Totales Chaos oder …

Es gibt kein größer‘ Leid, als man sich selbst andeit.

Ich kann es nur bestätigen! Dem jahrelangen Wunsch nach einer etwas breiteren Terrasse, einer gescheiten Trennwand zum Nachbarn und der Notwendigkeit, die morschen Holzpalisaden endlich auszutauschen, folgen jetzt wirklich Taten. Heute Morgen – der strömende Regen hatte endlich etwas nachgelassen – rückten drei Männer an und verwüsteten erst Mal alles, was mir bisher lieb und teuer war.

Schön auch, dass wir ein Reihenmittelhaus bewohnen und der Zugang zum Garten nur durch eben dieses erfolgen kann. Noch besser, dass unser Haus versetzte Ebenen hat und wir über massenhaft Treppen verfügen! Jeder Stein, jeder Sack Zement, jede Spitzhacke muss erst ein paar Stufen rauf und zum Haus hinein, hinten wieder ein paar Stufen runter und zum Haus raus getragen werden. Wir wussten schon, warum wir das so lange vor uns hergeschoben haben. Dann fühlten wir uns stark genug, das Chaos durchzustehen und fanden erst einmal niemand, der gewillt war, diese Arbeiten auszuführen. Dass das mit dem jetzigen Unternehmen klappt, habe ich auch erst geglaubt, als sie heute Morgen wirklich vor der Tür standen.

Die Mitarbeiter haben dann erst einmal eine Ortsbesichtigung vorgenommen und sind mit dicken, grobstolligen Schuhen einmal durch den pitschnassen Garten und dann wieder durch die Wohnung gelaufen. Nachdem der Fußboden richtig eingesaut war, haben sie dann doch Folie ausgelegt, Auffahrschienen für die Schubkarre im Wohnzimmer verlegt und eine kleine Rampe über die Türschwelle an der Terrasse gebastelt.
Wir hatten gestern schon Türen aus- und Möbel zugehängt, Bücherregale geräumt, die Kübelpflanzen im Garten rumgewuchtet und die Pflanzen ausgebuddelt, die wir im neuen Beet wieder einsetzen wollen. Danach waren wir eigentlich schon restlos bedient.
Die nächsten Tage und Wochen werde ich starke Nerven brauchen und die ein oder andere virtuelle Schulter, an der ich mich ausweinen kann! Macht Euch auf was gefasst: Caipi wird jammern!

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Kurzer Abriss der letzten Woche

Ernährung: Wieder mal ein vitaminfreies Wochenende hinter mich gebracht. Nur Spießbratenbrötchen, gebrannte Mandeln und all so was gefuttert. Dazu Schöfferhofer mit Birne + Ingwer – das haut nicht so rein wie normales Kerbebier. Die ungesunden Tage wurden am Montagabend mit einem schönen Feuerwerk gekrönt und nun gehen die Uhren wieder anders. Habe gestern erst mal Obst und Gemüse gebunkert, Joghurt und Quark. Ab sofort ist Schmalhans Küchenmeister.

Sommermärchen: Fußball ist wieder angesagt. Um unsere Nationalmädels zu unterstützen, habe ich mein Fußball-Voodoopüppi wieder aus der Versenkung geholt und gestern mittels langer fieser Nadeln die Französinnen stark geschwächt. Hat prima funktioniert!

Sommerpause: Ach ja, und bald ist auch wieder Fußball im richtigen Stadion. Bin gespannt, wie sich unsere neue Mannschaft macht. Im Augenblick schwitzen die Jungs im Trainingslager, wie heute der Tageszeitung zu entnehmen war. Recht so!

Ordnungsliebe: Bin gerade wieder auf dem Ausmist-Trip. Diesmal ist der Kleiderschrank dran und ich schwöre: Alles, was ich im letzten Jahr nicht angezogen habe, fliegt raus! Zum Glück habe ich eine private Verwertungsstelle gefunden, die die guten Sachen gerne entgegen nimmt. Da fällt es nicht so schwer, sich von kaum genutzten Stücken zu trennen. Leider kaufe ich immer mal wieder Teile, in denen ich mich einfach nicht wohl fühle und die dann ein tristes Schrankdasein führen. Damit ist jetzt Schluss!

Versteck: Kürzlich habe ich drei DIN-A5 Ringbücher gekauft, die ich immer für meine Urlaubsplanungen benötige. Da wir ja mit großem Gepäck reisen und ich immer ganze Listen mit Dingen habe, die besorgt und mitgenommen werden sollen, ist so ein Ringbuch ausgesprochen praktisch. Tja, und nun suche ich diese Dinger! Ich habe keine Idee, wo ich die noch versteckt haben könnte und hoffe nun, dass sie mir irgendwann mal – möglichst VOR dem Urlaub – einfach so in die Finger fallen. Drei ungeordnete Kartons mit Urlaubsgepäck habe ich schon hier rumstehen und würde den Inhalt gerne mal katalogisieren.

Alltag: Den normalen Alltagsquatsch gibt’s nebenher auch noch und der ist erfreulicherweise gerade katastrophenfrei. *Dreimal auf Holz klopf*