Es geht schon wieder los

… das kann doch wohl nicht waaahr sein!
Eine Textzeile, die mir gerade nicht mehr aus dem Kopf geht. Der Grund: es geht tatsächlich schon wieder los … mit nervigen Callcenter-Anrufen.

„Caipi“, melde ich mich kurz und knapp.
„Ach, Herr Caipi, das ist ja schön, dass Sie heute arbeiten und ich Sie direkt erreichen kann. Mein Name ist Lieschen Müller von der Firma XYZ. Schnatter, schnatter, schnatter.“
Ich kriege spontan Pickel und einen dicken Hals.
„Sie sind bei uns ja schon Kunde und ich habe gesehen, dass Sie zwei Testversionen herunter geladen haben, nämlich das Produkt schnatter, schnatter und auch schnatter, schnatter, schnatter.“

Ich nutze die Millisekunde, in der sie doch nach Luft schnappt und erwidere, dass ich erstens die Frau Caipi bin und zweitens heute ein ganz normaler Arbeitstag ist.
Sendepause. Lieschen Müller hat sich an der Luft verschluckt und beginnt zu stottern: „Ach na ja, ähm … es arbeiten ja nicht so viele Leute zwischen Weihnachten und … äh … dem Feiertag.“

So ganz auf dem Laufenden ist sie also auch nicht; vielleicht gab es an Silvester einen Filmriss. Sie schnatterte sich noch ein bisschen um Kopf und Kragen und als sie sich wieder gefangen hatte, platzte sie mit der Frage raus, ob denn der Herr Caipi auch zu sprechen wäre. „Nein, der arbeitet heute auch!“
„Ach so ja, gut dann … dann melde ich mich vielleicht später wieder.“
Lieschen ist jetzt reif für die Insel.

Eigentlich tun sie mir ja leid, diese Telefon-Häschen, aber ich kann es nun einmal nicht ab, wenn die Leute nicht hinhören, wie sich jemand am Telefon meldet und einen stattdessen mit einem Redeschwall überziehen, bei dem auch ein geübter Zuhörer nur jedes dritte Wort versteht. Ätzend!

Eine frohe Botschaft gab es heute aber auch: Mein Weihnachtsgeschenk ist wieder aufgetaucht! Heute bekam ich eine Email der Firma, dass das Paket soeben erneut verschickt wurde. Ich bin gespannt, ob das mit der Zustellung diesmal klappt.

Euch allen ein gutes Neues Jahr!

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