Neues von der Paketfront

Nach einigem Suchen bin ich auf einen Telefonservice von DHL gestoßen und wählte eiligst die viel stellige Nummer. Eine freundliche Ansage erklärte mir, wo ich gelandet war und was ich dort tun könne. „Wollen Sie eine Sendung verfolgen, drücken sie bitte die 1“ – so oder ähnlich hangelte ich mich durch den Service, gab laut und deutlich die Nummer meines Paketes an und erklärte, dass ich der Empfänger sei. Ein kurzer Moment nur, da wurde mir beschieden, dass ich nun mit einer Servicekraft verbunden würde. *Tschacka!*

Keine halbe Minute später hörte ich einen leisen Pieps und danach die Ansage, dass es mindestens 7 (in Worten: sieben) Minuten dauern würde, bis sich ein Mensch aus Fleisch und Blut meiner annehmen könne.
Danke, das genügt. In der Zeit kann ich zwei Hemden bügeln oder das Klo putzen.

Nächster Versuch am Nachmittag. Same procedure as … Diesmal war die vorhergesagte Wartezeit nur drei Minuten und ich beschloss, es mir mit einer Tasse Kaffee gemütlich zu machen. Tatsächlich dauerte es auch gar nicht so lange und ich hatte tatsächlich ein menschliches Wesen am anderen Ende der Leitung. Sie hörte sich mein Begehr an, fragte mich erneut nach der Paketnummer und tippte diese in ihren Computer ein.
„Ach Gott“, meinte sie, „jetzt kann ich gar nichts machen, das System ist gerade abgestürzt!“ Süßer die Glocken nie klingen!
Wir plauderten ein Weilchen und überbrückten die Zeit, bis sich das System wieder berappelt hatte. Ergebnis: Sie überprüfte alle Daten und bestätigte mir, dass das Paket nicht zugestellt werden konnte, weil ich unbekannt sei. Das war mir seit vier Tagen bekannt; mich interessierte ja nur, wo sich das Paket JETZT befand. Das könne sie mir auch nicht sagen, flötete die Dame mit engelzarter Stimme. Die Sendungsverfolgung endet mit der Meldung des Paketboten: ausgeliefert/beim Nachbarn abgegeben/unbekannt etc.
Das nenne ich doch mal Service! Normalerweise gingen die Pakete dann sofort an den Absender zurück, bekam ich noch mit auf den Weg. Das war aber auch nicht geschehen; mit der Firma hatte ich bereits telefoniert und stehe seither mit dem zuständigen Sachbearbeiter in Emailkontakt.

Mein Geschenk befindet sich also im DHL-Nirwana oder es steht unter einem Weihnachtsbaum, der nicht meiner ist. Dumm gelaufen! Ich warte noch bis Ende des Jahres, dann versuche ich mein Glück mit einer Neubestellung.

Euch allen einen schönen vierten Advent und ein frohes Fest. Sollte jemand von Euch einen Tischräucherofen auf dem Gabentisch finden, könnt Ihr ja mal an mich denken. 🙄

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Ich glaub‘ das alles nicht!

Schon wieder ein Paket … hier der Sendungsverlauf:

Mi, 11.12.2013 16:35 Uhr – Die Auftragsdaten wurden vom Absender elektronisch an DHL übermittelt.
Mi, 11.12.2013 18:31 Uhr – Die Sendung wurde im Start-Paketzentrum bearbeitet.
Do, 12.12.2013 09:11 Uhr – Die Sendung wurde im Paketzentrum bearbeitet.
Do, 12.12.2013 12:03 Uhr – Die Sendung wurde im Ziel-Paketzentrum bearbeitet.
Fr, 13.12.2013 09:48 Uhr – Die Sendung wurde in das Zustellfahrzeug geladen.
Fr, 13.12.2013 13:02 Uhr – Der Empfänger ist unbekannt.

DHL will jetzt prüfen, wie mit der Sendung weiter verfahren werden soll. Ich würde ihnen gerne behilflich sein und mitteilen, dass ich seit über 30 Jahren unter der gleichen Anschrift wohne und DHL hier auch schon Pakete ausgeliefert hat; leider gibt die Seite für die Sendungsverfolgung diese Möglichkeit nicht her.
Ob mein Weihnachtsgeschenk noch pünktlich zum Fest kommt?

Ich bin wieder hier …

und nicht nur in meinem Revier, sondern gerade auch wieder in der Wirklichkeit angekommen! Servicewüste Deutschland – man kann sich nur an den Kopf greifen!

Heutiges Erlebnis: Post
Vorgestern fand ich eine Benachrichtigung in unserem Briefkasten, wonach ein Päckchen für meinen Mann bei der hiesigen Poststelle hinterlegt sei und mittels der vorliegenden Karte am nächsten Werktag ab 15.00 Uhr abgeholt werden könne. Super.
Ich machte mich heute Morgen auf den Weg dorthin, suchte mir einen Parkplatz, warf Geld in den gefräßigen Parkscheinautomaten und stellte mich geschlagene 14 Minuten in der Schlange vor dem Schalter an.

Endlich an der Reihe, übergab ich meinen Abholschein und hörte auch sofort die Aufforderung: „AUSWEIS!“.
Ich schlug die Hacken zusammen und kramte in meiner Handtasche nach dem amtlichen Papier.
„Das können Sie sich sparen“, meinte die Posttussi, „Sie haben ja gar keine Vollmacht!“
Ich muss ziemlich irritiert aus der Wäsche geguckt haben.
„Hallo? Der Empfänger ist mein Mann, ich habe die Karte und in meinem Ausweis steht die gleiche Adresse!“
„Das nützt nichts, wir können ja hier die Familienverhältnisse nicht klären.“

Mal ehrlich: Die Familienverhältnisse kennt der Paketbote auch nicht. Er weiß nicht, ob ich die Ehefrau, die Kusine oder die Putzfrau bin und händigt mir die Pakete immer aus. Er hat auch überhaupt kein Problem damit, sie der Nachbarin in die Hand zu drücken, wenn ich mal nicht da bin und mit der sind wir weder verwandt noch verschwägert und eine Vollmacht hat sie schon gar nicht. Was also soll das???
Vorschrift sei Vorschrift und seit Januar gelte, dass auch Ehepartner eine Vollmacht benötigen, wurde ich belehrt. ‚Du Dummchen weißt aber auch gar nix!‘ war hinter ihrer Stirn zu lesen.

Ich könnte gerade schon wieder speien! Da hatte ein gelangweilter Sesselfurzer eine Schnapsidee und ich verplempere hier meine Zeit. Wann wird dieser Schnarchnasenverein endlich abgeschafft?
Um diesem Post-Schwachsinn zu entgehen, habe ich beschlossen, die letzten Weihnachtsgeschenke doch in der Stadt und nicht im Versandhandel zu kaufen. Sicher ist sicher!