Friedhof der Ekeltiere

Ich mag Schnecken. Ich hab‘ sie zum Fressen gern! Mit Knobibutter und frischem Baguette sind sie durchaus lecker. Ich mag auch solche aus Keramik, die freundlich grinsen und dekorativ zwischen Blumentöpfen stehen. In echt sind die Biester aber die Hölle für jeden Gartenfreund! Sie sind eklig, schleimen alles voll und sind mit gesegnetem Appetit ausgestattet.

Dieses Jahr ist wieder ein Schneckenjahr; allein gestern habe ich fünf Stück ins Jenseits befördert, obwohl ich wirklich nicht mordlüstern bin. Irgendwann kriegt man aber so die Wut, dass man sich einfach wehren muss! :yes:

Mein frisch gesetzter Pflücksalat überlebte nur wenige Stunden, dann standen nur noch die Strünke. Die Blätter meiner schönen Sonnenblume – ein Geschenk meiner Mutter – waren ruckzuck kahl und die Kmospen so zugeschleimt, dass sich die Blüten gar nicht mehr öffnen konnten.
Bei meinem letzten Besuch im Gartencenter entdeckte ich eine kleine Kaffeepflanze, die natürlich mit musste. Gestern kam es mir vor, als wäre die Pflanze schon mal größer gewesen. War sie auch. Alle Triebspitzen sind abgefressen, es stehen nur noch die Blattrippen. Drecksviecher, elende! >:-[ Sogar im Keller hat mein Mann schon eine gefunden; in Ermangelung von Grünzeug nahm sie Kurs auf die Kühltruhe. Ich glaub‘ ich spinne!

Inzwischen habe ich schon mehr Schneckenkorn als Dünger verbraucht und wenn die Biester die Körner partout nicht fressen wollen, kriegen sie bei mir ein halbes Kaffeelöffelchen Salz. Das ist ihr Ende und sie haben es nicht besser verdient. Mein Garten gehört mir und damit basta!

Notiz an mich: Salz einkaufen!

15 Gedanken zu “Friedhof der Ekeltiere

  1. Aber richtig VIEL Salz bitte….

    ich kann da so gut mit dir mit fühlen, denn als die Biester mal ein ganzes Gartenbeet voll Salat von mir gefressen hatten,
    kannte ich auch keine Gnade mehr.

    Ich habe ein Messer geholt und ALLE in der Mitte durchgeschnitten, mit Salz bestreut und bin erst mal heulen gegangen.
    (Hätte den Salat nämlich genau in einer Stunde für ein Buffet gebraucht).

    Das Schneckenkorn hat übrigens damals bei mir gar nichts genützt !

    Liebe und sonnige Grüsse
    Uschi

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    • Eine die mit mir fühlt!
      Man muss die vorher gar nicht vierteilen – es sei denn zum Frustabbau (ich könnte das sowieso nicht). Einfach ein bisschen Salz drauf und später kehren, genügt völlig!
      LG, caipi

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      • Ganz genau,
        ich habe an damals den Frust abgebaut,
        weil ich nämlich nichts (am Sonntag) auf meinen Buffet an Grünzeug hatte.

        Aber hast recht, heute würde ich sie eh nur noch salzen *lol*

        Grüßle
        Usch ♥

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  2. Entenm, Gänse und so mögen Schnecken. Einfach mal welche im Garten wildern lassen. Ansonsten, kenne ich Schnecken in letzter Zeit nur von Restaurants. Die bedienen mich immer dort … 😦

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    • So groß ist unser Garten nicht, dass sich die Anschaffung von Gänsen rechnen würde. Ich hab‘ noch Hoffnung, dass ich das Problem selbst in den Griff kriege.
      In Restaurants habe ich Schnecken auch schon gehabt … ohne Knobi und Baguette. 🙄

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  3. Also ….. in unserem Garten haben die Biester auch mächtig gewütet. Alle Gurkenpflanzen (obwohl mit Plastikschalen abgedeckt) wurden radikal heruntergefressen. Ebenso die Kräuter und vieles mehr. Jetzt habe ich was gefunden, was sie abhält: Ich nehme dornige Zweige (z.B. von Brombeeren) und lege diese um meine Pflanzen. Wenn die Schnecken an die Pflanzen wollen, müssen sie über die die Dornen robben ….. autsch …. und das tut weh :yes:

    LG

    Karin

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    • Eure Schnecken sind aber Pienzchen! Ich hab‘ das hier mal mit dornigen Rosenabschnitten probiert … die wurden ordentlich voll geschleimt und schon flutschte es. Hier hilft wirklich nur die harte Methode!
      Euren Pflänzchen ein gutes Gedeihen!
      LG, Caipi

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  4. wenn Du Schneckenkorn kaufst achte darauf, dass er sich nicht im nächsten Regen auflöst, dann hält er länger.
    Oder miete Dir doch einmal 2 Schneckenenten, die säubern den Garten innerhlab von 3 Tagen.

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    • Ich hab ja die Befürchtung, dass die Enten zu den Nachbarn abwandern würden, weil deren Gärten etwas „wilder“ sind als unserer. 😉
      Meine Maßnahmen zeigen aber Wirkung: das Kaffeepflänzchen scheint sich zu erholen!

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  5. Und noch eins, wenn es geregnet hat, gehe ich mit der Schere durch den Garten und finde immer wieder welche, die werden dann einfach durchgeschnitten und ergeben so einen wunderbaren Dünger.

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