Kreischende Weiber, vom Winde verweht

Es ist mal wieder Zeit, abzulästern … obwohl oder gerade weil ich ja nicht zu den Fans dieses Events gehöre. Ich hab‘ auch wieder nicht alles gesehen, weil wir in der ersten Stunde noch auf der Terrasse saßen und den Abend genossen haben. Im Wohnzimmer lief die Flimmerkiste und die Töne drangen nur in gemäßigter Lautstärke nach außen, was durchaus angenehm war. Dann wurde es kühl und wir sind auf die Couch umgezogen und haben uns den Rest halt noch gegeben.
Viel Wind, viele schreiende Weiber. Dazwischen unsere Mützenbalade und die „Hüpfburg“ aus Irland. Deren Outfit hätte gut zur Neuen Deutschen Welle gepasst, aber die ist ja auch schon passé. Ach ja und das Hula-Mädchen mit der guten Stimme und dem schlechten Song.

Dann noch mal die Schnelldurchläufe; richtig gefallen hat mir eigentlich nix und ich konnte mir den Anruf guten Gewissens sparen. Am originellsten waren die russischen Omis. Die hätten sich wohl auch nicht träumen lassen, dass sie das auf ihre alten Tage noch erleben dürfen/müssen.
Das Beste an dem ganzen Event ist der deutsche Kommentator, der das alles wohl auch nicht so ernst nimmt. Er macht es erträglich.

Dann die übliche Punktevergabe mit den bekannten Seilschaften. Blöderweise waren die Ösis ja vorzeitig ausgeschieden, sonst hätten wir vielleicht von denen ein paar Stimmen gekriegt. Ich denke, ich werde das Endergebnis morgen im Internet nachlesen. Mir dauert das alles zu lange und es ist auch ziemlich langweilig.
Gute Nacht Freunde! :yawn:
PS: Ey, gerade noch die Wertung der Eidgenossen: Ganze vier Punkte haben wir von denen gekriegt … und dafür haben wir die heute beim Fußball gewinnen lassen! Unverschämtheit!

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Hottehü

Es ist wieder so weit: Pfingsten steht vor der Tür und kaum einer weiß, was es mit dem Fest eigentlich so auf sich hat – es sei denn, er kommt aus der hessischen Landeshauptstadt oder ist Pferdenarr. Die wissen alle, was an Pfingsten ist: Reitturnier im Schlosspark!

Seit gestern rollen praktisch ununterbrochen Pferdetransporter durch die Straßen; 350 Tiere, dazu Betreuer und Reiter und massenhaft Zuschauer – im letzten Jahr waren es über die vier Tage verteilt 70.000! Der Rubel rollt nicht nur bei den Reitern (mit fast acht Millionen Euro ist es heuer die höchstdotierte Springsportserie der Welt), auch die Gastwirte freuen sich. Hotels und Pensionen sind schon seit Wochen bis auf die letzte Pritsche ausgebucht. Wahnsinn!

Wahnsinnig auch das Chaos auf den Straßen. Da wir dicht am Ort des Geschehens wohnen, dürfen wir unsere Autos praktisch nicht mehr bewegen, sonst ist der Parkplatz weg. Klar gibt es auch hier ausgewiesene Parkplätze, aber wer nutzt die schon? Mein Auto jedenfalls wird frühestens am Montagabend wieder bewegt, wenn der ganze Zauber hier vorbei ist. 🙄

Euch allen ein schönes langes Wochenende und Sonne satt!

Linda

Kürzlich erreichte mich hier folgende Nachricht:

Hallo
Mein Name ist Linda und meine Kontaktdaten adderss ist: (lindalove4u@xxx.fr): iam ein schönes junges Mädchen mit voller Liebe und Fürsorge, und ich sah Ihr Profil und ich liebe es, ich denke wir können zusammen klicken. bitte ich werde wie du mir durch mein E-Mail Adresse so wenden (lindalove4u@xxx.fr) bitte kontaktieren Sie mich mit meiner E-Mail adderss Ich mag zu zeigen, mein Foto wird und zur gleichen Zeit werden Sie mehr über me.once wieder wissen bitte kontaktieren Sie mich durch meine E-Mail address.Dont senden Sie es an der Stelle, werden sie mir nicht erlauben, auf Ihre Antwort aufgrund von i dont haben keinerlei Zugang their.so bitte Email mit meiner Adresse zu lesen. Danke für Ihr Verständnis
Linda.

Nein Linda, ich will mit Dir nicht zusammen klicken!

Ganz allein …

war ich heute mit meiner Idee, zum Baumarkt und ins Gartencenter zu fahren! Unterwegs wunderte ich mich schon etwas über die vielen Autos auf der Straße, aber der Groschen fiel wirklich erst, als ich schon kurz vorm Ziel war. Drei Grünphasen waren nötig, um endlich in die Zufahrtsstraße einbiegen zu können, an deren Ende es gleich zwei große Baumärkte gibt. Beide Parkplätze waren rappelvoll und endlich kapierte ich auch, was los war: Brückentag! Boah, nee! Der Wendehammer war mir; das muss ich mir ja wirklich nicht geben! :no:

Ich hatte noch etwas anderes zu erledigen, wobei nicht die Gefahr bestand, mit den Massen unterwegs zu sein. Das klappte auch gut und ich machte mich wieder auf den Heimweg. Vor der Haustür traf ich auf unseren Nachbarn, der gerade einen Sack Fliesenkleber aus dem Kofferraum wuchtete. „Warst Du etwa im Baumarkt?“ „Ja … und ich habe über eine Stunde gebraucht, um vom Parkplatz wieder auf die Straße zu kommen!“
Ich hab‘ mir nachträglich selbst auf die Schulter geklopft.

Nu is‘ aber mal gut!

Selten haben Die Eisheiligen ihrem Namen so viel Ehre gemacht, wie eben gerade! Die – wie man so schön auf hessisch sagt – Kalt‘ Soffie bescherte uns gestern so niedrige Temperaturen, dass sogar unsere Heizung ein Einsehen hatte und sich nochmal richtig ins Zeug legte. Hallo … es ist Mitte Mai!
Ich will jetzt endlich meinen Garten und die neuen Stühle genießen. Ich will Shorts und T-Shirts tragen, meinen dicken Mantel endlich einmotten und die Winterdecken wegpacken. Ich will grillen und Sonnenbrand kriegen und wenn es sein muss, sogar schwitzen. Ich will bunte Blumen und Erdbeeren, die richtig schmecken. Und laue Terrassenabende will ich auch.

Ich hab‘ jetzt einfach keine Lust mehr auf Regen, Wind und Affenkälte!

Viva Colonia

Ganz ehrlich, bei Regen ist Köln auch keine Wucht! Man hat uns zwar weismachen wollen, dass das alles Kölnisch Wasser sei, aber nass wird man von dem Zeug halt auch. Der gemeinsame Trip mit meiner Mutter in ihre alte Heimat fiel zwar nicht gänzlich ins Wasser, wäre aber schöner gewesen, wenn wir trockenen Fußes über die Domplatte hätten spazieren können.

Was macht man in Köln, wenn es regnet? Ein Teil der Bustruppe ist schnurstracks in den Dom gerannt; da ist es zwar trocken, aber stockdunkel. Wir – den weltlichen Genüssen mehr zugetan als geistlicher Kost – sind zügig zur Gaffel-Brauerei. Ebenfalls trocken und erfreulich hell. Außerdem gab es ein gutes Mittagessen und das erste Kölsch ihres Lebens für meine Mutter. Es blieb auch nicht bei dem einen, schließlich gibt’s das ja nur in Reagenzgläschen und außerdem schüttete es draußen wie aus Kübeln.

Danach ein sehr kurzer Rundgang und aus lauter Verzweiflung in zwei Geschäfte rein. Immerhin sind jetzt schon mal ein paar kleine Präsente gekauft, die in absehbarer Zeit den Besitzer wechseln werden. Die restliche Zeit bis zur Abfahrt des Busses haben wir unter dem großen Schirm einer Eisdiele verbracht und Leute geguckt. Das war übrigens auch sehr lustig: etliche geführte Stadtrundgänge wanderten an uns vorbei. Die Menschen klatschnass und mit gebeugten Köpfen, immer darauf bedacht, nicht auch noch in eine der riesigen Wasserlachen zu treten. Vorneweg eine Stadtführerin – leicht zu erkennen an dem hochgehaltenen Täfelchen mit der Nummer der Tour – in ordentlicher Regenkleidung und pausenlos quatschend. So richtig viel Spaß schien das jedenfalls auch nicht zu machen.

Wir waren froh, als wir um 15.00 Uhr wieder in den bequemen Bus klettern konnten. Nach einer guten Stunde Fahrtzeit gab es noch einen kurzen Aufenthalt am Laacher See. Das ist bei Starkregen der Bringer überhaupt! 🙄 Da gibt es nämlich nur die Klosterkirche, einen BierGARTEN und einen kleinen Bioladen. Kirche und Garten reizten uns nicht, also sind wir in den Laden und haben uns welkes Gemüse angeschaut. Nix gegen Bio, aber warum ich für schrumpelige Radieschen und schlappen Salat ein Heidengeld bezahlen soll, erschließt sich mir nicht.
Es gab noch schnell einen Kaffee im Stehen und danach eine Heimfahrt, bei der uns die Sonne frech ins Gesicht lachte. Manchmal ist einfach der Wurm drin!

Der Regen bleibt liegen

Ende eines Mittagsschlafes: Langgezogenes Donnergrollen. Ich schäle mich aus dem Bett und schlurfe zum Fenster. Einzelne dicke Tropfen haben lustige Punkte auf die Terrasse gemalt. Der Himmel ist blau und mir ist nicht klar, woher diese Tropfen eigentlich kommen.

Mir ist nach einem Kaffee und so begebe ich mich in die Küche, die auf der anderen Seite des Hauses liegt. Hier ist es so dunkel, dass man fast das Licht anmachen muss. Aus den einzelnen Regentropfen ist inzwischen ein ordentlicher Schutt geworden.

Gierig beobachte ich, wie der Kaffee in die Tasse plätschert und wundere mich über das seltsame Geräusch, das vermeintlich dabei entsteht. Die Tasse ist voll, es plätschert nix mehr – aber das Geräusch ist immer noch da. Ein Blick aus dem Fenster gibt die Antwort; es hagelt!
Bis ich wieder im Wohnzimmer bin, ist die Terrasse weiß. Auf dem Tisch findet eine Art Hagel-Ballett statt; die einzelnen Körner hüpfen unterschiedlich hoch und kullern übers Holz. Das ist schön anzusehen, aber die Heftigkeit des Schauers macht mir Angst.
Die Blüten des gerade aufgegangenen Rhododendrons zucken unter dem Angriff, die Clematis sieht zerrupft und traurig aus, die Blätter meines Pflücksalats werden gerade perforiert. Scheißebenkleister!

Zwei Minuten später ist auch dieses Schauspiel beendet. Die Sonne bahnt sich ihren Weg durch das Grau des Himmels. Von den Bäumen tropft es noch, die weiße Schicht taut auf und versickert langsam. Wenn alles abgetrocknet ist, werde ich mir die Flurschäden mal genauer ansehen, die dieses Aprilwetter hinterlassen hat. Den Petunien hat der Hagel sicher auch nicht gut getan.

Den Mai hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt!