalter und Hebel und Leuchtanzeigen. Von den meisten kenne ich die Bedeutung gar nicht und ich will mich auch gar nicht erst daran gewöhnen. Die Klimaanlage beispielsweise ist bei der derzeitigen Witterung ja durchaus verzichtbar.

Ich bin jedenfalls heilfroh, wenn ich wieder mit meinem eigenen Auto rumfahren kann und hoffe, dass er dann noch recht lange halten möge. Da kann ich ganz bequem einsteigen, habe massenhaft Platz, keinen unnötigen Schnickschnack und Außenspiegel, in denen man wirklich was sehen kann! Ich mag meinen kleinen Franzosen! :yes:

Tegernsee

Die letzte Auswärtsfahrt unseres Fanclubs führte uns nach Bad Wiessee, einem malerischen kleinen Ort am Tegernsee.
Sehr malerisch und sehr, sehr ruhig – zumindest jetzt.
Während der Saison möchte ich da nicht tot überm Gartenzaun hängen!

Der ganze Ort besteht eigentlich nur aus Kurkliniken, Hotels und Pensionen. Tagsüber ist dann wahrscheinlich die Hölle los und abends stirbt man vor Langeweile. Wir haben nur eine Kneipe gefunden, in der man sich auch abends aufhalten konnte. Mit 15 Leuten kann man zwar überall etwas los machen, aber so ein bisschen sollte das Umfeld schon stimmen. An drei Abenden jedenfalls haben wir in besagter Kneipe als Letzte das Licht ausgemacht. 😳

Einen Ausflug zur Tegernee-Brauerei haben wir auch unternommen und in der Brauereigaststätte gegessen. Mal abgesehen davon, dass das ein reiner Touristenschuppen ist: das Essen war mittelmäßig und teuer und die Lautstärke in dem Gewölbe ist unmöglich! Man konnte sein eigenes Wort nicht verstehen! Das Bier ist zwar gut, aber das kann man auch anderswo trinken. Also sind wir nach einer kostenlosen Rundfahrt um den See doch wieder in „unserer“ Kneipe gelandet und haben den Abend gemütlich ausklingen lassen.

Das Spiel war so lala, was aber egal war, weil es für keine der Mannschaften mehr um etwas ging. Dafür gab es im Stadion Freibier (alkoholfrei) und die Wurstsemmeln gab es zum Selbstkostenpreis. Die wollten zum Saisonende einfach die Kühlschränke leer kriegen.

Nun ist also erst mal Schluss mit Fußball und wir können uns für die Wochenenden etwas anderes vornehmen – zumindest bis zum Start der Weltmeisterschaft.
Apropos:Ich muss doch gleich mal gucken, ob ich die Deutschland-Fähnchen griffbereit habe. 😉

Alter Schinken

Nix gegen Kunst, aber wenn ein mäßig schönes Bild für 95 Millionen Dollar über den Tisch geht, dann darf Otto Normalverbraucher sich schon ein bisschen wundern, oder?

Wirtschaftskrise? – Wo?

Es muss ja gestern wirklich hoch hergegangen sein, bei Christie’s … wenn sogar die Anzeigetafel in die Knie ging. 8| Das Auktionshaus könnte jetzt in eine neue investieren – bei einem Aufgeld von 11.482.500 Dollar müsste das schon drin sein.

Ich geb‘ ja zu, dass mein Kunstverständnis eher unterentwickelt ist und ich den Wert eines Gemäldes sicher nicht zu schätzen weiß. Mal abgesehen davon, das mir die „Nacke, grüne Blätter und Büste“ nicht gefällt: Wo, bitteschön, hängt man ein so teures Bild auf??

Übrigens habe ich gelesen, dass Picasso das Bild an einem einzigen Tag hingerotzt gemalt hat. Kein schlechter Stundenlohn, hm?