Die ewige Baustelle

Das dreistöckige Wohnhaus, auf das ich vom Küchenfenster aus blicke, wurde vor knapp zwei Jahren saniert. Wärmedämmung, neuer Putz, neue Fenster, neues Dach und offenbar auch eine neue Heizungsanlage, wie die aus den Schornsteinen ragenden Edelstahlrohre vermuten lassen. Alles sah wieder ganz proper aus und sogar der morsche Jägerzaun wurde ersetzt.

Als wir Mitte Dezember aus dem Urlaub kamen stellten wir fest, dass erneut gebaut wird. Einige Fenster wurden ausgetauscht und durch Balkontüren ersetzt. Schön für die Mieter; ich finde es immer toll, wenn man mal ein paar Schritte nach draußen kann. Leider können die Bewohner das bis heute nicht, weil die Balkone noch nicht da sind.

Es wurden Verankerungen an der Hauswand angebracht, es wurde um die neuen Fenster wieder neu verputzt und gestrichen, es wurde eine Konstruktion angebracht, die vermutlich einer zukünftigen Begrünung Halt geben soll. Nur … es nimmt alles keinen Fortgang. Nach Wochen wurde endlich mal das Gerüst abgebaut. Seit nunmehr drei Wochen ist ein Bagger unterwegs und buddelt (vermutlich für das Grünzeug) Löcher an der Hauswand. Der Vorgarten gleicht inzwischen einer Geröllhalde. Heute wurden die Löcher noch einmal vergrößert wobei einer der Arbeiter den Bagger bediente und fünf Mann drum herum standen und interessiert zuschauten.
Ich glaube ja, dass es bei Kälte und Schnee keinen großen Spaß macht, draußen zu arbeiten, aber mittlerweile kriege ich Pickel, wenn ich denen beim Arbeiten zugucke! Keine Ahnung, wie lange die Mieter noch auf ihre Balkone warten müssen, ihre Geduld wird jedenfalls auf eine harte Probe gestellt! Besonders kostengünstig scheint dieses Projekt auch nicht zu sein, aber das kann man ja am Ende auf die Miete drauf schlagen.

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Es ist soweit

Endlich sagen die einen; die sind unerschrocken seit 11.11 Uhr auf der Straße und huldigen Gott Jokus. Die Nicht-Narren haben sich längst mit Videos oder Lesestoff eingedeckt und die Rollläden herunter gelassen. Von denen hört und sieht man die nächsten Tage nichts mehr.

Als gemäßigte Ganz-Jahres-Närrin bin ich inzwischen in die Kostümkisten abgetaucht, habe in Kopfbedeckungen, Federboas und bescheuerten Brillen gewühlt und Verkleidungen für meine Familienmitglieder und mich zusammengestellt. Bis gestern hatte ich noch keinen Plan, was wir anziehen werden und so richtig Stimmung wollte auch noch nicht aufkommen, weil es im Hals kratzt und die Nase läuft. Aber von so was lassen wir uns ja nicht den Spaß verderben! 😛 Frisch gedopt werde ich mich heute Abend ins närrische Treiben stürzen. Helau!