Schweizer Käse

An Pfingsten wars, als sich unsere alte Markise mit einem hässlichen Geräusch von uns verabschiedete. Wir saßen gemütlich im Garten und schlabberten Eis. Es war warm, die Sonne lachte und ein laues Lüftchen strich uns durchs Haar. Sehr angenehm für uns. Die Markise mochte das mit dem Wind eher weniger. Der 28 Jahre alte Stoff war wohl schon ziemlich morsch. „Ritsch“ machte es und schon war er an der Kederleiste auf 50 cm eingerissen. 88| Schei… !

Aber wir sind alte Camper und wussten uns zu helfen. Mittels eines langen Schnürsenkels, einer aus einem halben Druckknopf gebastelten Öse, etwas Klebstoff und Gummi zur Stabilisierung konnten wir das Problem vorübergehend beheben. Im nächsten Jahr wollten wir ja sowieso eine neue Markise anschaffen, nun musste diese Ausgabe halt vorgezogen werden. So richtig ins Programm passen solche Ereignisse ja eh nie.

Also sind wir losgezogen und haben uns mit den neumodischen Schattenspendern befasst und im zweiten Anlauf auch eine Firma gefunden, die halbwegs vernünftige Preise hatte. *schluck*
Das neue Design für die Bespannung war schnell ausgesucht und das neue Maß war sowieso klar. Also haben wir bestellt und tapfer drei Wochen auf die Lieferung gewartet. Unsere Reparaturarbeit war dauerhaft und hätte vermutlich auch noch den ganzen Sommer gehalten, aber das weiß man ja vorher nie so genau.

Heute jedenfalls wird die Neue installiert. Seit acht Uhr sind drei Männer damit beschäftigt, Löcher in unsere Hauswand zu bohren, die inzwischen einem Schweizer Käse nicht unähnlich ist. Zauberhafte Geräusche! Meine größte Sorge, dass wir die Markisen gar nicht durchs Haus kriegen – ist bei uns nach einigen Umbaumaßnahmen ein bisschen diffizil – hat sich gottlob nicht bewahrheitet. Es war zwar etwas heikel, aber die Männer haben es geschafft. Andernfalls hätten wir auch ein echtes Problem gehabt. Puh!

Jedenfalls sehe ich jetzt gespannt der Fertigstellung entgegen (die Nachbarn übrigens auch – so viele Leute sieht man sonst nie an den Fenstern). Noch sind nicht alle Löcher in der Hauswand. Wenn ich mir die Länge der Bohrer angucke, wird mir angst und bange; so dick sind unsere Wände gar nicht und ich wusste auch nicht, dass es sooo lange Schrauben gibt. Naja, vielleicht kann man von Innen noch einen Schrank dranhängen.

Jedenfalls staubt es wie verrückt und wenn die Mannschaft vom Hof ist, muss ich erst Mal Besen und Schrubber schwingen. Danach werde ich ein paar Steaks kaufen … mir ist, als müssten wir heute mal wieder grillen. Danach gibt’s public viewing in Caipis Wohnzimmer. 😀

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5 Gedanken zu “Schweizer Käse

    • Danke! Sieht richtig edel aus, das neue Teil und sie hat den Vorteil, dass sie sich selbständig einrollt, wenn ihr der Wind zu heftig wird.
      Jetzt kann der Sommer kommen!
      LG, Caipi

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