Wenn einer eine Reise tut

Ein langer Flug ist schon nervig und so kann man es verstehen, wenn – kaum dass die Räder den Boden berührt haben – die ersten Handys eingeschaltet, die Gurte gelöst und sofort nach dem Handgepäck gegriffen wird. Kaum ist das Flugzeug zum Stillstand gekommen, stehen die ersten an der Tür und wollen endlich, endlich Bewegung und festen Boden unter den Füßen. Und dann dauert es und dauert und dauert, bis endlich die Tür aufgeht und man tatsächlich den Boden des Ziellandes betreten kann.

Unsere Reise war zwar lang, aber gut. Nur bei der Einreise in Brasilien hat es ewig gedauert. Wir wussten, dass es am Flughafen eine extra Schlage für Ausländer gibt und da haben wir uns auch sofort angestellt – wir sind ja schließlich Profis. Vor uns etwa zehn Leute, in der Schlage für Brasilianer standen etwa 300, die uns mehr oder weniger neidisch beäugt haben.
Blöderweise war für uns nur ein Abfertigungsschalter offen und bei dem funktionierte der PC nicht. Gratulation! Als wir endlich an der Reihe waren, war auch die Brasi-Schlange auf etwa 50 Leute geschrumpft. Das war ja mal ein voller Erfolg!

Immerhin war unser Gepäck schon vollständig da, als wir endlich an das Förderband mit den Koffern gelangten. Wir luden unsere Tonnen auf zwei wacklige Gepäckwägelchen und eierten damit am Zoll vorbei. Es gab noch einmal einen kurzen Stau an der Tür zur Ankunftshalle: freudige Begrüßungsszenen, es wurde geknutscht und geherzt und fotografiert und keine Sau hat es interessiert, dass dahinter ein paar andere Leute vielleicht auch noch nach draußen wollten. 🙄 Das übliche halt.

Aber auch das haben wir überstanden und unsere Wägelchen zum Mietwagenunternehmen gesteuert. Während mein Mann sich um die Formalitäten gekümmert hat, habe ich das Gepäck bewacht und endlich mal wieder geraucht. Boah, tat das gut! Da Papierkram in Brasilien ziemlich umständlich ist, hatte ich locker Zeit für drei Zigaretten! Dann die Koffer und Taschen ins Auto und noch mal für zwei Stunden auf die Piste.

Die erste Abfahrt haben wir wieder sauber verpennt, was aber daran lag, dass die Scheiben beschlagen waren, das Navi noch nicht im richtigen Land und wir mit den Knöpfen am Auto noch uneins. Eine kleine Ehrenrunde (gebührenpflichtig) und schon waren wir auf dem rechten Weg. Um halb zwei Uhr nachts waren wir endlich am Ziel!
Ein eiskaltes Bier, geschwind ins Bad und sofort ab ins Bett.
Wir sind angekommen! 😀

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6 Gedanken zu “Wenn einer eine Reise tut

    • Die ersten Tage sind wirklich nur für uns spannend: Großeinkauf im Supermarkt, mein altes Notebook zu neuem Leben erwecken, Nachbarn und Freunde wiedersehen, etc.
      Sobald was richtiges passiert, werde ich natürlich berichten.
      LG, Caipi

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