Routine?

Ganz sicher nicht – auch wenn ich das Gefühl habe, nur noch Beileidsbriefe zu schreiben.
Das ist schon traurig genug, wenn es sich bei den Verstorbenen um alte Menschen handelt, die ihr Leben gelebt haben. Bei verhältnismäßig jungen Menschen, die noch mitten im Arbeitsleben stehen und Opfer einer schrecklichen Krankheit wurden, ist es fast unmöglich, die richtigen Worte zu finden!

Im letzten Fall wussten wir von der Krankheit und hofften sehr, dass es den Ärzten gelingen möge, das Leben nicht nur zu verlängern, sondern auch lebenswert zu erhalten. Es gelang leider nicht; ein herzliches Lachen ist für immer verstummt.

Noch mehr geschockt waren wir, als uns die Todesnachricht völlig unvorbereitet traf!
Ab dem 50. Geburtstag werden Frauen alle zwei Jahre zur Mammografie eingeladen. Die Betroffene hat diese Termine selbstverständlich wahrgenommen und dabei wurde im Dezember ein Tumor festgestellt. Im Februar war sie tot! Sie hatte überhaupt keine Chance.

Ich selbst habe meinen Mammografie-Termin im letzten Jahr wahrgenommen und die Nachricht erhalten, dass es keine Hinweise auf einen Tumor gibt.
Wie gut diese Nachricht ist, weiß ich erst heute wirklich zu schätzen!

Mir gehen beide Todesfälle sehr nahe, auch wenn es keine ganz engen Freundinnen waren. Beide Frauen waren jünger als ich und das stimmt mich nachdenklich.

Lieber Gott mach, dass diese verdammte Krankheit bald besiegt wird!