Verweigerung

„Warum bist Du nicht im Fiesbook?“ wurde ich kürzlich gefragt, nachdem ich eine – für meine Arbeit eigentlich wichtige Information – nur durch Zufall erhalten und nochmal nachgefragt hatte.

Tja, warum eigentlich nicht?
Ursprünglich sicher deshalb, weil mich der ganze Vernetzungsquatsch nicht sonderlich interessiert und ich sowieso erst spät mitgekriegt habe, dass es das überhaupt gibt. Dann aus Bequemlichkeit, weil ich keinen Bock hatte, mich schon wieder mit irgendeinem Netzwerk zu befassen, mich durch Anmeldeseiten zu hangeln, Dinge Preis zu geben, die niemanden etwas angehen, und zu guter Letzt aus Vorsicht – man hört und liest ja immer öfter, was einem dabei alles widerfahren kann.

Inzwischen habe ich beschlossen, mich Fiesbook einfach zu verweigern! Ich habe keine Lust, in irgendwelchen Netzwerken, Foren oder sonstigen Plattformen irgendwelchen virtuellen Freunden hinterher zu jagen oder von solchen bis aufs Klo verfolgt zu werden. Es interessiert mich einfach nicht, ob jemand gerade vorm Kölner Dom steht oder eine Baggerfahrt durch die Eifel macht.
Wer mir etwas mitzuteilen hat, der weiß, wie er mich erreichen kann. Basta!

Einzige Ausnahme meiner Verweigerung bleibt hier der blog, auch wenn ich mich im Augenblick etwas rarmache. Die Anzahl meiner Freunde ist bewusst überschaubar und viele von ihnen zählten auch schon vorher zu meinen Freunden in der realen Welt.
Das Leben besteht nicht nur aus Email, Posting und Thread; gelegentlich kann man auch telefonieren und/oder sich zu einem netten Kaffeeklatsch verabreden. Ich bin halt altmodisch.

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10 Gedanken zu “Verweigerung

  1. hatte mich bis dato auch zurück gehalten, nun bin ich trotzdem drin und habe jetzt mit meinen Enkelinnen in Spanien jeden tag Kontakt, der vorher nicht vorhanden war.
    Also hat es auch gute Seiten.

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    • Ich schließe gar nicht aus, dass das auch seine guten Seiten hat und interessant ist! Nur für mich ist es – jedenfalls im Moment – halt nix. Vielleicht später einmal … man soll ja nie nie sagen. 😉

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  2. Es ist halt mit allem irgendwie immer so,
    erst will man nicht und dann plötzlich sagt man doch ja ;).

    Bei mir kamen 2010 auch viele Anfragen und ich habe immer nein gesagt, bis mich eine Wiener Freundin doch bat, ich sollte doch zu Facebook kommen, damit wir endlich wieder Kontakt hätten.

    Es war zu Beginn sehr locker und ich war selten drin,
    aber dann war es durch meine Enkelkids gar nicht mehr zu umgehen.
    Der ganze American Football geht ohne dieses Netzwerk gar nicht mehr, alle Termine und Veranstaltungen werden dort gepostet usw. usw.

    Bei mir hat es also nichts mit virtuellen Freunden hinterher jagen zu tun.

    Habe aber vollstes Verständnis, das du es verweigerst :yes:

    GLG

    Uschi

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    • Ich schließe das für mich ja nicht für alle Ewigkeit aus; irgendwann kriegen sie mich vielleicht auch. Im Moment allerdings komme ich gut ohne zurecht. Außerdem hat mich geärgert, dass praktisch vorausgesetzt wurde, das man dort mitmischt. So was reizt mich zum Ungehorsam. 😉
      LG u. ein schönes Wochenende!
      Caipi

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  3. Hallo Uschi
    Meine Freundin ist auch bei Facebook, aber deshalb
    muss ich nicht auch dorthin. Es muß nicht sein.
    Ein blog reicht vollkommen aus, zwei sind mir einfach zuviel.
    Ich Wechsel jedenfalls nicht, soll sie doch Wechseln nach hier auf Blog.de.

    GLG Lidora

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