Es nimmt kein Ende

Himmel: grau
Landschaft: weiß
Laune: am Arsch Boden >:-[

I mog nimmer!!!

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Verweigerung

„Warum bist Du nicht im Fiesbook?“ wurde ich kürzlich gefragt, nachdem ich eine – für meine Arbeit eigentlich wichtige Information – nur durch Zufall erhalten und nochmal nachgefragt hatte.

Tja, warum eigentlich nicht?
Ursprünglich sicher deshalb, weil mich der ganze Vernetzungsquatsch nicht sonderlich interessiert und ich sowieso erst spät mitgekriegt habe, dass es das überhaupt gibt. Dann aus Bequemlichkeit, weil ich keinen Bock hatte, mich schon wieder mit irgendeinem Netzwerk zu befassen, mich durch Anmeldeseiten zu hangeln, Dinge Preis zu geben, die niemanden etwas angehen, und zu guter Letzt aus Vorsicht – man hört und liest ja immer öfter, was einem dabei alles widerfahren kann.

Inzwischen habe ich beschlossen, mich Fiesbook einfach zu verweigern! Ich habe keine Lust, in irgendwelchen Netzwerken, Foren oder sonstigen Plattformen irgendwelchen virtuellen Freunden hinterher zu jagen oder von solchen bis aufs Klo verfolgt zu werden. Es interessiert mich einfach nicht, ob jemand gerade vorm Kölner Dom steht oder eine Baggerfahrt durch die Eifel macht.
Wer mir etwas mitzuteilen hat, der weiß, wie er mich erreichen kann. Basta!

Einzige Ausnahme meiner Verweigerung bleibt hier der blog, auch wenn ich mich im Augenblick etwas rarmache. Die Anzahl meiner Freunde ist bewusst überschaubar und viele von ihnen zählten auch schon vorher zu meinen Freunden in der realen Welt.
Das Leben besteht nicht nur aus Email, Posting und Thread; gelegentlich kann man auch telefonieren und/oder sich zu einem netten Kaffeeklatsch verabreden. Ich bin halt altmodisch.

So Tage

Alltag
Aus ist’s mit dem süßen Leben; statt schneebedeckter 2000er nur noch Berge von Arbeit. Einige sind schon geschrumpft, andere nehmen bedrohliche Ausmaße an. Ich kann gerade nicht behaupten, dass mir das Spaß macht.

Geburtstag
Am Montag hatte unser ehemaliges Patenkind in Brasilien Geburtstag. Sie ist jetzt 11 Jahre alt und nach Ansicht ihrer Familie alt genug, um als Drogenkurier zu arbeiten und so zum Familienunterhalt beizutragen. Ich musste in den letzten Tagen immerzu an sie denken und war unendlich traurig. Ihre Geschichte hatte ich vor Weihnachten schon hier erzählt.
Zu meiner Traurigkeit kommt noch eine gehörige Portion Wut hinzu, dass man dagegen nichts unternehmen kann.

Freudentag
Der Fußballplatz hat uns wieder. Die Winterpause und das Trainingslager haben unserer Mannschafft offensichtlich gut getan. Spielfreude, Ausdauer, ankommende Pässe und sogar Tore machen Mut und lassen die Kälte vergessen, die beim Zuschauen langsam in die Knochen krabbelt.

Frusttag
Für unseren Verein suche ich ein Girokonto, das nix kostet. Viele Banken werben damit, aber wenn man genauer nachfragt, gibt es überall einen Haken. Hinzu kommt, dass die meisten Callcenter dieser Anbieter mit Leuten besetzt sind, die keine Ahnung haben und sich bei jeder Frage erst einmal kundig machen müssen. Das nervt!

Glückstag
Wieder einmal den Aufbau einer Radarfalle an exponierter Stelle beobachtet und auf dem Rückweg vorschriftsmäßig 50 km/h gefahren. Ätsch!
Irgendwann kriegen sie auch mich, da bin ich sicher – heute hatte ich aber Glück und dieses Gefühl nehme ich jetzt einfach mal mit in den Tag.