Angekommen

Brasilien hat mich wieder!

Die letzte Woche vor unserer Abreise war ziemlich hektisch und zu allem Überfluss auch noch mit einer schicken Erkältung gekrönt, von der ich immer noch was habe.

Immerhin hat zum guten Schluss doch noch alles geklappt, unsere Koffer hatten sämtlich das „richtige“ Gewicht, die Flüge waren angenehm und unsere Weiterfahrt mit dem Auto haben wir auch – von zwei Extraschleifen mal abgesehen – gut hinter uns gebracht.
Ab sofort ist so etwas ähnliches wie Urlaub und ich bin wild entschlossen, es zu genießen! Gelegentlich werde ich die arbeitende Bevölkerung Euch daran teilhaben lassen und die Nase ein bisschen lang machen. Ich kann soo gemein sein!

Sonnige Grüße ins Blogland!

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20 störrische Zentimeter

Fusilli, Farfalle, Rigatoni und wie sie alle heißen … köstlich. Ich liebe Nudeln! Nur erkläre mir bitte mal jemand, wie die Italiener auf die Schnapsidee gekommen sind, Spaghetti zu erfinden. Eine glatte Fehlkonstruktion!

Die Wickeltechnik haben wir uns ja mittlerweile abgeguckt, aber entweder drehst Du Dir den Wolf und hast nix auf der Gabel, oder der halbe Inhalt Deines Tellers ist als großer Klumpen aufgespießt, den Du nie im Leben halbwegs anmutig in den Mund kriegst. Soße kann man damit sowieso nicht aufnehmen, die musst Du dann ganz zum Schluss mit dem Löffel essen … also, was davon noch im Teller ist. Bei dem Teil, der sich auf der Tischdecke und dem Hemd Deines Gegenübers befindet, erübrigt sich das. 😳

Spaghetti schmecken genau, wie alle anderen Nudelsorten auch. Warum zum Teufel kaufe ich also so einen Quatsch? Keine Ahnung. Manchmal bin ich mir selbst ein Rätsel.

Jedenfalls hatte ich noch eine Packung von den langen dünnen Dingern und wollte die endlich verbrauchen. Bolognese gab die Kühltruhe noch her, Salat war leider aus. Ein bisschen Grün wollte ich aber schon und warf kurz entschlossen eine Hand voll Erbsen in die Soße. Geil, sag‘ ich Euch! Lange dünne Fäden und runde Kugeln … ein Dinner-Puzzle, mit dem man richtig lange beschäftigt ist. Probiert es aus – gerne mit Gästen, die ihr sowieso nicht leiden könnt. :>>
Ich empfehle, eine Plastikdecke aufzulegen. Empfindliche Polster und Teppiche im Umkreis von ca. drei Metern rund um den Tisch sollten mit einer Malerplane geschützt werden. Viel Spaß!

Caipis Kochstudio

Gerade versuche ich, den Inhalt unserer Tiefkühltruhe zu verwerten, damit ich die Wuchtbrumme abtauen und während unserer Abwesenheit ausgeschaltet lassen kann. Inzwischen sind die Vorräte auch schon recht übersichtlich geworden und mit jedem Beutel, jeder Gefrierdose, die verschwindet, wird der Speiseplan spannender. Man hat ja immer so Lieblingsgerichte oder Zusammenstellungen, die schon immer so gegessen wurden. Im Augenblick gibt’s bei uns eher ungewöhnliche Kreationen, die aber – wenn man es erst mal probiert hat – gar nicht übel sind.

Etwas Sorge bereitet mir noch ein Beutel Kartoffelklöße. Klöße schmecken eigentlich nur in Verbindung mit Bratensoße und letztere gibt es nur, wenn man einen solchen zubereitet. Dazu fehlt mir im Augenblick jedoch die Muse und ein Bratenstück findet sich auch nicht mehr in der Truhe. Dafür gibt es noch einen Vorrat an Wiener Schnitzel, geliefert vom TK-Mann meines Vertrauens, für „wenn es mal schnell gehen muss“.
Bei aller Kreativität: ich weiß beim besten Willen nicht, wie ich Klöße und Schnitzel zusammen bringen kann. Hat jemand ’ne Idee?

Angewohnheiten

Oh Mann, irgendwie wiederholt sich ja doch alles und ohne dass man es sich versieht, übernimmt man Angewohnheiten, Redensarten oder Verhaltensweisen, die man schon als Kind nicht gemocht oder zumindest als sonderbar empfunden hat.

Ich denke dabei z.B. an den beliebten Spruch meiner Mutter: „Aber komm‘ nicht so spät!“, wenn ich als Teenie abends nochmal wegging. Ich hatte sowieso nur Ausgang bis 22.00 Uhr plus maximal 15 Minuten und als ausgesprochen braver Teenager war ich natürlich immer pünktlich zu Hause. Die Mahnung meiner Mutter war also unnötig und hat mich damals tierisch genervt. (Sorry Mutti, das musste mal raus.)

Was glaubt Ihr, sage ich heute zu meinem Mann, wenn wir abends noch irgendwo hin müssen?
Richtig!
(Bei ihm ist es aber angebracht; er kommt immer auf den allerletzten Drücker! *grins*)

Amüsiert habe ich mich als Kind immer über meine Oma, die gerne im Bett geschmökert hat und regelmäßig mit der Brille auf der Nase eingeschlafen ist. Heute Morgen wurde ich wach und stieß beim Versuch, mir die Augen zu reiben, auf festes Material. 8|
Huch, jetzt werde ich auch schon tüddelig!
… oder wie sagte der Optiker mal zu mir: „E Brill basst erst dann richdisch, wenn mer emol demit geschloofe hot“. :>> Recht hat er!

Ich bin mal gespannt, mit welchen Angewohnheiten meiner Vorfahren ich zukünftig noch konfrontiert werde.

I werd‘ zum Hirsch!

So, nun sind unsere Online-Tickets gekommen. Früher hatte man ja wenigstens was in der Hand, wenn man einen teuren Flug bezahlt hat. Heute gibt’s nur noch Emails und irgendwelche Zettel zum Ausdrucken. Ich finde das unerhört!

Jedenfalls wird es langsam ernst und heute habe ich begonnen, die Dinge, die nicht zu unserem persönlichen Gebrauch bestimmt sind und trotzdem mitgenommen werden müssen, schon mal in die Koffer zu verteilen. Nachdem wir im letzten Jahr am Flughafen umpacken mussten, um nur für ein Gepäckstück Übergewicht bezahlen zu müssen (je Koffer sind max. 23 kg erlaubt), sind wir nun stolze Besitzer einer Kofferwaage. Ganz ehrlich: ich traue dem Ding auch nicht so recht über den Weg und bin mir noch nicht sicher, ob das wirklich besser ist, als meine bisherige Methode. Bisher habe ich immer mich gewogen, einmal mit und einmal ohne Koffer in der Hand. Die Differenz ergab das Gewicht des Koffers … jedenfalls theoretisch. Die Lufthansa-Tussi am Schalter war anderer Meinung.

Nun sind unsere Koffer sehr groß – sie stammen noch aus der Zeit, als pro Gepäckstück 32 kg erlaubt waren – und ich kann verdammt gut stauen. Ergebnis: Locker 12 kg zu viel, gleich beim ersten Versuch.88| Leck‘ mich an de‘ Täsch! Das Ding ging ganz easy zu, wenn ich da was rausnehme, fällt alles durcheinander.

Der zweite Koffer wiegt von Haus aus 6 kg. Diese blöden Hartschalendinger sind zwar stabil, aber auch sauschwer. Da habe ich nur ganz leichtes Zeug reingepackt und komme gerade noch so auf 23 kg. Da muss auch wieder was raus; ich will kein Risiko eingehen.

Verflixt und zugenäht! Wo kriege ich Styroporchips als Füllmaterial her? Langsam werde ich doch ein bisschen nervös! Wie klappt das mit dem Koffer packen bei Euch? Gibts einen Trick, den Ihr mir verraten könnt? Wie kriege ich in große Koffer wenig rein, ohne dass alles durcheinander fällt? Ich bin am Verzweifeln.